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    Zu viel Liebe?

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    Vom Nachteil der Kurzzeitmission. Von John Holbrook

Mittwoch, 01 Mai 2019 – 18:47 Uhr

Gesundheitsausbildung in Österreich: Nach fünf Jahren Pause ein »Schritt in den Jordan«

Nach fünf Jahren Pause ein »Schritt in den Jordan«

Von links: Franziska, Heidi und das Helferteam

Ein bewegender Rückblick auf eine weitere Ausbildung zum Gesundheitsmissionar zeigt, was Gott für die tut, die ihm dienen und vertrauen. Von Heidi Kohl

»Schmecket und sehet wie freundlich der HERR ist, wohl dem, der fest auf ihn vertraut.« (Psalm 34,9)

Nach fünfjähriger Pause hatten wir vom 17. März bis 7. April 2019 wieder eine Ausbildung zum Gesundheitsmissionar. Bereits im Herbst bekundeten zwei Personen ihr Interesse. Ich war mir zu diesem Zeitpunkt aber nicht sicher, ob ich dieser Herausforderung gesundheitlich wirklich gewachsen wäre. Gott hat dann im Januar ein Wunder an mir getan, sodass ich unter viel Gebet den »Schritt in den Jordan« wagte.
Nachdem ich das Datum für die Ausbildung bekannt gegeben hatte, fanden sich in kurzer Zeit acht Personen, die daran teilnehmen wollten. Da der Platz in meinem Haus für so viele Personen aber nicht ausreicht, war ich froh, als es dann bei sechs Personen blieb. Wochenlang bereitete ich alles vor, stellte das Unterrichtsprogramm neu zusammen und war intensiv damit beschäftigt, auch für das leibliche Wohl etwas vorzubereiten.
Intensives Beten war nun für das Gelingen angesagt, denn: »An Gottes Segen ist alles gelegen!« Franziska Herceg war ganz spontan bereit, einige Unterrichtseinheiten zu übernehmen, was sich als sehr segensreich erwies. Immer, wenn es schien, dass mir die Luft ausging, konnte ich mich in der Zeit, in der sie unterrichtete, wunderbar erholen. Einmal schlief ich so fest ein, dass ich nicht mehr wusste, wo ich war.

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Heidi und Franziska

Der erste Teil der Ausbildung hatte den Schwerpunkt »Ernährung und Lebensstil«. Im zweiten Teil, der erst im Herbst stattfinden wird, geht es um »Kräuter« und »Fasten, Reinigen und Entschlacken«. Es ist ein Programm, das die Bibel und den Geist der Weissagung zum zentralen Inhalt hat.
Der Unterricht fand im ersten Stock im Kräuterzimmer statt, der als Vortragsraum für kleine Gruppen von sechs Personen geeignet ist.

Bärlauch-Exkursion

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Bärlauch-Exkursion mit Franziska

Gleich in der ersten Woche führte Franziska mit uns eine Bärlauch-Exkursion durch, bei der wir jede Menge von diesem wunderbaren Kraut sammelten. Wir bereiteten Bärlauch-Suppe, Bärlauch-Smoothie, Bärlauch-Pesto oder Bärlauch-Laibchen zu. Vor allem die Laibchen und die Suppe schmeckten allen überaus gut. Franziska klärte uns über die Inhaltsstoffe des Bärlauchs auf und über die giftigen Doppelgänger wie Herbstzeitlose und Maiglöckchen.

Unser Tagesablauf

Wir begannen den Unterrichtstag mit Gymnastik, die wir mit gesungenen Bibeltexten begleiteten, und studierten anschließend das Wort Gottes, vor allem Texte, die im besonderen Zusammenhang zur Ausbildung stehen. Hier spielten die Themen »Medizinische Missionsarbeit«, »Charakterbildung« und »Jesus unser Vorbild« eine große Rolle. Nach einem vollwertigen, veganen Frühstück, das immer jemand aus der Gruppe zubereitete, und einem kurzen Spaziergang, begann um 9 Uhr der Unterricht mit zwei Unterrichtseinheiten von je 1 1⁄2 Stunden.
Um 13.30 Uhr gab es das gemeinsam zubereitete Mittagessen und anschließend eine Pause bis zum Kochkurs um 16.30 Uhr. In der ersten Woche kochten wir jeden Nachmittag viele verschiedene Rezepte, stellten Sojamilch selbst her und übten Brotbacken und das Herstellen von leckeren, veganen Aufstrichen. Dabei war der Bohnenaufstrich der Renner. Wir mussten immer wieder für Nachschub sorgen.

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In der Küche

Der Tag endete meistens mit einem gemütlichen Beisammensein mit viel Gesang, Lobpreis und persönlichen Erfahrungen. Es waren tiefe geistliche Stunden. Jenny erfreute uns mit Bibelabschnitten, die sie mit ihrer schönen Stimme sprach und mit ihrer Gitarre begleitete. Auch ihre handgefertigten Tischkärtchen mit Bibeltexten bereicherten uns täglich sehr.

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Jenny mit der Gitarre

In der zweiten Woche führten wir am Nachmittag Wasseranwendungen, Massagen und Gymnastik durch. Als Gymnastikraum diente uns der ausgebaute Dachboden. Es gab wirklich viel zu lernen und zu üben.

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Gymnastik

Die dritte Woche widmeten wir nachmittags der Gartenarbeit. Wir entfernten das Unkraut, verteilten die Komposterde und das Urgesteinsmehl und legten die Kartoffeln in die Erde. Gleich darauf kippte das Wetter und es gab den heißersehnten Regen. Der Süden Österreichs hatte eine extreme Trockenperiode von mehreren Monaten durchgemacht. Die Äcker waren staubtrocken und die Bauern bereits verzweifelt. Aber Gott sorgte zur rechten Zeit für einen guten Regen.

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Gartenarbeit

Öffentlicher Vortrag in Marias Kräuterstube

In der dritten Woche sollte ich in Lieboch einen Vortrag über das Entschlacken mit Kräutern durchführen. Auch die angehenden Gesundheitsmissionare trugen etwas dazu bei. Margarethe sprach über frisch gepresste Säfte und deren Wert beim Entschlacken; Julia erklärte den Kräuter-Smoothie. Zum Schluss sangen wir das Lied: »Ein fröhlich Herz ist die beste Medizin« und schlossen mit einem Gebet ab. Es war ein sehr gesegneter Abend und die Gäste blieben noch lange zu Gesprächen.

Krautschau mit Franziska

Für den 7. April war bei Franziska im Nachbarort eine Kräuterwanderung angesagt. Unsere Gemeinde beteiligte sich daran durch die Liga »Leben und Gesundheit«, meine Studenten waren dabei, und wir luden Nachbarn, Kursteilnehmer der Liga und Freunde dazu ein. Noch nie hatte Franziska so viele Teilnehmer in St. Martin. Es kamen weit mehr als 20 Leute! Wir lobten und priesen Gott, der unsere Gebete erhörte und auch das Wetter lenkte.
Franziska ist sehr beliebt bei ihren Nachbarn; sie überzeugt mit ihrem Kräuterwissen und ihrer Liebe und Hingabe für diese Gaben Gottes. Das spürt man förmlich, wenn man sie sprechen hört. Heute, wo die meisten Menschen so viel über Evolution hören, ist es wichtig, immer wieder auf unseren Schöpfer hinzuweisen.

Mein Helferteam

Zum Abschluss möchte ich noch erwähnen, was für ein Segen die männlichen Teilnehmer Peter und Helmut für mich waren. Beide bemühten sich unermüdlich, Reparaturen am Haus durchzuführen und mir die schweren Arbeiten abzunehmen. Helmut nahm mir Wege ab, fuhr mit mir viermal nach Leutschach, um Erde zu holen, und das gesamte Team half mit, die Hochbeete und Kräuterringe mit Gartenerde aufzufüllen.
Ursprünglich wollte mein Bruder am 7. April kommen, um mir bei diesen Arbeiten zu helfen. Leider verhängte sein Betrieb kurzfristig eine Urlaubssperre für April, sodass er mir schweren Herzens absagen musste. Aber Gott hatte bereits vorgesorgt, denn Helmut, seine Tochter und auch Jenny wollten unbedingt noch länger bleiben und bei der Gartenarbeit helfen. Zum Schluss kam noch Else aus Stuttgart mit dem Flixbus angereist, um mir nach Ende des Kurses bei allen Putz- und Aufräumarbeiten beizustehen. Ich kann immer nur staunen, welchen wunderbaren Vater wir haben und was er ständig für uns tut, vor allem für die, die ihm vertrauen.

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Helferteam

Während der gesamten Ausbildung begleiteten uns die Verheißungen Gottes. Er sagt uns durch sein Wort: »Glaubt an den HERRN, euern Gott, so werdet ihr sicher sein; glaubt seinen Propheten, so wird es euch gelingen.« 2. Chronik 20,20.

Mit diesem Text verabschiede ich mich und wünsche euch Gottes Segen. Möge die Gnade Gottes bei euch sein und der Gott des Friedens euch für sein baldiges Kommen zubereiten, segnen und helfend zur Seite stehen bei allen euren Vorhaben!

Rundbrief Nr. 82, HOFFNUNGSVOLL LEBEN, Kräuter und Kochwerkstatt – Gesundheitsschule, 8542 St. Peter im Sulmtal Nr. 145, Haus Eden, Mobil: +43 (0)664 344733, www.hoffnungsvoll-leben.at


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