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Freitag, 23 Juni 2017 – 07:02 Uhr

Adventistische Familien verlieren Hab und Gut im Feuer von Pedrógão Grande: Die Flamme soll dich nicht verbrennen

Die Flamme soll dich nicht verbrennen

Adobe Stock - Nataraj

 

Wunder inmitten des Infernos. Von Kai Mester

Es war ein Sabbat, als ein Waldbrand im Herzen Portugals durch einen Blitzschlag ausgelöst wurde. Binnen Sekunden breitete er sich durch heftige Winde aus. Mindestens 64 Menschen fanden den Tod, einige im Auto auf der Flucht vor dem Feuer. Man schätzt das Brandgebiet auf 30.000 Hektar.

Im Gebiet von Pedrógão Grande haben sich vor mehreren Jahren deutschsprachige Siebenten-Tags-Adventisten angesiedelt, die mit ihren Familien aufs Land ziehen wollten. Hier gab es preisgünstige Grundstücke, Homeschooling ist erlaubt und das Klima macht einen ganzjährigen Gartenbau möglich. Und genau in diesem Gebiet nun diese Tragödie, die in der Geschichte Portugals ihresgleichen sucht.

Johannes Müller vom HARMONY-Quartet, schrieb in einem Spendenaufruf, dass sein leiblicher Bruder Philipp van Voorthuizen, ebenfalls Sänger des HARMONY-Quartets, mit seiner Familie samt Haus mitten im Katastrophengebiet bewahrt wurde. Doch fünf oder sechs Familien hätten ihr Haus verloren und teilweise nur noch die Kleider am Leibe und das Leben retten können. Darunter befänden sich auch die Familie ihres jungen Bass-Sängers Kim Jonas Oerterer.

Wie ich aus einem Telefonat erfuhr, überlebten dessen Vater und Bruder zusammen mit einem jung verheirateten Schweizer Bruder, Noah Bösch, das Feuer nur, indem sie sich in den Fluss retteten. Dort harrten sie zwei Stunden aus. Es war unmöglich ihn zu verlassen, ringsherum brannte alles. Die Hitze ließ sich nur ertragen, indem sie ihre nassen T-Shirts über den Kopf zogen. Das Atmen fiel schwer, weil das Feuer fast allen Sauerstoff raubte.

Unterdessen überlebte Noahs Frau, sein Bruder und seine Eltern in deren Haus, in das sie zurückgekehrt waren, weil die Fluchtwege durchs Feuer abgeschnitten waren. Sie beteten, dass es nicht aufs Haus übergreifen möge. Wie durch ein Wunder wurden sie bewahrt und auch die Gasflasche explodierte nicht. Doch Noahs Haus und Auto samt allem, was er und seine Frau sonst noch besaßen, wurde ein Raub der Flammen. Leider auch ihre Pferde.

Noch am Morgen hatten sie in der Andacht über Hiob gesprochen, nichts ahnend, welches Inferno über sie hereinbrechen würde.

Eine portugiesische adventistische Familie betete in einem Bach um Schutz. Und auch hier geschah ein Wunder: Ihr Grundstück blieb wie eine Insel im Flammenmehr verschont.

Das ganze Geschehen lässt mich an Jesaja 43 denken:

»Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen.« (Vers 2)

Doch wer ist gemeint?

»Und nun, so spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.« (Vers 1)

Alle, die sich mit Jakob identifizieren, der einst ein Sünder und Betrüger war, sich dann aber Gott anvertraute, ja mit dem Engel des HERRN rang, ihn nicht losließ, bevor er ihn mit dem neuen Namen Israel »Gotteskämpfer« segnete.

»Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Erretter!« (Vers 3)

Ja, Gott ist der Retter, nicht der Zerstörer. Der Zerstörer ist sein Feind. Aber er hat ihn schon längst besiegt. Dennoch lässt er ihn gewähren, damit er seinen wahren Charakter zeigen kann.

»Ich habe Ägypten hingegeben als Lösegeld für dich, Kusch und Saba an deiner Stelle. Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wertgeachtet und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben.« (Vers 3.4)

Um uns zu retten, lässt Gott das Drama der Menschheitsgeschichte weiterlaufen. Er weiß, dass es Zeit braucht, bis er unser Vertrauen gewonnen hat. Er nimmt es in Kauf, dass in dieser Zeit Tausende und Abertausende auf dieser Welt verloren gehen, weil sie seinem Rettungsweg nicht trauen. Er möchte so viele, wie irgend möglich retten.

»Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen Samen vom Osten herführen und dich vom Westen her sammeln. Ich will zum Norden sagen: Gib heraus!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bringe meine Söhne aus der Ferne herbei und meine Töchter vom Ende der Welt, einen jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen habe, den ich gebildet und gemacht habe.« (Vers 5-7)

Hier sind wir nun aufgerufen, Gottes Verheißungen wahr zu machen. Denn wir sind seine Hände. Er möchte durch uns, seinen Kindern nahe sein. Er will uns sammeln, damit wir zusammenhalten und uns gegenseitig stärken und aufrichten, wenn wir durch Schwierigkeiten gehen.

»Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin; vor mir ist kein Gott gebildet worden, und nach mir wird es keinen geben. Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter. Ich habe verkündigt, gerettet und von mir hören lassen und bin nicht fremd unter euch; und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, dass ich Gott bin.« (Vers 10-12)

Die Menschen sehnen sich nach diesem Retter. Deshalb wollen wir Zeugen sein, indem wir seine Wunder verkünden und seine Gegenwart durch unser Handeln spürbar machen!

Wer finanziell helfen will, möchte bitte seine Spende direkt auf folgendes Privatkonto einzahlen:

Philipp Müller Spende Feuer Pedrógão Grande
IBAN: PT50 0010 0000 5512 2240 0016 5
BIC: BBPIPTPL

Bei Spenden ab 500 €, bitte aus steuerlichen Gründen in Teilbeträgen überweisen.

Weitere Infos unter:

Ein weiterer Bericht: Wie Gotteskinder das Feuer überlebten – Geschichten und Bilder vom Waldbrand in Portugal


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