• Adventisten als Bewegung des Allerheiligsten: Sündlos vor der Wiederkunft?

    Sündlos vor der Wiederkunft?

    Adobe Stock - klagyivik

    Weiter studieren, statt frustriert aufgeben. Von Waldemar Laufersweiler

Montag, 18 Dezember 2017 – 08:36 Uhr

Adventisten als Bewegung des Allerheiligsten: Sündlos vor der Wiederkunft?

Sündlos vor der Wiederkunft?

Adobe Stock - klagyivik

Weiter studieren, statt frustriert aufgeben. Von Waldemar Laufersweiler

Die Thematik vom vollständigen Überwinden der Sünde durch den Menschen war schon immer umkämpft. Ja, ich muss zugeben: Diejenigen, die daran glauben, dass das vollständige Sündenüberwindung unser Ziel sein sollte, verstehen oft selber nicht, worüber sie sprechen – und ich muss mich hier an die eigene Nase fassen.

Als junger Mensch oder Frischbekehrter begeistert man sich schnell für Ideale wie die Lehre von der Vollkommenheit. In der Unerfahrenheit, die man keinem vorwerfen kann, durch mangelnde Kenntnis der Materie, in der Art der Kommunikation und durch fehlende geistliche Reife macht man dann Fehler, die das Angenommene in Verruf bringen – oft bei sich selbst.

Fakt ist aber, dass die Bibel von den 144 000 spricht. Bei ihnen wird kein Falsch im Mund gefunden. Sie unterscheiden sich von der großen Schar der Erlösten. Sie leben ganz am Ende der Weltgeschichte eine Zeitlang ohne die Vermittlung unseres Hohepriesters und durchleben die Schrecken der Jakobsnacht.

Fakt ist, dass der Spätregen ausgegossenen werden soll. Die Bedingungen dafür werden uns genannt: Sieg über jede Sünde (Ellen White, Erfahrungen und Gesichte, Kapitel 16).

Fakt ist auch, dass wir uns mit Aussagen des Geistes der Weissagung wie der folgenden auseinandersetzen müssen: »Nur diejenigen, die durch den Glauben an Christus alle Gebote Gottes halten, werden den Zustand der Sündlosigkeit erreichen, den Adam hatte vor dem Sündenfall. Sie bezeugen ihre Liebe zu Christus, indem sie allen seinen Vorschriften gehorchen.« (Ellen White, MS 122, 1901; Bibelkommentar zu Epheser 5,27)

Nun, es ist ein Szenario der letzten Generation und es bedarf einer Vorbereitung. Ja, es ist richtig, wenn man selbstbezogen lebt und auf sich und andere schaut, kann diese Lehre entmutigen und frustrieren. Das ist aber nicht der Fall bei den 144 000, denn sie haben gelernt, Jesus zu folgen, wo er hingeht. Es ist auch nicht der Fall bei denjenigen, die im Glauben an die dritte Engelsbotschaft gestorben sind, deren Inhalt die Rechtfertigung aus dem Glauben ist, denn sie sind glückselig (Offenbarung 14,13).

Ich möchte dazu ermutigen, diesen Gegenstand, der die eigentliche Identität der Adventgemeinde ausmacht, im Geiste der Einheit gemeinsam neu zu erörtern. Denn: Wir sind keine Siebenten-Tags-Adventisten, weil wir an Jesus glauben. Deshalb sind wir Christen. Siebenten-Tags-Adventisten aber sind wir, weil Jesus in das Allerheiligste eingegangen ist – und dort hat die Sünde keinen Platz.


Diesen Artikel...




Mehr auf HOFFNUNG WELTWEIT

Der schmale Weg: Bin ich gesetzlich?
Transkript der Predigt von Präsident Ted N. C. Wilson anlässlich der Herbstsitzung des GK-Exekutivausschusses 2014: Gottes prophetische Bewegung, ihre Botschaft, ihr Auftrag und der Versuch Satans, sie außer Gefecht zu setzen
Schritte zu Jesus: Reue
Das Skandalbuch, Teil 3: Unglaublich, aber wahr!
Bereite dich vor, um deinem Gott zu begegnen: Ein Zeugnis - Joyce Hofer, Urnell Greaves und Lydia Burger
Leben mit Gott: Was bedeutet Gnade?