Mittwoch, 06 Dezember 2017 – 16:19 Uhr

Ein Blatt Papier kann viel bewirken: Einfach und wichtig!

Einfach und wichtig!

Adobe Stock - lago

Menschen durch ganz simple Kopien zum Nachdenken bringen. Von Byard Parks

»Eine gute Werbung lässt den Betrachter noch lange darüber nachdenken.« (David Ogilvy)

»Keep it simple« (Halte es einfach!) ist ein beliebter Slogan des 21. Jahrhunderts. Warum? CBS-News berichtet, dass der Durchschnittsbürger einer Großstadt täglich von über 5000 Werbungen bombardiert wird. Da hat das Gehirn ganz schön viel zu sortieren.

Als Christen mit einer Absicht wollen wir die Leute zum Nachdenken bringen. Wie kann das bei so vielen Ablenkungen gelingen?

Als ich im Nahen Osten lebte, lernte ich mit einem Freund eine Einflussmöglichkeit kennen, die sowohl unkompliziert ist, anderen aber auch hilft, sich aufs Wichtige zu konzentrieren. Ich erzählte das hier als Anregung.

Eines Tages sprach ich mit einem muslimischen Freund über Jesu Wiederkunft. Er hatte Interesse, und ich wünschte mir, dass er eine Bibel hätte – hatte er natürlich nicht. Ehrlich gesagt ist die Bibel auch umfangreich und offen gesagt nicht so unkompliziert. Also fotokopierte ich ihm eine Seite aus der Bibel in seiner Sprache, nämlich Matthäus 24 und unterstrich ein paar Verse. Als wir uns das nächste Mal trafen, holte ich die Kopie raus, und er war begeistert – denn sie las sich einfach und war leicht verständlich. Diese Kopie mit Jesu eigenen Worten war auch sehr wichtig. Er las die Bibel, ohne in Verlegenheit zu kommen oder Angst vor Belästigungen haben zu müssen, weil er ein dickes christlich-jüdisches Buch mit sich herumschleppen würde. Das ist der Weg: Kopiere einfach Gottes Wort!

Kopiere einen hoffnungsfrohen Psalm und verschenke ihn. Kopiere eine Seite aus dem Epheserbrief über die Gnade und verschenke sie. Kopiere ein Gleichnis, das Jesus erzählt hat, und verschenke es. Kopiere ein Kapitel über die Kreuzigung. Kopiere Jesaja 53 und rede darüber. Der Heilige Geist kann durch ein kleines gefaltetes Stück Papier viel bewirken.

Mein christlicher Mitarbeiter kopierte die ersten Seiten der Bibel mit dem Schöpfungsbericht. Er ließ sie gerne auf Parkbänken oder an öffentlichen Plätzen liegen. Für die meisten Moslems in seiner Gegend war dieses Blatt die erste Begegnung in ihrem Leben mit diesen beeindruckenden Worten über den Ursprung der Erde. Die Worte öffneten ihnen die Augen.

Eines Tages sprach ich mit einem Freund über diese Art der Verkündigung, als sich eine säkulare Einheimische neben uns setzte. Ins Gespräch vertieft hatte ich das Blatt, über das wir uns unterhielten, auf den Sitzplatz neben mich gelegt. Die Frau wollte sich gerne setzen, wollte den Zettel schon zur Seite legen, da fielen ihre Augen auf den Inhalt. Es war 1. Mose 1 und 2. Nachdem sie fünf Minuten darin gelesen hatte, war sie sichtlich beeindruckt und unterbrach unser Gespräch. »Das ist ja interessant. Was ist das?«, fragte sie höflich. Wir sagten: »Es ist die erste Seite aus dem Alten Testament.« Sie sagte, sie habe nie eine Bibel gelesen oder auch nur berührt. Da es nur eine Kopie war, beunruhigte sie es nicht weiter. Sie las es noch einmal und wir hatten eine interessante Unterhaltung, in der sie viele Fragen stellte.

In einer Welt mit so vielen ausgefeilten, bunt glitzernden Werbungen haftet einer schlichten Kopie etwas Unschuldiges an.

Jesus schrieb in den Sand, um eine unvergessliche Aussage zu machen. Für viele Menschen ist diese Welt relativ und grau. Vielleicht kann eine Kopie, auf der Gottes Gedanken in Schwarz und Weiß stehen, ihnen helfen. Denn sie ist aufrichtig, einfach und wichtig.

Lebe dein Potential!
www.GoTential.org/fishingschool


Mehr auf HOFFNUNG WELTWEIT

Lebensstilfragen: Handy vs. Bibel
Leben mit Gott: Die Macht der Zunge
Die Quadratur des Kreises: Wie kleidet sich ein Christ?
Von Haus zu Haus: Am Kamin wie Jesus und Paulus
Wenn Jesus sprach …: Der Ton macht die Musik
Die fünf Sinne: Zugangswege des Geistes
Überleben und zum Segen sein: Es begann mit einem Flugzeugabsturz
Radar einschalten: Gott flüstert dir zu
Zwischen Kritiksucht und billiger Gnade: Wo ist die goldene Mitte?
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Unsere Datenschutzerklärung