• Kleidungsstile und ihre Gesundheitsrisiken: Dress for Health

    Dress for Health

    Adobe Stock - francis bonam

    Drei Prinzipien zur Steigerung des Wohlbefindens. Von Dr. med. Mark Sandoval, Präsident von Uchee Pines

Montag, 25 September 2017 – 07:44 Uhr

Kleidungsstile und ihre Gesundheitsrisiken: Dress for Health

Dress for Health

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Drei Prinzipien zur Steigerung des Wohlbefindens. Von Dr. med. Mark Sandoval, Präsident von Uchee Pines

Gesundheit bringen wir selten mit Kleidung in Zusammenhang. Hat mein Kleidungsstil aber doch einen Einfluss auf meine Gesundheit? Wenn ja, worauf kann ich achten?

Um richtig zu funktionieren, braucht jede Körperzelle ausreichenden Nachschub an Nährstoffen aus dem Blut und ungehinderte Kommunikation der Nerven. Gute Durchblutung und gute Nervenversorgung ist wichtig für die Gesundheit. Auf die Durchblutung und die Nervenimpulse, die die Zellen brauchen hat der Kleidungsstil durchaus einen Einfluss.

Gleichmäßige Temperaturen

Blutgefäße reagieren auf Hitze und Kälte. Bei Hitze dehnen sie sich aus (gesteigerte Durchblutung), bei Kälte ziehen sie sich zusammen (verminderte Durchblutung). Bekleidet man einen Teil des Körpers und lässt andere Körperteile unbekleidet, oder bekleidet man einen Teil mit vielen Schichten und andere Körperteile nur dünn, so fließt weniger Blut in die freiliegenden Zonen. Dadurch kommt es zu ungleicher Durchblutung. Je mehr die Oberflächentemperatur der Haut voneinander abweicht, desto ungleichmäßiger die Durchblutung. Ungleichmäßige Kleidung ist daher ein Faktor, der unsere Gesundheit beeinträchtigen kann.

Die Auswirkungen von ungleichmäßiger Durchblutung merkt man nicht immer sofort, aber mit den Monaten und Jahren können sich dadurch Herz- und Verdauungsprobleme verschlimmern, ebenso Menstruationsbeschwerden, Kopfschmerzen, Krampfadern, Ödeme und anderes mehr.

»Das mag in kalten Klimazonen zutreffen, aber ich lebe in einer heißen Gegend, wo das keine Rolle spielt.« Dieser Einwand übersieht, dass Kleidung nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Hitze schützt. Wenn es draußen wärmer ist als die Körpertemperatur, verringert Kleidung die Strahlungshitze der Sonne und der Umgebung und schützt den Körper vor Aufheizung. Sie reduziert auch die Luftströmung, die ebenfalls zur Aufheizung beitragen. Sie schützt vor Windbrand, Sonnenbrand, Kratzern, Schnitten und Insektenstichen.

Die US-Armee hat Millionen Dollar in Studien investiert, in denen der Einfluss der Kleidung auf die Leistung ihrer Soldaten untersucht wurde. Soldaten sind auch in der Wüste und im Dschungel komplett und gleichmäßig bekleidet. Warum? Weil dieser Kleidungsstil für die Soldaten am gesündesten ist.

Kurze Hosen, Trägerhemden oder kurzärmelige Hemden, freier Oberkörper, schwere Mäntel auf dünnen Hosen oder nackte Beine unter Röcken und Kleidern haben einen negativen Einfluss auf die Durchblutung wegen des oben erklärten Prinzips. FKK wäre gesünder, ist aber nicht zu empfehlen, wenn man das Prinzip des Anstands berücksichtigt.

Lockerer Sitz

Ein zweites wichtiges Kleidungsprinzip ist, wie eng oder locker die Kleidung sitzt. Je enger, desto mehr wird die Durchblutung beeinträchtigt und werden die Nerven eingeengt. Enge Gürtel, eng anliegende Unterwäsche, enge Bügel-BHs, enge Socken, Bauchbinden, enge Hosen, Krawatten usw. tragen alle zu einer verminderten Durchblutung bei und üben Druck auf die Nerven an den entsprechenden Stellen aus.

Dies kann zu Sodbrennen beitragen, zu Bauchschmerzen, Aufstoßen, Menstruationsschmerzen, Herzklopfen, semizirkulärer Lipoatrophie, Bernhardt-Roth-Syndrom (Tight Pants Syndrome), Pilzinfektionen, Blutgerinnseln (Thrombose), Entzündung des Fettgewebes und sogar erhöhtem Augendruck.

Bequeme Schuhe

Das letzte Prinzip, das wir uns anschauen wollen, ist gesundes Schuhwerk. Schuhe, die die Gesundheit nicht fördern, sind solche mit Absätzen, bei denen die Ferse mehr als 2 cm höher liegt als die Zehen, Schuhe, bei denen der Zehenraum spitz zuläuft, und Schuhe, deren Fußbett zu flach ist. Hohe Absätze und zu enge Schuhspitzen verändern die Körperhaltung, was zur Schiefstellung der Zehen führen kann, zu Hammerzehen, Hühneraugen, Morton-Neuralgie, Metatarsalgie, Knöchelverletzungen, Haglund-Syndrom, höherem Risiko für Verstauchung und Brüche, verkürzten Achillessehnen, Wadenkrämpfen, Besenreisern und Krampfadern, Arthrose im Knie, Verformungen der Wirbelsäule mit Rückenschmerzen/-verletzungen.

Schuhe mit harten Sohlen und zu flachem Fußbett können Fersenschmerzen, Sehnenentzündungen und Ermüdungsfrakturen begünstigen, Schuhe, die nicht atmungsaktiv sind, Fußpilz.

Wer seinen Körper gleichmäßig und locker bekleidet und flache Schuhe trägt, die weich und atmungsaktiv sind, aber kein zu flaches Fußbett haben, der ist auf dem Weg zu besserer Gesundheit.

Mit freundlicher Genehmigung aus: Emphasis: Your Health, The Uchee Pines Institutes health and news letter, volume 28, issue 4, August 2017


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