• Rom und die Impfpflicht: Erst die Impfung, dann der Weltklimatag

    Erst die Impfung, dann der Weltklimatag

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    Adventisten zwischen Staunen, Vorsicht, Trendsetting und Widerstand. Von Dr. Alberto Treiyer, Theologe, Autor und Experte auf den Gebieten Heiligtum und apokalyptische Prophetie

Donnerstag, 18 Februar 2021 – 09:12 Uhr

Juli Edelstein über Ungeimpfte: You Will Be Left Behind

You Will Be Left Behind

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Israelischer Gesundheitsminister twittert Warnung. Von Kai Mester

Am Dienstagmorgen [16. Februar] twitterte Juli Edelstein, der Gesundheitsminister des Staates Israel: »Wer sich nicht impfen lässt, bleibt zurück. Das Corona-Kabinett hat unsere Haltung bekräftigt, dass nur Geimpfte und Genesene sich in Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen vergnügen dürfen. Gehen Sie zum Impfen!«

Welche Einstellung man auch immer zum Thema Corona-Impfung vertreten mag, die Wortwahl weckt Assoziationen.

Zurückbleiben heißt den Kürzeren ziehen, leer ausgehen, auf der Strecke bleiben, ins Hintertreffen geraten, das Nachsehen haben.

Die Übrigen: ein biblisches Motiv

Der hebräische Ausdruck רוחאמ ראשיי (jisch'ar me'achor) heißt wörtlich: der bleibt hinten übrig. Die Bibel spricht oft vom Überrest, von den Übrigen, aber auch davon, dass ihnen Gott beisteht. Zum Beispiel im Buch des Propheten Jeremia: »Und ich will die Übriggebliebenen meiner Herde sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie verstoßen habe, und will sie wiederbringen zu ihren Weideplätzen, dass sie fruchtbar sein sollen und sich mehren.« (23,3)

Im letzten Bibelbuch wird sogar eine Zeit vorausgesagt, in der weltweit Menschen, die bestimmten Aufforderungen nicht nachkommen, weder kaufen noch verkaufen können, ja getötet werden sollen (Offenbarung 13,15-17). Doch gerade dieser Menschen nimmt sich Gott an und schenkt ihnen ewiges Leben (Offenbarung 15,2-4; 20,4-6).

Endkrise wird immer vorstellbarer

Die Coronakrise kann dazu dienen, dass die angekündigten Endzeitereignisse vorstellbar und Menschen auf die Zuverlässigkeit von Gottes Wort aufmerksam werden. Denn so nahe dran an einem globalen Szenario, wie es die Bibel beschreibt, waren wir noch nie gewesen – auch wenn in der letzten Auseinandersetzung das Thema Glaubens- und Gewissensfreiheit noch ganz andere Dimensionen annehmen wird.

Der Blick aufs Wesentliche

Die Aussätzigen im alten Israel hatten unfreiwillig den Kürzeren gezogen und konnten am gesellschaftlichen und kulturellen Leben nicht teilnehmen, sondern führten ein Leben der Quarantäne. In anderen Kulturen ging es ihnen nicht besser. Doch Jesus von Nazareth brach das Tabu, berührte sie und brachte ihnen Heilung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Damit inspirierte er Menschen wie Dr. Ida Scudder und Dr. Paul Brand, sich in ungeahntem Ausmaß für Aussätzige, ihre Heilung und Wiedereingliederung einzusetzen.

Dieses Beispiel kann auch uns ermutigen, in der heutigen Situation ein Herz für Menschen zu haben, die in irgendeiner Weise ins Hintertreffen geraten und leer ausgehen. Wir finden sie oft schon im engsten Umfeld. Lassen wir uns von den heißen Eisen der Gegenwart nicht die Augen so blenden, dass wir Jesus aus den Augen verlieren und deshalb auch an diesen Menschen und ihren Bedürfnissen vorbeigehen.


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