• Jüdisches Zeugnis an die Welt: Ein Dorn im Auge

    Ein Dorn im Auge

    Adobe Stock - pally

    Oder: Die völlige Infragestellung des üblichen Wertekatalogs. Von Richard Elofer

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

    Merken

Montag, 08 Februar 2016 – 09:27 Uhr

Der neutestamentliche Befund: Den Juden zuerst

Den Juden zuerst

Bild: pixabay

Sind wir Voll- oder Miterben der jüdischen Verheißungen und Prophezeiungen? Haben Juden, auch heutige Juden, eine biblisch begründete Sonderstellung? Von Kai Mester

Viele Christen und Adventisten neigen dazu, sich als rechtmäßige Nachfolger des Judentums zu betrachten. Die Juden hätten den Messias abgelehnt und dürften daher die Verheißungen der Bibel nicht mehr für sich in Anspruch nehmen. Die Verheißungen, die Gott Israel gegeben hat, würden nun der christlichen Kirche gelten und im Besonderen der Adventgemeinde als heutigem, geistlichem Israel.

Bedingt durch diese Haltung, spricht man über die Juden eher abwertend, belächelt – im besten Fall mitleidig – ihre Art, das Gesetz und vor allem den Sabbat zu halten. Ach, würden sie doch nur Jesus annehmen und Christen werden!

Tatsächlich glauben wir, dass die biblischen Verheißungen durch die Ausgießung des Heiligen Geistes nach und nach allen Völkern und Sprachen zugänglich wurden und werden. Doch sollten wir nicht vergessen, dass sich Jesus selbst als König der Juden verstand.

Lieben wir den König der Juden?

Pilatus fragte Jesus direkt: »Bist du der König der Juden? Jesus sprach zu ihm: Du sagst es!« (Matthäus 27,11) Jesus ist Jude und auch seine Apostel waren bis zu ihrem Tode Juden. Paulus bekannte: »Ich bin ein jüdischer Mann aus Tarsus.« (Apostelgeschichte 21,39) Lieben wir Jesus? Dann müsste unser Verhältnis zu den Juden doch ein ganz besonders inniges sein. Ist es dir schon mal so ergangen, dass du zu einem Land, seinem Volk, seiner Sprache eine ganz andere Beziehung bekommen hast, nachdem du dich mit einem Menschen aus diesem Land eng befreundet hast?

Wo bleibt unsere Demut?

Die Weisen aus dem Orient kamen und sprachen: »Wo ist der König der Juden, der geboren worden ist? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, ihm zu huldigen!« (Matthäus 2,2 Elberfelder) Haben wir dieselbe Demut wie diese Nachfahren Abrahams und bekennen, dass wir nicht direkte Nachkommen Jakobs sind, nicht zum auserwählten Geschlecht gehören und dennoch kommen, um dem König der Juden zu huldigen?

Wo bleibt unsere Dankbarkeit?

Wäre es nicht »christlicher«, statt uns besser zu fühlen als die Juden und auf sie herabzuschauen, wenn wir ihnen mit besonderer Dankbarkeit begegneten? Denn Jesus selbst hat einst eine Nichtjüdin und damit eigentlich auch uns darauf hingewiesen: »Das Heil kommt aus den Juden.« (Johannes 4,22) Die Zehn Gebote, der anschauliche Heiligtumsdienst, die Heilsgeschichte und Jesus, den Messias und Erlöser, all das haben wir nicht nur Gott, sondern auch den Juden zu verdanken, die sich von Gott benutzen ließen, um uns damit zu beschenken. Sicher haben die Juden sich immer wieder von Gott abgewendet und waren ungehorsam. Doch ein Blick in die christliche Geschichte zeigt, dass wir nicht besser gewesen sind. Wir haben aber die Chance aus den Fehlern Israels zu lernen. So können wir den Juden in mehrfacher Hinsicht dankbar sein.

Die richtige Reihenfolge!

»Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen.« (Römer 1,16) Für wen ist das Evangelium? Für Juden und Heiden. Doch zuerst für die Juden. Meist versteht man diesen Satz chronologisch. Natürlich: Zuerst kam Jesus zu den Juden und erst später ging das Evangelium auch zu den Heiden. Doch haben wir damit die volle Bedeutung dieses Bibelverses wirklich erfasst? Nein.

Das Evangelium ist immer und überall zuerst für die Juden. Warum? Kein anderes Volk bringt so viele Voraussetzungen mit, das Evangelium zu verstehen. Das ganze Alte Testament, die ganze jüdische Religion ist auf den Messias ausgerichtet. Das Gesetz und die Propheten, der Heiligtumsdienst, die Glaubensmänner – alles weist auf ihn hin, selbst Gottes Handeln mit Israel in der Geschichte enthält schon das Evangelium. Kein Wunder, dass es zuerst den Juden gepredigt wurde. Kein Wunder, dass Juden das Evangelium zu den Heiden bringen konnten wie kein anderes Volk.

Vergessen wir nicht, dass die Urgemeinde anfänglich fast nur aus Juden bestand! Die Juden als Ganzes hatten also den Messias gar nicht abgelehnt, sondern nur ein Teil.

Verändert das unsere Einstellung zum Judentum? Wächst unsere Liebe zu diesem Volk?

Mehr Segen, mehr Fluch, mehr Segen

»Drangsal und Angst über jede Menschenseele, die das Böse vollbringt, zuerst über den Juden, dann auch über den Griechen; Herrlichkeit aber und Ehre und Friede jedem, der das Gute tut, zuerst dem Juden, dann auch dem Griechen.« (Römer 2,9-10)

Die Gesetzmäßigkeit von Segen und Fluch, die Mose dem Volk Israel in der Wüste predigte, gilt für alle Menschen. Doch die Juden trifft sie zuerst, weil ihnen die Erkenntnis darüber zuerst scheint. Die Ablehnung des Messias hatte schlimme Folgen für das jüdische Volk, doch nicht weniger für uns. Denn wir alle haben Jesus mit unseren Sünden ans Kreuz genagelt. »Denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person.« (Römer 2,11) Nur dass die Juden wie kein anderes Volk das Prinzip Ursache und Wirkung verstehen und daher auch zuerst erleben. Doch nicht nur Fluch, sondern auch Segen.

Die jüdische Geschichte ist bis heute voller Leid. Ein Blick in den Nahen Osten genügt, um dies zu bestätigen. Und doch ist die jüdische Geschichte auch voller Segen. Welches kleine Volk auf Erden kann auf eine so lange Geschichte zurückblicken? Welches Volk hat seine Identität so gut bewahrt? Welches Volk hat so viel beigetragen zum Weltkulturerbe, zur wissenschaftlichen Erkenntnis und zum Fortschritt? Das Judentum und Israel sind einzigartig und sind aus allen feindlichen Angriffen immer wieder gestärkt hervorgegangen. Herrlichkeit, Ehre und Friede zuerst den Juden, die das Gute tun.

Hat Gott sein Volk verworfen?

»Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor ersehen hat!« (Römer 11,1.2)

Aber sagt nicht das Gleichnis von den Weingärtnern: »Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt« (Matthäus 21,43)?

Nun, Paulus erklärt diesen scheinbaren Widerspruch selbst: »Sind sie denn gestrauchelt, damit sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall wurde das Heil den Heiden zuteil, um sie zur Eifersucht zu reizen.« (Römer 11,11)

Israel hat also seine Vorrangstellung letztlich nicht eingebüßt. Dass das Evangelium nun zu den Heiden gekommen ist, soll doch dazu dienen, dass auch Israel wieder gerettet wird; denn das Evangelium gilt zuerst den Juden. »Wenn sie nicht im Unglauben verharren, werden [sie] wieder eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wohl wieder einzupfropfen. Denn wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum herausgeschnitten und gegen die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wie viel eher können diese, die natürlichen [Zweige], wieder in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden!« (Römer 11,23-24)

Ist Gott unfair?

Manch einer mag sich fragen, ob das nicht doch irgendwie unfair ist, dass die Juden diese Vorrangstellung einnehmen. Warum handelt Gott mit ihnen anders als mit dem Rest der Welt, wenn doch bei ihm kein Ansehen der Person ist?

Paulus erklärt: »Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, hinsichtlich der Auserwählung aber Geliebte um der Väter willen. Denn Gottes Gnadengaben und Berufung können ihn nicht reuen.« (Römer 11,28.29) Gott liebt sie um der Väter willen. Weil er Abraham, Isaak und Jakob liebte, beschenkt er sie überreich mit Segen. Doch ihre Freiheit, diesen Segen abzulehnen, birgt das Potenzial von furchtbarem Fluch.

Oder doch die Aufhebung der nationalen Unterschiede?

Aber sagt nicht Paulus selbst: »Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: alle haben denselben HERRN, der reich ist für alle, die ihn anrufen.« (Römer 10,12) »Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus« (Kolosser 3,11 Luther 84)?

Sollte uns da nicht unsere Abstammung egal sein, und wir reden einfach nicht mehr von Juden und Nichtjuden? Das Evangelium ist für alle, alle können es annehmen und Christen oder Adventisten werden?

Mit dieser Logik müssten wir uns auch dem modernen, so genannten Gender-Mainstreaming anschließen, das die absolute Gleichstellung beider Geschlechter propagiert. Denn Paulus hat auch gesagt: »Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Frau; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.« (Galater 3,28) Die absolute Gleichstellung der Geschlechter hat aber Paulus keinesfalls gemeint, wie aus anderen Aussagen von ihm hervorgeht. Die Identität der Geschlechter ist der Bibel genauso wichtig, wie die Identität des jüdischen Volkes im Unterschied zu den Heidenvölkern.

»Denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, [verkündigen wir] Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.« (1. Korinther 1,24)

Beide sind berufen, Juden und Nichtjuden. Beide haben ihre besondere Rolle und Aufgabe.

Dem Jude ein Jude werden

Paulus zeigt uns aber, dass wir die Juden nicht nur zur Eifersucht reizen sollen, indem wir Erlösung am eigenen Leibe erfahren und diese auch ausstrahlen. Er hat uns noch etwas anderes vorgelebt:

»Denn obwohl ich frei bin von allen, habe ich mich doch allen zum Knecht gemacht, um desto mehr [Menschen] zu gewinnen. Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne.« (1. Korinther 9,19-20)

Sind wir dazu bereit, in der Begegnung mit Juden, selbst jüdische Elemente in unser Leben zu integrieren? Oder gar bewusst Juden zu suchen, in die Synagoge zu gehen, ihre Feste mitzufeiern, um Juden mit ihrem eigenen Messias bekannt zu machen?

Taktgefühl für Juden

Paulus gibt uns einen weiteren Rat: »Gebt weder den Juden noch den Griechen noch der Gemeinde Gottes einen Anstoß, so wie auch ich in allen Stücken allen zu Gefallen lebe und nicht meinen Nutzen suche, sondern den der vielen, damit sie gerettet werden.« (1. Korinther 10,32-33)

Sind wir dazu bereit, auf Dinge zu verzichten, die Juden abstoßen? Viele christliche Traditionen zum Beispiel, denen kein biblisches Gebot zugrunde liegt. Das Anfertigen und Aufhängen von Kreuzeszeichen, die den Juden an christliche Verfolgung und Intoleranz erinnern; das Feiern von Weihnachten und Ostern, die sich nach dem unbiblischen Sonnenkalender richten und mit vielen Bräuchen aus dem Heidentum durchsetzt sind; das Aussprechen des Gottesnamens JHWH, obwohl die genaue Aussprache inzwischen nicht mehr bekannt ist; die Verwendung des vom Griechischen abgeleiteten Ausdrucks »Christus« statt des vom Hebräischen abgeleiteten und damit dem ursprünglicheren Begriff näheren »Messias«. Das mag als Beispiel genügen.

Rückt das Neue Testament die Juden in ein schlechtes Licht?

Aber es fällt doch auf, dass im Neuen Testament das Wort »Jude« sehr häufig negativ verwendet wird.

Nun, dies ist vor allem im Johannesevangelium der Fall, das wohl in erster Linie an Heiden geschrieben wurde. Doch gemeint sind im Neuen Testament dann immer die »ungläubigen Juden«, die das Evangelium ablehnten, das ihnen durch Mitjuden in der Synagoge verkündet wurde. Das zeigt uns zum Beispiel folgender Text aus der Apostelgeschichte: »Es geschah aber in Ikonion, dass sie wieder in die Synagoge der Juden gingen und so predigten, dass eine große Menge Juden und Griechen gläubig wurde. Die Juden aber, die ungläubig blieben, stifteten Unruhe und hetzten die Seelen der Heiden auf gegen die Brüder.« (Apostelgeschichte 14,1-2)

Das Alte Testament über die Zukunft der Juden

Hosea sagte einst voraus: »Lange Zeit sollst du bleiben, ohne zu huren und ohne einem Mann anzugehören, und auch ich will nicht zu dir eingehen. Denn lange Zeit werden die Israeliten ohne König und ohne Obere bleiben, ohne Opfer, ohne Steinmal, ohne Efod und ohne Hausgott.« (Hosea 3,3-4 Luther 84) Nach dem babylonischen Exil waren die Juden vom Götzendienst geheilt, doch sie blieben ohne König, erkannten ihren König nicht, als er das erste Mal kam.

»Danach werden die Kinder Israels umkehren und den HERRN, ihren Gott, und David, ihren König, suchen; und sie werden sich bebend zu dem HERRN und zu seiner Güte flüchten am Ende der Tage.« (Hosea 3,5) Dann wird ein großer Aufbruch unter den Juden geschehen. Bei genauerem Hinsehen geschieht schon etwas. Noch nie haben so viele Juden Jesus als ihren Messias angenommen. Einige von ihnen mögen von einem falschen Pfingstgeist inspiriert sein. Doch die Aufrichtigen unter ihnen werden dies zur rechten Zeit erkennen.

Juden und Christen zueinander bekehren

Wollen wir uns dem Werk des Endzeit-Elia anschließen? »Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des HERRN kommt; und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muss!« (Maleachi 3,23-24) Es ist unsere Aufgabe als Adventisten, den Juden (den Vätern) ihren Messias zu bringen und den Christen (den Kindern) den Sabbat. Lernen wir dabei vom Apostel Paulus! Ändern wir unsere Einstellung zu den Juden! Versuchen wir sie nicht länger zu Christen zu machen, wo sie doch schon der Religion ihres Königs und Messias angehören. Es könnte sein, dass sie ihren Messias eher erkennen und die Adventbotschaft annehmen und verstehen, wenn wir ihnen wieder die Achtung und Liebe entgegenbringen, die Gott ihnen bis heute zugedacht hat. Sie haben ein Anrecht darauf, die Verheißungen, auf die auch wir uns berufen, für sich ganz persönlich als Juden in Anspruch zu nehmen.

Ergänzung im Februar 2016:

Es gibt die Auffassung, dass viele der heutigen Juden gar keine leiblichen Nachfahren Abrahams sind. Daher könne man die angeführten Bibelverse gar nicht auf sie beziehen. Hierbei wird aber unberücksichtigt gelassen, dass die Juden noch nie eine genetisch reine Rasse waren. Im Verlauf der Geschichte schlossen sich immer wieder viele Fremde dem Volk an. Schon immer konnte jeder Mensch Jude werden, wenn er sich nur genug mit dem Judentum identifizierte und konvertierte. Selbst Jesus hatte Vorfahren in seinem Stammbaum, die Nichtjuden waren, zum Beispiel Rahab die Kanaanitin und Ruth die Moabitin. Wer sich dem jüdischen Volk anschloss oder ihm von Geburt an angehörte, auch wenn seine Vorfahren nicht von Jakob abstammten, dem galten alle Verheißungen und Prophezeiungen, die Gott Israel gab. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Selbst wenn die Chasaren heute einen Großteil der Gene des aschkenasischen (deutschen) Judentums stellen sollten, mag dies Gottes Weg gewesen sein, das Judentum bis heute in seiner weltpolitisch bedeutenden Stellung zu bewahren. Die aschkenasischen Juden haben aber auch nachweislich andere Wurzeln. Etwa ein Drittel der heutigen Juden sind jedoch sephardische (iberische) und mizrachische (orientalische) Juden. Darüber hinaus gibt es indische, äthiopische und chinesische Juden, um nur einige zu nennen, die alle sicher nichts mit den Chasaren zu tun haben. In Israel verschmelzen diese Identitäten zunehmend miteinander.

Zuerst erschienen in Versöhnungstag, Januar 2012.
http://www.hoffnung-weltweit.de/UfF2012/Januar/juden.pdf

Videoversion


Diesen Artikel...




Mehr auf HOFFNUNG WELTWEIT

Gerechtigkeit aus Glauben: Die Gesinnung Jesu
Vom Engel besucht: William Miller und sein Auftrag
Frauenordination: Ein heißes Thema
Tief in meinem Inneren: Wer bin ich? Wer darf ich sein?
Die Quadratur des Kreises: Wie kleidet sich ein Christ?