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    Die USA gehen unerschrocken voran

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Montag, 13 Juli 2015 – 05:57 Uhr

Mitschrift von Präsident Ted N.C. Wilsons Rede auf der Generalkonferenz 2015 in San Antonio, Texas, am 11. Juli 2015: Zieht durch den Jordan … weicht nicht zurück!

Zieht durch den Jordan … weicht nicht zurück!

Bild: Josef Kissinger - Adventist Review

Deutsche Fassung der Predigt zum Beginn seiner zweiten Amtsperiode Von Ted Wilson

Guten Morgen, liebe Geschwister in Jesus Christus! Gott hat uns reich gesegnet. Denn wir dürfen ihn gemeinsam hier in San Antonio anbeten an diesem letzten Sabbatmorgen der 60. Generalkonferenz. Wir kommen aus allen Teilen der Welt. Wir sind Menschen, die der Heilige Geist erfüllt, die bereit sind, die dreifache Engelsbotschaft mit noch mehr Kraft zu verkündigen. Menschen, die täglich von Jesus lernen, was Nachfolge heißt. An diesem Morgen sind wir vereint als Gottes große Adventbewegung und geistliche Familie. Wir danken dem Herrn für den Weg, den er uns auf dieser Generalkonferenz in den letzten 10 Tagen geführt hat. Alle Ehre für die Einheit und Zielstrebigkeit, mit der wir seinen Auftrag an dieser sterbenden Erde erfüllen, gebührt ihm.

Wie ich vor fünf Jahren sagte, ist die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten Gottes Bewegung der Übrigen. Sie setzt sich aus denen zusammen, die laut Offenbarung 12,17 Gottes Gebote halten und das Zeugnis Jesu Christi haben. Wir sind auf einer Reise Richtung Himmel. Lasst uns vorwärts gehen, nicht rückwärts! Denn wir sind fast daheim! Jesu Wiederkunft ist nahe, ja, sie steht vor der Tür. Davon bin überzeugter denn je! Unser Mottolied, das uns schon so viele Jahre gut begleitet, »Wir sind voll Hoffnung«, verkündigt die große Erwartung aller Siebenten-Tags-Adventisten auf der ganzen Welt: Jesus kommt bald!

[Wilson wiederholt diesen Satz in zehn anderen Sprachen: Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Swahili, Russisch, Koreanisch, Arabisch, Chinesisch, Hindi und Tagalog.]

Und in so vielen anderen Sprachen der Welt verkündigen wir diese Mut machenden und hoffnungsfrohen Worte. Das ist das große Motto dieser Generalkonferenz 2015: »Mach dich auf! Werde licht! Jesus kommt!«

Wir sehnen uns nach Jesu Wiederkunft. Warum aber sind wir immer noch hier? Schon seit einiger Zeit möchte Jesus wiederkommen. Zeitprophezeiungen haben wir keine mehr. Sie endeten 1844 mit dem Beginn des Untersuchungsgerichts. Genau in diesem Augenblick dient Jesus für uns im Allerheiligsten eines wirklichen Heiligtums im Himmel. Um sein Werk auf Erden zu vollenden, möchte er den Spätregen des Heiligen Geistes auf sein Volk ausgießen. Er sehnt sich danach, dass wir uns vor ihm demütigen und uns völlig auf seinen ewigen Arm stützen. Es ist unser Auftrag, seine Gute Nachricht vom Heil weiterzugeben: Wir sind aus Gnade errettet, und das nicht aus uns – Gottes Gabe ist es (Epheser 2,8-9). Wir geben seine Gerechtigkeit der Rechtfertigung und Heiligung weiter. Sie wirkt in uns »sowohl das Wollen als auch das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen« (Philipper 2,13). Wir verkündigen ebenso, dass er das Werk, das er angefangen hat, »auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi« (Philipper 1,6). Doch wir gehören zu Laodizea. Deshalb ist es notwendig, dass wir uns vor dem Herrn demütigen und bei ihm einkaufen: »Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst« (Offenbarung 3,18).

Ja, Herr. Nimm uns, forme uns, gestalte uns, erfülle uns! Belebe uns neu und reformiere uns durch deine täglich heiligende Kraft, wenn wir dein Heiliges Wort und deinen Geist der Weissagung lesen und ernsthaft um den Heiligen Geist in unserem Leben beten! Ja, um Erweckung und Reformation für dieses neue Jahrfünft und bis zum Ende der Gnadenzeit. »Erweckung und Reformation: für dich, deine Familie, deine Gemeinde, deinen Wohnort.« Diese Erfahrung durch das Blut und die Gnade Jesu Christi und ein tägliches Leben mit ihm, das wollen wir. Wir wollen nach Hause gehen!

Wir kennen die Zeichen in Matthäus 24 und erkennen die politischen Herausforderungen, die sich der Kontrolle der meisten heutigen Regierungen entziehen. Die Wirtschaft ist instabil und unzuverlässig, Naturkatastrophen werden immer stärker und zerstörerischer, der Wandel der Gesellschaft stellt das Wort Gottes selbst in Frage, die Ökumene wächst schnell mit ihrem falschen, unbiblischen und neutralisierenden Einfluss auf die Gesellschaft, und wir sind immer noch hier. Doch Gott sagt: »Mach dich auf! Werde licht!« Er fordert uns auf, mächtige Zeugen für Jesu wunderbare Botschaft an diese chaotische Welt zu sein. Er sagt uns, dass der große Kampf kurz vor dem Ende steht. Bald wird Jesus wiederkommen, um sein Volk zu sich zu holen! Dreimal sagt Jesus im letzten Buch der Bibel: »Ich komme rasch« (Offenbarung 22,7.12.20). Herr, wir wollen nach Hause gehen! Wir wollen durch den Jordan ziehen und ins Gelobte Land. Bahne uns den Weg! Nimm uns mit durchs Wasser! Wir vertrauen ganz auf dich. Führe uns durch den reißenden Jordan in unsere ewige Heimat und lass uns nicht zurückweichen! Hilf uns, dir völlig zu vertrauen in allem, was wir brauchen, trotz der Versuchung zurückzuweichen! Du bist unser Fels und Heil. Hilf uns durch den Jordan zu ziehen und nicht zurückzuweichen!

»Und Mose stieg von den Ebenen Moabs auf den Berg Nebo, auf die Spitze des Pisga, Jericho gegenüber. Da zeigte ihm der HERR das ganze Land … Und der HERR sprach zu ihm: Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, als ich sprach: ›Deinem Samen will ich es geben!‹ Ich lasse es dich mit deinen Augen sehen, aber hinübergehen sollst du nicht! Und Mose, der Knecht des HERRN, starb im Land Moab, nach dem Wort des HERRN« (5. Mose 34,1-5).

Mose war so nahe dran und doch so weit entfernt. Die Bibel sagt, Gott selbst habe Mose begraben, als er starb. Wir wissen, dass Gott Mose wieder zum Leben erweckte und ihn in den Himmel aufnahm. Er war ein Beispiel für jene, die in Jesus sterben und durch seine belebende Kraft auferweckt werden, wenn die Posaune bei seinem zweiten Kommen erschallt.

Vor etwa einem Jahr durfte ich auf dem Berg Nebo stehen und in die große Ebene hinabsehen, die sich im Norden bis zum See Genezareth erstreckt, gegenüber hinter den Jordan bis nach Jericho und im Süden bis zum Toten Meer. Es war ein ergreifendes Erlebnis, sich bewusst zu werden: Hier sprach Gott einst zu Mose und zeigte ihm die Zukunft Israels, ihre Höhen und Tiefen, ihre neu belebte Hingabe an Gott, ihren Rückfall in egoistische und götzendienerische Praktiken. Er sah, wie sie von fremden Mächten unterworfen wurden. Er sah die Geburt Jesu, sein wunderbares, vollkommenes Leben und Dienen. Er sah den Todeskampf in Gethsemane, den Verrat, die Schläge und die Kreuzigung.

»Da krampfte sich sein Herz in Seelenangst zusammen, und ihm kamen bittere Tränen aus Mitgefühl über den Schmerz des Sohnes Gottes … Schmerz, Unwille und Schrecken überkamen Mose, als er die Heuchelei und den satanischen Hass des jüdischen Volkes gegenüber ihrem Erlöser sah … Er hörte Christi Todesschrei: ›Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?‹ (Markus 15,34) … Aber wieder schaute er und sah ihn als Sieger hervorkommen und zum Himmel auffahren, begleitet von anbetenden Engeln, eine Menge Auferstandener mit sich führend. Die glänzenden Tore waren zu seinem Empfang geöffnet, und die himmlische Schar hieß ihren Herrn mit Siegesliedern willkommen. Und jetzt wurde Mose offenbart, dass er selbst zu denen gehören würde, die dem Heiland dienen und ihm die ewigen Tore öffnen sollten« (Patriarchen und Propheten, 455, 456; vgl. Patriarchs and Prophets, 475, 476).

Gott offenbarte Mose die Geschichte der christlichen Kirche, wie die Jünger das Evangelium predigten, wie alle, die Jesu Botschaft annahmen zum Samen Abrahams wurden und »das Gesetz Gottes und das Evangelium seines Sohnes der Welt bekanntmachten« (Patriarchs and Prophets, 476). Er sah die christliche Welt behaupten, sie nehme Jesus an, während sie Gottes Gesetz verleugnete. Er sah, dass der Siebente-Tags-Sabbat von der Mehrheit ignoriert und abgelehnt, aber von einer treuen Minderheit gehalten wurde. »Er sah auch den letzten großen Kampf der irdischen Mächte, um die zu vernichten, die Gottes Gesetz hielten … Er hörte von Gottes Friedensbund mit denen, die seine Gebote halten … Er schaute ferner die Wiederkunft Christi in Herrlichkeit« (Patriarchs and Prophets, 476; vgl. Patriarchen und Propheten, 457). Dann sah er die neue Erde, das Gelobte Land schöner als alles, was sich vor ihm erstreckte. »Mit unaussprechlicher Freude schaute Mose auf das Geschehen – die Vollendung einer weit herrlicheren Befreiung, als er sie sich in seinen kühnsten Hoffnungen jemals ausgemalt hat. Die irdischen Wanderungen sind dann für immer vorbei, das Israel Gottes hat endlich das verheißene Land erreicht« (Ebd.).

Gehen wir für einen Augenblick auf den Berg Nebo, wo Mose diese prophetische Zukunftsvision sah.

[An dieser Stelle wurde folgender Videoclip von Ted Wilson auf dem Berg Nebo gezeigt.]

 

 

Was für ein Vorrecht, dass Mose sehen durfte, was Gott für sein Volk in der Geschichte bis heute tun würde. Wir werden bald, bildlich gesprochen, durch den Jordan ziehen, ins Gelobte Land. Dort werden uns der Vater, Jesus, der Heilige Geist, Mose, Elia, Henoch und die Engel willkommen heißen.

Doch zurück zu den Israeliten. Sie waren immer noch am Ostufer des Jordans, nachdem sie 40 Jahre durch die Wüste gewandert waren. Sie waren noch nicht durch den Jordan gezogen. Dreißig Tage lang trauerten sie um Mose. Erst als er ihnen genommen worden war, verstanden sie seine väterliche Rolle in ihrem Leben, seine Weisheit und seinen Rat. Doch sie waren nicht allein. Über dem Heiligtum erinnerte sie die Wolkensäule am Tag und die Feuersäule in der Nacht stets daran, dass der mächtige Gott bei ihnen war. Liebe Geschwister, der allmächtige Gott ist auch heute bei uns im Alamodome und auf der ganzen Welt, während wir uns auf den Durchzug durch den Jordan vorbereiten. Weichen wir nicht zurück!

Moses Stellvertreter Josua wurde der anerkannte Führer Israels. Er war mutig, ruhig, treu, standhaft, fürsorglich, loyal und voller Gottvertrauen. Von Gott wurde er dazu erwählt, die Kinder Israel ins Gelobte Land zu führen. Er tat dies durch Gottes alleinige und übernatürliche Kraft.

Unsere Schriftlesung in Josua 1,2.3 gibt die Worte wieder, die Gott direkt zu Josua gesagt hat: »Mein Knecht Mose ist gestorben; so mache dich nun auf, ziehe über den Jordan dort«, ZIEHE ÜBER DEN JORDAN … WEICHE NICHT ZURÜCK … ZIEHE DURCH DEN JORDAN … »du und dieses ganze Volk, in das Land, das ich ihnen gebe … Jeden Ort, auf den eure Fußsohlen treten, habe ich euch gegeben.« Josua und die Kinder Israel sollten nicht den Mut verlieren oder zurückweichen. Gott fährt in Vers 6 und 7 mit Worten fort, die uns hier in San Antonio gelten: »Sei stark und mutig! … Sei du nur stark und sehr mutig, und achte darauf, dass du nach dem ganzen Gesetz handelst, das dir mein Knecht Mose befohlen hat. Weiche nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du weise handelst überall, wo du hingehst!«

Siebenten-Tags-Adventisten seid mutig im Herrn, bittet ihn um Hilfe, sein Moralgesetz zu befolgen und Gottes Heiliges Wort bei allem, was wir tun, in den Mittelpunkt zu stellen. Bleibt nicht im einen oder anderen Straßengraben stecken! Haltet euch im Zentrum von Gottes Willen! Zieht durch den Jordan, weicht nicht zurück!

Gottes Heiliges Wort – was für ein kostbares Buch ist es doch! Sein Gesetz, seine Prophezeiungen, seine Weisungen, sein Evangelium, seine Liebesbriefe an uns. Auf Gottes Wort ist Verlass!

Ich habe drei wertvolle Bibeln bei mir. Zwei davon gehören eingesegneten Predigern des Evangeliums, die in Jesus gestorben sind. Die erste Bibel gehörte meinem Großvater N.C. Wilson – dem ersten N.C.

Opa war ein ergebener Schüler des Wortes. Er pflegte mir Mut machende Briefe zu schreiben, als ich noch ein junger Prediger war. Ich liebte Oma und Opa Wilson. Beide liebten Gottes Wort und den Geist der Weissagung.

Die zweite Bibel gehörte meinem lieben Vater, Neal C. Wilson – dem zweiten N.C. Papa lehrte mich Gottes Heiliges Wort zu ehren und ihm zu vertrauen. Sowohl meine teure Mutter als auch mein lieber Vater liebten die Heilige Bibel und den Geist der Weissagung. Sie lehrten mich Gottes Wort völlig zu vertrauen, es mit Liebe und ungefiltert zu lesen und den Geist der Weissagung überaus wertzuschätzen. Nie habe ich von meinen Eltern auch nur eine abwertende Bemerkung über die Bibel oder den Geist der Weissagung gehört, nur große Achtung und Zustimmung.

Ich bitte euch inständig dieselbe Liebe und Achtung für dieses Buch und den Geist der Weissagung zu hegen. Wenn ihr in letzter Zeit beides nicht viel gelesen habt, so nehmt die Bibel zur Hand und lest sie! Nehmt Schritte zu Jesus, Das Leben Jesu, Auf den Spuren des großen Arztes, Der Große Kampf, Patriarchen und Propheten, die Zeugnisse oder irgendein anderes Buch des Geistes der Weissagung und lest es. Dann achtet darauf, was Gott für euer Herz und euer Leben tun wird! Nehmt mit Gemeindegliedern auf dem ganzen Globus an der täglichen Lesung teil: ein Bibelkapitel und etwa zwei Seiten aus der Entscheidungsserie. Das haben wir uns fürs nächste Jahrfünft vorgenommen. Im letzten Jahrfünft hat es große Freude gemacht die Bibel einmal durchzulesen. Das werden wir dieses Jahrfünft wiederholen. Natürlich kannst du auch, deinem eigenen Leseplan folgen, falls du einen solchen hast. Auf jeden Fall aber lasst uns Gottes Wort und den Geist der Weissagung täglich erleben!

Als Siebenten-Tags-Adventisten akzeptieren wir die Bibel voll und ganz als Gottes inspiriertes Wort. Wir verstehen den Geist der Weissagung als kleineres Licht, das von derselben Inspiration durchdrungen ist und zum größeren Licht, der Bibel, führt. Auf der letzten Generalkonferenz, der Ellen White beiwohnte, war sie nach ihrer Ansprache schon dabei das Podium zu verlassen, als sie innehielt und noch einmal mit der Bibel ans große Rednerpult zurückkehrte. Dort rief sie aus: »Ich empfehle euch dieses Buch!«

Brüder und Schwestern, wenn wir durch den Jordan ziehen wollen, dann lasst uns Gottes Wort ernsthaft lesen und lasst zu, dass der Heilige Geist unser Leben mit den biblischen Weisungen verwandelt. David sagte: »Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige.« (Psalm 119,11) Auf Gottes Wort und auf seinen Geist der Weissagung ist Verlass!

Und hier ist meine Bibel. Ich habe sie nun schon fünf Jahre, seit ich eine andere wertvolle Bibel im Flugzeug liegen ließ. Dann kaufte ich mir diese hier und habe sie lieb gewonnen. Inzwischen habe ich DIESE Bibel schon zweimal verloren. Aber jedes Mal hat der Herr sie mir auf wundersame Weise wiedergegeben. Sie ist mir nicht nur so viel wert, weil ich sie zum Studieren und Predigen verwende, sondern auch weil es Gottes Wort ist! Die Person, die diese Bibel fand, als ich sie beim letzten Mal verlor, gab mir ein besonderes Band, damit ich sie nicht mehr verliere. Es heißt »Teds Bibelleine!« Meine Freunde, selbst wenn ich diese Bibel noch einmal verlieren sollte, verliere ich doch Gottes Heiliges Wort nicht, weil es nicht verloren gehen kann! Gottes Wort ist ein sicheres Fundament. Es ist ewig und wir können seinem Wort so vertrauen, wie es geschrieben steht!

Dieses wertvolle Buch, die Bibel, ist wahr und verlässlich. Du kannst sie in der schlichten Sprache deiner Wahl lesen, und sie überzeugt.

Ja, Gott hat die Welt tatsächlich in sechs buchstäblichen aufeinander folgenden Tagen geschaffen und am Siebenten-Tags-Sabbat geruht, damit auch wir dasselbe tun als ewiges Zeichen, dass wir zu ihm gehören. Die Israeliten durchzogen wirklich das Rote Meer! Gott versorgte sie wahrhaftig mit Manna! Die Zehn Gebote wurden in der Tat von Gottes eigenem Finger geschrieben! Der Heiligtumsdienst zeigt wirklich Jesu Rettung und Dienst auf Erden und im Himmel! Jesus kam buchstäblich als Kind zur Welt, lebte ein vollkommenes Leben, starb für uns, auferstand für uns, fuhr zum Himmel und wird genauso wiederkommen! Jesus dient für uns als unser Hohepriester und trat 1844 ins Allerheiligste, um sein Untersuchungsgericht zu absolvieren! Jesus kommt wieder! Gottes Wort ist präzise und wahr und kann verstanden werden. So. Wie. Es. Geschrieben. Steht.

»Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln! Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!« (Josua 1,8-9)

Dies war Gottes Signal an die Israeliten, durch den Jordan zu ziehen. Josua gebot ihnen, mit den Vorbereitungen für den Durchzug zu beginnen.

Josua 3,1 sagt, dass Josua früh am Morgen aufstand und alle Kinder Israel ans Flussufer führte. Die Prüfung war gekommen. Es war wieder Zeit, Gottes große Wunder zu erleben! »Wenn ihr die Bundeslade des HERRN, eures Gottes, sehen werdet und die Priester, die Leviten, die sie tragen, so brecht auf von eurem Ort und folgt ihr nach!« (Vers 3) »Heiligt euch, denn morgen wird der HERR unter euch Wunder tun!« (Vers 5) Wenn wir uns vor dem Herrn und voreinander demütigen, Gott um den Spätregen des Heiligen Geistes bitten und uns von der heiligenden Kraft des Heiligen Geistes immer mehr in Jesu Bild verwandeln lassen, werden wir »Wunder« unter uns sehen, und wie ein Lauffeuer wird sich die Adventbotschaft verbreiten.

In Vers 9 sagte Josua dem Volk: »Hört die Worte des HERRN, eures Gottes!« Gott versprach, die Einwohner des Gelobten Landes zu vertreiben.

Die nächsten Entwicklungen sind atemberaubend! »Als nun das Volk auszog aus seinen Zelten, um über den Jordan zu gehen, und die Priester die Bundeslade vor dem Volk hertrugen, und als die, welche die Lade trugen, an den Jordan kamen, und die Priester, welche die Lade trugen, ihre Füße am Flussrand ins Wasser tauchten (der Jordan aber war überall über die Ufer getreten während der ganzen Zeit der Ernte), da stand das Wasser, das von oben herabkam, aufgerichtet wie ein Damm« (Josua 3,14-16).

Es war Frühling und der Jordan hatte Hochwasser. »So verließ das Riesenheer das Lager … und stieg zum Jordanufer hinab. Aber alle wussten, dass der Übergang ohne Gottes Hilfe nicht möglich sein würde. In dieser Jahreszeit – es war Frühling – hatte die Schneeschmelze im Gebirge den Jordan so anschwellen lassen, dass er über die Ufer trat und an den üblichen Furten nicht zu überschreiten war. Gott wollte Israels Übergang auf wunderbare Weise geschehen lassen.« (Patriarchen und Propheten, 465; vgl. Patriarchs and Prophets, 483)

Häufig führt Gott uns in schwierige oder unmögliche Situationen. Denn wir geben ihm die Ehre, wenn wir sehen, wie er uns durch diese Schwierigkeit hindurchführt. Brüder und Schwestern, zieht durch den Jordan, weicht nicht zurück! Geben wir Gott die Ehre, wenn er uns den Weg bahnt? Gott möchte, dass wir uns an sein Eingreifen in unserem Leben erinnern und Denkmäler aufstellen, damit wir nie vergessen, dass wir durch den Jordan ziehen und nicht weichen sollen.

Vers 17 sagt, die Priester, die die Bundeslade in die Mitte des Jordans trugen, blieben dort stehen, bis das Volk durch den Fluss gezogen war. Bevor die Priester das Flussbett verließen, rief Josua Repräsentanten aus allen zwölf Stämmen, damit sie stellvertretend für ihren Stamm jeweils einen großen Stein aus dem Flussbett holten und ein Denkmal aufrichteten. »Damit sie ein Zeichen unter euch seien. Wenn eure Kinder künftig fragen und sagen werden: ›Was haben diese Steine für euch zu bedeuten?‹ so sollt ihr ihnen sagen, dass das Wasser des Jordan vor der Bundeslade des HERRN abgeschnitten wurde; als sie durch den Jordan ging, sind die Wasser des Jordan abgeschnitten worden; so sollen diese Steine den Kindern Israels zu einem ewigen Gedenken dienen!« (Josua 4,6-7)

Es war immer notwendig zu gedenken, etwas als bleibende Erinnerung aufzurichten. Das war der Sinn dieser Steindenkmäler am Durchzugsort der Israeliten. Sie sollten an Gottes Wunder zurückdenken. Darum möchte er auch, dass wir an das denken, was hier in San Antonio geschieht, was der Heilige Geist in unserem Leben tut, dass wir den Auftrag haben, die Botschaft zu verkündigen: »Mach dich auf! Werde licht! Jesus kommt!« Ihr seid die »Denkmäler«. Gott hat einen besonderen Plan für jeden von euch, der zu dieser Gemeinde der Übrigen gehört. Er möchte, dass wir daran denken, wie er uns in der Vergangenheit geführt hat.

»Wenn ich die Geschichte unserer Vergangenheit Revue passieren lasse, da ich jeden Schritt vorwärts bis heute selbst mitgegangen bin, kann ich sagen: Gelobt sei Gott! Wenn ich sehe, was Gott gewirkt hat, komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus und bin voller Zuversicht, dass Jesus uns weiter führen wird. Wir haben nichts für die Zukunft zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt hat und seine Lehren in unserer Vergangenheit« (Life Sketches, 196; vgl. Leben und Wirken, 185).

Wir dürfen Zeuge von Gottes Kraft werden, durch die er seine Adventbewegung führt, Zeuge von dem, was er noch in den letzten Tagen dieser Weltgeschichte tun wird! Natürlich möchte Gott nicht nur, dass wir gedenken, er möchte auch, dass wir uns aktiv am Auftrag seiner Gemeinde beteiligen. Deshalb sind wir, du und ich, Glieder dieser wertvollen Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten. Ich rufe alle örtlichen Gemeindeglieder auf der ganzen Welt auf, sich an einer lebendigen Erweckung und Reformation zu beteiligen – dich, deine Familie, deine Gemeinde und deinen Wohnort! Liebe Laienglieder, ich fordere euch auf, euch am täglichen Auftrag der Gemeinde viel stärker zu beteiligen denn je. Wir rechnen mit euch! Gott rechnet mit euch! Ihr seid ein »Denkmal«, ein wandelndes Zeugnis und eine Gedenkstätte für Gottes Wahrheit. Bringt euch in die größte evangelistische und missionarische Öffentlichkeitsarbeit ein! Nehmt euch Zeit und betet für den weltweiten strategischen Plan der Siebenten-Tags-Adventisten »Reach the World«! Es ist euer Plan. Es ist unser Plan. Es ist Gottes Plan. Evangelisation ist das Lebenselixier der Gemeinde. Wir alle dürfen uns hier einbringen – entweder durch persönliches Zeugnis, Kleingruppen-Evangelisation oder öffentliche Evangelisationen in ihren verschiedenen Formen. Jedes Mal, wenn ich eine komplette Evangelisationsserie halte, wie zuletzt im Mai in Harare, Simbabwe, tanke ich selbst geistlich neu auf und werde tiefer im wunderbaren Bibelverständnis verankert, das Gott uns als Siebenten-Tags-Adventisten gegeben hat. Gottes logische, zuverlässige und wertvolle Adventbotschaft begeistert mich so, dass ich allen unseren Administratoren, Pastoren und Laien überall zurufe, sich in persönlicher und vor allem öffentlicher Evangelisation einzubringen, auch wenn ihr meint, dass dies in eurer Gegend nicht funktioniert. Passt eure Methoden an, aber geht an die Öffentlichkeit! Jeder Einsatz unter Gottes Führung, den ihr bringt, um Menschenherzen zu erreichen, wird Frucht bringen. Die Evangelisation ist nicht tot! Sie ist lebendiger als je zuvor! Gott wirkt durch sie! Es ist sein Plan. Er wird sie segnen!

Unter Gottes allmächtiger Hand stehen wir als Gemeindeleiter und Gemeindeglieder zusammen und arbeiten Hand in Hand für die Mission. Beobachtet, wie Gott wirkt! Lernen wir, uns völlig auf seine Kraft zu verlassen! »Das Werk Gottes auf Erden kann nie zum Abschluss kommen, wenn nicht alle Männer und Frauen in unseren Gemeinden ihre Anstrengungen mit den Bemühungen der Prediger und Gemeindebeamten verbinden.« (Testimonies 9, 117; vgl. Zeugnisse 9, 113) Gott möchte uns in der größten missionarischen Öffentlichkeitsarbeit vereinen, die die Welt je gesehen hat. Der Spätregen des Heiligen Geistes wird fallen und das Werk wird vollendet werden.

Ihr Gemeindeglieder, lasst euer Denken vom Heiligen Geist revolutionieren. Nehmt den Missionsauftrag der Gemeinde jeden Tag in eure Hände und arbeitet mit den Gemeindeleitern und Pastoren zusammen. Beteiligt euch hundertprozentig. Macht nicht nur bei gemeindetechnischen Angelegenheiten mit. Ja, ihr müsst euch am inneren Wirken der Gemeinde beteiligen, damit sie weiter vorangeht. Mehr noch: Die Laien müssen hundertprozentig bevollmächtigt werden, die Last der Gemeindeevangelisation und der missionarischen Öffentlichkeitsarbeit zu tragen. Erzähle jemand von deiner Beziehung mit Jesus! Es ist Zeit nach Hause zu gehen! »Mach dich auf! Werde licht! Jesus kommt!« Befolgt Gottes Befehl: »Zieht durch den Jordan, weicht nicht zurück!«

Ihr jungen Leute in der Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten, dies ist euer Auftrag. Jesus ist euer Meister. Nutzt jede Gelegenheit für den Dienst im Namen Jesu an anderen! Befolgt Gottes Befehl: »Zieht durch den Jordan, weicht nicht zurück!«

Prediger, Therapeuten und Lehrer, ihr tut ein wunderbares Werk für den Herrn. Seid stark in Gottes Wort! Bleibt gegründet auf die Säulen der Adventbewegung Gottes! Befolgt seinen Befehl: »Zieht durch den Jordan, weicht nicht zurück!«

Ihr Männer, Frauen und Familien lasst nicht zu, dass irgendetwas sich in euer Zuhause einschleicht, das euch von Gottes Plan für euch und eure Kinder ablenkt! Wenn euch ein Fernseher, ein soziales Medium, eine Musik, ein Buch oder irgendetwas sonst von Jesus und seiner biblischen Wahrheit ablenkt, dann mustert es komplett aus! Befolgt Gottes Befehl: »Zieht durch den Jordan, weicht nicht zurück!«

Ich rufe uns alle in der Gemeinde auf, unsere Meinungsverschiedenheiten zur Seite zu legen und uns vor Gott zu demütigen. Es ist höchste Zeit, dass wir uns unter Jesus, unserer Gerechtigkeit, vereinigen!

»Gottes Mitarbeiter sollten sich in liebevollem Mitgefühl und Vertrauen miteinander verbinden. Wer irgend etwas sagt oder tut, was die Glieder der Gemeinde Jesu voneinander trennt, wirkt Gottes Absicht entgegen. Streit und Uneinigkeit in der Gemeinde und Unterstützung von Argwohn und Unglauben entehren Jesus.« (Counsels to Ministers, 145; vgl. Zeugnisse 9, 139) Gott hat durch Ellen White zu uns allen in inständiger Bitte gesprochen: »Mein Gebet ist, dass der Herr jedes Herz besänftigen und zähmen möchte … Wir dürfen uns nicht selbst erhöhen. Demütigen die Arbeiter ihre Herzen vor Gott, wird der Segen kommen.« (Testimonies 9, 219; vgl. Zeugnisse 9, 206)

Wenn wir uns unter Gottes Weisung vereinen, wird er seine Kinder auf so vielen Wegen auf der ganzen Welt zum Jordan führen, wie der Himmel das Leben vieler Einzelner berührt und das derer, die mit ihnen wiederum in Kontakt kommen. Ich denke an Tihomir Min, einen jungen bulgarischen Vietnamesen, den ich letztes Jahr in Hanoi traf. Er erzählte mir sein persönliches Zeugnis und seinen Weg zu Gottes Wahrheit, auf dem er sich immer noch befindet. Tihomir hatte Fragen über Gott und seine eigenen Wurzeln, während er in Bulgarien aufwuchs. Seine Mutter war Bulgarin, sein Vater Vietnamese. Als er zehn war, ließen sich seine Eltern scheiden. Auf seiner Suche nach Gott stand Tihomir vor Herausforderungen. Böse Geister griffen ihn an, als er Frieden finden wollte. Er betete, dass Gott ihm bitte helfen möge, falls es ihn wirklich gäbe. Plötzlich fand er Erleichterung und schöpfte Mut. Als er schließlich auf eine christliche Website stieß, wurde er auf einige aufbauende CDs und das Buch Der große Kampf aufmerksam. Er fand heraus, dass der Webmaster Siebenten-Tags-Adventist war. Das Buch Der große Kampf führte ihn zur Bibel, die ihn schon bald begeisterte. Sein Leben änderte sich. Er sagte: »Mein Leben änderte sich, als ich meine Augen aufmachte und nach Gott suchte.«

Tihomir fühlte sich gedrungen, nach Vietnam zu reisen. Er fand dort einen Teil seiner Familie, doch er entdeckte eine noch viel größere Familie: Gottes Familie. Während er in Vietnam war, durchlebte er einige schwierige Herausforderungen und suchte eine Gemeinde. Er versuchte eine Adventgemeinde zu finden, aber wir besitzen nicht ein einziges Gebäude in dieser Großstadt. Dort gibt es nur ganz wenige Gläubige. Die Südasien-Pazifik-Division, die Südostasien Union, die Vietnam Mission, die Generalkonferenz und andere haben Pläne, Gottes Werk in dieser wichtigen Hauptstadt auf solidere Füße zu stellen. Wenn jemand dabei behilflich sein möchte, darf er gerne die Südasien-Pazifik-Division oder unser Büro kontaktieren.

Tihomir suchte im Internet nach einer Adventgemeinde in Hanoi. Schließlich fand er einen Eintrag. Aber er wusste zu dem Zeitpunkt nicht, was wir wirklich glauben. Durch seinen Besuch wollte er es herausfinden. Er begann sich mit unserer kleinen sabbathaltenden Gruppe zu treffen, die vor allem aus Mitarbeitern von ADRA-Vietnam besteht. Weil diese Menschen Freude und Mut ausstrahlten, kam Tihomir weiterhin. Schließlich lernte er Jesus und unseren biblischen Glauben besser kennen. Überglücklich, endlich Frieden gefunden zu haben, ließ Tihomir sich taufen und schloss sich der kleinen Adventgemeinde in Hanoi an. Auf seiner Reise als Christ hat er immer noch seine Kämpfe und Schwierigkeiten, aber er gibt so vielen Menschen in den oberen Gesellschaftsschichten sein Zeugnis und lernt bei jedem Schritt des Weges mehr über das Leben mit Gott. Trotz seiner Probleme sagt er, das Beste in seinem Leben bisher war die Begegnung mit Gott. Betet für Tihomir und sein tägliches Leben mit dem Herrn, dass Gott auch ihn durch den Jordan ins Gelobte Land führt.

Ich denke an Dolores Slikkers, eine wunderbar liebevolle und großzügige Schwester unserer Gemeinde. Gemeinsam mit ihrem engagierten Mann Leon half sie so vielen Studenten, tiefen Sinn im Leben zu finden und Gott mit ihrem Beruf Ehre zu machen. Letzten März stand ein leerer Stuhl in einer Sitzung der Andrews University vor ihrem Namensschild und ein paar Blumen, die Niels-Erik Andreasen, der Direktor der Andrews University dort als Zeichen der Achtung und Hoffnung platziert hatte. Denn Dolores starb letzten Dezember bei einem Autounfall. Nun wartet sie auf ihren kommenden König, der sie durch den Jordan ins Gelobte Land führen wird mit Hunderten von Studenten, denen sie helfen durfte.

Ich denke an Ricky, einen jungen Gehörlosen aus Riberalta in Bolivien. Seine Gebete wurden erhört, als er auf eigene Faust die Bibel studierte. Winston Sarzuri, der Leiter der Abteilung für persönliche Mission und Evangelisation der ostbolivianischen Mission, und Robert Costa, der stellvertretende Predigtamtssekretär der Generalkonferenz, erzählen, dass Ricky die Gemeinde und ihre biblischen Lehren übers Internet kennen lernte. An der öffentlichen Schule, die Ricky besuchte, gab es mehrere Gehörlose. Unter den Schülern, die keine Behinderung hatten, war auch eine treue Siebenten-Tags-Adventistin. Sie hatte Gott gebeten, ihr zu zeigen, wie sie ihren Klassenkameraden Jesu Liebe, seine rettende Kraft und die damit verbundene freudige Hoffnung nahebringen konnte. Als sie erkannte, dass Ricky am Bibelstudium interessiert war, schaffte sie es in kürzester Zeit Gebärdensprache zu lernen, um ihm Jesus zu bezeugen. Sie erklärte ihm alles über Jesus auf Gebärdensprache, woraufhin er Jesus und alle unsere Glaubensgrundsätze annahm. Er wurde ein treuer Jünger und Bibellehrer, der die Adventbotschaft wieder acht anderen Gehörlosen brachte. Letzten April nahmen alle Gehörlosen aus dieser Schule an einer Evangelisation in Bolivien teil, die John Bradshaw von It Is Written hielt. Eine hohe Verwaltungsbeamtin, die für Gehörlose zuständig war, nahm an den Veranstaltungen als Übersetzerin in die Gebärdensprache teil und war beeindruckt davon, dass unsere Gemeinde sich für diese Gruppe der Gehörlosen interessierte. Nun interessiert sie sich auch für den Glauben der Siebenten-Tags-Adventisten. Sie und ihr tauber Mann sind in Kontakt mit unserem örtlichen Pastor, um bei der Erstellung adventistischen Materials für Gehörlose zu helfen. Es ist wichtig, dass wir Interesse für Gruppen mit Behinderungen zeigen! Nehmen wir uns Zeit für Menschen in besonderen Situationen, denen wir Jesus und seine kostbare Adventbotschaft nahebringen können. Als Frucht reift eine neue Gemeinde heran, der viele Gehörlose aus Santa Cruz, der größten Stadt Boliviens, angehören werden. Letzten April wurde Ricky getauft. Als er aus dem Wasser stieg, gestikulierte er vor Freude in Gebärdensprache und sagte der Welt, wie froh er darüber ist, dass er sein Leben Jesus anvertraut hat.

Liebe Mitgeschwister hier im Alamodome und vor den Bildschirmen auf der ganzen Welt, lasst euch nicht entmutigen auf dem Marsch zum Durchzugsort am Jordanufer. Wir nähern uns der Heimat! Wir sind fast da! Lasst euch nicht ablenken oder in Bestürzung versetzen! Geht voran voller Vertrauen auf den Schöpfer, den Erlöser, das Lamm und den Hohepriester, der uns auffordert »hinzuzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.« (Hebräer 4,16 Luther 84) Diese Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben, ist vielleicht für dich schon gekommen. Auf jeden Fall aber kommt sie in naher Zukunft auf uns zu, wenn wir der biblischen Prophetie glauben. Dann wird unsere Hoffnung und Rettung allein darin bestehen, dass wir uns völlig auf Jesus, den Fels, verlassen. Ihn brauchen wir auch jetzt in unserem weltweiten Werk der Verkündigung der dreifachen Engelsbotschaft, die uns vom Himmel anvertraut ist.

Jesus mit seiner Gnade, seiner Stärke, seiner unvergleichlichen Liebe und seiner Gerechtigkeit ist das Zentrum der drei Engelsbotschaften und die einzige Möglichkeit, den Jordan zu durchqueren. Verkündigen wir die herrlich tröstende und Mut machende Verheißung: »Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag. Sei stille dem HERRN und warte auf ihn. Entrüste dich nicht über den, dem es gut geht, der seinen Mutwillen treibt« (Psalm 37,5-7).

Gott ruft dich heute auf: Mach mit bei dieser letzten Verkündigung der Rettung durch Jesus, seiner guten Nachricht und seiner baldigen Wiederkunft!

Glauben wir Gottes Wort, glauben wir den prophetischen Büchern Daniel und Offenbarung, glauben wir dem Geist der Weissagung! Jesus kommt bald; was für ein Tag wird das sein! Ziehen wir durch den Jordan, weichen wir nicht zurück in Unglauben und Zynismus!

Wir werden durch die rechtfertigende und heiligende Kraft Jesu Christi und ihn allein gerettet – gerettet durch seine Gerechtigkeit. Gottes Heiligtumsdienst weist auf Jesus und seine Gerechtigkeit hin und sollte gründlich studiert und weitergegeben werden. Lasst uns in die Tiefe gehen in unserem Verständnis unseres Retters Jesu Christi! Halten wir uns fern von Oberflächlichkeit und der Idee, es reiche »Jesus« zu sagen, während man seine Lehren vernachlässigt. Meine Brüder und Schwestern, alle unsere biblischen Glaubensgrundsätze und -lehren haben Jesus zum Zentrum. Wir dürfen diese prophetische Botschaft weitergeben und Gott demütig um Erweckung und Reformation durch die Kraft des Heiligen Geistes bitten. Zieht durch den Jordan, weicht nicht zurück in Gesetzlichkeit, Mystik, Oberflächlichkeit oder bedeutungslose Emotionalität!

Die dreifache Engelsbotschaft will mit der Kraft des Heiligen Geistes von jedem von uns verkündigt werden. Lebt die Wahrheit, indem der Heilige Geist in euch wohnt und ihr eifrig die Bibel und den Geist der Weissagung studiert! Zieht durch den Jordan, weicht nicht zurück in weltliche oder unbiblische moderne Ideen über Theologie oder in ein gleichgültiges praktisches Christenleben!

Akzeptiert und fördert Gottes ganze Gesundheitsbotschaft, die uns körperlich, mental, sozial und geistlich zum Segen werden kann! Nutzt den rechten Arm der umfassenden Gesundheitsdienste, um Menschen durch das Mission-to-the-Cities-Programm und in den ländlichen Gegenden zu erreichen. Es begeistert zu sehen, wie offen Menschen für das Thema Gesundheit sind und wie sie ihr Leben und ihren Lebensstil dadurch ganz Gott hingeben. Zieht durch den Jordan, weicht nicht zurück in Zweifel, höhere Kritik, Fanatismus oder Formalismus!

Eines Tages, schon sehr bald, werden wir aufschauen und eine kleine, dunkle Wolke sehen, wie eines Mannes Hand. Sie wird größer und heller werden. Der ganze Himmel wird sich mit Millionen Engeln ausgießen für diesen Höhepunkt. Diese wunderbare Wolke wird von einem schillernden Regenbogen überragt und von Blitzen untermalt. Genau in der Mitte dieser unglaublichen Wolke wird der Eine sitzen, auf den wir gewartet haben, der Eine, an dem alles lieblich ist, unser Heiland und Herr, Jesus Christus, der als König der Könige und Herr der Herren kommt. Wir werden aufschauen und sagen: »Das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben« (Jesaja 25,9), und Jesus wird herabschauen und sagen: »Recht so, ihr guten und treuen Knechte! … Geht ein zur Freude eures Herrn« (Matthäus 25,21 Paraphrase). Endlich werden wir bei ihm sein und den Lohn der Gerechten erhalten, die sich ganz auf Jesus verlassen haben. Wir werden, bildlich gesprochen, den Jordan überqueren und die letzte Reise durchs All antreten, um ins Gelobte Land im Himmel einzugehen. In vollkommener Umgebung werden wir bei ihm sein und uns nie mehr trennen müssen, wie es in Offenbarung 22, dem letzten Kapitel der Bibel, verheißen ist. In Vers 3 bis 7 lesen wir: »Und es wird keinen Fluch mehr geben; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen; und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein. Und es wird dort keine Nacht mehr geben, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch des Lichtes der Sonne, denn Gott, der HERR, erleuchtet sie; und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig; und der HERR, der Gott der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll. Siehe, ich komme bald! Glückselig, wer die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt!«

Das sind Gottes Verheißungen für dich, für mich und für seine Gemeinde der Übrigen, für seine Adventbewegung. In jenes wunderbare Gelobte Land, das in Offenbarung enthüllt wird, werden wir ziehen, wenn wir abheben, um ihm in der Luft zu begegnen. Wir werden durch den Jordan ziehen und in den Himmel fahren, um dort für immer bei ihm zu sein. Was für ein Tag wird das sein! Durch die Gnade und Gerechtigkeit Jesu Christi möchte ich an jenem Tag dort sein!

Wenn du das auch wünschst, dich demütig Jesus auslieferst und seine Liebe und seine prophetischen Botschaften der Welt weitergibst, möchtest du dann aufstehen und mit mir vor Gott stehen?

Wenn wir uns den Händen Jesu, unseres allmächtigen Heerführers, anbefehlen, wird er uns durch den Jordan führen und ins Gelobte Land! Lasst uns die Welt erreichen mit der außergewöhnlich Guten Nachricht vom endgültigen Sieg durch das Blut und die Gnade unseres Schöpfers, Erlösers, Hohepriesters, kommenden Königs und besten Freundes, Jesus Christus! »Mach dich auf! Werde licht! Jesus kommt!«

Übersetzung: Kai Mester

Mit freundlicher Genehmigung aus Review and Herald, »Cross the Jordan … Don't Retreat«, 11.07.2015


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