• Wenn mich Gefühle übernehmen wollen: Bevor die Hutschnur platzt

    Bevor die Hutschnur platzt

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    Nur die Fülle kann helfen. Aber was ist das? Von Joshua Nebblett

Montag, 23 Dezember 2019 – 09:50 Uhr

Was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen? (Teil 3): Fang an zu brennen!

Fang an zu brennen!

Pixabay - Hans Braxmeier

Jesus, das Feuer im Herzen. Von Margaret Davis

»Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der ›Amen‹, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.« (Offenbarung 3,14-16)

»Die Laodizea-Botschaft gilt Gottes Gemeinde, die sich zur gegenwärtigen Wahrheit bekennt. Der größere Teil in ihr sind lauwarme Bekenner.« (4T 87; Sch1 436)

Der Name »Laodizea« bedeutet nicht etwa »lauwarm«, sondern »gerichtetes Volk«. Wir leben in der Zeit des Gerichts, und wenn der HERR sein Volk betrachtet, sieht er, dass die Mehrheit lau ist. Er möchte ihnen ihren wahren Zustand bewusst machen.

Die Heißen haben eine Neugeburt erfahren und wissen, dass sie eine tägliche Taufe durch den Heiligen Geist brauchen. Die Kalten wissen, dass sie keine rettende Gottesbeziehung haben und erkennen ihren verlorenen Zustand. Aber die Lauen meinen, mit Gott im Reinen zu sein, und wissen nicht, dass sie verloren sind.

»Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts! und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.« (Offenbarung 3,17)

»Wie klar beschreibt dies die Lage jener, die die ganze Wahrheit zu haben meinen und stolz auf ihre Erkenntnisse über Gottes Wort sind, obwohl sie ihr Leben von ihm nicht heiligen lassen.« (1SM 357; FG1 376,377)

»Würde man das Innenleben vieler Wahrheitsbekenner nach außen kehren, würden sie nicht behaupten, Christen zu sein.« (5T 161)

»Auch wenn sie noch so oft rufen: ›Der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN sind wir‹ (Jeremia 7,4) … sind doch in ihrem Seelentempel Neid, Stolz, Zorn, Argwohn, Bitterkeit und leerer Formalismus zu finden. Jesus schaut traurig auf seine erklärten Anhänger. Sie fühlen sich reich und satt in ihrer Wahrheitserkenntnis, aber ihr Leben und ihr Charakter lassen an Wahrheit zu wünschen übrig.« (OHC 349)

»Die Gnade wirkt nicht in ihrem Innern, in ihrem Herzen.« (4T 88; Sch1,33)

»Wie kann man sich noch stärker täuschen, als zu glauben, man liege richtig, wenn man doch ganz und gar falsch liegt! Die Botschaft des wahrhaftigen Zeugen trifft Gottes Gemeinde in einer traurigen, wenngleich aufrichtigen Täuschung.« (3T 252,253; Z1 297)

Auch ich war aufrichtig in meiner Täuschung. Ich dachte, Lauheit bedeute, wir arbeiten nicht hart genug für Gott. Aber das bedeutet es nicht. Ich arbeitete durchaus eifrig für Gott, wusste jedoch nicht, dass ich trotzdem elend, arm, blind und bloß war. Als ich meinen Zustand erkannte, war Jesus bereits mit dem Heilmittel zur Stelle.

Das wohltuende Heilmittel

»Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest.« (Offenbarung 3,18)

»Das im Feuer geläuterte Gold ist der Glaube, der durch die Liebe tätig ist. Allein dieser Glaube kann uns in Harmonie mit Gott bringen.« (COL 158; CGI 108)

»Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist.« (Galater 5,6)

»Der Mensch braucht eine Kraft, die sich außer- und oberhalb von ihm befindet, damit Gottes Bild in ihm restauriert werden kann. Die so nötige göttliche Hilfe macht aber den menschlichen Einsatz nicht entbehrlich. Von Seiten des Menschen ist Glaube erforderlich; denn der Glaube wird durch die Liebe aktiv und reinigt die Seele.« (1SM 375; FG1 396)

»Das weiße Kleid ist Jesu Gerechtigkeit, die es in den Charakter einzuweben gilt. Reinheit des Herzens, Reinheit der Motive wird zum Charakter aller, die ihre Kleider waschen und im Blut des Lammes weiß machen.« (7BC 965; BK 520)

»Nur wenn wir schon in diesem Leben das Kleid der Gerechtigkeit Jesu anziehen, können wir Charaktere für die Wohnungen bilden, die Jesus denen bereitet hat, die nach seinen Geboten leben.« (COL 319; CGl 229)

»Das Auge ist das empfindsame Gewissen des Geistes, sein inneres Licht. Von der richtigen Sicht der Dinge hängt die geistliche Gesundheit der ganzen Seele und der gesamten Existenz ab. Durch Verwendung der ›Augensalbe‹, Gottes Wort, wird das Gewissen geschärft; denn es überführt von Sünde. Das Schärfen aber ist für die Heilung notwendig. Nur so kann das Auge sich ganz auf Gottes Herrlichkeit fokussieren.« (7BC 965; BK 521)

»Eine in der Seele gehegte Sünde, eine schlechte im Leben beibehaltene Gewohnheit verunreinigt das ganze Wesen und macht den Menschen zu einem Werkzeug der Ungerechtigkeit.« (DA 313; LJ 302)

Was können wir also tun?

Jesus ins Herz lassen

»Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.« (Offenbarung 3,20)

»Wie gerne zieht Jesus in unseren Seelentempel ein, wenn wir es ihm gestatten! Es heißt, dass er an der Herzenstür wartet und klopft. Warum kommt er dann nicht herein? Weil die Liebe zur Sünde die Herzenstür verschlossen hat. Sobald wir bereit sind, die Sünde loszulassen und unsere Schuld einzugestehen, verschwindet die Barriere zwischen der Seele und dem Erlöser.« (1SM 325; FG1 343)

»Ich sah, dass viele solche Mengen Müll vor ihre Herzenstür geschüttet haben, dass sie die Tür gar nicht öffnen können. Einige müssen erst Schwierigkeiten zwischen sich und ihren Brüdern ausräumen, andere Jähzorn, Selbstsucht und Begierde wegschieben, bevor sie die Tür öffnen können. Andere haben die Welt vor ihre Herzenstür gerollt. Nun versperrt sie die Tür. Dieser ganze Müll will weggenommen werden; dann können sie die Tür öffnen und ihren Retter willkommen heißen.« (1T 143)

»Es liegt an der Seele selbst, die Sünde zu verbannen. Natürlich können wir uns nicht selbst aus Satans Herrschaft befreien. Dazu sind wir zu schwach. Wenn wir aber von der Sünde frei werden wollen und in unserer großen Not nach einer Macht rufen, die außer- und oberhalb von uns liegt, werden die Seelenkräfte mit der göttlichen Kraft des Heiligen Geistes erfüllt. Dann befolgen sie die Anweisungen des eigenen und Gottes Willens gleichzeitig.« (DA 466; LJ 462)

»Demütigt euch vor Gott und bemüht euch aufrichtig, den Seelentempel von allem Abfall zu reinigen – allem Neid, allen Eifersüchteleien, allem Argwohn, aller Krittelei. ›Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.‹ (Jakobus 4,8)« (5T 163; Z5 172)

Wie geht das? Indem man betet: »HERR, hier ist mein Herz, mit all meinen Herzenssünden – meinem Groll, meiner Bitterkeit, meinem Hass, meinen Schuldzuweisungen, meiner Reizbarkeit und Ungeduld – oder was auch immer in deinem Herzen sein mag. Nimm mein Herz und reinige mich von aller Sünde, schaffe in mir ein neues Herz, komm in mein Leben und stärke mich durch deinen Heiligen Geist.« Jesus kann das heute tun, wenn wir ihm alles übergeben.

»Ist man völlig vom eigenen Ich freigeworden, ist jeder falsche Gott aus der Seele ausgestoßen, dann wird die Leere mit Jesu einströmendem Geist ausgefüllt. Dann hat man auch den Glauben, der die Seele von allem Schmutz reinigt. Man harmoniert mit dem Heiligen Geist und achtet genau auf das, was der Geist sagt. Man vertraut nicht mehr auf sich selbst. Jesus ist jetzt alles und in allem.« (GW 287; DE 255)

Erkennen wir unseren verlorenen Zustand, darf uns das nicht entmutigen. Gott hat einen wunderbaren Plan, um uns zu retten und uns die Kraft zu geben, ein geheiligtes Leben zu führen. Es gilt nur, seinen Plan zu verstehen und dann mit ihm an einem Strang zu ziehen.

Mit Gott bei der Rettung an einem Strang ziehen

»Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.« (Philipper 2,12.13)

»Um Gottes Gnade zu verinnerlichen, ist Aktion gefordert. Der HERR beabsichtigt nicht, uns das Wollen oder Handeln abzunehmen. Seine Gnade wird verliehen, damit wir wollen und handeln, aber niemals als Ersatz für unsere Aktivität. Unsere Herzen sollen zum harmonischen Reagieren bewogen werden. Der Heilige Geist wirkt in uns, damit wir an unserer eigenen Rettung mitwirken können.« (MYP 147; RJ 110)

Wie können wir mit Gott an einem Strang ziehen?

tabelle davis

Sicher ist aufgefallen, dass Gott immer an unseren Herzen wirkt, während wir auf ihn reagieren und das ausleben, was er in uns bewirkt. Weil ich das nicht verstanden hatte, versuchte ich mein Herz selbst zu behüten.

Was ist Jesu Erste Hilfe?

Er zieht uns zu sich

Jesus sagt: »Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.« (Johannes 12,32)

Im Bemühen um andere Menschen, »ist es das Erste und Wichtigste, das Eis zu brechen und Vertrauen zu gewinnen, indem wir unseren Herrn Jesus Christus als den Sündenträger vorstellen, der die Sünden auf sich genommen hat, als den Retter, der die Sünden vergibt, und indem wir das Evangelium so gut wie möglich erklären.« (Ev 264; Ev 250)

Jesus wurde ans Kreuz erhöht, um für unsere Sünden zu sterben. Deshalb kann er uns vergeben und reinigen und wiederherstellen. Das ist die wichtigste Wahrheit in Gottes Wort.

»Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.« (Johannes 3,16.17)

»Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.« (Matthäus 1,21)

»Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.« (Jesaja 53,6)


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