Mittwoch, 16 Oktober 2019 – 08:40 Uhr

Was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen? (Teil 2): Metamorphose von innen

Metamorphose von innen

Adobe Stock - Nadezhda Pakhomоva

Neue Gedanken als Lebenswasser. Schneeweiße Fäden für ein Herzenstuch. Von Margaret Davis

Von Neuem geboren

»Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.« (Johannes 3,1.2)
»Jesus richtete seine Augen auf den Sprechenden, als lese er seine Seele. In seiner unendlichen Weisheit erkannte er jemanden vor sich, der nach Wahrheit suchte.« DA 168 (LJ 154)
»Jesus … sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.« (Johannes 3,3)
»Er war ein strenger Pharisäer und stolz auf seine guten Werke. Man achtete ihn weithin als Wohltäter und großzügigen Unterstützer des Tempeldienstes. Er war sich der göttlichen Gunst sicher. Dass das Himmelreich für ihn in seinem gegenwärtigen Zustand zu rein sein könnte, erschreckte ihn … War er nicht als Israelit geboren? War ihm da nicht ein Platz im Reich Gottes sicher? Weshalb sollte er eine Veränderung brauchen? Die Worte des Erlösers überraschten ihn.« DA 171 (LJ 154,155)
»Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag das geschehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht?« (Johannes 3,4-10)
Auch ich hatte weder gewusst, was Neugeburt ist, noch dass wir sie brauchen. Von meinem natürlichen Wesen her hatte auch ich mich – wie Nikodemus –bemüht, Gott nachzufolgen.
»Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.« (Sprüche 14,12)
»Das Herz ist von Natur aus böse. ›Kann wohl ein Reiner kommen von Unreinen? Auch nicht einer!‹ (Hiob 14,4) Kein Mensch kann ein Heilmittel für den Sünder erfinden. ›Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch sich dem Gesetz Gottes nicht unterwirft; denn es vermag's auch nicht.‹ (Römer 8,7) ›Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung.‹ (Matthäus 15,19) Nur wenn die Herzensquelle gereinigt wird, können auch reine Wasserbäche daraus hervorsprudeln. Wer also versucht, den Himmel durch seine eigenen Werke zu erreichen, indem er das Gesetz hält, versucht eine Unmöglichkeit. Wer lediglich einen gesetzlichen Glauben hat und fromme Formen praktiziert, ist ganz und gar nicht sicher. Denn Christenleben ist keine Modifikation oder Optimierung des Alten, sondern eine Umwandlung des Wesens. Man stirbt sich selbst und der Sünde und lebt ein völlig neues Leben. Dies aber kann nur die Kraft des Heiligen Geistes bewirken.« (DA 172) (LJ 155,156)
Auch ich hatte nicht gewusst, dass es notwendig ist, sich selbst und der Sünde zu sterben und vom Heiligen Geist ein neues Herz zu bekommen.
»Die Neugeburt kommt heutzutage selten vor. Deshalb gibt es so viele Probleme in den Gemeinden. Viele, sehr viele, die sich Christen nennen, sind nicht gereinigt und unheilig. Sie wurden getauft und doch lebendig begraben. Sie starben nicht und sind deshalb auch nicht zu einem neuen Leben in Christus auferstanden.« 6BC 1075 (BK 376,377)
Wie traurig! In den Gemeinden und Familien gibt es gerade darum so viele Probleme, weil man nicht weiß, wie man sich selbst sterben und von Neuem geboren werden kann. Man hat keine Ahnung, wie Gottes Liebe einen lenken soll.
Denken wir einmal einen Augenblick nach: Haben wir vor unserer Taufe gelernt, die Sünden der Welt aufzugeben? Rauchen, Trinken, Ehebruch, Stehlen usw.?
Wenn ich diese Frage in den Gemeinden stelle, geht gewöhnlich jede Hand hoch. Aber wenn ich frage: Wie viele haben vor ihrer Taufe gelernt, wie man sich selbst stirbt und seine Herzenssünden aufgibt: Hass, Wut, Bitterkeit, Unmut, Ärger, Ungeduld, Eifersucht, Selbstsucht? Dann gehen nur wenige Hände nach oben, wenn überhaupt. Das ist das Problem! Nur ganz wenige haben verstanden, wie sie ihr Herz samt allen Herzenssünden Gott ausliefern können.
Auch mir wurde das nicht beigebracht. Daher dachte ich, solange ich keine sichtbaren Sünden beging, wäre ich ein guter Christ. Meine Charaktermängel – Unmut, Ungeduld und Verärgerung – entschuldigte ich. Doch als ich Gott mein ganzes Herz gab, konnte er mich auch von allen Herzenssünden reinigen.
»Das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.« (1. Johannes 1,7)
»Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.« (1. Johannes 1,9)
»›Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!‹ (2. Korinther 5,17) Was im Charakter störte, wird durch Jesu Liebe aus dem Herzen gewaschen. Jeglicher Egoismus wird vertrieben, jeder Neid, alles schlechte Reden ausgemerzt, und im Herzen vollzieht sich eine radikale Transformation.« RH, 22.07.1890
»Viele, die angeblich Jesus folgen, haben kein echtes Glaubensleben. In ihrem Leben zeigt sich keine Frucht wahrer Bekehrung. Dasselbe Gewohnheitsmuster, derselbe Fehlersuchblick, derselbe Egoismus, der sie steuerte, bevor sie Jesus annahmen, hat sie immer noch im Griff. Doch nur wer wahre Bekehrung erfahren hat, kann Gottes Stadt betreten. Bei der wahren Bekehrung wird das Herz von Neuem geboren, neues Denken ergreift Besitz vom Seelentempel, ein neues Leben beginnt, und Jesus zeigt sich im Charakter.« RH, 30.07.1901
»Das Gesetz ist heilig. Doch die Juden erreichten diese Gerechtigkeit nicht, obwohl sie sich abmühten, das Gesetz zu halten. Daher brauchen Jesusjünger, die ins Himmelreich wollen, eine andere, nicht-pharisäische Gerechtigkeit. Gott hat ihnen in seinem Sohn vollkommene Rechtschaffenheit angeboten. Alle, die ihr Herz ganz öffnen, um Jesus zu empfangen, werden erleben, wie Gottes Leben, seine Liebe, in sie einzieht und sie in sein Ebenbild verwandelt. So werden sie durch Gottes Geschenk genau die Gerechtigkeit besitzen, die dem Gesetz entspricht … Jesu Charakter wird sich ihn ihnen fortpflanzen.« MB 54,55
»Nikodemus … forschte nun in der Heiligen Schrift nicht wie bisher nach theoretischem Diskussionsstoff, sondern nach Leben für die Seele. Vom Heiligen Geist geleitet, begann er, das Himmelreich zu erkennen.« DA 175
»Vielleicht waren wir wie Nikodemus auf unsere Aufrichtigkeit und unseren guten Charakter stolz und meinten, wir müssten unser Herz nicht wie der gemeine Sünder vor Gott demütigen. Doch wenn Jesu Licht in unser Herz scheint, sehen wir, wie unrein wir sind; wir erkennen das egoistische Motiv, die Feindschaft gegen Gott, die jeden Akt unseres Lebens beschmutzt. Dann wissen wir, dass unsere Gerechtigkeit wirklich schmutzigen Lumpen gleicht und nur Jesu Blut uns von dem Schmutz der Sünde reinigen und unser Herz nach seinem Ebenbild neu machen kann.« SC 28
»Jeder Mensch sollte sich die wichtige Frage stellen: Habe ich ein neues Herz? Bin ich innerlich verwandelt? Sind meine Sünden durch den Glauben an Jesus vergeben? Bin ich von Neuem geboren?« 2SM 117 (FG2 115)
Jesus erzählt noch von anderen, die dasselbe falsche Verständnis hatten wie Nikodemus: den törichten Jungfrauen.

Öl im Gefäß

»Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen.
Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zum Kaufmann und kauft für euch selbst.
Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.« (Matthäus 25,1-12)
Was bedeutet dieses wichtige Gleichnis?
»Die zwei Gruppen stehen für die, die sich zu denen zählen, die auf ihren Herrn warten. Sie werden als Jungfrauen bezeichnet, weil sie einen reinen Glauben bekennen. Die Lampen stellen Gottes Wort dar … Das Öl versinnbildlicht den Heiligen Geist … Im Gleichnis gingen alle zehn Jungfrauen hinaus, dem Bräutigam zu begegnen. Sie alle hatten Lampen und Ölgefäße … Aber fünf hatten versäumt, ihre Flaschen mit Öl zu füllen …
Eine Zeit lang konnte man sie nicht unterscheiden. Ebenso verhält es sich mit der Gemeinde, die unmittelbar vor Jesu zweitem Kommen lebt. Alle kennen die Heilige Schrift. Alle haben die Botschaft von Jesu baldiger Ankunft gehört und warten zuversichtlich auf sein Erscheinen … Doch wenn der Ruf ertönt: ›Siehe der Bräutigam kommt; gehet aus, ihm entgegen!‹, sind viele nicht bereit. Sie haben kein Öl in ihren Gefäßen bei ihren Lampen. Ihnen fehlt der Heilige Geist.« COL 406-408 (CGl 295-297)
»Alle hatten Lampen, also einen äußeren Anschein von Religion, aber nur fünf von ihnen besaßen innere Frömmigkeit. Fünf von ihnen fehlte das Gnadenöl. Der Lebensgeist, mit dem Jesus gesalbt ist, der Heilige Geist, wohnte nicht in ihrem Herzen.« SD 118
Alle hatten Lampen mit Öl. Alle studierten Gottes Wort und baten den Heiligen Geist um Führung. Doch nur fünf ließen den Heiligen Geist in ihr Leben, das durch die Gefäße dargestellt wird.
»Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.« (Römer 8,9)
»Hier stehen wir vor der größten Täuschung, die den menschlichen Geist befallen kann. Diese Menschen glauben, Recht zu haben, und haben doch Unrecht … Als ihnen ihr Mangel auffällt, ist es bereits zu spät, um ihn noch zu beheben. 1T 417 (Z1 150)
Ich war eine dieser törichten Jungfrauen. Die ganze Zeit lebte und arbeitete ich aufrichtig für Gott, aber ich merkte nicht, dass mein Ölgefäß leer war.
»Die törichten Jungfrauen stellen eine Menschengruppe dar, die keine Heuchler sind. Sie schätzen die Wahrheit, treten für sie ein und fühlen sich zu denen hingezogen, die der Wahrheit glauben. Aber sie lassen den Heiligen Geist nicht in sich wirken. Sie sind nicht auf den Felsen, Jesus Christus, gefallen, damit ihr altes Wesen zerbrechen konnte … Der Geist wirkt am Menschenherzen und implantiert dort die neue Wesensart je nach Wunsch und freiwilliger Zustimmung. Die Menschen aber, die durch die törichten Jungfrauen dargestellt werden, geben sich mit einer oberflächlichen Operation zufrieden. Sie kennen Gott nicht, haben sein Wesen nicht erforscht, keine Zeit mit ihm verbracht. Deshalb wissen sie jetzt nicht, wie man vertraut, aufschaut und lebt.« COL 411 (CGl 296,297)
»Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.« (Sprüche 14,12)
Manchmal sagen die Leute: »Wenn du so sprichst, fühle ich mich richtig verloren!« Gelobt sei Gott! Denn wir haben immer noch Zeit, uns von Sünden reinwaschen zu lassen und den Heiligen Geist in unser Leben einzuladen. Man kann sich kaum vorstellen, wie sich diese aufrichtigen, aber törichten Jungfrauen fühlen müssen, wenn Jesus kommt und sie kein Öl mehr in ihre Gefäße füllen können? Ich bin so dankbar, dass mich mein Vater um Hilfe bat und mich aufweckte, bevor es zu spät war, mein Ölgefäß zu füllen.
»Jetzt ist es an der Zeit, Menschen ernstlich zu ersuchen, nicht nur Gottes Wort zu hören, sondern umgehend Öl für die Gefäße und Lampen zu besorgen. Dieses Öl ist Jesu Gerechtigkeit, seine Wesensart, und die ist nicht übertragbar. Wir können sie anderen nicht vermitteln. Diesen Charakter, der von allem Sündenschmutz gereinigt ist, kann jeder nur für sich selbst besorgen.« TM 233,234 (ZP 200)
»Reinigt euch, die ihr des HERRN Geräte tragt!« (Jesaja 52,11)
»Der ganze Himmel wartet auf Kanäle, durch die das heilige Öl fließen kann, um Menschenherzen zu erfreuen und zu segnen … Wenn alle wollten, würden auch alle mit seiner Gesinnung erfüllt werden.« COL 419 (CGl 302)
»Die christliche Religion bedeutet mehr als Sündenvergebung. Sie bedeutet, dass unsere Sünden weggenommen werden und die entstandene Leere mit den Gnadengaben des Heiligen Geistes gefüllt wird.« COL 419,420 (CGl 303)
»Indem der Heilige Geist die Grundsätze seines Wortes in die Herzen der Menschen einpflanzt, entwickelt er in ihnen Gottes Eigenschaften. Das Licht seiner Herrlichkeit – sein Charakter – soll in seinen Nachfolgern aufstrahlen. So sollen sie Gott verherrlichen, mit ihren Lampen den Weg erhellen zum Haus des Bräutigams, der Stadt Gottes, dem Hochzeitsmahl des Lammes.« COL 414
Was brauchen wir außer dem Öl noch für das Hochzeitsfest?

Das Hochzeitsgewand

»Das Reich der Himmel gleicht einem König, der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete … Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand anhatte, und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte. Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.« (Matthäus 22,2.11-14)
»Berufen und Rechtfertigen sind zweierlei. Berufen heißt, den Sünder für Jesus gewinnen wollen. Das geschieht, indem der Heilige Geist am Herzen wirkt, Sünde bewusst macht und zur Umkehr einlädt.« 1SM 390
Wir sind berufen, aber nur, wer das Hochzeitsgewand anzieht, ist auch auserwählt. Was ist das Hochzeitsgewand?
»Aus dem Gleichnis vom Hochzeitsgewand können wir etwas höchst Bedeutsames lernen. Die Hochzeit steht für die Vereinigung des Menschen mit Gott, das Hochzeitsgewand für den Charakter, den alle brauchen, die als Gäste zugelassen werden.« COL 307 (CGl 220)
»Der Gemeinde ›wurde gegeben, sich anzutun mit schönem reinem Leinen‹. Das Leinen aber ist ›die Gerechtigkeit der Heiligen‹ (Offenbarung 18,8; Epheser 5,27). Jesu Gerechtigkeit, sein lupenreiner Charakter, wird allen verliehen, die ihm vertrauen und sich persönlich von ihm retten lassen.« COL 310 (CGl 223)
Wie kommen wir in den Besitz dieser Wesensart, die als Gerechtigkeit der Heiligen bezeichnet wird?
»Indem er alles bis ins Letzte ausführte, hat er es jedem Menschen ermöglicht, Gottes Geboten zu folgen. Wenn wir uns Jesus ergeben, verbindet sich unser Herz mit seinem, unser Wille geht in seinem auf, unser Denken wird eins mit seinem, die Gedanken werden von ihm gefangen genommen. Dann führen wir sein Leben. Das bedeutet es, mit dem Gewand seiner Gerechtigkeit bekleidet zu sein.« COL 311
Viele wollen das nicht glauben. Sie glauben, das Hochzeitsgewand sei ein Umhang, den Jesus uns erst tatsächlich gibt, wenn er wiederkommt. Doch sie täuschen sich. Das Gewand ist der Charakter, den Gott in uns schafft.
»Jesu Gerechtigkeit ist kein Umhang, der verleugnete und weiter praktizierte Sünde bedeckt. Er ist ein Lebensprinzip, das den Charakter verwandelt und das Verhalten lenkt. Heiligkeit bedeutet, ganz Gott gehören, Herz und Leben völlig zu öffnen, damit dort die himmlischen Grundsätze wohnen.« DA 555,556
»Selbst deine Gedanken brauchen die Leitung von Gottes Willen und deine Gefühle die Steuerung durch Vernunft und Vertrauen. Deine Fantasie wurde dir nicht gegeben, damit du sie zügellos schweifen lässt ohne irgendeine Bemühung, sie zu lenken und zu erziehen. Gehen die Gedanken in die Irre, werden auch die Gefühle verkehrt sein. Gedanken und Gefühle zusammen aber bilden den moralischen Charakter.« 5T 310 (Z5 324)
»Die Erfüllung des Gesetzes ist für alle notwendig. Niemals darf man die Rechtsnormen herabsetzen und erblichen oder angewöhnten Neigungen zur Sünde anpassen. Es gilt zu verstehen, dass mangelnde Charakterqualität Sünde ist.« COL 330 (CGl 233,234)
»Menschen mögen heute noch ihre Charakterfehler entschuldigen. Aber an jenem Tag können sie keine Entschuldigung mehr vorbringen.« COL 317
»Gott wird nur Reinheit und Heiligkeit einlassen; ein Flecken, eine Runzel, ein Fehler im Charakter reicht für ein dauerhaftes Verbot der Einreise in den Himmel mit all seinen Schönheiten und Schätzen.« 2T 453
Was sind Charakterflecken und -fehler? Da »Gedanken und Gefühle zusammen den en Charakter bilden«, müssen Charakterfehler falsche Gedanken und Gefühle oder falsche Einstellungen sein.
Wie könnte Gott uns mit Herzen voller Ärger, Bitterkeit, Neid, Eifersucht, Hass, böser Unterstellungen oder sonstiger Charakterfehler in den Himmel lassen? Aber der Charakter wird nicht verwandelt, wenn Jesus wiederkommt.
»Viele täuschen sich selbst in der Meinung, der Charakter würde bei Jesu Ankunft verwandelt. Doch bei seinem Erscheinen wird es keine Herzensumkehr mehr geben. Unsere Charaktermängel können nur hier bereut werden. Solange noch Gnadenzeit ist, können wir sie überwinden.« AH 319
»Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.« (1.Johannes 1,9)
»Das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.« (1.Johannes 1,7)
Heute schon brauchen unsere Herzen Reinheit. Heute schon können wir eine richtige Einstellung erhalten. Wenn wir zu Jesus kommen und ihm unsere ganzen falschen Gedanken und Gefühle geben, unsere falschen Einstellungen, dann wird Jesu Blut uns von aller Sünde reinwaschen. Er kann unsere Herzen verwandeln und mit seiner Liebe füllen – schon heute.
»Christus hat die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er für sich die Gemeinde herrlich bereite, die keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.« (Epheser 5,25-27)
»Nur die Gesegneten und Heiligen werden für die erste Auferstehung bereit sein; denn wenn Jesus kommt, wird er ihren Charakter nicht mehr verändern … Gottes Wort sagt, dass wir aus der Prüfung tadellos hervorgehen müssen, ohne Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen.« ST 09.02.1891
»Der geistliche und moralische Charakter ist es, der in den Augen des Himmels zählt. Er wird das Grab überdauern und für die endlosen Zeitalter der Ewigkeit mit Unsterblichkeit veredelt werden.« 1SM 259
»Seid bemüht, dass ihr vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden gefunden werdet.« (2. Petrus 3,14)
»Jesu Gnade will in jeder Phase der Charakterentwicklung eingewoben werden.« CH 633
»Der Christ darf sich in seinen Bemühungen, Gottes Ideal zu erreichen, durch nichts entmutigen lassen. Dass Jesu Gnade und Kraft moralisch und geistlich vollkommen macht, ist allen zugesagt. Jesus ist die Kraftquelle, der Lebensbrunnen … Bei jedem Schritt berührst du seine lebendige Kraft.« AA 478 (WA 473)


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