• Oakland am 20. Oktober 1906: Wenn Ellen White betete …

    Wenn Ellen White betete …

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    … dann hörte sich das zum Beispiel so an. Von Ellen White
     
Freitag, 28 April 2017 – 08:16 Uhr

Oakland am 20. Oktober 1906: Wenn Ellen White betete …

Wenn Ellen White betete …
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… dann hörte sich das zum Beispiel so an. Von Ellen White
 

Unser himmlischer Vater, wir kommen heute Abend zu dir. Du bist unsere einzige Zuflucht, unser einziger Helfer, der Einzige, der uns vor uns selbst erretten kann. Mein himmlischer Vater, du hast die Worte gehört, die ich heute Nachmittag dieser Gemeinde sagen wollte. Ich bitte dich, HERR, dass du nun die Herzen bewegst.

Du allein kannst die eisernen Fesseln des Herzens brechen. Du allein kannst blinden Augen zeigen, was Sünde ist. Du allein kannst das Verständnis erleuchten über den Charakter, den jede Seele haben und in dieser Welt offenbaren muss, bevor sie für die Entrückung in die Himmelsfamilie bereit ist. Mein Vater, mein Vater, die Blindheit, diese schreckliche Blindheit, die über diese Gemeinde kommt! Sie erkennt nicht, welche Art Charakter allein du akzeptieren kannst und welche du leider verwerfen musst! Wir bitten dich, HERR, wirke an Herzen und Sinnen! Ach, mache doch allen bewusst, wie schrecklich Sünde ist und als was du Sünde betrachtest!

Mein Vater, mein Vater, du hast die Welt so sehr geliebt, dass du deinen eingeborenen Sohn in einen schändlichen Tod schicktest, damit die Welt durch ihn ewiges Leben habe! Du hast dem Menschengeschlecht hier unten das Vorrecht gewährt, sich im richtigen Handeln auszubilden, damit sie bereit sind, sich der sündlosen Familie droben anzuschließen und für immer in deinem Reich zu wohnen. Doch wir sehen die Gelegenheiten und Vorrechte verstreichen. Herzen werden immer härter und stumpfer. Ach, wir bitten dich Jesu Christi zuliebe, der die Schläge erduldet und die Qualen der Kreuzigung erlitten hat, ermögliche jeder Seele, die lebt, sich der Gottesfamilie anzuschließen – ach, wir bitten, mein Retter, wir bitten dich, diese Herzenshärte zu brechen! Ich bitte dich, Herzen zu erweichen und zu besänftigen!

Ich bitte dich, mein himmlischer Vater, lass Licht auf die Gemeinde hier scheinen, damit sie deinem Ruf folgt! Wenn sie nicht bereut, wirst du zu ihr sagen: »Wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an?« Das Hochzeitskleid der Gerechtigkeit Christi muss angelegt sein. O HERR, ich bitte dich, hab Mitleid mit den Menschenseelen in dieser Gemeinde! Ich bitte dich, HERR, dass sie ihre Herzen nicht länger verhärten. Ich bitte dich, dass dieses schreckliche Sich-Hervortun aufhört. Ich bitte dich, dass das Ich gekreuzigt wird und stirbt, damit unter uns eine Neubekehrung stattfindet und Seelen bewogen werden, sich vor dir zu demütigen und neu zu bekehren.

Mein Vater, mein Vater, um Jesu willen, wirke mit deinem Geist an den Gemütern derer, die in diesem Haus sind und lass sie dem König den Weg ebnen, damit du kommen kannst, um mit den Herzen der Menschen zu arbeiten! Hilf ihnen alle Stolpersteine aus dem Weg zu räumen und nicht selbst im Weg zu stehen! Sie stehen dir mitten im Weg! Ach, mache ihre Herzen so empfindsam, dass sie bereuen, bereuen, bereuen und sich bekehren, bevor es für immer zu spät ist!

O Gott, bald wird das Wort ergehen: »Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter, und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter.« Furchtbare Worte für jene, die nicht bereit sind!

Würdest du, HERR, bitte diese Kälte, diese Eiseskälte, diese Herzenskälte aufbrechen? Ach, lass ihnen keine Ruhe, weder Tag noch Nacht, bis sie erkennen, dass ihr Charakter eine Umwandlung braucht; bis sie sehen, dass dem König der Weg gebahnt werden muss!

Mein himmlischer Vater, wir kommen zu dir als kleine Kinder. Du hast uns Kindlein genannt und ich bitte dich, dass wir kleine Kinder werden. O HERR, du sagtest zu deinen Jüngern, als sie den ersten Platz begehrten: die Ersten werden die Allerletzten sein. Hilf uns, unsere Seelen vor Gott zu demütigen! Hilf unseren harten Herzen zu bereuen.

Mein Vater, mein Vater, ich berufe mich auf die Verdienste unseres Erlösers, deines Sohnes Jesus, der die schrecklichen Kreuzesqualen erlitt, um das Menschengeschlecht zu erlösen. Ich flehe dich an, dass du den brachliegenden Herzensboden aufbrichst, damit die Wahrheitssamen im Herzen wurzeln und aufgehen und beste Frucht bringen können zur Ehre Gottes. Wir können den Gedanken nicht ertragen, dass aus dieser großen Zahl hier in dieser Gemeinde viele schließlich sagen müssen: »Die Ernte ist vorbei, der Sommer ist vergangen«, die letzten Heilseinladungen sind ausgesprochen und meine Seele ist nicht gerettet! Was für eine schreckliche Erkenntnis wäre das! Brich, ich bitte dich, brich die Herzen der Gemeinde, sodass jeder von uns dich von ganzem Herzen sucht, wenn wir dieses Haus verlassen, damit wir den Eindruck von Gottes Geist mitnehmen! Hilf, ach, hilf uns, bekehrt zu werden, damit das Himmelslicht unsere Herzen und Seelen erleuchtet und damit wir etwas zur Ehre Jesu zu sagen haben und seinen Namen auf Erden verherrlichen.

O himmlischer Vater, ich bitte dich, dass der Engel des HERRN, vor dem der Hohe Priester Josua stand, während der Feind ihn wegen seiner schmutzigen Kleider als Sünder anklagte – möge dieser Engel seine Gegenwart uns an diesem Nachmittag gewähren. Du hast dich an Satan gewandt und gesagt: »Der HERR schelte dich, du Satan; ja der HERR, der Jerusalem erwählt hat! Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer gerissen ist?« Und zu den Verklägern des Sünders sagte der Engel: »Nehmt die unreinen Kleider von ihm weg.« Und zu ihm sprach er: »Siehe, ich habe deine Sünde von dir genommen und lass dir Festkleider anziehen.« Und er fügte hinzu: »Man setze einen reinen Kopfbund auf sein Haupt!« Da setzten sie den reinen Kopfbund auf sein Haupt und bekleideten ihn mit Gewändern, während der Engel des HERRN dabeistand.

Satan versucht jeden, den er irgendwie beeinflussen kann, so weit wie möglich zu entmutigen. HERR, ich bitte dich, lass die Taufe des Heiligen Geistes in diese Gemeinde kommen! Ich bitte dich, vertreibe um Jesu willen den Nebel und die Wolken, die Satan hier dazwischengeschoben hat. Er ist hier; seine Anhänger sind hier; es sind Menschen hier, die auf seine Worte hören. Ich bitte dich, HERR, brich den Bann! Ich bitte dich, dass es so eine ausgesprochene Weihe vor Gott geben wird, dass Jesus sagen kann: »Ich lasse dir Festkleider anziehen!«

O Gott, wir wollen fleckenlose Kleider; wir wollen makellose Kleidung; wir wollen auf ein großes, großartiges, heiliges Werk vorbereitet sein, das getan werden muss. Wir bitten dich, du mögest gewaltig wirken, sodass Gottes Heil offenbar wird. Du hast einen ganzen Himmel an Segen, und du wartest nur darauf ihn auf eine Gemeinde auszuschütten, die bereit ist, ihn zu empfangen und einzusetzen. Ach, der ganze Himmel ist voll von deiner Anmut und deiner Begnadigung, die wir reichlich empfangen dürfen, wenn wir nur zu dir kommen, bereuen und uns bekehren.

Mein Herr und mein Gott, ich bitte dich, führe die Reformation zum Abschluss, die an diesem Ort geschehen muss und die Reformation, die an den verschiedenen Versammlungsstätten dieser Gemeinschaft geschehen muss. Lass das Heil Gottes offenbar werden. Mein Retter, mein Retter, du lädst ein: Du wartest darauf, dass sie kommen, sodass du sagen kannst: »Deine Sünden sind dir vergeben; gehe hin und sündige hinfort nicht mehr!« Möge die Heilkraft Gottes Leib und Seele erfassen. Mein Vater, mein Vater, ich bitte dich um Jesu willen: Komm in unsere Mitte und brich die schreckliche Macht der Finsternis, mach Seelen frei und dein gesegneter Name möge alle Ehre empfangen. Amen!

Quelle: Sermons and Talks 1, 378-383


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