• Pioniergeschichten: Er kommt wieder

    Er kommt wieder

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    Ich möchte den Kindern der Pioniere der Adventbewegung von dieser Bewegung erzählen und davon, warum wir sie fortführen sollten. Von Arthur W. Spalding. Gelesen von Tante Maria

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Freitag, 25 März 2016 – 10:12 Uhr

Der offene Raum im Orionnebel: Bauplatz des neuen Jerusalems

Bauplatz des neuen Jerusalems

Bild: WikiImages - Pixabay

Das Hubble-Teleskop bestätigt, was eine junge Frau in einer Vision im Dezember 1846 sah. Von Frederick C. Gilbert († 1946)

»Knüpfst du die Bande des Siebengestirns, oder kannst du die Fesseln des Orion lösen?« (Hiob 38,31)

Gottes Wunder waren schon immer von Geheimnissen umgeben. »Er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er denkt daran, dass wir Staub sind.« (Psalm 103,14) Dennoch liebt er seine aus dem Staub gebildeten Geschöpfe sehr. Deshalb unternimmt er auch alles, um sowohl seine schwächsten als auch seine gelehrtesten Geschöpfe davon zu überzeugen, dass sein Wort die Wahrheit ist und dass er seine Kinder auch durch schwache Werkzeuge führen kann.

Die Aufgabe, die Gott der letzten Generation anvertraut hat, ist wahrscheinlich seit Menschengedenken die großartigste ihrer Art. Wir leben in einer Zeit, wo der Glaube am kleinsten, der Stolz am größten, die Sünde am schwärzesten und die Wahrheit vom Menschen am weitesten entfernt ist. Dennoch wird Gott den Menschen zeigen, dass seine Botschaft vom Himmel kommt. Die Aufrichtigen haben mehr Möglichkeiten als genug, sich eingehend davon zu überzeugen, dass man absolut kein Risiko eingeht, wenn man dem Herrn vertraut.

Die Vision

Im Dezember 1848 schenkte der himmlische Vater Ellen White eine außergewöhnliche Vision. Sie enthielt sehr ungewöhnliche Aussagen, die die Gemeinde kaum betrafen: Informationen, die auf astronomische Bestätigung durch die Wissenschaft warteten.

Hier das einzigartige Zitat:

»Am 16. Dezember 1848 zeigte mir der Herr, wie die Kräfte des Himmels ins Wanken geraten werden … Gottes Stimme wird die Kräfte des Himmels erschüttern. Sonne, Mond und Sterne werden aus ihren Orten bewegt werden. Sie werden zwar nicht verschwinden, aber durch Gottes Stimme ins Wanken geraten.
Dunkle, schwere Wolken stiegen auf und stießen aufeinander. Die Atmosphäre teilte sich und rollte zurück; dann konnten wir hinaufblicken durch den offenen Raum im Orion, von wo wir Gottes Stimme hörten. Die Heilige Stadt wird durch diesen offenen Raum herabkommen.« (Early Writings, 41; vgl. Frühe Schriften, 31.32)

Patriarchen und Propheten und der Orion

Das war nicht das erste Mal, dass ein Mensch in göttlichen Visionen etwas über die Sternenwelt erfuhr. Mose, Jesaja, David und andere biblische Autoren erwähnen die Sterne, und einige nennen sie mit Namen. Vom Orion sprechen sogar mehrere biblische Autoren. Hiob sagt:

»Den großen Wagen hat er geschaffen, den Orion, das Siebengestirn und auch die Sternbilder des Südens.« (Hiob 9,9 Hoffnung für alle)

»Knüpfst du die Bande des Siebengestirns, oder kannst du die Fesseln des Orion lösen?« (Hiob 38,31)

Der Prophet Amos spricht ähnlich von diesen Sternbildern:

»Der das Siebengestirn und den Orion macht, der aus der Finsternis den Morgen macht.« (Amos 5,8)

Hobbyastronom Joseph Bates horcht auf

Diese junge Frau [Ellen White] hatte sich nie mit Astronomie beschäftigt … Zuvor hatte Pastor Joseph Bates, ein Hobbyastronom, sich mit ihr über die Planeten unterhalten, aber festgestellt, dass sie darüber nichts wusste und sich auch nur wenig dafür interessierte. Pastor John Loughborough schreibt
darüber:

»[Pastor Bates] sagte, dass er einmal mit Frau White über die Sterne sprechen wollte, doch schnell feststellte, dass sie von Astronomie keine Ahnung hatte. Sie sagte ihm, sie kenne sich damit nicht aus, weil sie noch nie ein Buch zu dem Thema gelesen habe. Sie zeigte auch kein Interesse, sich weiter darüber zu unterhalten, wechselte das Thema, erzählte von der neuen Erde und was ihr in Visionen darüber gezeigt worden war.« (Great Second Advent Movement, 257 f)

Im Widerspruch mit der damaligen Astronomie

In dieser Vision machte sie aber eine Aussage, die den astronomischen Erkenntnissen der damaligen Zeit völlig widersprach. Verschiedene Wissenschaftler und Astronomen hatten Aufnahmen von den Sternen gemacht, aber keine davon stimmte mit Ellen Whites Vision überein. Der Astronom Huygens hatte zwar 1656 Phänomene am Himmel entdeckt, die sie als »Öffnungen« oder »Löcher« bezeichneten. Diese hatten aber nichts mit dem offenen Raum zu tun, den Ellen White in ihrer Vision beschreibt …

Pastor John Loughborough schrieb mir zu diesem Thema: »Als ich 1909 in North Fitzroy bei Melbourne in Australien war, kam ein Adventist, der in Astronomie sehr bewandert war, über 50 Kilometer angereist, um mit mir mehr als eine Stunde lang zu sprechen. Er wollte mich davon überzeugen, dass Ellen White keine echte Prophetin sein könne, weil sie über einen offenen Raum im Orion sprach, dort aber keiner zu finden sei. Er betrachtete es als Torheit, dass ich in meinem Buch beschrieb, dass Schwester Whites Vision vom offenen Raum am Himmel Pastor Bates überzeugt habe, dass ihre Visionen von Gott seien. Ich sagte ihm, ich hielte trotz seiner Ausführungen an meiner Überzeugung fest. Ich hätte nämlich erlebt, wie sich zu viele andere ihrer Prophezeiungen bereits erfüllt hatten. Daher war ich nach wie vor davon überzeugt, dass Gottes Geist tatsächlich in ihrem Dienst am Wirken war.«

Portal zu einer anderen Welt?

Die Antwort auf die Frage, ob ihre Prophezeiung wahr ist oder nicht, gibt Lucas A. Reed, der Autor des Buches Astronomy and the Bible, erschienen 1919 bei Pacific Press in Kalifornien.

In Kapitel 23 seines faszinierenden Buches über die Himmelskörper, schreibt er gleich zu Anfang:

»Eine Frau, die keine Astronomin war und selbst zugab, dass sie sich nie mit Astronomie bewusst beschäftigt hat, verwendete im Jahr 1848 einen Ausdruck über den Orionnebel, dessen Erklärung einiges an astronomischer Kenntnis voraussetzt.

Wenn wir uns jetzt ein wenig mit der Wissenschaft der Astronomie beschäftigen, werden wir gleich sehen, ob dieser Ausdruck [der offene Raum im Orion] in diesem Zusammenhang angebracht ist oder nicht. Möglicherweise liegt in diesem Begriff mehr Wissenschaft verborgen, als gelehrte Astronomen annehmen …

Was ist ›der offene Raum im Orion‹? Ist es das, was Huygens, der 1656 den Orionnebel entdeckt haben soll, im 17. Jahrhundert beschrieb als ›eine Öffnung mit einem Vorhang, durch die wir eine freie Sicht in eine andere Region erhalten, die heller erleuchtet ist‹?

Auf diese Vorstellung trifft jedoch nicht der Ausdruck ›offener Raum im Orion‹ zu. Der Himmel ist ja keine feste Wand, in der der Nebel einem Vorhang gleich einen Durchgang in einen anderen Raum oder einen heller erleuchteten Ort verhüllt.
Zweifellos ist der Nebel selbst ein heller erleuchtetes Gebiet. Wir sehen ihn aber nicht durch eine Öffnung, denn im gesamten Universum ist überall da ein offener Raum, wo keine Sterne sind. Nein, in dem Ausdruck ›offener Raum im Orion‹ muss eine tiefere Bedeutung liegen …«

Das Trapez im Orion und die wunderschöne Trichterhöhle

»[Der offene Raum] befindet sich gerade dort, wo man ihn am wenigsten erwarten würde, nämlich im Zentrum, im hellsten Teil des Nebels. Dort ist nicht nur ein offener Raum im Nebel, sondern der ganze Nebel selbst läuft dort konisch oder konkav zu. Sein großer Rand ist auf die Erde ausgerichtet. Ich zitiere:

›Den Mehrfachstern Theta orionis, der das Trapez darstellt, könnte man als Eckstein des Gebäudes bezeichnen. Alle Linien seiner Architektur sind auf das Gebäude abgestimmt. Die Wechselwirkung zwischen den Sternen und dem sie umgebenden Gasgebilde wurde spektrografisch von William Huggins und seiner Frau nachgewiesen und von den Professoren Frost und Adams bestätigt.‹ Alle diese Aussagen«,

so Dr. Reed in seinen Schlussfolgerungen zu den Informationen über den offenen Raum im Orion,

»führen zu dem Schluss, dass der Orionnebel sozusagen einem gigantischen Trichter gleicht, der seine große Öffnung auf uns gerichtet hält …

Der Nebel im Orion ist einer der bemerkenswertesten Objekte am Himmel. Seit den Anfängen der Astronomie ist er mit zunehmendem Interesse beobachtet worden. Er hat die Bewunderung aller geweckt, die ihn sehen durften und die Ehrfurcht aller, die sich seine Entfernung und Größe auch nur ansatzweise klar gemacht haben. In allen gewöhnlichen Fernrohren erscheint der Orionnebel bloß als flaches Gebilde. Ich selbst habe ihn oft betrachtet mit seinem wolkenähnlichen Licht und seinem sanften, freundlichen Glanz. Doch seine enorme räumliche Ausdehnung hat mich erstaunt.

Vor ein paar Jahren erklärte Edgar Lucian Larkin, der Direktor des Mount-Lowe-Observatoriums, dass es im Orionnebel einen offenen Raum gebe. Aus einem Artikel, den er für die Zeitschrift Signs of the Times schrieb, zitiere ich an dieser Stelle die wichtigsten Aussagen, die das Thema ›offener Raum im Orion‹ für uns hier abrunden sollen:

›Der Leser ist eingeladen mit mir zu kommen und die erschreckenden und erstaunlichen Ausmaße des interstellaren Raums auszuloten, den die riesige Aushöhlung oder Bucht des Nebels im Sternbild Orion bildet.
Jüngste Diaaufnahmen auf Glasplatten im Mount-Wilson-Observatorium enthüllen die optischen, perspektivischen Eigenschaften. Was bislang ein flaches Nebelgebilde zu sein schien, der schöne Schimmer und Glanz im großen Nebel im Schwert des Orions, zeigt sich in der Zentralregion dieser Aufnahmen als offene, tiefe Höhle …
Die zerrissenen, verdrehten und verformten leuchtenden Gasmassen bilden verziert mit Myriaden glitzernder Sternsonnen die gigantischen Wände. Das Ganze bildet einen Anblick unbeschreiblicher Herrlichkeit.‹

Gottes Thronsaal

Wir glauben, dass hinter diesem oder in diesem unnahbaren Licht des Orions irgendwo der Himmel und der Thron Gottes liegen. Frau White hat ohne astronomische Kenntnisse etwas über den Orion gesagt, was kein Astronom jener Zeit ermessen konnte. Ohne ihre Aussage zu kennen oder sich um sie zu kümmern, hat die Astronomie uns nun Informationen geliefert, die ihren Ausdruck von ›einem offenen Raum im Orion‹ bestätigen.«

Woher hatte Frau White ihre Informationen 1848? Woher wusste sie damals, was die meisten Wissenschaftler noch nicht wussten? Wie konnte sie diese wunderbaren Einsichten über die Himmelskörper so lange vor einer gründlichen Erforschung der Sterne haben? Im Jahr 1910, 60 Jahre nach ihrer Aussage über den »offenen Raum im Orion« hat Professor Edgar Lucian Larkin mit Hilfe seiner Fotoplatten diese interessanten Informationen entdeckt, die die Wissenschaft um solch nützliches astronomisches Wissen bereicherten. Wer offenbarte Hiob den Orion? Wer erzählte Amos vom Orion? Wir glauben, dass Gottes Geist Frau White 1848 diese Informationen offenbarte. Man kann wirklich sagen, dass Gott ihr dieses große Licht schenkte und dass ihre Prophezeiung tatsächlich göttlichen Ursprungs ist.

[Ergänzung der Redaktion:

3D-Simulationen mit Bildern vom Hubble-Teleskop

Anhand neuer Aufnahmen des Hubble-Teleskops hat man 3D-Simulationen vom Orionnebel angefertigt. Man kann diese Filme über folgende Youtube-Links ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=GjzTM6xEyJM
https://www.youtube.com/watch?v=FGYTqOxu7u0
https://www.youtube.com/watch?v=UCp-XKeSvSY
https://www.youtube.com/watch?v=acI5coqyg0I

Der Orionnebel besteht aus dem großen hellen Nebel M42 und dem kleinen hellen Nebel M43. Die Gasse, die die beiden zu trennen scheint, ist ein dunkler Nebel, das sogenannte »Fischmaul«. Die beiden hellen Regionen werden auch »Flügel« genannt. Das Fischmaul endet in der Zentralregion, in der sich der so genannte Trapez-Sternhaufen befindet, dessen vier besonders helle Sonnen den ganzen Nebel erleuchten. Die südöstliche Region der Flügel wird »Schwert« genannt, das westliche Gebiet »Segel« und das Gebiet unterhalb des Trapez »Stoß«. Der Nebel hat einen Durchmesser von etwa 30 Lichtjahren und ist etwa 1500 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt.

Greater Cañon, Geburtsstätte neuer Sonnensysteme

Die Wissenschaftler betrachten den offenen Raum im Orion als eine Geburtsstätte neuer Sonnensysteme. Sie vergleichen den Orionnebel auch mit einem Cañon gigantischen Ausmaßes und bestätigen damit die Vorstellung von einem offenen Raum, in dem sich hunderte von jungen Sonnen befinden (manche sprechen von tausend) und in dem sich unser Sonnensystem hoffnungslos verirren würde. Durch diesen offenen Raum soll einst das Neue Jerusalem auf diese Erde kommen.

Das schönste Gebilde im Universum

Wir dürfen uns inspirieren lassen von einem Gott, der das schönste Gebilde in der Nähe unseres Sonnensystems geschaffen hat, um von dort aus seine Rettungsaktion für unseren Planeten zu koordinieren. Wir dürfen in uns auch die Sehnsucht nach den Sternen wecken lassen, weil der Gott dieser Sterne unser Vater ist.

Im Internet findet man viele schöne Bilder vom Orionnebel. Einfach in der Bildsuche Orionnebel oder Orion nebula eingeben.]

Gekürzt aus: Frederick C. Gilbert, Divine Predictions of Mrs. Ellen G. White Fulfilled, South Lancaster, Massachusetts (1922), Seite 134-143.

Zuerst im Deutschen erschienen in Fundament, 1-2006, S. 4-7

http://www.hwev.de/UfF2006/1_2006/2_Der_Orionnebel.pdf


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