• Pioniergeschichten: Die Anfänge

    Die Anfänge

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    Ich möchte den Kindern der Pioniere der Adventbewegung von dieser Bewegung erzählen und davon, warum wir sie fortführen sollten. Von Arthur W. Spalding. Gelesen von Tante Maria

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Montag, 09 Februar 2015 – 07:56 Uhr

Luthers Trennung von Rom: Alles begann in der Kindheit

Alles begann in der Kindheit

Photo: Anke Uhlmann - Churchphoto.de + Wikipedia (Luthers Eltern)

Wie Armut und Fleiß einen herausragenden Reformator schufen. Von Ellen White.

Unter denen, die berufen waren, die Kirche aus der Dunkelheit des päpstlichen Systems in das Licht eines reineren Glaubens zu führen, stand Martin Luther an erster Stelle. Voller Eifer, Feuer und Hingabe war Luther der Mann für seine Zeit. Er kannte keine Furcht außer Gottesfurcht. Als einzige Grundlage für Religion und Glauben akzeptierte er die Heilige Schrift. Durch ihn tat Gott ein großes Werk für die Reformation der Kirche und die Erleuchtung der Welt.

Elternhaus

Wie schon die ersten Boten der Guten Nachricht stammte auch Luther aus armen Verhältnissen. Seine frühen Jahre verbrachte er in dem bescheidenen Heim eines einfachen deutschen Mannes. Durch tägliche Arbeit als Bergmann verdiente sich sein Vater das Geld für seine Ausbildung. Er hatte für seinen Sohn eine Karriere als Anwalt geplant. Doch Gott wollte ihn als Baumeister in dem großen Tempel einsetzen, der schon seit Jahrhunderten langsam wuchs. Not, Entbehrung und strenge Disziplin waren die Schule, in der die unendliche Weisheit den jungen Luther für sein wichtiges Lebenswerk vorbereitete.

Luthers Vater war ein Mann mit starkem und aktivem Geist. Er hatte eine hohe Moral, war ehrlich, entschlossen, geradlinig. Wenn er etwas als seine Pflicht betrachtete, hatte er keine Angst vor den Folgen. Durch nichts ließ er sich davon abbringen.

Dank seiner guten Menschenkenntnis hegte er Misstrauen gegen das Klosterwesen. Er war äußerst verärgert, als Luther später ohne sein Einverständnis dennoch in ein Kloster eintrat. Erst zwei Jahre später versöhnte er sich mit seinem Sohn. An seiner Meinung änderte sich jedoch nichts.
Luthers Eltern machten sich viel Mühe mit der Erziehung und Ausbildung ihrer Kinder. Sie waren bestrebt, ihnen alles über Gott und über praktische christliche Tugenden zu vermitteln. Luther konnte oft hören, wie sein Vater dafür betete, dass er an den Namen des HERRN denken und eines Tages helfen würde, seine Wahrheit zu verbreiten. Jede Gelegenheit zu moralischer oder intellektueller Bildung, die sich in ihrem harten, arbeitsreichen Leben bot, wurde von den Eltern begierig genutzt. Ihr Einsatz war leidenschaftlich und ausdauernd. Ihre Kinder sollten auf ein frommes und nützliches Leben vorbereitet sein. Mit ihrer Bestimmtheit und ihrer Charakterstärke waren sie manchmal zu streng; doch der Reformator selbst fand ihre Erziehung eher gut als schlecht, obwohl er sich bewusst war, dass sie in mancherlei Hinsicht Fehler gemacht hatten.

Schule und Universität

In der Schule, die er schon früh besuchen musste, wurde Luther hart und sogar gewalttätig behandelt. Die Armut seiner Eltern war so groß, dass er auf dem Nachhauseweg von dem Nachbarstädtchen, in dem sich die Schule befand, zeitweise sogar an den Haustüren singen musste, um sein Essen zu verdienen. Oft blieb auch der Magen leer.

Die düsteren, abergläubischen Züge des Glaubens jener Zeit machten ihm Angst. Abends ging er mit bedrücktem Herzen zu Bett. Die dunkle Zukunft ließ ihn zittern. Er lebte in ständiger Furcht vor einem Gott, den er sich als strengen, unerbittlichen Richter vorstellte, als grausamen Tyrannen, statt als freundlichen himmlischen Vater.

Doch diesen vielen und großen Enttäuschungen zum Trotz kämpfte sich Luther entschlossen aufwärts zu dem hohen moralischen Ziel und dem intellektuellen Leistungsniveau, von dem er sich angezogen fühlte. Er war sehr wissensdurstig. Sein ernster und praktischer Geist sehnte sich mehr nach Solidem und Nützlichem, als nach Aufsehenerregendem und Oberflächlichem.

Als er mit achtzehn an die Universität von Erfurt ging, war seine Lage günstiger und seine Aussichten besser als in seinen früheren Jahren. Seine Eltern hatten sich durch Sparsamkeit und Arbeit so viele Fähigkeiten angeeignet, dass sie ihm helfen konnten, wo es nötig war. Der Einfluss besonnener Freunde hatte die düstere Wirkung seiner vorigen Ausbildung etwas gemindert. Nun widmete er sich dem Studium der besten Autoren, sammelte eifrig ihre bedeutsamsten Gedanken und machte sich die Weisheit der Weisen zu Eigen.

Selbst unter der harten Disziplin seiner vorigen Lehrer sah man schon früh, dass er das Potenzial zu überdurchschnittlichen Leistungen hatte. Jetzt unter den günstigen Einflüssen entwickelte sich sein Geist rasch. Eine hohe Merkfähigkeit, eine rege Fantasie, ein scharfes logisches Denken und unermüdlicher Fleiß katapultierten ihn bald unter die Besten seines Jahrgangs. Intellektuelle Disziplin ließ sein Verständnis reifen und regte seinen Geist zu einer Aktivität und einer Wahrnehmungsschärfe an, die ihn auf die Konflikte seines Lebens vorbereitete.

Sein Geheimnis

Die Furcht des HERRN erfüllte das Herz Luthers. Dadurch konnte er zielstrebig bleiben und sich Gott immer mehr hingeben. Ihm war ständig bewusst, dass er von göttlicher Hilfe abhängig war. Deshalb begann er keinen Tag ohne Gebet. Dennoch betete er auch unaufhörlich in Gedanken um Führung und Unterstützung. »Intensives Gebet«, sagte er oft, »ist die bessere Hälfte des Studiums.« (Jean-Henri Merle D'Aubigné, Histoire de la Réformation du seizième siècle, B. 2, K. 2)

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