• Gottes Charakter leuchtet am finstersten Ort (Das Wort wurde Fleisch – Teil 2): Brauchst du sein Licht?

    Brauchst du sein Licht?

    Adobe Stock - Antonio Gravante

    Leben, Heilung und Geborgenheit bietet nur die Religion des Jesus von Nazareth. Von Ellen White

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Montag, 29 Februar 2016 – 08:08 Uhr

Die Aussendung der Siebzig: Grenzenlose Evangelisation

Grenzenlose Evangelisation

Bild: Unsplash - pixabay.com

Zu viele tappen angekettet im Dunkeln, als dass es Sinn macht, beim Schema F zu bleiben. Von Ellen White

»Danach aber bestimmte der Herr noch siebzig andere und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte.« (Lukas 10,1)

Raus aus der Engstirnigkeit!

Jesus sandte die Siebzig auf Missionstour einige Monate, nachdem er die Zwölf zu den verlorenen Schafen vom Haus Israel gesandt hatte. Zu diesem Zeitpunkt sollten die Zwölf nur zu den Stämmen Israels gehen, damit ihr Auftrag keine Vorurteile bei den Juden wecken würde. Deren Lehren hatten nämlich zu engstirnigen Vorstellungen über die Ausbreitung des Evangeliums zu anderen Nationen geführt. Selbst die Jünger konnten kaum begreifen, dass Gottes Segen den Heiden genauso gelten sollte wie den Juden. Sie hatten viel zu verlernen, wo sie konservative Ansichten über Mission und das Werk des Messias vertraten. Doch Jesus bereitete sie durch Hinweise darauf vor, dass sie die Nachricht von seinem Königreich allen Völkern predigen sollten.

Jetzt, wo ihr Horizont sich erweiterte und sie von Gottes Plan mehr und mehr verstanden, gab ihnen Jesus Gelegenheit, ihren Glauben in die Praxis umzusetzen, bevor Gott ihn zu sich holen würde. Damit wollte er ihr Missverständnis über die Ausbreitung des Evangeliums ausräumen.

Dorthin, wo die Menschen sind!

Jesu Herz war voller Liebe. Er sehnte sich danach, die Worte des Lebens allen Völkern zu verkündigen, und in hohem Maße tat er dies auch. Er begab sich bewusst an die großen Durchreiserouten, wo die Menschenmassen hin und her strömten. Dort predigte er vor großen Menschenansammlungen unterschiedlicher Nationalitäten. Doch er sah eine ganze Menge Felder, die sich nun für Gottes Sendboten öffneten. Hier bot sich für das Wirken der zwölf Jünger reichlich Gelegenheit, und nicht nur für sie, sondern auch für eine sehr große Zahl von Mitarbeitern. Daher bildete er eine größere Zahl Sendboten aus. Als er dann siebzig weitere Mitarbeiter ins Erntefeld sandte, sagte er: »Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!« (Lukas 10,2)

Ohne Umwege zum Herzen!

Zu Beginn ihres so wichtigen Auftrags gab er seinen Mitarbeitern die Anweisung: »Grüßt niemand auf dem Weg!« (Vers 4) Die Begrüßung, auf die er sich hier bezog, bestand nicht im freundlichen Händeschütteln, sondern in einer Reihe von Ritualen, die sinnlos Zeit kosteten. Die Aufgabe war zu dringend, als dass sie die kostbaren Augenblicke mit unnötigen Formalien vergeuden durften. Sie trugen eine Botschaft, die den Empfängern ein Lebensduft sein würde, der Leben verheißt, und ein Todesgeruch, der den Tod bringt, für alle, die sie ablehnen würden. Die ganzen abergläubischen Anschauungen und Begrüßungszeremonien würden die Bedeutung der Botschaft nur abschwächen und ihre Tragweite verschleiern.

Bildungsangebot für alle

Die Aussendung der Jünger auf ihre Missionsreise war ein sehr wichtiger Schritt. Denn damit brach Jesus mit dem alten, engstirnigen Konservatismus der Juden und führte sie von ihren Vorurteilen gegen andere Völker weg in eine tiefere Nächstenliebe hinein. Er wollte ihnen die Augen dafür öffnen, wie notwendig es war, die Wahrheit in die Herzen aller Menschen einzupflanzen. Alle, die kommen wollen, dürfen kommen und werden, wenn sie ihm vertrauen, durch seinen Namen das Leben empfangen. Die Zeit nahte, als er seine Nachfolger verlassen musste. Doch er versprach ihnen, der Geist würde kommen, um sie in alle Wahrheit zu leiten und ihnen die Schriften zu erklären, die er selbst den Patriarchen und Propheten gegeben hatte. Die Heiden waren nicht länger ans Heidentum gebunden. Ihr Zutritt war nicht länger auf die äußeren Vorhöfe des Tempels beschränkt.

Freiheit und Licht kontra Ketten und Finsternis

Die Pharisäer schmiedeten täglich Pläne, wie sie der Ausbreitung des Evangeliums Jesu Einhalt gebieten könnten. Sie legten Gottes Wort falsch aus, indem sie den Menschen Angst machten und sie einschüchterten. Sie machten die Finsternis, die die Menschenseelen einhüllte, noch tiefer. Sie banden die Ketten des Aberglaubens und Irrtums noch fester an sie. Jesus aber befreite alle davon, die an ihn glaubten. Die Pharisäer, Machthaber und Rabbis versuchten der Wahrheit mit ihren Behauptungen zu widersprechen und bewiesen großen Eifer in ihrem bösen Unterfangen. Sie schreckten vor nichts zurück, wo sie ihren Hass auf Jesus auslassen konnten.

Sanftmütige Lämmer mit Märtyrergeist

Die Siebzig wurden mit der Warnung ausgesandt: »Siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe.« (Lukas 10,3) Diese Sendung als Lämmer gegen den Widerstand, bedeutete nicht, dass sie sich als mut-, schwung- und kraftlose Schwächlinge erweisen würden. Nein, sie würden jedes anständige Mittel einsetzen, das zu ihrem Auftrag passte. Sie würden auf der Suche nach Seelen fürs Reich Jesu Christi »Opfer bringen und geopfert werden« (2. Korinther 12,15). Eine neue und mächtige Bewegung würde ins Rollen kommen, eine neue Epoche eingeläutet werden, in der die Wahrheit der ganzen Welt gebracht würde.

Vertrauenspersonen mit göttlichem Plan

Der Erlöser der Welt zeichnete den Weg vor, den die Jünger beschreiten sollten. Sie waren Vertrauenspersonen, die den heiligen Auftrag nicht verraten durften. Nur einem Führer durften sie folgen. Jesus beschrieb ihnen die Vorgehensweise, an die sie sich bei ihrer Arbeit halten sollten. Kein Abweichen von Gottes Wort war erlaubt. Er sandte sie jeweils zu zweit aus. Das war der Schlachtplan. Bald würde er sein Werk verlassen. Daher war er entschlossen es in die Hände treuer Männer zu legen, die wiederum andere lehren würden, das Evangelium vom Reich weiterzutragen und allen Nationen, Sprachen und Völkern zu verkündigen.

Geheimnis enthüllt: Wie man rettet und gerettet wird

Er hatte seinen Nachfolgern unsichtbare Wirklichkeiten offenbart und ihnen von kommenden Ereignissen erzählt, die bis ans Ende der Weltgeschichte reichen würden. Er hatte ihnen die Prinzipien der Rettung und die Grundsätze moralisch einwandfreier Führungsmethoden erklärt, indem er ihnen die Worte des Lebens brachte. Alle diese großartigen Wahrheiten, die er ihnen mitgeteilt hatte, waren nicht nur zu ihrer eigenen Erleuchtung gedacht, sondern auch zur Weitergabe an andere, die sich in Finsternis befanden.

Die Proklamation des Messias

Die Siebzig sollten hinausgehen und ein ähnliches Werk tun wie die Zwölf. Als Siegel ihrer himmlischen Berufung wurden sie alle mit übernatürlichen Gaben ausgestattet. Ihr Auftrag war zu verkündigen, worüber Jesus am Anfang seines Dienstes noch Stillschweigen befohlen hatte. Wiederholt hatte Jesus von ihnen verlangt, seine Messianität zu verschweigen, damit die Leute Gelegenheit hatten, ihn allein aufgrund seiner Worte und Taten willkommen zu heißen. In seinen Taten war die göttliche Legitimation, die seinen Anspruch ausreichend bewies, gewissermaßen schon enthalten.

Doch vor dem Ende seines Dienstes auf Erden wollte er den Menschen noch einen untrüglichen Beweis dafür geben, dass er der Gesandte Gottes, der Mittelpunkt und die Seele des Königreichs Israel war und dass dies über alle Grenzen Judas hinweg gepredigt werden sollte. Auf seiner letzten Reise nach Jerusalem sollte die Prophezeiung sich so öffentlich erfüllen, dass niemand, der die Schrift studiert, an seinem Wesen und seiner Mission zu zweifeln brauchte. Die Details der Prophezeiung würden sich auf den Buchstaben genau erfüllen.

Es war die Aufgabe der siebzig Jünger, sein Werk bekannt zu machen. Sie waren seine beauftragten Wegbereiter, ausgesandt, um Interesse an ihm zu wecken und ihre Botschaft zu verkündigen, die sein Kommen ankündigte.

Pioniergeist gefragt

Der Retter gab ihnen besondere Anweisung, wie sie sich zu verhalten und welche Vorarbeit sie zu leisten hatten. Ähnliches hatte er schon den Zwölfen gesagt, als er sie aussandte: »Verkauft eure Habe und gebt Almosen! Macht euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz, der nicht vergeht, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte ihr Zerstörungswerk treibt.« (Lukas 12,33) Statt ihre Habe zu horten, in ein Tuch zu binden und im Erdboden zu vergraben, wollte der Herr, dass sie ihre Talente einsetzten und den Wechslern anvertrauten. Jede Gabe, ob Geld, Geist oder Einfluss, wurde gebraucht, um die Weitergabe der leuchtenden Wahrheit an Menschen zu fördern, die im Dunkeln sitzen.

Er sagte zu ihnen: »Wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.« (Lukas 12,33) »Denn was wird es einem Menschen helfen, wenn er die ganze Welt gewinnt und sein Leben verliert?« (Markus 8,36)

Alles schon lange vorausgesagt

Der Geist der Weissagung hatte deutlich vorausgesagt: Gott würde einen inspirierten Lehrer erwecken, der die Menschen unterweisen würde. Dieser große Lehrer war unter den Menschen aufgetreten, aber sie erkannten ihn nicht. Jesus war das im Opfersystem vorausgeschattete Fundament des ganzen Judentums. Er erschien dem jüdischen Volk, aber ihre Augen waren verblendet.

Jesus selbst hatte die Propheten inspiriert, die Art seines Kommens vorherzusagen. Er hatte »in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise« zum Menschen gesprochen (Hebräer 1,1). Nie hatte es eine Zeit gegeben, wo er nicht mit seinem auserwählten Volk in Verbindung gestanden hatte. Alle jüdischen Gottesdienste zeugten von ihm und betonten die göttlichen Eigenschaften seines Wesens.

Wichtige Wahrheiten über ihn waren in Bildern, Schatten und Symbolen verschleiert, die sich in Jesu Auftrag und Dienst erfüllten. Von Zeit zu Zeit war der Vorhang gelüftet und das Geheimnis des Erlösungsplanes enthüllt worden. Die Wirklichkeit war erläutert, das Wesentliche entschleiert und der Schatten erklärt worden. Jesus Christus wurde offenbart, der eine, der sein Leben für die Erlösung der Welt geben würde.

Auf ihn vertrauten Patriarchen und Propheten

Alle, die in den Zeitaltern vor seinem persönlichen Kommen an ihn geglaubt hatten, »sind im Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von ferne gesehen und waren davon überzeugt, und haben es willkommen geheißen und bekannt, dass sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden.« (Hebräer 11,13)

»Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu heißen. Er zog es vor, mit dem Volk Gottes Bedrängnis zu erleiden, anstatt den vergänglichen Genuss der Sünde zu haben, da er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze, die in Ägypten waren; denn er sah die Belohnung an.« (Hebräer 11,24-26)

Hier ist eindeutig zu sehen, dass Mose Jesu Auftrag und Werk verstanden hatte. Er wartete darauf, dass das Wesentliche offengelegt, das unfertige System der jüdischen Nation vollendet und jede Voraussage erfüllt würde, die Gott durch Bilder und Schatten gegeben hatte. Jesus würde sein eigenes Rechtssystem zur Vollendung bringen. Denn Mose sagte wirklich zu den Vätern: »›Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern; auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird.‹ Und es wird geschehen: Jede Seele, die nicht auf diesen Propheten hören wird, soll vertilgt werden aus dem Volk. Und alle Propheten, von Samuel an und den folgenden, so viele geredet haben, sie haben auch diese Tage im Voraus angekündigt.« (Apostelgeschichte 3,22-24)

Die Aufgabe der auserwählten Zwölf und der siebzig Gesandten bestand darin, Jesu Messianität zu verkündigen und sein persönliches Kommen überall auf ihrer Reise anzukündigen. Ihre Botschaft war: »Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!« (Johannes 1,29)

Quelle: »The Sending Out of the Seventy«, Signs of the Times, 10. Dezember 1894


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