• Im Gedenken an Martin Rösgen: In Vorfreude auf die Wiederkunft

    In Vorfreude auf die Wiederkunft

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    Ein Leben für Gott, Absturz in den Bergen, Nachruf auf YouTube. Von Timo Hoffmann

Freitag, 11 September 2020 – 05:16 Uhr

Der Mensch als ganzheitliches System: Von Gottes Atem belebter Staub

Von Gottes Atem belebter Staub

Adobe Stock - Janina Dierk

Beides ist notwendig, um zu leben. Von Kai Mester und Daniel Knauft

Die Bibel kennt keine Zweiteilung von Leib und Seele. Wie beschreibt sie dann die Natur des Menschen?

»Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, welche ihn fürchten; denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er denkt daran, dass wir Staub sind.« (Psalm 103,13.14)

»Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele (nefesh).« (1. Mose 2,7)

Professor Michael Lodahl von der Point Loma Nazarene University beschreibt die hebräische Vorstellung von der Natur des Menschen als »eine psycho-physische Einheit, einen Körper, der durch den רוח (ruach) oder Atem Gottes belebt wird«. (The Story of God, Kansas City (1994), S. 221)

Einheit mit verschiedenen Funktionen

»Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele (psyche) und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!« (Lukas 10,27)

»Gott … bewahre euren Geist samt Seele (psyche) und Leib unversehrt, untadelig für den Tag unseres Herrn Jesus Christus.« (1. Thessalonicher 5,23)

In dieser ganzheitlichen Sicht vom Menschen kann man Tod und Auferstehung mit dem Erlebnis bei einer Narkose veranschaulichen: Kurz nach der Spritze verliert man das Bewusstsein. Man träumt nichts, man spürt keinen Schmerz. In der Zeit der Narkose setzt jede Funktion des Bewusstseins aus. Sobald man wieder aufwacht, meint man, es sei nur ein Augenblick vergangen und alle mentalen Funktionen sind wieder da.

Die Bibel betrachtet den Menschen als ganzheitliches Wesen mit vielfältigen, vernetzten Systemen (Gefühle, Wille, Verstand, Gewissen, Leib). Beim Tod werden alle diese Funktionen ausgeschaltet. Erst durch einen neuen Körper kann ein Mensch seine Funktionen wieder gebrauchen.

»Im modernen Denken wird die Natur des Menschen als Einheit gesehen … Seine Seele, sein Ich oder seine Persönlichkeit ist lediglich eine Funktion seines Gehirns. Wenn das Gehirn stirbt, stirbt der Mensch und es bleibt nichts übrig, was weiterleben könnte.« (Steven H. Travis, I Believe in the Second Coming of Jesus, Grand Rapids, Michigan (1982), S. 198)

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