• Jesu großer Respekt vor unserem freien Willen: Zum Beispiel bei Judas

    Zum Beispiel bei Judas

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    Seine unendliche Geduld, sein umfassendes Angebot, sein liebevolles Werben. Von Ellen White

Montag, 04 Mai 2015 – 06:23 Uhr

Wenn Jesus sprach …: Der Ton macht die Musik

Der Ton macht die Musik

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Komm mit, betrachte Jesus! Hör, was er zu den Leuten sagt – und wie er redet! Lerne seine Stimme besser kennen! Von Ellen White

Musikalische Stimme

»Jesus, unser Vorbild, sprach zu den Menschen mit musikalischer Stimme, die er nie hoch oder künstlich verzerrte. Er sprach nicht zu schnell, … sprach jedes Wort deutlich aus, und wer seine Stimme hörte, bekannte: ›Noch nie hat ein Mensch so geredet wie dieser.‹« (Review and Herald, 5. März 1895)

»Hätte er seine Stimme verstellt … wäre die Ausdrucksfülle und die Melodie der menschlichen Stimme verloren gegangen und die Wahrheit hätte an Wirkung verloren.« (Evangelism, 56)

Ruhig, ernst, wie Balsam

»Seine ruhige, ernste, musikalische Stimme war für den verwundeten Geist wie Balsam.« (Review and Herald, 5. März 1901)

Sanfte Worte und Tadel mit Tränen

»Nie war er grob, nie sprach er ein unnötig strenges Wort, nie bereitete er einer sensiblen Seele unnötig Schmerz. Ohne Angst tadelte er Heuchelei, Unglaube und Laster. Aber ihm standen die Tränen in den Augen, wenn er seine vernichtenden Rügen erteilte. Er machte die Wahrheit nie grausam, sondern ging sehr schonend mit den Menschen um.« (Gospel Workers, 117)

Gewinnend

»Scharen, die für die geistigen Ergüsse der Pharisäer kein Interesse hatten, ließen sich durch seine Lehren anziehen. Sie konnten seine Worte verstehen, und ihre Herzen wurden erwärmt und getröstet. Wenn er von Gott sprach, sprach er nicht vom Racherichter, sondern vom zärtlichen Vater und er offenbarte, wie Gott ist, weil er sein Wesen reflektierte … Sowohl durch seine Worte als auch durch seine barmherzigen Taten brach er die Unterdrückungsmacht der Traditionen und Menschengebote und präsentierte Gottes Liebe in ihrer unerschöpflichen Fülle.« (The Desire of Ages, 205)

Zum Nachahmen

»Männer, Frauen und Kinder waren so beeindruckt davon, wie er die Schriften erklärte, dass sie den genauen Tonfall seiner Stimme aufgriffen, ihren Worten dieselbe Betonung verliehen und seine Gestik nachahmten.« (Counsels on Health, 498.499)

Authentisch, von Herzen, kraftvoll

»Er lehrte, was er war. Seine Worte waren nicht nur der Ausdruck seiner eigenen Lebenserfahrung, sondern auch seines eigenen Wesens.« (Education, 78.79) Sie »hatten Überzeugungskraft; denn sie kamen aus einem Herzen, das rein ist und heilig, liebevoll und mitfühlend, barmherzig und voller Wahrheit.« (The Ministry of Healing, 469) »Seine Worte hatten Kraft; und doch benutzte er in seinem Umgang mit groben und gewalttätigen Menschen keinen einzigen unfreundlichen oder unhöflichen Ausdruck.« (The Desire of Ages, 515)

»Jesus sprach, obwohl ruhig, mit solchem Ernst und solcher Macht, dass es den Herzen der Menschen durch und durch ging. Sie warteten auf die Wiederholungen, auf die leblosen Traditionen und Ausführungen der Rabbis, doch umsonst.« (Thoughts from the Mount of Blessing, 46.47)

Ansprechend für alle Schichten

»Jesus benutzte immer die einfachste Sprache. … Sowohl Gebildete als auch Ungebildete konnten seine Lehren verstehen.« (Review and Herald, 18. Mai 1897)

»Den größten Lehrer, den die Welt je gesehen hat, bewunderte man wegen seiner Schlichtheit; denn er präsentierte göttliche Wahrheit so, dass sogar Kinder seine Worte verstehen konnten, und gleichzeitig zog er die Aufmerksamkeit der Eliteakademiker und tiefsten Denker der Welt auf sich. Indem er bekannte Bilder verwendete, erklärte er die Wahrheit dem einfachen Volk. In Schlichtheit säte er die Evangeliumssamen in die Gemüter und Herzen seiner Hörer. Sie gingen auf und brachten eine Ernte fürs ewige Leben.« (Sons and Daughters of God, 86)

Meister der Schlichtheit

»Jesus schmeichelte Menschen niemals. Nie sagte er etwas, das ihre Ideen und Phantasien hervorhob, auch lobte er sie nicht für ihre klugen Erfindungen. Doch tiefe, vorurteilsfreie Denker nahmen seine Lehren auf und bemerkten, dass sie ihre Weisheit auf die Probe stellten. Sie staunten, wie er geistliche Wahrheit in einfachster Sprache ausdrückte.« (Desire of Ages, 254)

»Er war zu Fuß unterwegs und unterrichtete gleichzeitig seine Nachfolger. Seine Kleider waren staubig und von der Reise fleckig, seine Erscheinung nicht einladend. Aber die einfachen, prägnanten Wahrheiten von seinen göttlichen Lippen ließen seine Hörer bald sein Äußeres vergessen. Schnell waren sie bezaubert nicht vom Menschen sondern von der Lehre, die er brachte.« (Testimonies to the Church 4, 373)

»Er äußerte nichts Bizarres oder Sentimentales. Er präsentierte keine Philosophien oder Menschenmeinungen. Von seinen Lippen kamen keine sinnlosen Geschichten, keine falschen Theorien in ästhetisch ansprechender Sprache. Er sah voraus, dass der Planet mit täuschenden Lehren überflutet würde, und doch enthüllte er sie nicht. Seine Lehren drehten sich um die ewigen Grundsätze in Gottes Wort. Er hob die schlichten, praktischen Wahrheiten hervor, die das einfache Volk verstehen und in die tägliche Praxis umsetzen konnte.« (Testimonies to the Church 8, 201)

»Jesu Worte waren auf das Wesentliche reduziert.« (Counsels to Teachers, 439)

Zum Punkt

Er »versuchte selten zu beweisen, dass die Wahrheit wahr ist, veranschaulichte sie vielmehr in ihrer ganzen Tragweite und ließ dann die Hörer frei wählen, ob sie sie annehmen oder ablehnen wollten. … In Jesu Lehren gibt es keine langen, weit hergeholten, komplizierten Gedankengänge. Er kam direkt zum Punkt. In seinem Dienst las er die Herzen wie offene Bücher und zog aus dem unerschöpflichen Lager seines Schatzhauses sowohl Neues als auch Altes, um seine Lehren zu veranschaulichen und zu unterstreichen. Er berührte das Herz und weckte die Sympathien.« (Evangelism, 171)

»Seine Art passte zu den großen Wahrheiten, die er verkündete. Es gab keine Entschuldigung, kein Zögern, nicht einen Anflug von Zweifel oder Unsicherheit, dass es anders sein könnte, als er es erklärte.« (Review and Herald, 6, 1911)

»Wenn Jesus sprach, tat er dies nicht zögernd und unsicher. Er wiederholte nicht Worte und bekannte Bilder. Die Wahrheit kam von seinen Lippen in neue und interessante Bilder gehüllt, frisch wie eine neue Offenbarung. Seine Stimme war nie künstlich verzerrt, seine Worte äußerte er ernst und überzeugt, so dass klar wurde, wie wichtig sie waren und was ihre Annahme oder Ablehnung bedeutete.« (Review and Herald, 7. Januar 1890)

Frei von Komik und Show

Jesus »zog die heilige Wahrheit nicht auf das übliche Niveau herab. Komische Illustrationen, wie einige Prediger des Evangeliums sie benutzen, kamen ihm nie über die Lippen. Jesus verwendete keine Illustrationen, die belustigen oder Gelächter hervorrufen. …, um Zuhörer anzuziehen.« (Review and Herald, 6. August 1895)

»Sein Stil zeichnete sich durch Schlichtheit und Ernst aus. In allen Lehren Jesu gibt es nichts, was es rechtfertigt, dass der Prediger hinterm Pult humoristische Anekdoten bringt. Studiert die Lektionen Jesu sorgfältig und gestaltet Themen, Art und Form der Vorträge nach dem göttlichen Vorbild. Rednerische Show, blitzschnelle Rhetorik und elegante Gestik sind nicht die Kennzeichen einer guten Rede … Jesus predigte nicht wie die Menschen heute. In sehr ernstem Tonfall überzeugte er sie davon, dass es ein zukünftiges Leben und einen Rettungsweg dahin gibt.« (Review and Herald, 23. Juni 1891)

Didaktisch und taktvoll

»Er brachte nicht Unmengen von Wahrheit auf einmal. Vielmehr führte er den suchenden Geist von Wahrheit zu Wahrheit, von Lehre zu Lehre. Er öffnete ihm die Bedeutung der Schrift so, wie dieser damit umgehen konnte.« (Review and Herald, 14. Oktober 1890)

»Er begegnete den vorurteilsvollen Gemütern mit Takt und überraschte sie mit Bildern, die ihre Aufmerksamkeit fesselten.« (The Desire of Ages, 254)

Vertraute Bilder verwenden

»Jesus fand Zugang zu ihren Gedanken durch die Bilder, die ihnen am meisten vertraut waren. Er störte ihren gewohnten Gedankengang so wenig wie möglich durch schroffe Aktionen oder Vorschriften, sondern brachte dem Menschen Vertrauen entgegen und packte ihn so bei seiner Ehre. Er führte alte Wahrheiten in neuem und wertvollem Licht vor … Die Wahrheit kam von seinen Lippen in schöner Schlichtheit und doch mit Würde und Kraft bekleidet.« (Evangelism, 140)

»Der große Lehrer brachte seine Hörer in Kontakt mit der Natur, damit sie der Stimme zuhören, die in allem Geschaffenen spricht. Als ihre Herzen dann weich und ihre Sinne empfänglich waren, half er ihnen die geistliche Lehre aus dem zu ziehen, worauf ihre Augen ruhten. Die Gleichnisse, mit deren Hilfe er gerne die Wahrheit unterrichtete, zeigen, wie offen sein Geist für die Einflüsse der Natur war und wie viel Freude es ihm machte, die geistliche Lehre aus der Welt des Alltags zu ziehen. Die Vögel in der Luft, die Lilien auf dem Feld, der Sämann und der Same, der Hirte und die Schafe – damit veranschaulichte Jesus die ewige Wahrheit. Er nahm seine Bilder auch aus den Lebensereignissen und Erfahrungen, die den Hörern vertraut waren – der Sauerteig, der Schatz im Acker, die Perle, das Fischernetz, der verlorene Groschen, der verlorene Sohn, das Haus auf dem Felsen und das auf dem Sand. In seinen Lehren war etwas, das Interesse erregte, das jedes Herz faszinierte.« (Education, 102)

»Durch den Gebrauch von Wortbildern wurden seinen Anklägern und Feinden oft die klarsten und wirkungsvollsten Rügen erteilt und sie konnten an seinen Worten nichts finden, um ihn zu verdammen … In einfacher Sprache, durchsetzt mit Bildern aus der Natur, öffnete er seinen Hörern geistliche Wahrheiten und formulierte kostbare Grundsätze, die fast spurlos wieder aus ihrem Denken verschwunden wären, wenn er seine Worte nicht verknüpft hätte mit den bewegten Szenen des Alltags, des Erlebens und der Natur. So weckte er ihr Interesse und ihre Fragen. Hatte er dann ihre Aufmerksamkeit ganz gefesselt, prägte er ihnen entschieden das Zeugnis der Wahrheit ein. Auf diese Weise konnte der göttliche Lehrer das Herz stark genug beeindrucken, dass seine Zuhörer sich hinterher an seine Worte erinnerten, wenn sie dem begegneten, womit er seine Lektion verknüpft hatte.« (Fundamentals of Christian Education, 236)

Das richtige Ambiente

»Er hielt seine Vorträge gewöhnlich unter freiem Himmel. … Dort bot sich eine eindrucksvolle Aussicht auf die Landschaft und er konnte die Dinge und Vorgänge aufgreifen, die denen vertraut waren, die ein einfaches Leben führten und machte sie so mit den wichtigen Wahrheiten bekannt.« (Testimonies to the Church 2, 579.580)

Unsere Worte offenbaren viel

»Viele zeigen durch ihre Worte, dass sie sich nicht von Jesus Christus nähren. Deshalb können sie nicht (wie die Sonne) scheinen und können das nicht weitergeben, was nicht ihre Speise und ihr Trank ist.« (Manuscript 74, 1897)

»Unsre Worte sind ein Hinweis auf unseren Herzenszustand; ob Menschen viel oder wenig reden, ihre Worte offenbaren die Art ihrer Gedanken. Auf den Charakter eines Menschen kann man recht genau durch die Art seiner Unterhaltung schließen.« (Sons and Daughters of God, 180)

»Im Allgemeinen ist der, der am meisten redet, der, der am wenigsten tief und ernst denkt und am wenigsten für den Meister arbeitet.« (Manuskript 53, 1899)

Helfende Worte

»Die Redegabe ist uns nicht gegeben, damit wir kritische Worte äußern, sondern beratende, ermutigende und warnende Worte.« (Review and Herald, 20. Juli 1905)

»Unsre Aufgabe ist es, in der Atmosphäre der Liebe Jesu zu leben, seine Liebe tief einzuatmen und seine Wärme um uns herum abzugeben. Was für ein Einflussgebiet sich vor uns auftut! Wie sorgfältig sollten wir den Seelengarten bebauen, so dass er nur reine, süße, duftende Blumen hervorbringt! Liebevolle, zärtliche und barmherzige Worte heiligen unseren Einfluss auf andere.« (Our High Calling, 175)

»Wir hungern nicht nach Aufregung, nach Sensation; je weniger wir davon haben desto besser. Das ruhige, ernste Erklären der Schrift ist wertvoll und fruchtbar. Hier liegt das Geheimnis des Erfolgs: Predigt einen persönlichen Heiland auf so einfache und ernste Weise, dass die Menschen Vertrauen fassen können durch die Macht der Lebensworte.« (Evangelism, 170)

Jesus, Zentrum unserer Worte

»Bring dein Denken von dir selbst ab auf ein gesünderes Gleis. Rede von Jesus und lass dein Ich los!« (Testimonies to the Church 2, 320.321)

»Der gekreuzigte Jesus – sprich davon, bete davon, singe davon, und es wird Herzen weich machen und gewinnen. Feste, formelle Phrasen, die Darlegung argumentativer Themen bringen wenig.« (Review and Herald, 2. Juni 1903)

[Unendlich viel können wir von Jesus lernen. Darüber wie man heilsam spricht und predigt. Am schnellsten lernen wir, wenn wir unseren Lehrer lieben, ihn verehren, beobachten, an seinen Lippen hängen, mit ihm reden und alle falschen Lehrer aus unserem Leben vertreiben.]

(Auszüge aus der Kompilation des Ellen White Estates: The Voice in Speech and Song – 1988)

Zuerst erschienen in Unser festes Fundament, 3-1998


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