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    Der Weg in die Freiheit

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    In unserer Gesellschaft ist Sport in Schule und Freizeit zum körperlichen Ausgleich Nummer eins geworden. Das adventistische Bildungskonzept bietet etwas viel Besseres. Von Raymond Moore
     
Dienstag, 29 Juli 2014 – 02:54 Uhr

Christliche Sportereignisse: Augenwischerei oder innere Werte?

Augenwischerei oder innere Werte?

(bild: bplanet - shutterstock.com)

Christlich ist nicht, was einen christlichen Namen hat, sondern was die Atmosphäre atmet, die Jesu Leben und Sterben umgab. Die Autorin dieses Artikels rechnet mit frommem Schein ab. Auch wenn sie vor über 100 Jahren schrieb, bringt sie uns zum Nachdenken. Von Ellen White

Bei Begeisterung und Überschwang im Dienst für Gott ist man sofort skeptisch, aber auf einem anderen Gebiet scheint Enthusiasmus völlig genehm zu sein. Ich meine damit die fröhlichen Veranstaltungen, die in unserer Gemeinde abgehalten werden. Diese Anlässe haben jene, die sich Diener Jesu nennen, viel Zeit und Aufmerksamkeit gekostet.

Doch haben diese Versammlungen seinem Namen alle Ehre gemacht? War Jesus als Schirmherr eingeladen?

Dass Menschen sich zu geselligen Anlässen treffen, die Gott mit glühendem Herzen lieben, kann äußerst nützlich und lehrreich sein, falls sie dort Gedanken über Gottes Wort austauschen oder überlegen, wie sie sein Werk voranbringen und ihrem Nächsten Gutes tun können.

Wird nichts gesagt, was Gottes Heiligen Geist betrübt, und ist er ein willkommener Gast, dann wird Gott gewürdigt, die Versammelten tanken auf und werden gestärkt.

»Da besprachen sich die miteinander, welche den HERRN fürchteten, und der HERR achtete darauf und hörte es, und ein Gedenkbuch wurde vor ihm geschrieben für die, welche den HERRN fürchten und seinen Namen hochachten. Und sie werden von mir, spricht der HERR der Heerscharen, als mein auserwähltes Eigentum behandelt werden an dem Tag, den ich bereite.« (Maleachi 3,16.17)

Aber es gab eine Form der Geselligkeit in Battle Creek die völlig anders geartet war. Diese geselligen Stunden sind alles andere als eine Ehre für unsere Einrichtungen und die Gemeinde. Sie fördern Stolz auf Kleidung und äußere Erscheinung sowie Eigenfreude, Ausgelassenheit und Banalitäten. Satan ist als geehrter Gast willkommen und übernimmt die Schirmherrschaft dieser Veranstaltungen.

Stimmungsmache

Mir wurde eine Gruppe von Versammelten gezeigt, die sich zum Glauben an die Wahrheit bekennen. Einer saß an einem Musikinstrument und Lieder wurden gesungen, die die Wächterengel zum Weinen brachten. Die Stimmung war heiter und reich an rauem Gelächter, voller Überschwang und einer Art Beseeltheit. Doch die Freude war von einer Art, wie nur Satan sie schaffen kann.

Für diese Begeisterung und diese Schwärmerei, werden sich alle schämen, die Gott lieben. Denn diese Stimmung bereitet die Teilnehmer auf unheilige Gedanken und Taten vor. Ich habe Grund anzunehmen, dass einige, die dabei waren, hinterher ihr peinliches Verhalten von Herzen bereuten.

Show und Balz

Viele dieser Veranstaltungen zogen an meinem Auge vorbei. Ich sah die Fröhlichkeit, die atemberaubenden Kleider, den persönlichen Schmuck. Jeder wollte bewundert werden. Alle gaben sich ausgelassen, klopften dumme Sprüche, machten sich gegenseitig billige und anzügliche Komplimente und lachten lauthals. Die Augen funkelten, die Wangen wurden rot und das Gewissen schlief. Über das Essen, Trinken und die Lustbarkeit war man eifrig damit beschäftigt, Gott völlig zu vergessen. Dieses Vergnügen kam den Teilnehmern paradiesisch vor. Doch der Himmel schaut zu und sieht und hört alles.

Das Radrennen

Ein anderes Bild wurde mir gezeigt. In den Straßen der Stadt haben sich die Menschen zu einem Radrennen versammelt. Unter den Leuten, sind auch solche, die sagen, dass sie Gott und Jesus Christus, den er gesandt hat, erkannt haben. Doch wer von denen, die das spannende Rennen verfolgen, käme auf die Idee, dass jene, die sich so benehmen, Jesu Anhänger sind? Wer ahnt, dass sie in ihrer Zeit und ihren Körperkräften Gottesgeschenke sehen, die für seinen Dienst reserviert sein sollten?

Wer denkt an die Unfall- oder Todesgefahr, die ihre wilde Jagd mit sich bringt? Wer hat um Jesu Gegenwart gebetet und um den Schutz der Dienerengel? Wird Gott durch diesen Leistungssport verherrlicht? Satan spielt das Spiel des Lebens mit diesen Seelen und was er sieht und hört, gefällt ihm gut.

Abstieg in den Nebel

Der einst so ernsthafte Christ, der sich auf das Gebiet dieses Sports begibt, befindet sich auf dem Weg bergab. Er hat die Zone der lebendigen Himmelsatmosphäre verlassen und taucht in den Nebel ein. Auch manch demütiges Gotteskind beginnt diesen Sport. Doch wenn es seine Beziehung zu Jesus aufrecht erhält, kann es sich innerlich nicht auf die spannende Atmosphäre des Rennens einlassen … Diese Vergnügungsveranstaltungen und die spannenden Sportereignisse, die dazu noch von erklärten Christen ausgetragen werden, entweihen den Glauben und schaden Gottes Ansehen.

Der Zaubermarkt

Der Tenor der Gespräche zeigt, was im Herzen verborgen ist. Das billige, gewöhnliche Reden, die schmeichelhaften Worte, die dummen Witze, die einen zum Lachen bringen sollen, sind die Produkte Satans. Wer dabei mitmacht, betreibt Handel mit diesen Produkten. Wer diesen Worten zuhört, gerät unter einen ähnlichen Zauber wie Herodes, als die Tochter der Herodias vor ihm tanzte.

Alle diese Vorgänge werden in den himmlischen Büchern aufgezeichnet und werden am letzten großen Tag in ihrem wahren Licht vor den Schuldigen erscheinen. Dann werden sie in ihnen teuflische Verlockungen und Täuschungen erkennen, durch die sie auf den breiten Weg und durch das weite Tor ins Verderben geführt wurden.

Köder und Festschmaus

Satan … der Verführer setzt erklärte Christen mit oberflächlichem Charakter und seichtem Glaubensleben als Köder ein. Diese Sorte ist immer für Vergnügen oder Sport zu haben und ihr Einfluss zieht wieder andere an. Junge Männer und Frauen, die als Bibelchristen leben wollen, werden von ihnen zur Teilnahme an dem Ereignis überredet und in den Kreis hineingezogen …
Sie erkennen nicht, dass diese Form der Unterhaltung der Festschmaus Satans ist, mit dem er verhindern will, dass Seelen die Einladung zur Hochzeitstafel des Lammes annehmen. So möchte er dafür sorgen, dass sie das weiße Charaktergewand, Jesu Gerechtigkeit, nicht erhalten …

Glanz und Feuer statt innerem Gold?

Bei diesen spannenden Ereignissen werden die jungen Leute von dem Glanz und dem Feuer menschlicher Gestaltungsmacht mitgerissen. Auch wenn sie gewissenhaft erzogen wurden, Gottes Gesetz zu befolgen, entwickeln sie jetzt doch enge Bindungen zu Menschen, deren Erziehung ein Fehlschlag war und deren Glaubensleben bloße Fassade ist. Sie verkaufen sich in eine lebenslängliche Sklaverei. Solange sie leben, müssen sie damit fertig werden, dass ihr Partner einen billigen, oberflächlichen Charakter hat, der für Äußerlichkeiten lebt und dem der kostbare innere Schmuck fehlt, der Schmuck eines sanftmütigen und stillen Geistes, der in Gottes Augen so wertvoll ist …

Die Überzeugung macht sich in der Welt breit, dass Siebenten-Tags-Adventisten der Posaune einen undeutlichen Ton geben und dass sie den Kurs der Weltmenschen eingeschlagen haben. Familien in Battle Creek trennen sich von Gott, weil sie Eheverträge mit Menschen planen, die Gott nicht lieben und ein leichtes Leben führen, die sich nie selbst verleugnet haben und nicht aus Erfahrung wissen, was es heißt mit Gott zusammenzuarbeiten.

Merkwürdige Dinge geschehen. Falsche Formen des Christseins werden gelehrt und erlernt, die Seelen in Lug und Trug ketten. Man wandelt im Licht selbst entzündeter Funken. Alle, die Gott lieben und fürchten, werden nicht auf die Ebene der Welt hinabsteigen und die Gesellschaft der Gefallsüchtigen und Wichtigtuer suchen. In unbekehrte Männer oder Frauen werden sie sich nicht verlieben. Sie stehen vielmehr für Jesus ein. Dann wird Jesus auch für sie einstehen.

Aus: The Ellen G. White 1888 Materials, 1327-1332


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