• Von der Weisheit Menschenherzen zu erreichen: Sich Türen offenhalten

    Sich Türen offenhalten

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    Was wir vom Apostel Paulus lernen können. Von Ellen White

Freitag, 05 Dezember 2014 – 15:06 Uhr

Heilende Hände: Der Ausweg in der kommenden Krise

Der Ausweg in der kommenden Krise

Bild: Mel-nik - shutterstock.com

Bevor die Krise kommt, zeigt Gott uns den schönsten, vernünftigsten und wirksamsten Ausweg, damit wir nicht dieselbe Angst und Verzweiflung durchleben müssen wie die Welt. Von Norberto Restrepo sen.

Alles ist glasklar

»Gott der HERR tut nichts, er offenbare denn seinen Ratschluss den Propheten, seinen Knechten.« (Amos 3,7 Luther 84) So hat er es in der Vergangenheit getan, so tut er es auch in der Gegenwart. Kein Mensch muss unwissend bleiben. Gott hat sein Eingreifen vorhergesagt und wird auch sein weiteres Eingreifen vorhersagen. Er wird jeden, der geheiligt werden und Gottes Willen tun will, in alle Wahrheit leiten.

Unser großes Problem ist, dass wir oft nicht an die Offenbarung glauben. Daher können wir nichts tun. Dabei will Gott uns durch seine Offenbarungen den Weg zeigen. »Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.« (Psalm 119,105 Luther 84) »Wie wird ein junger Mann seinen Weg in Reinheit gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort!« (Psalm 119,9) »Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige.« (Psalm 119,11)

Gott hat uns also den Weg gezeigt, er hat sich uns offenbart, damit keiner in die Irre und verloren geht. Der Apostel Paulus hat Recht, wenn er sagt, dass wir vor Gott »keine Entschuldigung haben.« (Römer 1,20) Es gibt nämlich keinen Grund dafür, verloren zu gehen. Der HERR hat alles so glasklar gemacht, dass wir den Weg finden können. Alles dazu Nötige ist offenbart.

»Was verborgen ist, das steht bei dem HERRN, unserem Gott; was aber geoffenbart ist, das ist ewiglich für uns und unsere Kinder bestimmt« (5. Mose 29,28) Ist es nicht interessant, dass der Mensch ergründen will, was nicht geoffenbart ist? Aber was geoffenbart ist, will er nicht annehmen! Man stellt Spekulationen über das Verborgene an, aber das Geoffenbarte lehnt man ab. So leben die Menschen in Verwirrung, erfinden ihre individuelle Lehre, predigen ihre persönliche Irrlehre und leben nicht nach der Offenbarung.

Die Botschaft der Heilung

Der Apostel Paulus lehrt uns eine entscheidende Wahrheit: »Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen.« (1. Korinther 10,13) Gott wird uns diesen Notausgang, diesen Ausweg offenbaren, bevor die Versuchung, die Prüfung kommt. So barmherzig ist der HERR!

Die Gesundheitsbotschaft ist eine solche Offenbarung: Gott hat uns ohne Schmerzen, ohne Krankheit und ohne Tod geschaffen. Er schuf eine Welt, in der alles zur Verfügung stand, um gesund und ewig zu leben. Hätte der Mensch Gottes Anleitung befolgt, wäre der Tod nicht in die Welt gekommen.

Durch den Ungehorsam aber kam der Tod, und nachdem die Sünde in die Welt gekommen war, zeigte uns Gott, wie wir trotzdem ohne Krankheit leben können, indem wir seine Gebote befolgen. Eigentlich müssten wir alle wie Mose sterben können, wie Aaron, wie Hiskia. Zu Mose sprach Gott: Du sollst ausruhen! Dann sagte er ihm den Ort, wo er sich zur Ruhe legen würde und der HERR selbst begrub ihn! Gott wollte, dass auch wir so sterben.

Heute lässt sich aber recht einfach sagen, woran jemand sterben wird. Meist braucht man nur den Kühlschrank oder die Speisekammer zu öffnen. Ist dort Fleisch, Fett, Schmalz, Zucker, Weißmehl vorhanden, stirbt der Mensch wahrscheinlich an Krebs, Arthritis, Osteoporose usw. Man kann sich förmlich aussuchen, woran man sterben möchte.

Doch es gibt eine gute Nachricht: Gott hat uns den Weg gezeigt, wie man inmitten der Sünde leben kann, ohne an Krankheiten zu sterben. Gott nimmt einfach den Appetit und man schläft ruhig im Bett ein, wenn man Gottes Anweisungen befolgt. Oder war es Gottes Absicht, dass wir an Krebs, Arthritis, Diabetes, Herzinfarkt oder Thrombose sterben? Oder gar an den modernen Autoimmunkrankheiten? Das war nie Gottes Plan. Gott hat vorgesorgt und uns einen Weg gezeigt, wie wir durch die Prüfung hindurchgehen können.

Die kommende Krise

Welche Prüfung kommt auf uns zu? Als Siebenten-Tags-Adventisten haben wir eine genaue Vorstellung von den letzten Ereignissen. Manche bereiten sich sogar schon auf die Verfolgung vor, wohin sie fliehen und sich verstecken könnten. Doch bevor die Prüfung kommt, zeigt Gott uns den schönsten, vernünftigsten und wirksamsten Ausweg, damit wir nicht dieselbe Angst und Verzweiflung durchleben müssen wie die Welt.

»Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen.« (Psalm 91,1) Wie viele werden zur Linken fallen? Tausend. Und wie viele zur Rechten? Zehntausend. »So wird es doch dich nicht treffen.« (Psalm 91,7)

Wer im Licht wandelt, den kann die Finsternis nicht überraschen. Wie viele Christen gab es zur Zeit Jesu? Ganz wenige, eine Handvoll. Wie viel verlor man damals, wenn man Christ wurde? Alles.

Die meisten von uns haben nur wenig verloren und viele von uns werden gar nichts verlieren. Nur der echte Christ verliert alles, ihm wird in der kommenden Prüfung alles genommen. Doch der HERR hat uns gezeigt, wie wir in dieser Zeit überleben können? Er hat uns einen wunderschönen Ausweg offenbart. Leider tun wir uns schwer, daran zu glauben.

Wir kämpfen nicht gegen Menschen

»Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.« (Offenbarung 12,12) Auf wen ist er zornig, gegen wen führt er Krieg mit seinen tödlichen Waffen? Gegen die, »welche die Gebote Gottes befolgen« (Vers 17).

Wir befinden uns in einem kosmischen Kampf und kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut. Jedes Mal, wenn ein Problem zwischen Mann und Frau auftritt, gilt es zu verstehen, dass wir nicht gegen Fleisch und Blut kämpfen, sondern gegen die Mächte der Finsternis. Jedes Mal, wenn uns jemand um der Wahrheit willen verleumdet, brauchen wir uns nicht an der Person zu stören, die uns verleumdet. Denn sie wird nur von den Mächten der Finsternis missbraucht. Sie braucht eine Begegnung mit den Früchten des Geistes in uns.

Unser Kampf ist ein kosmischer Kampf: Die Christen kämpfen mit den Früchten des Geistes, Satan mit den Waffen des Fleisches. Lasst uns nicht mit Fleisch gegen das Fleisch kämpfen! Wenn wir im HERRN sind, dann kämpfen wir mit den Waffen des Geistes: mit dem Wort, dem Gebet, dem Glauben. Das sind unsere Waffen.

Was ist die Frucht? Die Liebe. Doch was sind die Waffen Satans? Verleumdung, Verrat, Tod, Gewalt. Alles das sind Werke des Fleisches. Es ist entscheidend, dass wir diesen kosmischen Konflikt verstehen!

Die Wahrheit ist seit dem Sündenfall unter Beschuss. Der erste Angriff geschah in Eden und die Angriffe hören nicht auf. Daniel sagt: »Die Wahrheit wurde zu Boden geworfen.« (Daniel 8,12) Und jedes Mal, wenn sich ein Mensch anfängt der Wahrheit bewusst zu werden, stehen sich zwei Gegner gegenüber: der Heilige Geist, der die Wahrheit bringt, und der Drache, der uns daran hindern will, sie zu empfangen.

Satan spürt, wenn sich jemand zur Wahrheit hinwendet, und er unternimmt alles dagegen. Ein einfaches Beispiel: Die Ernährung ist heute mehr denn je zuvor eine umkämpfte Wahrheit. Wenn Satan merkt, dass jemand kein Fleisch mehr essen will, kein Fett, keine frittierten Speisen, keine Milchprodukte, kein Weißmehl, dann wird er etwas dagegen unternehmen. Als Experte in Kriegsführung spürt er, dass er gerade dabei ist, einen Untertan aus seinem Reich der Finsternis zu verlieren.

Stellt sich also jemand mir entgegen oder macht sich über mich lustig, dann ist das tatsächlich nicht er, sondern die kosmische Macht, die hinter ihm steht und ihn als Medium benutzt. Das kann die eigene Frau, der eigene Mann, das eigene Kind sein oder ein Ausschuss oder ein Theologe, einfach jeder, der sich zur Verfügung stellt. Der Mensch ist nur ein Instrument. Es ist entscheidend, dies zu verstehen!

Die letzte Umstellung

Der HERR greift in die Geschichte ein, auch in dein Leben, um uns den Weg zu zeigen. Die Geschichte von Gottes Eingreifen in diese Welt der Sünde erzählt die Bibel. Je mehr die Wahrheit verdunkelt und zu Boden geworfen wurde, desto stärker musste Gott eingreifen und sie offenbaren und verkündigen.

Nichts fällt uns schwerer als eine Umstellung. Nur wenige Menschen sind dazu bereit. 1901 ließ Gott durch Ellen White die letzte Umstellung auf dieser Erde voraussagen. Eigentlich müssten wir uns schon mitten drin befinden in dieser Umstellung, denn sie ist die Tür, der Ausweg, der Fluchtweg in der kommenden Krise. Doch die meisten von uns wehren sich gegen diese Umstellung; denn Gottes Maßnahmen können nur im Glauben angenommen werden, nicht mit dem Verstand und den Gefühlen. Alles kommt aus dem Glauben.

»Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.« (1. Johannes 5,4) Doch Jesus sagt: »Wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?« (Lukas 8,18) Johannes sah eine Gruppe von Menschen, »welche die Gebote Gottes und den Glauben Jesu bewahren« (Offenbarung 14,12). Diese Menschen halten Gottes Gebote nicht wie ein weltliches Gesetz, sondern so wie Jesus, die Gebote hielt.

Zur Zeit Jesu fand schon ein solcher Übergang statt. Die Bundeslade war in den Tagen Jeremias, also im siebten Jahrhundert verloren gegangen. Vierhundert Jahre vor Christus trat dann Maleachi auf, der letzte Prophet. Als Jesus schließlich kam, wie viel Wahrheit fand er im Volk Israel noch vor? Die Wahrheit kam zum Volk Israel in der Person Johannes des Täufers und was geschah mit ihm? Dann kam die Wahrheit zum Volk Israel in der Person Jesu Christi und was machte man mit ihm?

Wenn wir die Umstellung vom Irrtum zur Wahrheit in der heutigen Zeit verstehen wollen, ist es entscheidend, dass wir diesen Punkt genau verstehen. Jesus sagte: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.« (Johannes 14,6) Die Leute begannen nach Steinen zu greifen, um ihn für diese Lästerung, diese Hochstapelei büßen zu lassen.

Die Apostel: Berufen zu Menschenfischern

Jesus brachte seinen Jüngern bei, wie man gesellschaftliche und religiöse Konflikte im Geist und nicht im Fleisch löst: »Lasst uns fischen gehen!« Die Jünger gehorchten, aber verstanden nicht. Wie oft wollen wir erst verstehen, bevor wir gehorchen! So passiert es auch mit der Gesundheitsreform.

Man sagt den Leuten: Trinkt Wasser! Aber sie verstehen es nicht. Warum Wasser? Sie hören: Geht in die Sonne! Doch sie begreifen es nicht. Sie sind konditioniert auf Tabletten, Spritzen, Operationen. Ohne dies, meinen sie, können sie nicht geheilt werden. Doch Gottes Heilmittel wollen angewendet werden, obwohl man sie nicht versteht. Daher sind sie als Weg des Glaubens offenbart worden.

Jesus sagte: Gehen wir fischen! Sie waren Fischer von Beruf, dies war etwas Vertrautes. Hätte er ihnen gesagt: Wir schaffen das Judentum ab, wir gründen eine neue Religion, ihr seid die neuen Priester. Was wäre geschehen? Sie wären abgelehnt worden. Die religiöse Macht der damaligen Zeit hätte alles darangesetzt, um sie zu beseitigen. Denn es gab schon immer Fanatiker, Eiferer, religiöse Machtbefugnis! Jesus zeigte seinen Jüngern, wie sie gesellschaftliche und religiöse Konflikte vermeiden können und verkleidete sie als Fischer.

Die Jünger verstanden zwar Jesu göttliche Menschenkenntnis nicht, aber sie übernahmen seine Vorgehensweise. Petrus, Johannes und die anderen Jünger wurden unter dem Einfluss des Geistes zu großen Menschenfischern.
Wie viel Wahrheit gab es, als Jesus kam? Die Bundeslade war ja weg. Nun, es gab eine Religion, Zeremonien, Riten, ein offizielles Judentum, aber Wahrheit? Der Herr Jesus leitete nun den Übergang ein. Er änderte die Situation der Menschen, er verkörperte diesen Übergang. Mit viel Verstand ging er an die Sache heran, um zu vermeiden, dass die Boten vor ihrer Zeit umgebracht würden, etwa weil sie zu unvorsichtig gewesen wären oder die Priester den Eindruck erhalten hätten, dass er das Judentum ersetzen wolle.

Die Waldenser: Berufen zu Händlern

Die Jahre vergingen. Das Christentum verlor seine ursprüngliche Reinheit. Das finstere Mittelalter brach an. Wieder führte Gott eine Umstellung durch. Er berief Petrus Waldo. Petrus Waldo war ein Händler, den Gott in die Berge rief. Dort brachte er ihm bei, wie das Evangelium im 12. und 13. Jahrhundert gepredigt und bewahrt werden konnte, ja bis hin zur Reformation Martin Luthers und zum Buchdruck Gutenbergs im 15. und 16. Jahrhundert. Er sagte zu Petrus Waldo, er solle aufs Land ziehen, in den Bergen Schulen eröffnen, seine eigene Nahrung anbauen, die Bibel per Hand abschreiben. Man bedenke, dass damals der Besitz einer einzigen Bibelseite ein todeswürdiges Verbrechen war. Daher sagte er ihnen, dass sie sich als Händler verkleiden sollten.

Das passt zu der Menschenkenntnis Jesu, das ist seine Methode, das Evangelium auf intelligente und wirksame Weise den Menschen nahe zu bringen. Gott bewahrte die Wahrheit im finsteren Mittelalter durch die Waldenser. Ellen White schreibt, Kinder seien mit vier oder fünf Jahren so reif gewesen, dass sie wussten, wann Zeit zum Reden war und wann Zeit zum Schweigen. Natürlich griffen sich die römischen Agenten die Kinder, um von ihnen zu erfahren, wo sich die treuen Nachfolger Jesu verbargen. Doch diese Kinder waren durch die Schrift gelehrt und durch den Geist zum Schweigen befähigt worden. In der Geschichte hat sich Gottes Vorsicht und Weisheit immer in denen offenbart, die seine Offenbarung und seinen Weg angenommen haben.

Daher zogen die Waldenser als Händler verkleidet durch die Städte. Und während sie ihre Ware verkauften, gab ihnen der Geist ein, wem sie eine der von Hand kopierten Bibelseiten überreichen sollten. Auf diese Weise wurde das Evangelium bis zur Ankunft des Buchdrucks bewahrt.

Die Adventisten: Berufen zu Gesundheitsboten und Köchen

Dann kam die große Revolution der Rechtfertigung aus dem Glauben im 16. Jahrhundert. Doch was ist aus dem Protestantismus nach drei weiteren Jahrhunderten geworden? Er hat sich an die Kultur angepasst, seinen Glauben verloren und ist zu Babylon geworden.

Deshalb hat Gott William Miller berufen. Im Jahre 1831 begann er seinen Dienst. Im Jahr 1844 war das Buch Daniel mit seinen Prophezeiungen entschlüsselt. Doch was geschah im Jahre 1888? Die Botschaft der Glaubensgerechtigkeit wurde verworfen, wie die Juden damals Jesus verwarfen. Und mit diesem Datum öffneten sich die Türen für alle Irrlehren.

1901 schließlich erklärte Ellen White: »Ich möchte euch sagen, dass es bald keine Arbeit im Predigtamt mehr geben wird, als allein die des Gesundheitsauftrags (medical missionary work).« (General Conference Bulletin, 12. April 1901; Counsels on Health, 533)

Glauben wir das? Wenn wir es glauben würden, hätten wir mit dem, was wir heute tun, unrecht, wären auf dem Holzweg und der eigentliche Nutznießer unserer Arbeit wäre die Ökumene. War die jüdische Gemeinde zur Zeit Jesu ökumenisch? Das Judentum hatte doch einen Sinn für Freiheit wie kein anderes Volk auf der Welt. Rom hatte mit dem jüdischen Volk größte Mühe. Die jüdischen Aufstände trieben ihm den Schweiß ins Gesicht. Trotz des jüdischen Wertes der Gewissens- und Religionsfreiheit sagten die Juden beim Kommen Jesu: »Wir haben keinen König als nur den Kaiser.« (Johannes 19,15) Pharisäer, Sadduzäer, Herodianer und Essener, das ganze Volk stellte sich auf die Seite des Kaisers und forderte: »Bringt Jesus Christus um!« War das Judentum ökumenisch? Hatte es sich der Kultur angepasst? Wiederholt sich die Geschichte heute?

Der HERR hatte uns schon in den Jahren 1863, 1872, 1888 den Fluchtweg gezeigt. Doch wie viel Jahre sind inzwischen seit der zitierten Aussage in 1901 vergangen?

Noch immer sind wir keine Gesundheitsboten. Die Waldenser waren Händler, die Apostel waren Fischer. Und was sollen wir werden? »Köche«! Was? Köche? Die Leute lachen und werden rot. Köche?

Im Jahr 1977 kamen wir als Lehrer an die adventistische Universität in Kolumbien. Der Leiter der theologischen Fakultät war ein guter Freund von mir und er verstand etwas von dieser Botschaft. Er sagte mir: Vermittele diesen Ansatz den Studenten, damit sie in der Krise bestehen können! Liebe Freunde, was auf uns zukommt, was prophezeit ist und uns kurz bevorsteht, ist eine Zeit der Trübsal, wie sie nie gewesen ist und nie wieder kommen wird (Matthäus 24,21). Jesus sagte: »Wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.« (Vers 22)

Die Arche heute: Gottes Reformbotschaften für Gesundheit (1863), Bildung (1872), Glaubensgerechtigkeit (1888) und Liebesdienst (1901)

Was ist der Ausweg? Die Arche, die wir bauen sollen? Keine Arche aus Holz mit Pech bestrichen. Keine Arche mit drei Stockwerken, 300 Ellen lang. Aber dennoch eine Arche der Rettung für deine Familie und deine Kinder, eine Arche der Erlösung für die Menschen, eine Arche der Verkündigung des Evangeliums auf dieselbe einfühlsame Weise, in der Jesus mit seinen Jüngern wirkte.

Sie waren damals Fischer, Petrus Waldo war Händler und wir heute sind Köche; Köche, Brötchen backende, Vollreis kochende, Rote Beete und Möhren zubereitende Köche? Köche im eigenen Haus, die ihre Speisen zu kranken Menschen in der Umgebung bringen, die Leute zum Essen nach Hause einladen! Am theologischen Seminar sagte man mir, es sei lächerlich, Studenten ersten Ranges, die mit dem Flugzeug die Welt bereisen werden, zu Köchen zu machen.

Der Mensch wehrt sich gegen die Umstellung. Doch der HERR hat in der Geschichte immer wieder Umstellungen vorgenommen und jeder, der glaubte, erlebte Befreiung. Wer nicht glaubte, bleibt in Verwirrung und passt sich schließlich der Kultur an.

Im Juni 1963 offenbarte uns Gott den Ausweg aus der Krise durch die Gesundheitsbotschaft. Im Jahr 1972 offenbarte uns Gott die Bildungsbotschaft. Und diese ist nach meinem Verständnis noch schwieriger als die Gesundheitsbotschaft. Denn sie ist revolutionär. Die ganze Welt fällt über einen her: Schwiegervater, Schwiegermutter, Eltern, Kinder, Geschwister, Freunde, Verwandte. »Was? Ihr wollt eure Kinder daheim unterrichten wie Jesus? Heute ist das Wichtigste, dass Kinder mit dem Computer umzugehen lernen, mit PowerPoint, mit Software, mit Elektronik, sonst sind sie Analphabeten.« Die Bildungsbotschaft ist revolutionär!
Dazu kommen die Regierungen. Sie glauben, Kinder gehören nicht der Familie, sondern dem Staat. Der Staat weiß, dass er für die Neue Weltordnung die Kinder entsprechend ausbilden muss. Schon im Jahre 2000 wollte man alles so weit haben, aber die Öffentlichkeit war dafür noch nicht bereit. Also wurde die Neue Weltordnung verschoben. Doch hinter diesem Aufschub stecken keine Menschen. Der HERR selbst hält die Winde, damit wir den Fluchtweg nehmen können. Wie viele Gesundheitsboten haben wir inzwischen ausgebildet?

Die Gesundheitsbotschaft: ein Plädoyer gegen die unsterbliche Seele

Als die Gesundheitsbotschaft 1863 geschenkt wurde, glaubten alle Religionen an die Unsterblichkeit der Seele. Diese Lehre ist der Kern des Spiritismus, die große Täuschung: »Ihr werdet keineswegs des Todes sterben!« (1. Mose 3,4) Um dies zu bekräftigen, lässt Satan die Toten erscheinen. Wenn dein Onkel oder deine Oma dir erscheint oder dein Urgroßvater, dann fällt es leicht zu glauben, dass die Toten im Himmel sind oder in der Hölle. Der Tod ist dann tatsächlich kein Tod mehr. Im Jahr 1863 glaubten alle Religionen, der Katholizismus, der Protestantismus, der Hinduismus, die ganze Welt, dass die Seele unsterblich ist.

Gott hat dem Adventvolk die Gesundheitsbotschaft gegeben, um zu bekräftigen, dass der Mensch sterblich ist und keine unsterbliche Seele hat. Alle Religionen retten die Seele, aber nicht den Körper. Alle Religionen wenden sich an den Geist, haben Zeremonien für den Geist ohne den Körper.

Der Seelenfeind brachte den Ägyptern bei, dass der Körper ein Wegwerf-Artikel ist, das Gefängnis des Geistes, das verwest. »Lasst uns die Seele retten!« Das ist die Lehre von der unsterblichen Seele. Ihr Ziel ist es, die Rettung des ganzen Menschen zu verhindern. Denn Satan weiß, die Seele ohne den Körper zu retten, heißt gar nicht zu retten.
Der Mensch ist ein ganzheitliches Geschöpf, aber der Feind hat ihn aufgespalten. Die Gesundheitsbotschaft jedoch sieht den Menschen als Ganzes. Dazu braucht es keine Philosophie oder Theologie.

Wie viele Adventisten aßen damals Fleisch? Der Einzige, der kein Fleisch aß, war Joseph Bates. Er war der erste, der die Sabbatbotschaft annahm und weitergab. Sie erreichte uns nicht durch Ellen White, sondern durch Joseph Bates, weil er am mäßigsten lebte. Mäßigkeit, Selbstbeherrschung, die Kontrolle der Esslust, das Verständnis vom Körper als Tempel des Heiligen Geistes, bilden die Grundlage für diese Botschaft. Das war die gegenwärtige Wahrheit im Jahr 1863. Hat die Gemeinde sie angenommen?

Wie schwierig ist es für die Menschen, die Gesundheitsbotschaft anzunehmen. Satan weiß, wenn wir keine Selbstbeherrschung haben und unsere Esslust außer Kontrolle ist, dann fehlt uns das Unterscheidungsvermögen, und die Heiligung bleibt aus.

Ausweg aus der Wirtschaftskrise

Im Jahr 1863 hat Gott uns den Ausweg für die Zeit des Sonntagsgesetzes gezeigt, wenn wir nicht mehr kaufen oder verkaufen können. Die Gesundheitsbotschaft ist sogar der wirtschaftliche Fluchtweg für Gottes Volk. Haben wir wirtschaftliche Probleme? Gott zeigt uns den Ausweg, damit wir nicht leiden, wie die Welt.

Aber wer hat dem schon Glauben geschenkt? Doch was geschieht, wenn der Glaube fehlt? Kann einem dann geholfen werden? Je näher wir dem Ende kommen, desto mehr werden die Krankheiten zunehmen und die Degeneration, doch schon 1863 hat der HERR die Gesundheitsbotschaft gegeben.

Gott verwandelt das Unheil in Segen für sein Volk. Für Krankheit, Schmerzen, Tragödien, Degeneration hat er uns die Waffen und die Lösung gegeben, sogar für eine Zeit, in der wir nicht kaufen und verkaufen können. Nur, dass diese Waffen sich nicht über Nacht aneignen lassen. Lange schon hätten wir uns an ihnen üben sollen. Sie sind der Ausweg aus der Krise des Malzeichens, des Wirtschaftsembargos, der Wirtschaftskrise. Der HERR hat uns die Lösung mit großem Vorlauf offenbart. Wann fangen wir an?

Wir bilden uns ein, wir könnten warten, bis der amerikanische Kongress das Sonntagsgesetz erlässt, um dann noch schnell zu entwischen. Keiner wird dann noch schnell entwischen. Niemand wird gerettet, weil er sich erschreckt. Niemand!

Noch eine Planke für die Arche: der Garten- und Ackerbau

Außerdem ist der ganze Ausweg eine Rückkehr zum ursprünglichen Plan. Argentinien ist mit seinem Sojaanbau das Modell der Neuen Weltordnung für gentechnisch veränderte Landwirtschaft. Was für Nahrung soll Gottes Volk zu sich nehmen? Natürlich oder gentechnisch veränderte? Warum hat der HERR uns aufs Land gerufen? Warum ruft er uns auf, den Boden zu bearbeiten? Weil wir bald nicht mehr kaufen und verkaufen können. Glauben wir daran? Und wenn ja wie? Wie Satan? Satan glaubt und zittert. Aber er gehorcht nicht. Wer wirklich glaubt, der gehorcht auch: Der Garten ist Teil des Auswegs, der uns offenbart ist.

Aber wer glaubt dem schon? Die meisten wandeln im Schauen und nicht im Glauben! Wer im Glauben wandelt, erlebt den Exodus aufs Land. Ich wusste nicht, wie ich aufs Land ziehen sollte. Denn ich verstand davon nichts. Gott legte mir ans Herz, um meiner Kinder willen aufs Land zu ziehen, damit sie nicht verloren gehen. Ich fragte ihn, was ich tun sollte. Er sagte: »Weil ich dich liebe, habe ich die Erde verflucht. Geh hin zum Fluch und lerne Demut und Geduld!«

Der HERR nahm mir meine Arbeit, aber ohne Arbeit kann man in der Stadt nicht leben. Da müsste man schon zum Dieb werden. Statt dessen folgte ich Gottes Ruf aufs Land, wo ich jetzt schon 33 Jahre lebe, ohne Miete zahlen zu müssen. Ich zahle keine Pacht, ich zahle kein Wasser. Als wir dort hinzogen, hatten wir nicht einmal Strom. Also mussten wir auch den nicht bezahlen. Und was ist mit dem Markt? Woher hatten wir das Geld zum Einkaufen? Unser Markt war der Ackerboden. Seitdem sind wir frei.

Gesundheitsboten ohne Titelanspruch

Wer befreit uns heute von unserem Wirtschaftssystem? Niemand. Nur durch das Eingreifen Gottes können wir frei werden. Wir sind Gesundheitsboten oder »Missionsärzte«, geben uns aber nicht als Ärzte aus. Jesus war Arzt, ohne so zu tun, als wäre er einer. Lukas, der tatsächlich Arzt war, heilte aber niemand, wenigstens ist kein Wunder von Lukas berichtet. Der Fischer Petrus hingegen vollbrachte viele Heilungen. Er weckte sogar die Toten auf. Was für ein Kontrast!

Den Ausweg, den der Herr Jesus dem Petrus zeigte, den schenkt er uns auch heute wieder. Wir alle werden als Gesundheitsboten ausgesandt. In seiner Barmherzigkeit zeigt Gott uns den Weg.

Herzen gewinnen wie Jesus

Vor dem Sonntagsgesetz brauchen wir dieselbe Erfahrung, die Jesus machte. Jesu Methode bestand darin, das Herz einer Kultur zu berühren. Dieses Zeugnis Jesu ist auch Teil der Gesundheitsbotschaft. Die Heilige Schrift prophezeit, dass uns die Massen folgen werden. Denn die Massen sehnen sich nach Heilung. Jesus wusste, dass man dem Menschen in seinen Nöten begegnen muss, will man ihn erreichen. Welche Nöte haben die Menschen? Ihr körperlicher Zustand war ihre Not. Indem Jesus ihrer körperlichen Not abhalf, bereitete er sie auf geistliche Veränderungen vor.

»Nur mit der Methode Jesu gelingt es, das Herz der Menschen zu gewinnen. Der Heiland mischte sich unter die Menschen als einer, der auf ihr Wohl bedacht war. Er zeigte Mitgefühl für sie, kümmerte sich um ihre Probleme und gewann ihr Vertrauen. Dann bat er sie: ›Folgt mir nach!‹« (Ministry of Healing, 143)

Geheilte Krebskranke werden essen und leben wollen wie die, die sich von Gott zu ihrer Heilung gebrauchen ließen, ohne ihnen ihre Götzen und Idole zu nehmen. Doch was geschieht mit den Götzen dieser Geheilten, wenn sie Heilung erleben und ihre Gewohnheiten verändern? Sie stürzen von alleine zu Boden. Die Methode Jesu traumatisiert nicht. Auch ist Jesu Methode nicht nur eine Methode. Sie ist der Ausweg für die heutige Zeit. Sie ist die Arche, die wir zu bauen haben. Darin besteht die Aufgabe, die wir alle haben.

Ablenkungsmanöver

Doch der Teufel lenkt uns ab! Durch Rockmusik, den Abfall vom reinen Glauben, durch Theologien und Irrlehren. Damit beschäftigen wir uns. Aber was ist mit dem Ausweg? Wann beschäftigen wir uns mit der Wirklichkeit? Es ist höchste Zeit, in der gegenwärtigen Wahrheit zu leben und Gottes Werk zu tun, damit diese Kultur in Erstaunen versetzt wird. Gott hat in der Welt eine Situation geschaffen, in der die Menschen sich von der traditionellen Medizin abwenden und nach natürlichen Heilmethoden suchen. Doch wir haben das Licht verloren, verfolgen es und legen ihm Steine in den Weg, während die Welt sich dafür öffnet und danach verlangt.

Bei wem sind wir angestellt? Wer bezahlt uns? Für wen arbeiten wir? Wir arbeiten für das Tier und machen es reich, während wir doch für das Lamm arbeiten sollten. Der Fluchtplan, den Gott uns gezeigt hat, macht uns hingegen unabhängig und frei. Glauben wir das? Wann beginnen wir zu glauben? Morgen? Heute ist der Tag des Glaubens!

Der Dienst der Kinder

Schon Kinder können Gesundheitsboten sein. Kinder, die ihre Eltern Kohle verabreichen sehen, Umschläge auflegen und Wasseranwendungen durchführen; drei- oder vierjährige Kinder, die ihrer Mutter beim Kochen ohne Fett, Schmalz, Fleisch und Weißmehl zusehen, werden schon mit fünf Jahren dasselbe tun wollen. Das Beispiel, der Einfluss, das Vorbild bewirkt dies. Gott bereitet diese Kinder vor, wie er es bei den Waldensern tat, damit sie das letzte Werk auf dieser Erde tun können.

Der Weg aus der Verblendung

»Ich möchte euch sagen, dass es bald keine Arbeit im Predigtamt mehr geben wird, als allein die des Gesundheitsauftrags (medical missionary work).« (General Conference Bulletin, 12. April 1901; Counsels on Health, 533)

Man hat uns hinters Licht geführt. Denn wir glauben, was wir sehen. Wenn wir Gebäude mit Kreuzen sehen, meinen wir dort geschehe der Predigtdienst. Gab es zur Zeit Jesu Priesterdienst? Ja! Gab es Wahrheit? Wo war die Wahrheit? Die lebendige Wahrheit war fast ganz verschwunden.

Der HERR führte die Wahrheit in der Person des Johannes und in der Person der Messias wieder ein und berief die zwölf Jünger zu Menschenfischern. Das tut der Himmel auch heute. Schon seit 1863 versucht er dies. 1888 wollte er uns dann auf ein festes Fundament stellen. Aber was kam dabei heraus? Das Alpha des Abfalls. Und nach dem Alpha, sagt Ellen White, würde das Omega kommen, das noch größere Verwüstung anrichtet. Heute leben wir mitten drin im Omega und was ist die Lösung? Der Ausweg ist da: Das Werk Jesu. Sind wir bereit?

Das integrale Wort heilt

Jesus gab uns den Auftrag sein Wort zu lehren. Was ist die Vorbedingung dafür? Nur wenn wir es wollen und mit dem Wort im Einklang sind, können wir es austeilen.

Die Sonne, die Atmosphäre, der Weizen, das Getreide und das Obst – alle wurden durch das Wort geschaffen. Wie entstand der Sabbat? Ebenfalls durch das Wort. Auch Luft, Wasser, Ruhe, Sonne, Mäßigkeit – alles wurde durch das Wort geschaffen. Der Plan der Schöpfung war der Plan des Wortes. Daher brauchen auch die Kranken das Wort.

Was aber hat der Teufel mit dem Wort gemacht? Er hat es auseinander genommen. Hat Gott den Weizen geschaffen, indem er uns den Keim in einem Korn und die Stärke in einem anderen Korn gibt und die Ballaststoffe wieder in einem anderen Korn? Nein! Er gab uns das Vollkorn. Dort ist alles integriert.

Was macht der Teufel mit dem Weizen durch die Industrialisierung? Hat sich Gott die Industrialisierung der Nahrungsmittel ausgedacht oder ist es ein satanischer Plan? Nach Satans Plan wird der Reis von seiner Schale befreit, wir bekommen weiße Nudeln und Weißmehl. Der Keim, die Proteine und die Mineralien werden uns genommen. Was macht der Feind mit dem biochemischen Verhältnis, das speziell vom Schöpfer für unsere Organe ausgewogen wurde? Er zerstört das Wort.

Die Offenbarung warnt uns davor, vom Wort etwas wegzunehmen oder ihm etwas hinzuzufügen. Gott ruft uns auf, in das Wort einzutauchen. Folgen wir diesem Ruf im Glauben, dann werden wir zu der Armee, die im Hohen Lied beschrieben wird, zu einem Heer, das vom Heiligen Geist erfüllt ist, das dieses Werk tut und bei den Kranken anfängt. Denn wer ist heute nicht krank! Sogar wir sind krank.

Kraftzentren wie zur Zeit Jesu

Noch vor dem Sonntagsgesetz heißt es, unsere Häuser auf dem Land in Zentren des Lebens, der Gesundheit, des Glaubens und der Bildung zu verwandeln. Die Leute werden in unsere Häuser kommen wie zu Jesu Zeiten. Jesus lehrte, aber die Leute passten nicht alle durch die Tür. Nicht alle fanden Platz in der Küche, in den Zimmern oder vor dem Fenster. Den letzten Besucher ließen sie schließlich durch das Dach hinab.

So werden unsere Häuser heute sein, wenn wir in der gegenwärtigen Wahrheit leben und den Menschen Zeugnis geben von der Hoffnung, dem Leben und der Regeneration, wenn wir Antwort und Lösung für eine zerstörte Welt sind, statt ihr noch mehr Probleme zu machen.

Statt dass unsere Zellen Probleme verursachen, dürfen sie rein sein. Unsere DNS darf eine DNS des Wortes sein. Das Wort darf in uns Fleisch werden als Antwort für eine Welt, die nur deshalb ohne Hoffnung ist, weil wir nicht mehr Salz und Licht für sie sind.

Doch da wir nicht wollen, haben die Yogis und die Anhänger des New Age die Arbeit übernommen und verdienen mit ihrer Gesundheitsbotschaft ihr Geld. Sie lehren die Menschen den Vegetarismus, weil wir nicht geglaubt haben. Was für eine Tragödie! Der Teufel hat die Gesundheitsbotschaft angenommen, weil wir den Ausweg nicht nehmen wollten, den Gott uns offenbart hat.

Sollten wir nicht Buße tun und Gott um seinen Glauben bitten? Lasst uns das Werk zum Abschluss bringen und Gesundheitsboten werden in seinem Geist, verkleidet als »Köche« mit göttlicher Menschenkenntnis, ohne uns zu schämen, wenn man uns nach unserem Beruf fragt!

Demut statt Applaus

Der Hausfrau wäre es lieber, sie sei Anwältin oder hätte einen Doktortitel. Sie schämt sich dafür, dass sie Hausfrau ist. Doch was ist die Aufgabe der Frau? Mutter, Ehefrau, Hausfrau. Was ist die Aufgabe des Mannes? Bauer, Landarbeiter. Als wir damals 1979 in den Bergen Venezuelas nach einer schmerzlichen Zeit eine Heimat fanden, da sagte ich zu meiner Frau: »Schatz, du bist keine Ärztin oder Doktorin mehr. Du bist Köchin.« Und ich war kein Theologe und Pastor mehr, sondern Bauer und Landmann, der mit Möhren und Rote Beete umging.
Doch selbst den Laien, die diese Botschaft hören, ist es sehr wichtig, sich Visitenkarten auszustellen als »Ernährungsberater«, als »Gesundheitsberater«. Wir lassen zwar alte Titel hinter uns, suchen uns dann aber neue Titel. Denn diese Welt ist besessen von der Sehnsucht, jemand zu sein und Anerkennung zu bekommen.

Aber dieser Auftrag gleicht einem »Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht. Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut.« (Jesaja 53,2-3) Dieser Auftrag wird ohne Anerkennung, ohne Applaus, ohne menschliche Pracht erfüllt, sondern in der Demut des Gottessohnes. »Lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!« (Matthäus 11,29) Möge Gott euch bewahren!

Quelle: www.youtube.com/watch?v=ELwAvQX_xO0

 


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