• Eine Kritik im Geiste der Propheten: A Better Savior?

    A Better Savior?

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    Da guter Humor schlecht übersetzt werden kann, posten wir diesen Artikel ausnahmsweise in Englisch. Would Jesus have been a better Christ if only He could have lived today? Von Barnabas Hope

Montag, 17 November 2014 – 09:05 Uhr

Geborgen in Jesus: Bin ich noch zu retten?

Bin ich noch zu retten?

Bild: Bliznetsov - iStockphoto.com

Und wenn ja, wer garantiert mir meine Rettung? Was für Leistungen werden von mir erwartet? Und wenn keine Leistungen, gibt es Schritte, die zu gehen sind? … von Ellen White

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.« (Johannes 3,16)

Vorkehrungen für jeden, der glaubt

Diese Botschaft geht an die Welt, denn »alle« bedeutet, dass jeder, der diese Voraussetzung erfüllt, diesen Segen bekommt. Wer auf Jesus schaut, und darauf vertraut, dass er ihn persönlich rettet, wird »nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.«

Alle Vorkehrungen sind getroffen, damit wir den ewigen Lohn bekommen können: Jesus ist unser Opfer, unser Stellvertreter, unser Garant, unser göttlicher Anwalt; er bedeutet für uns Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. »Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen.« (Hebräer 9,24)

Jesus leistet alles

Jesus tritt für uns ein, indem er seinem Vater vorweist, was er durch sein Opfer geleistet hat, als unser Stellvertreter und Bürge; denn er fuhr zum Himmel auf, um unsere Übertretungen zu sühnen. »Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.« (1. Johannes 2,1-2)

»Darin besteht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.« (1. Johannes 4,10) »Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie.« (Hebräer 7,25)

Sich Gott nahen, statt in Angst zu verharren

Aus diesen Versen wird eins klar: Gott will nicht, dass du dich misstrauisch mit der Angst quälst, er würde dich nicht annehmen, weil du sündig und unwürdig bist. »Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch!« (Jakobus 4,8)

Den eigenen Fall vorlegen und Eingeständnisse machen

Lege ihm deinen Fall vor, verweise auf die Verdienste des Blutes, das für dich am Kreuz auf Golgatha vergossen wurde. Zwar wird dich Satan beschuldigen, du seist ein großer Sünder. Das musst du auch eingestehen. Doch du kannst sagen:

»Ich weiß, ich bin ein Sünder, und deshalb brauche ich jemand, der mich rettet. Jesus kam in die Welt, um die Sünder zu retten. ›Das Blut seines Sohnes macht uns rein von aller Sünde. … Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.‹ (1. Johannes 1,7.9) Ich habe nichts Gutes geleistet, durch das ich Anspruch auf Rettung hätte. Aber ich bringe vor Gott das allversöhnende Blut seines fleckenlosen Lammes, das die Sünde der Welt wegnimmt. Das ist meine einzige Bitte. Der Name Jesu öffnet mir den Zugang zum Vater. Sein Ohr und sein Herz sind für meine schwächsten Bitten offen, und er befriedigt meine tiefsten Sehnsüchte.«

Die Neugeburt geschieht, wenn wir vertrauen

Jesu Gerechtigkeit macht den reuigen Sünder vor Gott annehmbar und bewirkt seine Rechtfertigung. Ganz gleich wie sündig sein Leben war, wenn er Jesus als seinem persönlichen Retter vertraut, steht er vor Gott im fleckenlosen Kleid der zugerechneten Gerechtigkeit Jesu.

Der Sünder, eben noch tot in Übertretungen und Sünden, wird lebendig, indem er Jesus vertraut. Auf diese Weise sieht er, dass Jesus sein Retter ist, der für immer lebt und alle völlig retten kann, die durch ihn zu Gott kommen. In der Versöhnung, die für ihn bewirkt wurde, sieht der Glaubende eine solch breite, lange, hohe und tiefe Wirkkraft – er sieht eine solch vollständige Rettung darin, die durch einen solch unendlichen Preis erkauft wurde, dass er voller Lob und Dank wird. Er sieht die Herrlichkeit des HERRN wie in einem Spiegel und wird in dasselbe Bild verwandelt durch den Heiligen Geist.

Er weiß: Das Kleid der Gerechtigkeit Jesu, wurde im Webstuhl des Himmels gewebt, durch Jesu Gehorsam geformt, und wer bereut, bekommt es zugerechnet, indem er seinem Namen vertraut. Wenn der Sünder etwas von der unvergleichlichen Anziehungskraft Jesu kennt, ist die Sünde für ihn nicht länger attraktiv; denn er sieht den, der »hervorragt unter Zehntausenden« (Hohes Lied 5,10), den Einen, an dem alles lieblich ist (Hohes Lied 5,16). Er kennt nun aus persönlicher Erfahrung die Kraft des Evangeliums, die gigantisch groß ist und Wunder über Wunder bewirkt.

Jesus ist unser Garant

Unser Retter lebt. Er liegt nicht in Josefs neuem Grab; Er ist vom Tod auferstanden, und ist aufgefahren als Stellvertreter und Garant für jeden, der ihm vertraut. »Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus.« (Römer 5,1)

Der Sünder wird durch das, was Jesus geleistet hat, gerechtfertigt. Gott akzeptiert das Lösegeld, das für den Menschen bezahlt wurde, als vollkommen ausreichend. Jesu Gehorsam bis zum Tod am Kreuz garantiert, dass der Vater den bereuenden Sünder annimmt. Sollten wir es uns dann erlauben, zwischen Zweifel und Vertrauen, Vertrauen und Zweifel hin- und herzuschwanken? Jesus garantiert, dass Gott uns annimmt. Wir stehen nicht in Gottes Gunst, weil wir etwas geleistet hätten, sondern weil wir dem HERRN, unsrer Gerechtigkeit, vertrauen. (Jeremia 23,6)

Jesus ist kein Diener der Sünde

Jesus steht im Allerheiligsten, um jetzt für uns vor Gott zu treten. Dort repräsentiert er sein Volk vollkommen Moment für Moment. Aber weil er uns vor dem Vater repräsentiert, dürfen wir uns nicht einbilden, wir könnten seine Gnade ausnutzen und nachlässig, gleichgültig und zügellos werden. Jesus dient der Sünde nicht.

In Jesus bleiben, indem wir ihm weiter voll vertrauen

Wir sind in ihm nur solange vollkommen, angenommen in dem Geliebten, wie wir auch durch unser Vertrauen in ihm bleiben.

Demütig bleiben

Vollkommenheit durch eigene gute Werke können wir nie erreichen. Wer Jesus vertraut, lehnt seine eigene Gerechtigkeit ab. Er betrachtet sich selbst als zu unvollkommen, seine Reue als zu oberflächlich, sein stärkstes Vertrauen als zu schwach, sein kostbarstes Opfer als zu dürftig, und er sinkt demütig am Fuß des Kreuzes nieder.

Loslassen

Aber eine Stimme spricht zu ihm von den Weissagungen in Gottes Wort. Staunend hört er die Botschaft: »Ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. « (Kolosser 2,10). Nun ist in seiner Seele alles ruhig. Nicht länger muss er in sich nach ewigem Wert oder verdienstvollen Taten suchen, durch die er Gottes Gunst erwerben kann.

Indem er das Lamm Gottes ansieht, das die Sünde der Welt wegnimmt, findet er Jesu Frieden; denn Vergebung wird neben seinen Namen geschrieben und er nimmt die Worte Gottes an: »Ihr seid vollkommen in ihm.«

Wie schwierig ist es für die Menschheit, die lange ans Zweifeln gewöhnt ist, die große Wahrheit zu begreifen! Aber was für einen Frieden bringt es der Seele, was für ein kraftvolles Leben! Wenn wir in uns selbst nach Gerechtigkeit suchen, durch die wir Annahme bei Gott finden könnten, suchen wir am falschen Ort, denn »sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.« (Römer 3,23) Doch bei Jesus finden wir sie; denn »Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des HERRN wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern.« (2. Korinther 3,18) Vollkommenheit findest du, indem du das Lamm Gottes betrachtest, das die Sünde der Welt wegnimmt.

Heiligkeit in Jesus

Wenn der Sünder vor dem gebrochenen Gesetz steht, kann er sich nicht selbst reinigen; aber, wenn er Jesus vertraut, trifft ihn seine unendliche Liebe und er wird bekleidet mit seiner fleckenlosen Gerechtigkeit. Jesus betete für diejenigen, die ihm vertrauen: »Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit … damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind … Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihnen kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.« (Johannes 17,17.21-22.25-26)

Wer kann das Wesen der Gerechtigkeit völlig begreifen, die den vertrauenden Sünder vollkommen macht, ihn vor Gott stellt ohne Flecken oder Runzeln? Gott hat uns in seinem Wort versprochen, dass Jesus für uns zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung gemacht wurde. Gott gewährt uns, dass wir uns der reichsten Segnungen erfreuen dürfen, wenn wir seinem Wort bedingungslos vertrauen. »Denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin.« (Johannes 16,27)

Ellen White in Signs of the Times, 4. Juli 1892

Zuerst im Deutschen erschienen in Unser festes Fundament, 3-1997


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