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    Erst die Impfung, dann der Weltklimatag

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    Adventisten zwischen Staunen, Vorsicht, Trendsetting und Widerstand. Von Dr. Alberto Treiyer, Theologe, Autor und Experte auf den Gebieten Heiligtum und apokalyptische Prophetie

Montag, 02 August 2021 – 07:11 Uhr

Warum Beten um den Heiligen Geist und Warten auf den Spätregen scheinbar nichts bringt: It Usually Gets Worse Before It Gets Better

It Usually Gets Worse Before It Gets Better

Bild von InspiredImages auf Pixabay

Oder fehlt uns ein Baustein im Verständnis? Von Kai Mester

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Sagt Jesus nicht: »Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!« (Lukas 11,13)

Nun beten Adventisten schon so viele Jahre um die Ausgießung des Heiligen Geistes im Spätregen … und was tut sich? Corona scheint den Heiligen Geist in den Gemeinden eher zurückzudrängen, als ihm Raum zu geben.

Wie sind Jesu Worte zu verstehen? »Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.« (Lukas 11,9)

Mir scheint, wir haben durch unser griechisches Denken den ganzheitlichen Blick auf die Problematik verloren. Wir trennen unser Beten, Bitten und Warten von der Gebetserhörung. Wir meinen, wenn wir unseren Teil auf der einen Seite tun, dann erhört Gott irgendwann, wenn er es für richtig hält, unser Gebet und dreht die Brause auf. Als wäre Gott letztlich doch der Verantwortliche oder Schuldige dafür, dass es immer noch nicht regnet.

Was, wenn wir vergeblich nach oben schauen, weil der Geist einen ganz anderen Weg nimmt? »Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt.« (Johannes 3,8)

Über die Auswirkungen des Geistes sind wir informiert: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit (Galater 5,25); Weisheit, Erkenntnis, Glaube, Heilungen, Wunder, Prophetie, Geisterunterscheidung, Neue-Sprachen-Sprechen, Dolmetschen/Vermitteln (1. Korinther 12,8-10).

Doch es scheint uns nicht klar zu sein, dass diese Auswirkungen nur kommen, wenn wir unser Herz mit den Gedanken, den Worten füllen lassen, die unser Denken, Fühlen, Reden und Tun eben in die entsprechenden Bahnen lenken können; und diese Gedanken, diese Worte sind da! Wir müssen nicht auf sie warten. Unser Gebet um den Heiligen Geist dient mehr dazu, unseren Wasseranschluss zu öffnen, als Gottes Hand zum Öffnen der Brause zu bewegen.

Vollständiges Gottvertrauen, an seinen Lippen kleben, Gottes Wesen bewundern, wie es uns Jesus hier auf Erden offenbart hat: Das ist der Weg zum Spätregen. Glauben, dass der Lebensstrom, der vom Himmel ausgeht und mich durch Jesus erreicht hat, mein Inneres erfassen kann, waschen kann, umkrempeln kann, gestalten kann, gebrauchen kann als Segenskanal im Kleinen und im Großen: Das allein lässt den Heiligen Geist in mein Herz.

Ich brauche also nicht auf Gottes Eingreifen warten. Die Fluten sind da. Ich darf schon jetzt eintauchen in diese heilsame Selbstlosigkeit seines Wesens, mich einhüllen in seine gewinnende Sanftmut und Barmherzigkeit.

Der Spätregen ist dann die Phase, wo Gottes Herrlichkeit die ganze Erde erleuchtet (Offenbarung 18,1), wo sein Geist alles Fleisch erreicht (Joel 3,1), weil die Anzahl der Menschen, die von Gott erfüllt sind, eine kritische Masse überschritten hat und sich das Lebenswasser bis in alle Winkel der Welt bahnen kann.

Vielleicht muss uns erst bewusst werden, dass der Spätregen nicht auf magische Weise kommt, sondern dass das Gesetz von Ursache und Wirkung in jedem Menschenherzen gilt. Usually it gets worse before it gets better. Es wird oft erst mal schlimmer, wenn man nach einer Lösung sucht; denn die Lösung braucht unsere Einsicht … und solange die fehlt …

Möge Gott seinen Geist jetzt in dein Herz ausgießen, und zwar in der Fülle des Spätregens! Die Früchte werden unverkennbar zeigen, wenn dies geschieht:

»Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht trägt, noch einen faulen Baum, der gute Frucht trägt. Ein jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man pflückt nicht Feigen von den Dornen, auch liest man nicht Trauben von den Hecken. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.« (Lukas 6,43)


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