• Aus dem Leben eines modernen Missionars (Tawbuid-Projekt auf Mindoro – Teil 65): Emanuel wird Missionar

    Emanuel wird Missionar

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    … und erlebt Gottes heilende Kraft. Von John Holbrook

Freitag, 26 Juli 2019 – 08:01 Uhr

Nudeln, Gartenfest und Prophetie: Am Menschen dran

Am Menschen dran

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Durch Geselligkeit zum Segen werden. Von Heidi Kohl

»Warum zählt ihr Geld dar, für das was kein Brot ist, und sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben.« (Jesaja 55,2)

In diesem Artikel geht es diesmal um Vollkornnudeln, ein Gartenfest besonderer Art und um eine Prophetietafel. Das kam so: Vergangenen Winter war ich öfters bei meinen Kindern in der Obersteiermark. Dort lernte ich in der Adventgemeinde Weyer den Nudelfabrikanten Peter Kiesenhofer mit seiner Frau Barbara kennen. Er hielt die Predigt am Sabbat und erzählte von seiner Bekehrung vom Sparmarktbesitzer zum Sabbathalter und Nudelfabrikanten und baute außerdem zu meiner Freude das prophetische Wort in seine Predigt ein. Nach dem Gottesdienst und beim Mittagessen kamen wir in ein intensiveres Gespräch und ich erzählte von unserer Tofurei und meiner Soja-und Tofubroschüre, die ich 1991 geschrieben hatte. Ich machte ihm den Vorschlag, für seine Arbeit eine Nudelbroschüre zu schreiben. Als er von mir vernahm, dass ich 14 Jahre lang Leute zu Gesundheitsmissionaren ausbildete, sagte er spontan, dass er auch ausgebildet werden möchte.

Vollwertige, vegane Nudelgerichte und eine Konzertplanung

Sofort nach Beendigung der Ausbildung, das war Anfang April, fing ich mit dem Ausprobieren von Rezepten und dem Schreiben an. Ich besorgte mir eine gute Kamera und fotografierte jedes Menü. Peter schickte mir sein Vollwert-Nudelsortiment und so begann ich zu kochen. Ende Mai kam dann Jenny aus Stuttgart angereist, um mir bis zu ihrer Amerikareise im Garten zu helfen und um sich auf die Konzerttour mit Derrol Sawyer vorzubereiten. Sie fragte mich, ob Derrol für ein Gesundheitsprogramm nach St. Peter kommen könne, er würde hier dafür Konzerte geben.

Sofort nahm ich mit verschiedenen Leuten Kontakt auf, und wir organisierten für zwei Sabbate im Haus Daniel eine Veranstaltung mit Verkündigung. Als ich so ungefähr mit der Nudelbroschüre bei der Hälfte angekommen war, gab der HERR mir den Gedanken, ein Gartenfest zu veranstalten. Hier könnte ich die Nudelbroschüre vorstellen, ein Nudelbüffet errichten und zur musikalischen Umrahmung würden Derrol und Jenny singen. Dann kamen mir aber Bedenken, ob es richtig sei, in dieser ernsten Zeit ein Gartenfest zu veranstalten? Zur selben Zeit studierte ich gerade im Leben Jesu die Hochzeit von Kanaan und las Folgendes:

»Durch Geselligkeit und Gastfreundschaft kommt die ganze Welt mit der Evangeliumsbotschaft in Berührung, und jeder, der von dem göttlichen Licht berührt wurde, muss den Pfad jener zu erhellen suchen, die nichts von dem Licht des Lebens wissen. Wir alle sollten Zeugen für Jesus werden. Unser Einfluss muss durch die Gnade Christi geheiligt, verstärkt werden, um Seelen für den Heiland zu gewinnen. Die Welt soll sehen, dass wir nicht selbstsüchtig nur in unseren eigenen Belangen aufgehen, sondern wünschen, dass auch andere die gleichen Segnungen und Vorrechte genießen wie wir. Sie sollen sehen, dass unsere Religion uns nicht unfreundlich oder streng macht. Mögen alle, die bekennen, Christus gefunden zu haben, wie er dem Wohl der Menschen dienen … Wir dürfen uns einem geselligen Verkehr nicht entziehen und uns nicht von anderen abschließen.« (Leben Jesu 138-139)

Das ganze Kapitel 15 war für mich die Bestätigung, dass ich ein Gartenfest besonderer Art veranstalten sollte. Jenny half mir in der Gartenarbeit und bei allen Vorbereitungen. Durch Gottes Gnade wurde am 6. Juni die Nudelbroschüre fertig. Sofort sandte ich Einladungen zum Gartenfest hinaus. Ich bat Jenny die Lieder von Derrol zu übersetzen und dann auch vorzutragen, da die Leute ja sonst kein Wort verstehen würden. Plötzlich bekam ich von meinem Sohn einen Anruf mit der Bitte, ob sie als ganze Familie mit der Verwandtschaft aus Südtirol am Gartenfest teilnehmen könnten, da sie mit uns ihr 25-jähriges Hochzeitsjubiläum feiern möchten. Das bedeutete zusätzlich zu den Gästen, die am Nachmittag zum Gartenfest kommen würden, ein volles Haus mit 14 Personen. Das war eine große Herausforderung.

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Das Gartenfest sollte aus mehreren Abschnitten bestehen:
1.) das Konzert mit Derrol und Jenny,
2.) die Vorstellung der Nudelbroschüre und
3.) das 25 jährige Hochzeitsjubiläum.

Schon Wochen vorher begann ich mit allen Vorbereitungen und so verlief alles nach Plan – außer einem gesundheitlichen Zwischenfall: Bei uns war gerade Heuernte und heißes, trockenes Wetter. Es wirbelte nur so den Staub und die Pollen durch die Luft. Und als Derrol ankam, bekam er durch diese Umstände einen starken Allergieanfall und verlor dabei seine Stimme. Nun hofften und beten wir um Genesung und taten unser Übriges, um seine Beschwerden zu lindern. Es gab dann eine leichte Besserung, aber er musste seine Stimme schonen, denn gerade die hohen Töne waren einfach noch nicht möglich. Doch wir dankten Gott, dass dann am 20. Juni das Konzert doch möglich war.

Das Gartenfest

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Wir luden Nachbarn, Geschwister, Freunde und Verwandte zu diesem Konzert ein. Wir rechneten mit 30–50 Personen, und gekommen sind dann tatsächlich 46 Leute. Die Vorbereitungen für das Nudelbüffet liefen auf Hochtouren und alle Verwandten und Kinder halfen mit, sodass wir pünktlich fertig wurden. Schon trudelten die Gäste ein. Es war für viele ein freudiges Wiedersehen und wir konnten feststellen, dass die Hälfte keine Adventisten waren. Ich konnte eine Verstärkeranlage mit Mikrofonen organisieren und die Techniker aus Südtirol bauten die Anlage auf. Alles funktionierte perfekt.

Als ich meine Begrüßung begann, konnte jeder mich gut hören und verstehen. Ich erzählte, wie alles zustande kam, und dass ich vor ein paar Monaten noch keine Ahnung hatte, was das heurige Jahr bringen würde, vor allem keine solchen Überraschungen. Ich erzählte, dass ich Jenny erst seit März kenne und den Nudelfabrikanten seit Dezember. Niemals hatte ich gedacht, noch einmal eine solche Veranstaltung durchzuführen, da sie ja mit viel Aufwand verbunden sei. Aber mit fleißigen Helfern ist alles möglich. Dann stellte ich Derrol und Jenny vor, und sie begannen mit ihren Liedern. Jenny sprach mit ihrer melodischen Stimme die deutschen Texte und begleitete diese auf der Gitarre. Danach sangen beide die Lieder auf Englisch. Es waren wunderbare evangelistische Texte dabei.

Zur Einleitung gab es das Lied »Sammle die Rosen, Lilien und Nelken …« – denn die Dornen verwunden und bringen Leid. Dann gab es ein Lied mit der Einladung an einen ruhigen Ort zu gehen, um Gott dort zu begegnen, »Gib deine Sorgen ab« war ein weiteres Lied und das »Gebet des Sünders«, sowie »Ich gab mein Leben für dich«. Ich habe die Gesichter der Gäste beobachtet, und auch später kamen nur positive Meldungen. Eine sehr schwer kranke junge Frau war dabei. Sie nahm die Lieder begierig auf und sagte später, dass sie tief berührt wurde. Sie kam am nächsten Tag zu mir und teilte mir mit, dass es ihr gesundheitlich bereits viel besser gehe, denn bei ihrem Leiden kann nur Gott helfen. Vor einem Jahr hatte ich sie zum Essen eingeladen, mit ihr gebetet und ihr das Gleiche gesagt. Ja, manchmal müssen wir viel Geduld aufbringen und warten lernen, bis Menschen bereit sind, den HERRN zu suchen.

Im 2. Teil des Gartenfestes, bat ich meinen Sohn etwas über eine glückliche Ehe zu sagen, nachdem er nun schon 25 Jahre glücklich verheiratet ist. Ich fragte ihn, ob er uns sein Geheimnis verraten möchte. Er erzählte wie er seine Frau kennen lernte und wie sie miteinander umgehen, dass Gott für beide eine zentrale Stelle einnimmt, dass Wertschätzung, Respekt und Versöhnung wichtige Elemente in einer glücklichen Ehe sind.

Im 3. Teil des Gartenfestes stellte ich die Nudelbroschüre vor und das Nudelbüffet und besprach die verschiedenen Rezepte, aber auch die windgetrockneten Vollkornnudeln von Peter und Barbara Kiesenhofer (www.windgetrocknet.com). Ich erzählte von meiner Arbeit als Gesundheitslehrerin und wie wichtig es sei, sich vollwertig zu ernähren, denn durch Weißmehlprodukte gehen 80% der Mineralien verloren und 50% der B-Vitamine. Peter und Barbara haben ein großes Sortiment an Dinkel- und an glutenfreien Nudeln, vor allem aus Hülsenfrüchten wie Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Mungobohnen und Lupinen. Sie liefern ein vollkommenes Eiweiß durch die Kombination von Getreide und Hülsenfrüchten (Methionin und Lysin). Kommt noch Gemüse dazu, dann trägt das zu einem ausgeglichenen Säure-Basenhaushalt bei.

Als ich das alles so erklärte, sah ich das große Interesse an den Gesichtern der Gäste. Ich betonte, dass die meisten Rezepte meiner Broschüre sehr schnell und leicht zu kochen seien, aber vor allem vollwertig, schmackhaft und gesund. Die Schäffler-Nudeln von den Kiesenhofers sind außerdem ein besonderes Geschmackserlebnis. Durch die Windtrocknung werden die Aminosäuren nicht verändert, was sich gesundheitlich und geschmacklich niederschlägt.

Nun eröffnete ich das Büffet mit einem Dankgebet an den Geber aller guten Gaben, an unseren Schöpfer und Erhalter, der es so gut mit uns meint, und alles wunderbar wachsen lässt. Das Büffet bestand aus einer Gemüsesuppe mit Rote-Linsen-Spaghetti, einem Makkaroni-Auflauf, verschiedenen Nudelsalaten und einigen leichten Desserts. So konnte man z.B. die Haferfusilli als Frühstückgericht mit Sojaghurt und Erdbeeren genießen.

Rezept vom Rucola-Nudelsalat

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Zutaten: 50 g Rucola, 30 g Meerrettich, 30 g Cashewkerne, Zitronensaft (½ Zitrone), 1 TL Kräutersalz, 100 g Makkaroni. Zubereitung: Makkaroni in Salzwasser 5 Min. kochen, Wasser abschütten, durchspülen und kaltstellen. Marinade: Cashewkerne pulverisieren, Wasser, Zitronensaft und Kräutersalz dazugeben, cremig mixen. Rucola halbieren, Meerrettich fein reiben und alles miteinander vermischen.

Prophetietafel und Selbstversorger

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Seit dem Sommer 2018 lasen wir in zwei verschiedenen Hauskreisen Christus kommt bald von Ellen White. Daraufhin kam mir die Idee eine Tafel anzufertigen auf der die verschiedenen Ereignisse in Abschnitten zugeordnet sind, wie sie auch im Buch vorkommen. Wir mussten bereits einige Kopien anfertigen lassen, weil das Interesse so groß war. Viele Geschwister haben überhaupt keine Ahnung, aber etliche sind begierig und fangen bereits an, einiges umzusetzen. Wir haben auch einen regen Austausch über Prophetie, Landwirtschaft und Selbstversorgung und tauschen Pflanzen und Samen aus.

Ein weiteres Ergebnis meiner Arbeit in St. Peter: Aus der Nachbarschaft haben sich vier junge Familien bei mir angemeldet, um für ihre Kinder vegetarisches Kochen zu lernen.

Ich wünsche Euch eine gesegnete Sommerzeit, stille Zeit zum Studieren, eine ruhige Zeit zum Erholen und viel Freude am Zeugnisgeben und an der Mission.

Mit lieben Maranathagrüßen,
Eure Heidi

Rundbrief Nr. 82, HOFFNUNGSVOLL LEBEN, Kräuter und Kochwerkstatt – Gesundheitsschule, 8542 St. Peter im Sulmtal Nr. 145, Haus Eden, Mobil: +43 (0)664 3944733, , www.hoffnungsvoll-leben.at


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