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    Zur Zeit und zur Unzeit?

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    Gottes Auftrag erfüllen, heißt langfristig denken. Von Ellen White

Montag, 04 September 2017 – 11:51 Uhr

Der Nordkoreakonflikt in der Prophetie: Hilfe! Die Apokalypse naht

Hilfe! Die Apokalypse naht

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Einige Monate nach Amtsantritt eines US-Präsidenten beginnt oft ein neuer militärischer Einsatz. Von Kai Mester

Wie David dem Goliath, genau so tritt – von den Größenverhältnissen her – Nordkorea den USA gegenüber. Die Welt hält den Atem an. Es ist ein Säbelrasseln und Kräftemessen zwischen Kim Jong-un und Donald Trump.

Als stärkste Kultur-, Wirtschafts- und Militärmacht der Welt erobern sich die USA seit vielen Jahrzehnten Stück für Stück unseren Planeten. Kann Nordkorea sich dem erwehren?

Die biblische Prophetie zeichnet zwei Entwicklungen vor dem apokalyptischen Inferno:

Auf der einen Seite rückt eine Supermacht unaufhaltsam vor, um sich die ganze Welt gefügig zu machen. Ein Bestreben, das die Welt, wie wir sie kennen, in den Untergang stürzen wird.

Auf der anderen Seite halten Engel das Inferno zurück, bis alle versiegelt sind wie einst Noah und seine Familie in der Arche (Offenbarung 7).

Die Supermacht und ihre Zerstörung wird dargestellt:

  • als eisernes Rom, das sich mit dem Lehm der verunreinigten Gemeinde Gottes verbindet (Daniel 2),
  • als grausames Tier mit eisernen Zähnen und religiösem Anspruch (Daniel 7),
  • als wachsendes Horn, das sich nach Süden, Osten und gegen das herrliche Land ausbreitet, als Horn, das gegen den Messias und seine Anhänger in den Krieg zieht (Daniel 8),
  • als Nordkönig, der in die Länder eindringt, sie mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen überschwemmt, sich ihrer Schätze bemächtigt (Daniel 11),
  • als Winde, die der Erde und dem Meer Schaden zufügen und die Heiligen bedrängen (Offenbarung 7),
  • als Drache, der Krieg führt gegen die Menschen, die Gottes Gebote halten und das Zeugnis Jesu haben (Offenbarung 12),
  • als totalitäres Regime, das Vollmacht erhält über jeden Volksstamm, jede Sprache und jede Nation (Offenbarung 13),
  • als Hure Babylon, die sich am Blut der Heiligen berauscht, alle Völker mit ihrem Wein verführt und mit allen Königen der Erde Unzucht treibt (Offenbarung 14; 17).

Die heilsame Gegenbewegung zeigt sich:


  • als Stein, der alle irdischen Gewaltbestrebungen in Spreu verwandelt (Daniel 2),
  • als Gericht, das die Verehrung von der Supermacht auf den Messias und sein Reich lenkt (Daniel 7),
  • als Reinigung des Heiligtums, die das totalitäre Regime ohne Zutun von Menschenhand auflösen wird (Daniel 8),
  • als Engel, der Gottes Geheimnisse offenbart und mit einem Regenbogen gekrönt ist (Offenbarung 10),
  • als Ölbäume, Leuchter und Zeugen, die sterben, auferstehen und gen Himmel fahren (Offenbarung 11),
  • als Brüder des Messias, die ihre Verfolger durch das Blut des Lammes und das Wort ihres Zeugnisses überwinden (Offenbarung 12),
  • als Heilige, die standhaft ausharren im Glauben (Offenbarung 13),
  • als 144.000 Versiegelte, die das Lied der Wahrheit, Sanftmut und Gerechtigkeit singen (Offenbarung 14) und von einem Gott, der alle Tränen abwischen wird (Offenbarung 7,17),
  • als Engel, die allen Nationen, Stämmen, Sprachen und Völkern die Augen dafür öffnen, wer wirklich ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und Hingabe verdient (Offenbarung 14),
  • als Engel, der die Erde erleuchtet mit seiner Herrlichkeit (Offenbarung 18).

Beide Seiten sind komplex und die Prophetie nennt viele Einzelheiten. Die römisch-endzeitliche Supermacht setzt sich zusammen aus verschiedenen Mächten und einzelnen Akteuren. Zum Beispiel ist die Rede von einem Tier mit sieben Häuptern und zehn Hörnern sowie einem lammartigen Tier mit zwei Hörnern, das dem ersten Tier ein Bild macht.

Wer ist nun übrig geblieben als Hindernis auf dem Weg zur Weltherrschaft einer zunehmend römischen USA?

Alle Kriege der Vergangenheit haben den militärischen Einfluss der USA immer weiter ausgedehnt. Ihr Verhandlungsgeschick erweitert ihren wirtschaftlichen Einfluss, und durch pure Faszination verbreitet sich ihre Kultur und Technologie auf dem ganzen Erdball.

Ihre jüngsten militärischen Einsätze geschahen allesamt in Staaten, die der ehemaligen Einflusssphäre der Sowjetunion zuzuordnen waren: Balkan, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien. Mit Gesprächskunst vermittelte Papst Franziskus im Falle Kubas.

Übrig geblieben ist vor allem Nordkorea, in einem gewissen Grade auch Iran und Venezuela.

So wie einst der Nordirlandkonflikt dem biblischen Endzeitszenario im Weg stand, war schon immer klar, dass die Spaltung Koreas als Relikt aus dem kalten Krieg weichen muss, bevor das Malzeichen des Tieres weltweit eingeführt werden kann. Sie ist die wohl schwierigste feindliche Bastion für die USA. Doch sie wird fallen!

Auf welche Art dies geschehen wird? Ob Donald Trump der Akteur sein wird, der dieses historische Ereignis katalysiert? Werden die USA wieder – Gott bewahre – Feuer vom Himmel fallen lassen (Offenbarung 13,13) wie einst im zweiten Weltkrieg auf Hiroshima und Nagasaki? Oder wird wirtschaftlicher Druck Nordkorea zum Einlenken bewegen?

Eines ist sicher: Auch der letzte »Schurkenstaat« wird sich der Hegemonie jener römischen Supermacht beugen müssen, die die Welt, wenn auch nur kurz, völlig beherrschen wird.

Solange ihre Herrschaft noch beschränkt ist, halten die Engel die Winde.

Sobald sie jedoch ein neues Territorium erobert, tritt – so war es wenigstens bis jetzt immer gewesen – auch das Evangelium und die Adventbotschaft dort den Siegeszug an.

Der Drache folgte als Gottes Gegenspieler der fliehenden Frau, Gottes Gemeinde, in die neue Welt. Sie floh vor der mittelalterlichen Inquisition. So sind die USA nicht nur zum Leuchtturm für die Welt geworden, sondern auch zum Steigbügelhalter des Papstes und die beiden gegnerischen Bewegungen sind in den USA miteinander verknüpft.

Beten wir darum, dass die Befreiung Nordkoreas so gewaltlos wie möglich geschieht! »Denn wenn jemand mit dem Schwert tötet, dann wird er mit dem Schwert getötet werden.« (Offenbarung 13,10 Schlachter/Luther) Und jeder Mensch, der stirbt, ohne gerettet zu sein, ist auf ewig verloren. Außerdem kann Gott Gewalt nicht segnen. Doch er lässt die Finsternis auch ihr hässliches Gesicht zeigen, damit wir verstehen, wo allein wir Geborgenheit finden können.

»Es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu jener Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet. Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen; die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande. Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung, und die, welche die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.« (Daniel 12,1-3)


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