• Warnung vor falschen Propheten: Wölfe im Schafspelz

    Wölfe im Schafspelz

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    Für jeden Geschmack ist eine Verlockung dabei. Von Kai Mester

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Mittwoch, 12 April 2017 – 06:57 Uhr

Donald Trump positioniert USA: Neuer Sheriff in der Stadt

Neuer Sheriff in der Stadt
pixabay - bykst
 
Die Bombardierung eines syrischen Luftwaffenstützpunkts lässt die Welt aufhorchen. Von Kai Mester
 

»Make America Great Again« und »America First« sind zwei Slogans, die jeder sofort mit dem Wahlkampf in den USA und mit dem Sieg Donald Trumps bei den Präsidentschaftswahlen in Zusammenhang bringt, die Ende letzten Jahres dort stattfanden. US-amerikanische Interessen sollten wieder großgeschrieben werden.

Außer dem gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus würden die USA sich außenpolitisch weniger einmischen. Dass sie sich aktiv für den Sturz von totalitären Machthabern einsetzen würden, erwartete daher niemand. Eher das Gegenteil: eine Annäherung an Russland und Ägypten zum Beispiel und sogar an Syriens Präsident al-Assad.

Die rasche Reaktion der USA auf den Giftgasvorfall am 4. April 2017 in Chan Schaichun hat die Welt aufhorchen lassen. Nur drei Tage brauchte Trump, um den Befehl zur Bombardierung des Luftwaffenstützpunkts zu geben, von dem angeblich die Marschflugkörper stammten, die knapp 90 Tote in Chan Schaichun zu verantworten hätten. Todesursache: der Nervenkampfstoff Sarin.

Zum ersten Mal erhält der sonst so verspottete und geächtete US-Präsident Donald Trump eine ganze Menge Lob und Anerkennung aus dem Ausland.

Indes ist ein US-Flugzeugträger Richtung nordkoreanische Küste unterwegs. Ist das der neue außenpolitische Kurs der USA? Prompt titeln mehrere Zeitungen, zum Beispiel die Washington Times und Sputnik International: »New Sheriff in Town« (Neuer Sheriff in der Stadt). Nun, da die Welt inzwischen ein globales Dorf ist …

US-Außenminister Rex Tillerson erklärt vor seinem ersten Besuch in Moskau: »Wir widmen uns wieder der Aufgabe, jeden und alle zur Rechenschaft zu ziehen, die wo auch immer auf der Welt Verbrechen gegen Unschuldige begehen.« (washingtonfeed.com)

Es gibt kein Land auf der Welt, das es wagt oder wagen kann, so eine Aussage zu treffen. So titeln die Zeitungen: »Außenminister will USA wieder zur Weltpolizei machen.« Dabei hatten sie im Oktober 2016 noch geschrieben: »Warum die USA keine Weltpolizei mehr sein wollen.«

Die biblische Prophezeiung in Offenbarung 13,11-18 beschreibt, wie eine Weltmacht am Ende der Zeit aus der Erde aufsteigt. Weltmächte werden in der apokalyptischen Prophetie als Tiere dargestellt. Im Unterschied zu anderen Tieren steigt diese Weltmacht jedoch nicht aus dem Meer, sondern aus der Erde auf – nicht aus dem Völkermeer der Alten Welt, sondern aus den dünn besiedelten Weiten der Neuen Welt.

Das Tier gleicht einem Lamm, tritt in seiner Verfassung für Frieden und Freiheit ein, gibt sich rein, sanft und harmlos. Weltweit verschafft es sich Respekt durch seine zwei Hörner (Vers 11). Sie werden als Protestantismus und Republikanismus gedeutet oder als religiöse und bürgerliche Freiheit (kein Papst, kein König).

Doch die lammähnlichen Vereinigten Staaten reden auch wie ein Drache (Vers 11). Ihre Gesetzgebung und Gerichtsurteile tragen dämonische Züge. Im Namen Gottes und der Gerechtigkeit verfolgen und töten sie Menschen, die die von ihnen festgelegten roten Linien überschreiten. Deshalb greifen sie auch in Kriege ein und fühlen sich als Weltpolizei.

Die Prophezeiung sagt voraus, dass sie die ganze Welt dazu bringen werden, das erste Tier anzubeten, dessen Todeswunde geheilt wurde (Vers 12). In der historizistischen Prophetieauslegung waren sich einst alle Protestanten einig, dass damit ein zu neuem Leben erwecktes Römisches Reich gemeint war, der römische Stuhl mit seinen Orden und seiner weltweiten Kirche. Die katholische Soziallehre mahnt Gemeinwohl, Solidarität und Subsidiarität als Grundwerte der Gesellschaft an. Im Namen dieser Werte ist laut dieser Prophezeiung zu erwarten, dass die USA Strukturen mit totalitärem Charakter schaffen werden (das Bild des Tieres).

Ein besonderes Merkmal der USA in der Prophezeiung ist, dass sie vor den Menschen Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen lassen (Vers 13). Wie man das Feuer auch auslegt, ob geistlich oder buchstäblich, in beiden Fällen hat sich diese Prophezeiung durch keine Weltmacht so deutlich erfüllt wie durch die USA. Wir haben es amerikanischem Einfluss zu verdanken, dass dieses Feuer heute »vor den Menschen« auf die Erde herabfällt und alle Erdbewohner verführen kann, wie Vers 14 sagt. Bildschirme, Internet, YouTube und Co. sind dabei, auch den letzten Winkel dieses Planeten zu erobern. Ohne sie bliebe dieses Feuer für die meisten unsichtbar.

Und welches Feuer fällt? Die Bombardierung deutscher Städte im 2. Weltkrieg und der Abwurf der Atombomben »Little Boy« auf Hiroshima und »Fat Man« auf Nagasaki machten die USA zum ersten Mal für ihr Feuer vom Himmel bekannt. Die etwa 60 Tomahawk-Marschflugkörper, die auf dem Militärflughafen asch-Scha'irat in Syrien einschlugen sind nur der jüngste Vorfall in dieser Linie. Unter Obama war es hauptsächlich der Drohnenkrieg gewesen, aber auch die Bombardierung Libyens im März 2011. Unter Bush die Kriege im Irak und Afghanistan usw.

Das geistliche Feuer hingegen fällt hauptsächlich durch Hollywood und Co. Nichts vermochte Menschen und Kulturen derart umzuprägen wie die Filme aus den USA.

Fehlen noch die Wirtschaftssanktionen gegen alle, die sich der Neuen Weltordnung nicht beugen werden: Das Malzeichen des Tieres (Vers 16-17). Fehlen? Der Mechanismus ist eigentlich schon vorhanden. Das Bargeld ist auf dem Rückzug, der orwellsche Überwachungsstaat auf dem Vormarsch.

Ich bin schon wieder nachdenklich. Offenbarung 13 fordert die Gläubigen als Gegenprogramm zu drei Eigenschaften auf: »Hier ist das standhafte Ausharren und der Glaube der Heiligen!« (Vers 10) »Hier ist die Weisheit!« (Vers 18). Dann beschreibt sie die Gegenbewegung der 144 000 und ihre Botschaft im folgenden Kapitel. Es ist eine singende Bewegung, die wie ein Wasserrauschen und Donnerrollen von lauter Harfen beschrieben wird (Offenbarung 14,2). Es ist eine Bewegung von weisen, reinen »Jungfrauen«, die dem wahren Lamm Jesus Christus folgen, wohin es auch geht. »In ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden.« (Vers 5) Sie machen Menschen glücklich, werden ihnen zum Segen, weil sie ihnen den Einzigen zeigen, der ihre Probleme lösen und ihre Sehnsüchte stillen kann: »Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre!« (Vers 7) Außerdem warnen sie vor den trügerischen Angeboten Babylons. Diese versetzen die Menschen zwar in einen Rausch, der aber nur zu Enttäuschung, Leid und Qual führt (Vers 8-11). Doch bei Gott gibt es Geduld und Heiligkeit, also Kraft zum Lieben, zum Tragen und zur Reinheit; bei Gott gibt es Richtlinien und Verheißungen, die unser Leben zum Licht und Segen machen; und er schenkt uns Jesus, sodass wir wieder Vertrauen können (Vers 12).

Du bist eingeladen, ein Teil dieser Bewegung zu sein. Jesus ist der beste Lehrer. Er holt dich dort ab, wo du bist, und führt dich Schritt für Schritt, zum Vaterherzen und durch alles sicher hindurch, was auf dich zukommt. Ja, er will auch mit dir gemeinsam die Menschen retten, die du liebst. Vertrau dich ihm an!


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