Campmeeting in Pracht, Westerwald, 31. Juli - 06. August 2017 :: LIVESTREAM

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    Koffein kann lebensgefährlich sein

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Mittwoch, 10 Mai 2017 – 06:49 Uhr

Der Henochfaktor (Teil 2): Paradieskost im richtigen Maß

Paradieskost im richtigen Maß
Aobe Stock - seralex
 
Eine verbotene Frucht stürzte die Welt ins Chaos. Noch heute lässt sich durchs Essen unser Schicksal beeinflussen. Von G. Edward Reid
 

»Ich habe euch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der ganzen Erdoberfläche wächst, auch alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind. Sie sollen euch zur Nahrung dienen.« (1. Mose 1,29)

Die Gesundheitsvision für Henochkandidaten

Der ganze Erlösungsplan hat das Ziel, uns wieder in die heile Welt zurückzubringen, in der Adam vor dem Sündenfall war.

Vor ein paar Jahrzehnten galt das Rauchen bei Frauen als besonders emanzipiert, weil sie damit eine Domäne der Männer eroberten. Der Werbespruch »Du bist schon weit gekommen, Schatz!« sollte das zum Ausdruck bringen. Wir sind wirklich weit gekommen – weit ab von Gottes ursprünglichem Plan. Wir sind so weit weg, dass Adam schockiert wäre, wenn er sehen würde, was die Menschen heute alles essen: Hunde, Katzen, Mäuse, Ratten, Schlangen, Opossums, Schweine, Schnecken, Käfer – die Liste ist endlos. Natürlich stand nichts davon auf der Speisekarte im Paradies; und weder im Himmel noch auf der Neuen Erde wird davon noch etwas gegessen. Manche werfen jedoch ein: »Ist es nicht völlig gleichgültig, was ich esse oder mit meinem Körper mache? Außerdem: Geht das überhaupt irgendjemanden etwas an?«

Nur zwei Wochen nachdem die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten im Mai 1863 als Organisation gegründet wurde, erhielt Ellen White am 6. Juni ihre erste große Gesundheitsvision. Die »Gesundheitsreform« hatte zwei ausdrücklich erwähnte Ziele: Erstens sollte sie Gottes Volk zur optimalen Gesundheit verhelfen, damit es sich mit klarem Kopf eines Lebens »im Überfluss« (Johannes 10,10) erfreuen kann. Dazu gehört auch, dass wir unseren Leib als Gottes Tempel und geeignete Wohnung für Gottes Heiligen Geist bewahren, der uns heilt und heiligt. Zweitens soll unser Geschmack schon hier auf die Himmelsnahrung vorbereitet werden.

»Der Körper ist das einzige Medium, durch das Geist und Seele so entwickelt werden können, dass der Charakter gestärkt wird. Deshalb gestaltet der Seelenfeind seine Versuchungen derart, dass sie die Körperkräfte schwächen und rauben.« (Ministry of Healing, 130; vgl. Auf den Spuren des großen Arztes, 94; vgl. Der Weg zur Gesundheit, 86/87) Wie wichtig ist es daher zu lernen, wie der Körper funktioniert und was für ihn das Beste ist. Das hilft, einen klaren Kopf und einen gesunden Leib zu bewahren, mit dem wir der Versuchung besser widerstehen können.

Wie erhalten wir uns also bei bester Gesundheit? Da Vorbeugen besser als Heilen ist, sollten wir ein Leben führen, das uns hilft, gesund zu bleiben oder wieder gesund zu werden und Krankheit zu verhindern. Die meisten von uns haben schon von den acht natürlichen Heilmitteln gehört. Je mehr wir sie in unserem Leben anwenden, desto gesünder und desto besser werden wir auf den Himmel vorbereitet sein.

Hier also das Rezept des Großen Arztes: »Saubere Luft, Sonnenschein, Enthaltsamkeit [Mäßigkeit/Selbstbeherrschung], Ruhe, Bewegung, richtige Ernährung, die Anwendung von Wasser und Vertrauen auf die göttliche Kraft – das sind die wahren Heilmittel. Jeder sollte über die natürlichen Heilmittel und ihre Anwendung Bescheid wissen … Der Einsatz der natürlichen Heilmittel erfordert mehr Sorgfalt und Anstrengung, als viele aufzuwenden bereit sind … Die Aufgabe schädlicher Gewohnheiten verlangt Opferbereitschaft. Das Ergebnis wird jedoch sein, dass die Natur weise und gut funktioniert, wenn man ihr Freiraum dazu lässt. Wer ihre Gesetze ausdauernd befolgt, wird mit körperlicher und geistiger Gesundheit belohnt.« (Ministry of Healing, 127; vgl. Auf den Spuren des großen Arztes, 91-92; Der Weg zur Gesundheit, 83-86)

Die Urernährung als Vorbereitung auf die Entrückung

Der Schöpfer gab Adam und Eva die ideale Nahrung: »Ich habe euch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der ganzen Erdoberfläche wächst, auch alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind. Sie sollen euch zur Nahrung dienen.« (1. Mose 1,29) Nach dem Sündenfall fügte Gott ihrem Speiseplan noch das »Gewächs des Feldes« hinzu (1. Mose 3,18).

»Die heutigen Gesundheitsprobleme sind vielfach degenerative Erkrankungen, die sich auf eine falsche Ernährung und Lebensweise zurückführen lassen. Die von Gott geplante Kost bestand aus Getreide, Früchten, Nüssen und Gemüse. Sie enthält alle Nährstoffe, die eine optimale Gesundheit gewährleisten. Die Bibel verbietet nicht, das Fleisch reiner Tiere zu essen. Aber zu Gottes ursprünglichem Speiseplan gehörte kein Fleisch; denn Tiere sollten nicht getötet werden; außerdem ist eine ausgewogene vegetarische Ernährung das Beste für die Gesundheit des Menschen – eine Tatsache, für die die Wissenschaft ständig neue Beweise erbringt.
Wer tierische Produkte zu sich nimmt, die von Bakterien oder Viren befallen sind, kann seiner Gesundheit Schaden zufügen …
Kürzlich durchgeführte Studien zeigen außerdem, dass wachsender Fleischkonsum eine Zunahme von Arteriosklerose, Krebs, Nierenstörungen, Osteoporose und Trichinose bewirkt und damit die Lebenserwartung verringert.
Die von Gott im Garten Eden angeordnete vegetarische Ernährung ist das Ideal. Doch manchmal können wir es nicht verwirklichen. Deshalb sollten alle, die sich einer optimalen Gesundheit erfreuen wollen, in jeder Situation und an jedem Ort die beste Nahrung zu sich nehmen, die sie erhalten können.« (Was Adventisten glauben, Lüneburg: Advent-Verlag 1997, S. 413-414)

Adam und Eva sündigten, weil sie ihrer Esslust nachgaben. Das war auch die erste Versuchung, mit der Satan an Jesus in der Wüste herantrat. Jesus siegte, wo Adam versagt hatte, und bietet uns nun die Kraft an, Seinen Sieg zu erlangen. »Weil der gefallene Mensch Satan mit menschlicher Kraft nicht überwinden kann, verließ Jesus die königlichen Höfe des Himmels und kam zur Erde, um ihm mit seiner vereinten menschlich-göttlichen Kraft zur Hilfe zu kommen … Er erwarb für die gefallenen Söhne und Töchter Adams die Stärke, die sie aus sich heraus nicht aufbringen können, damit sie in seinem Namen Satans Versuchungen überwinden können.« (Maranatha, 224)

Wenn wir den Schöpfungsbericht studieren, wird uns klar, was die ideale Ernährung für den Menschen ist. Es leuchtet ein, dass es uns umso besser gehen wird, je näher wir dem Ideal kommen. Die »Gesundheitsreform« hat nichts Gesetzliches an sich. Der Allmächtige schenkte sie uns aus Gnaden – in einem Akt der Liebe … »Wenn es je eine Zeit gab, in der die Ernährung so einfach wie möglich sein sollte, dann heute … Getreide und Früchte, ohne Fett und so natürlich wie möglich zubereitet, sollte die Nahrung auf den Tischen aller sein, die sich auf die Entrückung vorbereiten … Bei der Befriedigung des Geschmacks ist die körperliche, geistige und moralische Gesundheit stets zu berücksichtigen.« (Testimonies 2, 352; vgl. Zeugnisse 2, Kap 51, vorl. Abs.)

Was ist aber mit reinem Fleisch? Unterscheidet die Bibel nicht reines und unreines Fleisch, damit wir wissen, was wir essen und wovon wir uns enthalten sollen? Sicherlich. Doch die zwei oben genannten Gründe haben viele dazu bewegt Vegetarier zu werden. Sie erfreuen sich einer besseren Gesundheit und bereiten ihre Geschmacksknospen auf die Nahrung im Himmel vor. Wenn für mich zu einem echten Festmahl ein großes Steak mit ein paar Beilagen gehört, werde ich im Himmel ganz bestimmt enttäuscht sein …

»Unter jenen, die auf die Wiederkunft des Herrn warten, wird schließlich kein Fleisch mehr gegessen werden; Fleisch wird kein Bestandteil ihrer Ernährung mehr sein. Wir sollten dieses Ziel immer im Auge behalten und ständig darauf hinarbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Fleischessen mit dem Licht, das Gott uns in Liebe geschenkt hat, in Einklang zu bringen ist. Vor allem jene, die mit unseren Gesundheitseinrichtungen in Verbindung stehen, sollten sich von Früchten, Getreide und Gemüse ernähren. Wenn wir uns das zum Grundsatz machen, wenn wir als christliche Reformatoren unseren Geschmack erziehen und unsere Ernährung nach Gottes Plan richten, können wir auf andere in diesem Punkt einen Einfluss ausüben, der Gott gefällt.« (Counsels on Diet an Food, 380; Bewusst essen, 172)

Man sagt, dass die Israeliten in nur zwei Wochen von Ägypten nach Kanaan hätten ziehen können. Sie brauchten jedoch 40 Jahre. Warum? Weil sie rückwärts liefen. Sie hielten nach den Fleischtöpfen Ägyptens Ausschau und verachteten die Nahrung, die Gott ihnen gab (2. Mose 16,3; Psalm 78,22-31). Für viele wird das ein großes Problem sein in den letzten Tagen, wenn sie sich nicht Schritt für Schritt auf eine vegetarische Kost umgestellt haben. »Der Grund, warum viele von uns in der Trübsalszeit fallen werden, ist mangelnde Disziplin auf dem Gebiet der Mäßigkeit und des Appetits. Mose predigte viel über das Thema. Die Ursache, warum das Volk nicht direkt ins gelobte Land zog, lag darin, dass sie sich wiederholt ihrer Esslust hingaben. Neunzig Prozent allen schlechten Verhaltens von Kindern wird heute durch unmäßiges Essen und Trinken verursacht. Adam und Eva verloren den Garten Eden, weil sie sich ihrer Esslust hingaben und wir können das Paradies nur wiedergewinnen, indem wir der Esslust absagen.« (Temperance, 150; vgl. Ein Tempel des Heiligen Geistes, 165) Wenden wir Ägypten den Rücken zu und richten wir die Augen auf die Festtafel im Himmel.

»Die bezwingende Macht der Esslust wird für Tausende zum Fallstrick werden. Dabei hätten sie moralische Kraft zum Sieg über jede andere satanische Versuchung besessen, wenn sie in diesem Punkt überwunden hätten. Wer allerdings Sklave seiner eigenen Esslust ist, wird die christliche Vollkommenheit des Charakters nicht erreichen.« (Maranatha, 62)

Bei den Menschen, die sich auf die Entrückung vorbereiten, wird eine Veränderung ihres Verhaltens und ihrer Einstellung zu erkennen sein. Natürlich werden sie damit nicht prahlen. Vielleicht haben sie selbst auch den Eindruck, dass sie keinen Fortschritt machen. Andere aber werden ihn sehen. Jesus sagt: »Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.« (Johannes 13,35) Und Johannes ergänzt: »Wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen geworden.« (1. Johannes 4,12) Ein unbekehrter Mensch wird nicht von alleine liebevoll und freundlich. Nur Gottes verwandelnde Kraft kann dieses Merkmal im Leben eines Menschen für andere sichtbar machen.

»Wer durch die Wahrheit geheiligt ist, wird ein durch die Wahrheit reformiertes Leben führen, das ihn auf die Entrückung in die himmlische Welt vorbereitet … Im Leben aller, die Anteil an der göttlichen Natur haben, wird der hochmütige, selbstzufriedene Geist gekreuzigt, der zur Überheblichkeit führt. An seiner Statt wohnt der Geist Jesu. In ihrem Leben zeigen sich die Früchte des Geistes. Wer Jesu Gesinnung hat, an dem sind auch die Tugenden von Jesu Charakter erkennbar.« (Lift Him Up, 301)

Aus: G. Edward Reid, Are You Ready or Not, Here He Comes, Fulton, Maryland, USA: Omega Productions (1997), Seite 233-237. Alle Hervorhebungen vom Autor. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung. Edward Reid war Leiter der Abteilung für Haushalterschaft in der Nordamerika-Division der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten.


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