• Gott erfüllt Herzenswünsche: Der Holzofen, der sich Zeit ließ

    Der Holzofen, der sich Zeit ließ

    Pixabay - adonyig

    Mit Gott durch alltägliche und nicht ganz so alltägliche Situationen gehen. Von Maria Laufersweiler

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

Montag, 22 Januar 2018 – 09:07 Uhr

Aus dem Leben eines modernen Missionars (Tawbuid-Projekt auf Mindoro – Teil 53): Im Sturm auf der Fähre

Im Sturm auf der Fähre

Adobe Stock - Zacarias da Mata

Wer für Gott lebt, findet Frieden und bringt Frieden. Von John Holbrook

»Denn leben wir, so leben wir dem Herrn, und sterben wir, so sterben wir dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben, wir gehören dem Herrn.« (Römer 14,8)

»Vielleicht war es für dich gar nichts Besonderes«, sagte die Stimme am Telefon, »aber uns kommt es so vor, als wäre diese Nacht erst gestern gewesen.«

Es war eine stürmische Nacht vor etwa zwei Jahren. Ich war auf der Heimreise mit mehreren einheimischen Studenten, die ich finanziell bei ihrem Studium an unserer Universität unterstütze. Wir waren an Bord der ersten Fähre, die nach einem größeren Wirbelsturm wieder fuhr.

»John, bete für uns!«, weinte Rosie und klammerte sich an einen Stützbalken. Eine Welle rollte über den Bug und verfehlte uns nur knapp, während Orkanböen uns die Gischt ins Gesicht spritzten, als wäre es eine Ladung Schrot.

»Leute«, erwiderte ich, »wir haben Gottes Verheißungen gelesen, von seiner Befreiung gesungen und um seinen Schutz gebetet, dreimal in den letzten zehn Minuten. Jetzt dürfen wir stille werden und ihm vertrauen. Wenn es Gott verherrlicht oder einen verlorenen Menschen rettet, wird Gott uns nicht sterben lassen. Selbst wenn diese Fähre sinkt oder jemand direkt auf uns schießt. Wir sind heute Abend unsterblich, wenn Gott entscheidet, dass unsere Zeit noch nicht gekommen ist. Sollte Gott jedoch sehen, dass jemand durch unseren Tod gerettet werden oder dass dies irgendetwas anderes Gutes bewirken kann, dann sind wir bereit. Wir haben unsere Sünden bekannt, seine Rettung angenommen und uns ihm hingegeben. Darum geht es beim Glauben. Es kommt nicht darauf an, ob wir heute Nacht leben oder sterben. Für den Christen besteht der einzige Unterschied darin, dass er entweder ein paar Jahre mehr auf der Erde Dienst leistet oder mal schnell eine Zeitreise zur Auferstehung macht.« Mit diesen Worten legte ich mich zurück auf die Gepäckkisten und versuchte Schlaf nachzuholen.

»Wir dachten damals, du spinnst«, sagte mein Student am Telefon. »Wir konnten nicht verstehen, wie du dich einfach hinlegen konntest, wo wir alle dem Tod ins Angesicht blickten. Aber weißt du? Du hattest Recht. Unsere Zeit war noch nicht gekommen und Gott ließ uns nicht sterben. Inzwischen denken wir immer an jene Nacht und dein ruhiges Gottvertrauen, wenn wir es mit der Angst zu tun bekommen.«

»Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn.« (Philipper 1,21)

Aus: Adventist Frontiers, 1. Januar 2018

Adventist Frontiers ist eine Publikation von Adventist Frontier Missions (AFM).
AFM hat es sich zum Ziel gesetzt, einheimische Bewegungen ins Leben zu rufen, die Adventgemeinden in unerreichten Volksgruppen gründen.

JOHN HOLBROOK wuchs im Missionsfeld auf. Er half seiner Familie eine Gemeindegründungsbewegung unter dem Alanganvolk in den Bergen der philippinischen Insel Mindoro zu initiieren. Seit 2011 setzt John seine Fähigkeiten und seine Erfahrung ein, um das Evangelium den abgeschotteten Tawbuid-Animisten zu bringen, einem Stamm, der in der Nachbarschaft der Alangan lebt.

www.afmonline.org


Diesen Artikel...




Mehr auf HOFFNUNG WELTWEIT

Gott kann verwundete Herzen heilen: Emotional missbraucht?
Angriff aufs Tawbuid-Projekt: Briefe von Mephistos Lakaien
Wie der Schein trügen kann: Was nagt heimlich an deiner Substanz?
Gottes Willen erkennen – Teil 4: Wer hat mir etwas zu sagen?
Wenn ein Missionar am Boden zerstört ist: Weiter so, mein Kämpfer!
Tawbuid-Projekt auf Mindoro: Campmeeting auf den Philippinen
Geborgen in Jesus: Bin ich noch zu retten?