• Rom und die Impfpflicht: Erst die Impfung, dann der Weltklimatag

    Erst die Impfung, dann der Weltklimatag

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    Adventisten zwischen Staunen, Vorsicht, Trendsetting und Widerstand. Von Dr. Alberto Treiyer, Theologe, Autor und Experte auf den Gebieten Heiligtum und apokalyptische Prophetie

Mittwoch, 03 Februar 2021 – 13:24 Uhr

Die Bedeutung von Golgatha: Vom Steinaltar zum Kreuz

Vom Steinaltar zum Kreuz

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Paradigmenwechsel zur Sanftmut und Barmherzigkeit. Von Kai Mester

Von Abraham bis Mose bestanden die Altäre aus Erde oder unbehauenen Steinen. Im Wüstenheiligtum, der Stiftshütte, war der Brandopferaltar aus bronziertem Akazienholz sowie 2,50 x 2,50 m breit und 1,50 m hoch. Die Maße des Bronzealtars im salomonischen Tempel betrugen mehr als das Vierfache. Hesekiel sah in seiner Vision einen noch schöneren dreistufigen Altar. Im herodianischen Tempel schließlich stand wieder ein Altar aus unbehauenen Steinen, wenn auch mit noch größeren Ausmaßen. (2. Mose 20,24.25; 27,1; 2. Chronik 4,1; Hesekiel 43,13 ff.)

Jesus von Nazareth

Bevor der letzte Tempel im Jahr 70 n. Chr. von den Römern zerstört wurde, besuchte ein einfacher jüdischer Rabbi dieses Gotteshaus. Er und später seine Jünger lehrten dort, wie man den Weg zum wahren Leben findet. Doch dieser Rabbi war mehr als ein Lehrer. Der Prophet Johannes sagte über ihn: »Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!« (Johannes 1,29)

Morija – Altar – Golgatha

Jesus von Nazareth wurde zum Zeitpunkt, als man das Passahlamm im Tempel schlachten wollte, vor den Toren Jerusalems ans Kreuz geschlagen, eine der grausamsten Hinrichtungsarten, die dem Sonnengott huldigte. Die damalige jüdische Führung meinte, sie hätte sich ihres Sympathierivalen entledigt. Es handelte sich aber nicht um eine normale Kreuzigung, bei der bloß ein Mensch beseitigt worden wäre.

Jesus war das Lamm, das die Tieropfer der Patriarchen versinnbildlicht hatten. Auf ihn wies das Lamm hin, dessen Blut beim Exodus an den Türpfosten die Israeliten vor dem Tod bewahrt hatte. »Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird«, trug er freiwillig sein Kreuz zur Hinrichtungsstätte Golgatha, er leerte den Becher bis zur Neige, »bis zum Tod am Kreuz« (Jesaja 53,7; Philipper 2,8).

Was geschah hier? Wir haben den Einzigen ans Kreuz geschlagen, der ein Leben der selbstlosen Liebe geführt hat, den Einzigen, der uns Gottes wahres Wesen so deutlich gezeigt hat.

Licht und Finsternis

»Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.« »Er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt … die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten.« (Johannes 3,16; Jesaja 53,5)

»Jesus wurde so behandelt, wie wir es verdienen, damit wir behandelt werden, wie er es verdient. Er wurde für unsere Sünden verdammt, an denen er nicht teilhatte, damit wir durch seine Rechtschaffenheit gerecht werden, an der wir nicht teilhatten. Er erlitt unseren Tod, damit wir sein Leben empfingen. ›Durch seine Wunden sind wir geheilt.‹ (Jesaja 53,5)« (Ellen White, Desire of Ages, Seite 25)

An Golgatha war nicht nur die jüdische Führung, sondern jeder Mensch beteiligt. Jede Sünde – jeder Mord, jede Vergewaltigung, jede Lüge, jede Lieblosigkeit – hat Jesus ans Kreuz geschlagen und lässt das Herz der Liebe Gottes bluten. Golgatha beweist, dass der Mensch in seiner Gottferne nicht davor zurückschreckt, den Einzigen zu töten, der uns die selbstlose Liebe offenbart hat.

Jesu Opfertod zeigt, dass Gottes Liebe gewaltlos ist. Er betete für die Soldaten, die ihn kreuzigten, ja für alle Menschen, die ihn mit ihren Sünden im Prinzip mit ans Kreuz nagelten: »Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.« (Lukas 23,34) Er verkörperte die Lehren seiner eigenen Bergpredigt: »Selig sind die Leid tragen … die Sanftmütigen … die Barmherzigen … die Friedfertigen … die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden …« (Matthäus 5,4-10) Wer Jesus vertraut und an seine Verdienste glaubt, dem sind seine Sünden vergeben, den macht er sanftmütig, barmherzig und friedfertig.

Morija: Sieg über die Finsternis

Jesus stand von den Toten auf. Er ist der Weg zum Leben. Die Botschaft von Morija hat gesiegt: Die Erlösung geschah, wie bei Abraham vorausgeschattet, durch ein »makelloses Opfer« (Hebräer 9,14; vgl. a. Koransure 37,107).

Deshalb schreibt der Apostel Paulus: »Weil ihr Gottes Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf … mit eurem ganzen Leben für Gott da zu sein. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist die angemessene Antwort auf seine Liebe.« (Römer 12,1 HFA)

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