Campmeeting in Pracht, Westerwald, 31. Juli - 06. August 2017 :: LIVESTREAM

Ausführliches Programm: http://westerwald.businesscatalyst.com/livestream.html

 

  • Jüdische Selbstachtung: Für alle Ewigkeit geliebt

    Für alle Ewigkeit geliebt

    Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Juden auf dem Donau-Damm in Budapest, Ungarn :: Adobe Stock - Roxana

    Hier kann sich jeder ein Beispiel nehmen. Von Richard Elofer

Freitag, 23 Dezember 2016 – 07:46 Uhr

Das jüdische Lichterfest: Was jeder Christ über Chanukka wissen sollte

Was jeder Christ über Chanukka wissen sollte
Adobe Stock - tomertu
 
Warum feierte Jesus Chanukka, aber nicht Weihnachten? Von Kai Mester
 

Morgen feiert die »christliche« Welt ihren »Heiligen« Abend. Dabei gedenkt sie der Geburt Jesu in Bethlehem. Kein Fest wird von der Christenheit heute so ausgiebig gefeiert wie Weihnachten. Selten »klingt so viel Geld im Kasten« – wie zur Weihnachtszeit.

Warum wird aber nichts im Neuen Testament darüber erwähnt, dass Jesus oder die Apostel seinen Geburtstag feierten? Warum feierten Jesus und die Apostel ganz andere Feste?

Morgen feiern auch die Juden bei Sonnenuntergang ein Fest: Chanukka, das Fest der Tempelweihe, auch Lichterfest genannt. (Andere Schreibweisen: Chanukkah, Hanukka, Hanukah) Es ist eine kalendarische Seltenheit, dass dieses Fest genau am 24. beginnt. Ein besonderer Anlass für Christen über dieses jüdische Fest nachzudenken – denn es wird tatsächlich im Neuen Testament erwähnt (siehe unten).

Wenn ich das jüdische Lichterfest näher anschaue, unterscheidet es sich doch sehr von Weihnachten. In einigen Punkten gibt es aber auch Ähnlichkeiten. Der Vergleich stimmt mich sehr nachdenklich.

Der größte Unterschied zwischen den beiden Festen ist ihr Ursprung:

Ursprung von Weihnachten

Praktisch jeder weiß, dass Weihnachten gar nicht der wirkliche Geburtstag Jesu ist. Denn die Bibel schweigt über Jesu genaues Geburtsdatum. Wir erfahren nur: »Es waren Hirten … auf dem Feld, die bewachten ihre Herde in der Nacht.« (Lukas 2,8) Das klingt allerdings so gar nicht nach Ende Dezember, auch nicht im Nahen Osten.

Warum informierten uns die Apostel in ihren Evangelien nicht über Jesu genaues Geburtsdatum? Kannten sie es selbst nicht? Lukas schreibt jedenfalls, dass Jesus bei seiner Taufe »ungefähr« 30 Jahre alt war (Lukas 3,23). Nun, die hebräische Bibel berichtet nur von einem Geburtstag: Dem Geburtstag des Pharao (1. Mose 40,20), an dem der Mundschenk wieder in sein Amt eingesetzt wurde, aber der Bäcker an den Galgen kam. In den Apokryphen wird der Geburtstag von Antiochus IV. Epiphanes erwähnt, über den wir gleich noch mehr zu sagen haben. An seinem Geburtstag zwang er die Bewohner Jerusalems am Fest des Weingottes Dionysos teilzunehmen (2. Makkabäer 6,7). Auch im Neuen Testament wird ein Geburtstag genannt, der des König Herodes, an dem Johannes der Täufer enthauptet wurde (Matthäus 14,6). Drei heidnische Könige ohne jegliche Vorbildfunktion für uns. Bei so wichtigen Gottesmännern wie Mose, David oder Jesus jedoch erfahren wir nichts über ihre Geburtstage oder irgendwelche Geburtstagsfeiern.

Warum feiert die Christenheit dann den 25. Dezember als Jesu Geburtstag?

Der 25. Dezember war nach römischem Kalender das Datum der Wintersonnenwende und galt als Geburtstag des Sonnengottes »Sol Invictus«. Vom 19. bis 23. Dezember sind nämlich die Tage am kürzesten. Ab dem 24. werden sie dann wieder länger. Dies kam den alten Völkern mit ihrem Sonnenkult wie eine Neugeburt der Sonne vor.

Historisch ist nun die »christliche« Weihnachtsfeier erstmals im Jahr 336 n. Chr. nachzuweisen, ein Jahr bevor Kaiser Konstantin der Große starb. In seiner Vorstellung war der christliche Gott und der Sonnengott Sol derselbe Gott. Deshalb hatte er auch 321 n. Chr. den Sonnentag zum wöchentlichen Feier- und Ruhetag gemacht. Kaiser Konstantin ist überhaupt dafür bekannt, dass er das Christentum mit dem Sonnenkult verschmolz und zur Staatsreligion machte. Und dieses Erbe ist bis heute in vielerlei Hinsicht in der Christenheit sichtbar.

Wie anders liest sich da die Geschichte des jüdischen Lichterfestes:

Ursprung von Chanukka

Das jüdische Chanukka-Fest wurde von Judas Makkabäus als achttägiges Fest der Tempelweihe und Lichterfest ausgerufen, nachdem der Tempel am 14. Dezember 164 v. Chr. aus den Händen des Gewaltherrschers Antiochus IV. Epiphanes befreit, vom Götzendienst gereinigt und Gott neu geweiht wurde.

Antiochus Epiphanes hatte nämlich im Jerusalemer Tempel einen Zeusaltar errichten lassen, die jüdischen Riten und Traditionen verboten und im Prinzip unter anderem Namen den Baalskult wieder eingeführt. Sowohl der phönizische Gott Baal als auch der griechische Göttervater Zeus wurden ja wie der persische und römische Mithras als Sonnengott verehrt. Antiochus ließ Schweine auf dem Altar opfern und sprenkelte ihr Blut ins Allerheiligste. Sabbatheiligung und die jüdischen Feste wurden verboten, Beschneidung und Besitz der hebräischen Bibel mit dem Tode bestraft. Alle biblischen Schriftrollen, die man finden konnte, wurden verbrannt. Damit war er ein Vorläufer der mittelalterlichen Verfolger geworden. Nicht umsonst hat der Jesuit Luis de Alcázar im Zuge der Gegenreformation das Horn aus der Danielprophetie mit Antiochus identifiziert, um mit seiner Schule des Präterismus die protestantische Auslegung zu entkräften, die darin das Papsttum sah. Sehr viele Merkmale der Prophezeiung trafen tatsächlich auf ihn zu, aber eben nicht alle.

Chanukka beruht also auf einem wichtigen Ereignis in der Geschichte Israels. Im Unterschied zu Weihnachten wurde dieses Fest nicht erst Jahrhunderte nach dem Ereignis erfunden, das an ihm gefeiert werden soll. Es ist kein Fest, das einer religiösen jahrtausendealten Feierlichkeit den Anstrich einer ganz anderen Religion geben und sie sogar zu deren wichtigstem Fest machen sollte. Chanukka wurzelt tief im jüdischen Bewusstsein. Wer diesem Fest auf den Grund geht, muss nicht irgendwann erschreckt zurückfahren, weil seine Entstehung ein Symptom einer der unheiligsten Hochzeiten in der Geschichte war: Der Hochzeit von Staat und Kirche, von Sonnenkult und Christentum.

Doch warum liegt Chanukka nicht jedes Jahr am 14. Dezember?

Chanukka-Termine

Dieses Jahr wird Chanukka vom 25. Dezember bis 1. Januar gefeiert. Nach biblischer Zählweise beginnt der erste Festtag am Vorabend beim Sonnenuntergang. Der jüdische Kalender stimmt jedoch nicht mit dem päpstlich-gregorianischen Kalender überein. Er ist kein Sonnen-, sondern ein Mondkalender, bei dem die Monate mit Neumond beginnen. Damit man die drei Erntefeste Pessach (Passahfest, Gerstenernte), Schawuot (Pfingstfest, Weizenernte) und Sukkot (Laubhüttenfest, Traubenernte) an festen Terminen feiern konnte, musste alle zwei oder drei Jahre ein zusätzlicher Monat eingefügt werden. Dadurch liegt das Fest jedes Jahr zu einer anderen Zeit. 13.–20. Dezember 2017; 3.–10. Dezember 2018; 23.–30. Dezember 2019; 11.–18. Dezember 2020; 29. November – 6. Dezember 2021 usw. Damit ist schon mal klar, dass sich Chanukka, nicht am Geburtstag des Sonnengottes orientiert, obgleich es in der Nähe der Wintersonnenwende liegt.

Auch das ist also ein gravierender Unterschied zum Weihnachtsfest.

Schauen wir uns nun die Bräuche an.

Chanukka-Lichter-Brauch

Wie genau feiern Juden nun schon seit über 2000 Jahren dieses Fest? Der Talmud erklärt, dass bei der Rückeroberung des Tempels durch Judas Makkabäus ein großes Wunder geschah: Denn um den siebenarmigen Leuchter, die Menorah, anzuzünden, brauchte man reinstes Olivenöl, das vom Hohen Priester freigegeben war. Nur eine Flasche davon konnte jedoch gefunden werden. Dies würde aber nur einen Tag reichen. Durch ein Wunder reichte es jedoch acht Tage, genau die Zeit, die man brauchte, um neues koscheres Öl herzustellen.

Daher zünden die Juden dieses Jahr am Abend des 24. Dezember nach Einbruch der Dunkelheit die erste Kerze des Chanukka-Leuchters an. Sie muss mindestens eine halbe Stunde lang brennen. Am nächsten Abend wird die zweite Kerze angezündet, und so geht es weiter bis zum achten und letzten Tag. Die Kerzen werden mit einer neunten Kerze angezündet, die Schamasch (Diener) heißt. Daher ist dieser Leuchter, auch Chanukkia genannt, nicht siebenarmig wie die Menorah, sondern neunarmig.

Hier haben wir auf den ersten Blick eine Ähnlichkeit: Wie in der Adventszeit oder zu Weihnachten werden Lichter angezündet. Die einen denken, so sagen sie, an das Wunder der Inkarnation (Jesus, das Licht der Welt), die anderen an das Wunder des siebenarmigen Leuchters, der symbolisch sowohl für den Messias als auch für den einzelnen Gläubigen und seine Gemeinde steht.

In der Christenheit setzten sich allerdings Lampen und Kerzen im Gottesdienst erst Ende des 4. Jahrhunderts durch. Denn den frühen Christen galt ihre kultische Verwendung als zu heidnisch. Auch das germanische Julfest zur Wintersonnenwende, das das europäische Weihnachtsfest beeinflusst hat, kannte Lichterbräuche.

Die Feste unterscheiden sich also ein wenig wie eine künstliche und eine natürliche Blume. Von weitem betrachtet sehen beide ähnlich aus. Doch je näher man herangeht, desto hässlicher wird die künstliche Blume. Ihr ganzes Wesen ist gezielt an den Effekt angepasst, den sie erzielen soll. Aber im Kern hat sie mit einer Blume und ihrer göttlichen Liebesbotschaft nichts zu tun.

Doch bei der natürlichen Blume und biblischen Festen kann man sogar das Mikroskop ansetzen und immer weiter über Schönheiten staunen. So ist der Chanukka-Leuchter eng mit der biblischen Menorah verbunden und betont von jeher tiefe biblische Wahrheiten, die in den drei Segenssprüchen zum Ausdruck kommen, die man beim Anzünden der Kerzen sagt:

1. »Gesegnet bist du, HERR, unser Gott, König der Welt, der uns geheiligt hat durch seine Gebote und uns geboten hat, das Licht der Weihe anzuzünden.« Welcher Christ lässt sich heute noch durch Gottes Gebote heiligen? Die wenigsten. Zünden wir überall Lichter an, wohin wir gehen? Und zwar nicht irgendein Licht, sondern das Licht, das unseren Tempel (uns als Gotteskinder und Gottesgemeinde) in göttlicher Heiligkeit zum Leuchten bringt?

2. »Gesegnet bist du, HERR, unser Gott, König der Welt, der an unseren Vätern Wunder getan hat in jenen Tagen, zu dieser Zeit.« Dieser Segen erinnert uns daran, dass wir niemals vergessen sollten, wie Gott uns individuell und auch als Volk in der Vergangenheit geführt hat. Seine Geschichte mit seinem Volk von der Schöpfung über die Sintflut, den Exodus, das babylonische Exil, die Makkabäerzeit und das Kommen des Messias bis durch die Reformations- und Adventgeschichte hindurch in unsere heutige Zeit ist ein Kontinuum, das trotz allem Auf und Ab nicht zerstört werden kann. Weihnachten aber steht für die, die »sich eingeschlichen haben« (Judas 4), für den, »der sich in den Tempel Gottes gesetzt hat als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt« (2. Thessalonicher 2,4 Paraphrase). Ein Fest, das im Kern eine ganz andere Ausrichtung und Philosophie vertritt, hat sich in ein christliches Gewand gehüllt. In ihm wird Jesus in der Phase seines Erdenlebens verehrt, wo er Gottes Charakter am wenigsten ausstrahlen oder erklären konnte und seinen Auftrag am wenigsten zu erfüllen vermochte, wenn man es mit den drei Jahren seines Wirkens, seinem Leidensweg und seinem Wirken nach seiner Auferstehung bis heute vergleicht. Denn im ersten Moment war er als Säugling nicht anders als die meisten Menschenkinder: arm, hilflos, ein Mensch wie du und ich.

3. »Gesegnet bist du, HERR, unser Gott, König der Welt, der uns Leben geschenkt, uns erhalten und bis in diese Zeit gebracht hat.« Gott hat einen Plan mit uns. Er will uns als Lichter auch heute gebrauchen! Chanukka wirft die Frage nach dem Tempel auf. Wo ist er heute? Wo geschieht das Lichtwunder heute? Die meisten Juden können darauf keine positive Antwort geben. Doch wenn man Jesus kennt, macht Chanukka nachdenklich.

Weitere Chanukka-Bräuche

An den Chanukka-Abenden werden im Familien- und Freundeskreis fröhliche Feste gefeiert. Tagsüber geht man seiner normalen Arbeit nach. Abends aber gibt es süßes Fettgebäck, Berliner und Kartoffelpuffer. Man singt besondere Chanukka-Lieder und trifft sich in der Synagoge oder unter freiem Himmel zum Lichteranzünden. Gebete werden gesprochen, die Chanukka-Geschichte wird erzählt, Spiele gespielt. Man ist in dieser Zeit auch besonders großzügig und spendenfreudig. Geschenke werden ausgetauscht. Besonders gerne werden an Chanukka Psalm 30, 67 und 91 rezitiert.

Die scheinbaren Ähnlichkeiten von Weihnachten und Chanukka gehen darauf zurück, dass beides Feste sind. Ihr Lichterfest-Charakter kommt in unseren nördlichen Breiten durch die dunkle Winterzeit besonders zum Tragen. Schon Nehemia empfiehlt süße Getränke und fette Speisen für Festtage (Nehemia 8,10). Dass es nicht gerade Frittiertes oder Gebratenes, Raffiniertes oder Gezuckertes sein muss, ist jedem Gesundheitsbewussten sofort klar und lässt ihn kreativ werden.

In jedem Fall muss es aber etwas zu sagen haben, dass Jesus uns nirgendwo aufforderte, seinen Geburtstag zu feiern, wo er uns doch ausdrücklich aufforderte ein anderes Fest zu feiern: das Abendmahl, wo wir seines Opfertods gedenken sollen …

Und wie steht er zum Chanukka-Fest?

Jesus und Chanukka

Im Johannesevangelium ist die Rede überliefert, die er an Chanukka hielt: »Es fand aber in Jerusalem das Fest der Tempelweihe statt; und es war Winter.« (Johannes 10,22) Diese Aussage steht mitten in der Rede über den Guten Hirten. Mit ihr schloss er die Unterweisung, die er seit seiner Ankunft in Jerusalem zum Laubhüttenfest im Herbst des Jahres 30 n. Chr. gegeben hat. So hat Jesus nur wenige Monate vor seinem Tod an den Feierlichkeiten des Laubhütten- und Chanukkafestes teilgenommen.

Interessant ist die Botschaft, die er bei diesem Aufenthalt in Jerusalem verkündigte:

Auf dem Laubhüttenfest: »Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.« (Johannes 8,12) Denn auch auf dem Laubhüttenfest gab es einen Lichterbrauch, an dem zur Zeit des Abendopfers zwei hohe Lampen im Vorhof angezündet wurden, um ganz Jerusalem zu erleuchten und damit der Feuersäule zu gedenken, die Israel aus Ägypten geführt hatte.

Nur zwei Monate später auf dem Chanukka-Fest sprach er: »Ich bin der gute Hirte … Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben.« (Johannes 10,11.27-28) Mit diesen beiden Reden lüftete Jesus das Geheimnis der Bergpredigt: »Ihr seid das Licht der Welt.« (Matthäus 5,14) Denn nun war erklärt, wie dies geschehen konnte. Wir können nur Licht für die Welt werden, wenn wir Gottes Licht in Jesus erkennen und ihm ins himmlische Heiligtum, ja ins himmlische Allerheiligste nachfolgen, seine Stimme hören und sein Leben empfangen.

Damit hatte Jesus die tiefe Bedeutung des Lichter- und Weihefests Chanukka offengelegt. Obwohl es seinen Ursprung in der intertestamentarischen Periode Israels hatte, als die prophetische Stimme schwieg, erhält dieses Fest die Erinnerung daran wach, dass Gott sein Volk und seinen Tempel auch in dieser dunklen Zeit nicht aufgegeben, sondern ein Wunder gewirkt hatte, um den Tempeldienst bis zur ersten Ankunft seines Messias zu bewahren. Der siebenarmige Leuchter brannte wieder, der Tempel war wieder geweiht. So sagte das Chanukkafest Jesu Ankunft als wahres Licht der Welt knapp 200 Jahre später voraus und die Reinigung des irdischen Heiligtums, die er zum Beginn und zum Abschluss seines Wirkens auf Erden vollzog, sowie die Reinigung des himmlischen Heiligtums, die seiner Wiederkunft vorausgehen würde.

Chanukka hat demnach sogar eine endzeitliche Botschaft: Der Sieg der Makkabäer über Antiochus war ein Bild für den Sieg der Reformation über die Inquisition und für die Weiherufe der drei Engel, die bald danach und noch bis heute alle Erdbewohner zur kompromisslosen Nachfolge aufrufen.

Licht und Finsternis

An Chanukka zündet man Lichter an. Das passt zum biblischen Auftrag: »Ich will dich behüten und dich zum Bund für das Volk setzen, zum Licht für die Heiden, dass du die Augen der Blinden öffnest, die Gebundenen aus dem Gefängnis führst und aus dem Kerker die, welche in der Finsternis sitzen … damit du mein Heil seist bis an das Ende der Erde!« (Jesaja 42,6.7; 49,6) »Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte.« (Jesaja 58,8) »Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!« (Jesaja 60,1)

Dieses Lichtbringen kann nicht auf Kerzen beschränkt bleiben. Der Mensch braucht Licht in der Dunkelheit, um nicht zu stolpern und vom Weg abzukommen. Wie schade, wenn Menschen nur künstliche Lichter anzünden, aber innerlich im Dunkeln bleiben!

Chanukka zieht mich an! Warum strecken wir unsere Fühler nicht nach dem vernachlässigten Chanukka-Fest aus? Chanukka-Leuchter sind über Internet leicht zu bestellen. Biblischer Gesprächsstoff für die Abende ist einfach zu finden. Warum nicht dieses Fest dauerhaft in unseren Jahresablauf einbauen? Es hat uns viel über unseren Gott und unseren Herrn Jesus zu sagen. Für dieses Jahr ist es wahrscheinlich ein bisschen knapp. Aber der nächste Dezember kommt bestimmt.


Diesen Artikel...




Mehr auf HOFFNUNG WELTWEIT

Wenn Eltern das Problem sind: Wie kann ich meinen Kindern helfen?
Der schmale Weg: Bin ich gesetzlich?
Zeichen der Zeit: Prophetische Weckrufe
Jüdische Kinderliebe: Macht dein Glaube dich unmenschlich?
Daniel 2 unter der Lupe: Ein neuer Blick aufs Standbild