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Freitag, 10 April 2015 – 09:12 Uhr

Ernährung und Vegetarismus aus biblischer Sicht: Sehnsucht nach dem Paradies

Sehnsucht nach dem Paradies

Photo: © og-vision - iStockphoto.com

Sehnsucht nach dem Paradies? Wer hat das nicht?!
Doch was ist das Paradies? Schlaraffenland, siebter Himmel, Jungfrauen oder Nirwana? Von Kai Mester

Sehnsucht nach dem Paradies? Wer hat das nicht?!
Doch was ist das Paradies? Schlaraffenland, siebter Himmel, Jungfrauen oder Nirwana? Und wo ist das Paradies? Auf diese Fragen geben die unterschiedlichsten Ideologien verschiedene Antworten bis hin zu der Aussage: Es gibt gar kein Paradies.

Dennoch ist sie da, die Sehnsucht nach dem Paradies, nach Freiheit von Tränen, Tod, Leid, Geschrei und Schmerz – die Sehnsucht nach einem von Bächen durchzogenen Garten voller zahmer Tiere und saftiger Früchte. Dieses Paradies wird im ersten Buch Mose beschrieben, dem ersten Teil der Tora und Beginn der Bibel.

»Mensch, das ist ja paradiesisch!«, sagen wir, wenn wir unberührte Natur, Farbenpracht, reichen Pflanzenwuchs sehen, wenn wir die Stimmen der Natur hören, Eindrücke wahrnehmen, die unseren Augen und Ohren wohltun. »Himmlisch!«, rufen wir aus, wenn wir kühles Nass in warmem Klima auf der Haut spüren und Frühlingsdüfte riechen dürfen. Paradiesisch und himmlisch finden wir aber insbesondere alles, was unserem Gaumen wohltut.

Saaten und Früchte

Die paradiesische Ernährung wird im ersten Buch Mose so beschrieben:

»Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.« (1. Mose 1,29 Luther 84)

Welche unserer heutigen Nahrungsmittel gehören in diese paradiesische Kategorie?

Getreide wie Weizen, Mais und Hirse;
Ölsaaten wie Leinsamen, Sesam und Sonnenblumenkerne;
Nüsse wie Mandeln, Pistazien und Esskastanien;
Fruchtgemüse wie Paprika, Tomaten und Kürbisse;
Hülsenfrüchte wie Erbsen und Erdnüsse;
Kernobst wie Äpfel und Birnen;
Steinobst wie Pfirsiche und Kirschen;
Beerenobst wie Himbeeren und Heidelbeeren und exotische Früchte wie Bananen, Orangen und Mangos.
Himmlisch! Paradiesisch!

Das verlorene Paradies

Warum ernähren wir uns heute nicht ausschließlich von dieser Paradieskost? Wie hat sich der biblische Speisezettel über die Jahrtausende entwickelt? Ausbeutung und Tod haben in unserer Küche Einzug gehalten. Tiere müssen leiden, Blut fließt, um den Hunger der Menschen zu stillen.

Die ganze Schöpfung leidet und sehnt sich nach Befreiung, erklärt Paulus in seinem Brief an die Römer (8,19-22).

Sehnsucht nach dem Paradies

Schon die Propheten sagten die Rückkehr paradiesischer Zustände voraus:

»Israel wird blühen und grünen, und sie werden den ganzen Erdkreis mit Früchten füllen.« (Jesaja 27,6)

»An jenem Tag, spricht der Herr der Heerscharen, werdet ihr einander einladen unter den Weinstock und unter den Feigenbaum.« (Sacharja 3,10)

»Denn der Herr tröstet Zion; er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüsten wie Eden und ihre Steppe wie den Garten des Herrn. Freude und Wonne, Danklied und Lobgesang wird darin gefunden werden.« (Jesaja 51,3)

»Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes; denn die Auen der Steppe sollen grünen, und die Bäume sollen ihre Früchte tragen, der Weinstock und der Feigenbaum, so viel sie nur können.« (Joel 2,22)

»Sie werden Häuser bauen und sie auch bewohnen, Weinberge pflanzen und auch deren Früchte genießen.« (Jesaja 65,21)

Hesekiel beschreibt das Paradies so:

»An diesem Strom, auf beiden Seiten seines Ufers, werden allerlei Bäume wachsen, von denen man isst, deren Blätter nicht verwelken und deren Früchte nicht aufhören werden. Alle Monate werden sie neue Früchte bringen; denn ihr Wasser fließt aus dem Heiligtum. Ihre Früchte werden als Speise dienen und ihre Blätter als Heilmittel.« (Hesekiel 47,12)

Auch der Apostel Johannes sieht das Paradies:

»Der Engel zeigte mir auch einen Strom, der wie Kristall glänzte. Es war der Strom mit dem Wasser des Lebens. Er entspringt bei dem Thron Gottes und des Lammes und fließt die breite Straße entlang, die mitten durch die Stadt führt. An beiden Ufern des Stroms wächst der Baum des Lebens. Er bringt zwölf Sorten Früchte hervor und kann jeden Monat abgeerntet werden und seine Blätter bringen den Völkern Heilung.« (Offenbarung 22,1-2 Neue Genfer)

Und Jesus selbst wird mit den Worten zitiert:

»Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist.« (Offenbarung 2,7)

Gibt es tatsächlich einen Weg zurück ins Paradies?

Lassen Sie sich mitnehmen auf eine spannende Reise durch die Bibel. Was sagt sie über Ernährung, was über unsere Sehnsucht, und was bedeutet das für unser eigenes Schicksal? So manche mittelalterliche oder moderne Vorstellung vom Paradies hat viele Menschen davon abgeschreckt, den Weg zurück zu suchen. Ein Paradies, das unserer innersten Sehnsucht nicht entspricht? Ein Paradies, das uns letztlich gar nicht erstrebenswert erscheint? Was steckt hinter dem Paradies? Kommen Sie mit auf die Reise …

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