• Blut im Wüstenheiligtum: Blutvergießen als Heilmittel?

    Blutvergießen als Heilmittel?

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    Grausames Ritual oder Schadensbegrenzung? Von Kai Mester

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Mittwoch, 19 Mai 2021 – 12:00 Uhr

Blut im Wüstenheiligtum: Blutvergießen als Heilmittel?

Blutvergießen als Heilmittel?

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Grausames Ritual oder Schadensbegrenzung? Von Kai Mester

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Tieropfer auf dem Altar, Rituale, Gebete, Sündenbekenntnisse. Priester in weißen Gewändern, Weihrauch, Schalen mit Blut, Edelsteine auf der Brustplatte des Hohenpriesters. Lila, weinrote und orangerote Vorhänge, Gold, Öllampen, glühende Kohlen in einer Räucherpfanne und ewiges Feuer. – Eindrücke aus dem Wüstenheiligtum, der Stiftshütte.

Und alles drehte sich um die Reise des Blutes. Von der Opferung bahnt es sich seinen Weg bis zum inneren Vorhang vor dem Allerheiligsten, der schließlich einmal im Jahr gereinigt wird. Blut als Sündenträger. Mystisches Symbol für die grausamen Folgen der Gottferne?

Folge und Begleiterscheinung

Blutvergießen, das Gegenteil vom Paradies. Und doch für die Israeliten und ihre Vorväter göttliche Anordnung. Denn: »Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.« (Hebräer 9,22) Um das Vertrauen der Menschen wieder zu gewinnen, braucht Gott Zeit – Zeit, in der Menschen ihn so weit kennen lernen können, dass sie in der Lage sind, sich völlig ohne Druck für oder gegen das Vertrauen zu entscheiden. Und in dieser Zeit fließt Blut: in Kriegen, Morden, Unfällen, Katastrophen und natürlich im Schlachthof. Daher kann Gott nur vergeben und Herzen verändern, wenn er Zeit lässt, in der Blut fließt.

Abschreckung und Betroffenheit

Tieropfer sollten die Erkenntnis über die grausamen, blutigen Folgen der Sünde beschleunigen, gleichsam vorwegnehmen und vor dem Sündigen abschrecken. Tieropfer sollten aber auch veranschaulichen, wie sehr Gott selbst an der Sünde leidet. Jeder Mord, jede Vergewaltigung geschieht doch an seinem Geschöpf, das er liebt, wie sein eigenes Kind! Er leidet mit dem Opfer und den Angehörigen. Tieropfer waren nur die Vorschau davon, was die Menschen mit dem Messias tun würden, der Gottes Wesen völlig verkörperte. Die Betroffenheit über eine Liebe, die sich selbst opfert, würde schließlich das Vertrauen in den einen Gott bei vielen wiederherstellen.

Weder Fett noch Blut

Die Schlachtung fand als Sündopfer oder als freiwilliges Dankopfer statt. Das Fleisch wurde von den Gläubigen und den Priestern verzehrt. Aber:

»Das ist eine ewige Satzung für eure künftigen Geschlechter an allen euren Wohnorten, dass ihr weder Fett noch Blut essen sollt.« (3. Mose 3,17) Auch Nieren und Leber waren nicht zum Verzehr erlaubt (3,15). Hat das mit den Toxinen zu tun, die sich hier in besonders hoher Konzentration befinden?

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