Dienstag, 23 September 2014 – 05:55 Uhr

Jung und in die Mission: Zur Verherrlichung Jesu!

Zur Verherrlichung Jesu!

Bild: Familie Nebblett

Für Gott leben und sterben, das klingt romantisch. Doch was bedeutet es wirklich? Bin ich tatsächlich bereit, mich von ihm egal wohin führen zu lassen? Von Maria Nebblett

Vor 12 Tagen gaben wir unseren Schätzen eine Abschiedsumarmung. Sie sind wieder für mehrere Monate in die Demokratische Republik Kongo geflogen, um den sehr lieben Menschen dort ihren Liebesdienst zu erweisen.

Mein Mutterherz will vor Angst aussetzen, als ich meine Kinder und das süße Gesichtchen von ihrem 4 Monate alten Schatz küsse, dem kleinen Hudson, der in den Armen seiner lieben Eltern die lange Überseereise antreten wird. Ich denke an die Gerüchte, die ich über die wachsende Bedrohung des tödlichen Ebola-Virus in verschieden Teilen Afrikas höre … und an all die anderen Gefahren, die in vielen Missionsfeldern lauern und Leben und Gesundheit bedrohen.

Dann erinnere ich mich an die Gefahren, die in dieser finsteren Welt lauerten, als der Himmel dem Einen zum Abschied zuwinkte, der auf die Erde kam – auch an das hilflose Baby und den unermesslichen Schatz des Himmels … und mein Herz schmilzt vor Sehnsucht, mein Bestes zu geben und alle meine Schätze auf den Altar zu legen. Es ist mein »vernünftiger Gottesdienst« (Römer 12,1)! Wie könnte ich irgendetwas zurückhalten?

Meine Gedanken gehen zurück zu einem Brief, den Chantée ihrer Schwester im Januar dieses Jahres aus dem Kongo schrieb, als sie sich gerade von Malaria erholte, während sie mit Hudson schwanger war. Während ihrer Genesung las sie das Buch When God Writes Your Life Story. Inspiriert und herausgefordert schrieb sie ihrer Schwester:

»Mich bewegte dieses Gebet sehr, das ein Mann namens Walter Wilson sprach, als er sich Gott hingab: ›HERR, ich gebe dir meinen Leib; von Kopf bis Fuß, gebe ich ihn dir. Meine Hände, meine Arme und Beine, meine Augen, mein Gehirn; alles, was ich innen und außen bin, übergebe ich dir. Lebe in und durch mich das Leben, das dir gefällt. Du darfst diesen Leib nach Afrika schicken oder mit Krebs in ein Bett legen. Du darfst meine Augen blind machen oder mich mit deiner Botschaft in den Tibet schicken. Du darfst diesen Leib zu den Eskimos bringen oder ihn mit Lungenentzündung in ein Krankenhaus einliefern. Dieser Leib gehört allein dir von diesem Augenblick an.‹

Mensch Tashy [Natasha], es singt sich so einfach: ›I'll go where you want me to go.‹ Doch was, wenn das bedeutet, dass ein kleines Mädchen GYC-Präsidentin wird? Oder eine zufriedene Bauersfrau Jesus auf den Straßen von Bristow predigt? Oder was, wenn ein eifriges und (scheinbar) mutiges junges Paar ihr erstes Kind den Klauen der Malaria überlassen muss, weil Gott sie an einen Ort gerufen hat, wo diese Krankheit oft Menschenleben fordert? Vielleicht bin ich bereit, die Hälfte meines Lebens in Afrika zu arbeiten, aber bin ich auch bereit, dass mir mein Augenlicht genommen wird, falls so Gottes Ziele am besten in dieser Welt verwirklichen werden können?

Das veränderte Leben, das möchte ich führen, jeden Tag. Was auch immer es bedeutet …«

So danke ich mit Tränen in den Augen dem Geber und Erhalter unseres Lebens: Danke, lieber HERR, dass unseren Kindern ihr »Leben auch selbst nicht teuer« ist (Apostelgeschichte 20,24), sondern dass sie es riskieren, um kostbare Seelen zu erreichen – einfache Menschen in weit entfernten Ländern, für die Jesus kam, für die er lebte und starb …

»Wie ich sehnlich warte und hoffe, dass ich in keinem Stück zuschanden werde, sondern dass frei und offen, wie allezeit so auch jetzt, Christus verherrlicht werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod.« (Philipper 1,20)

Originaltext mit Fotos hier:
www.thenebblettfamily.com/2014/09/christ-shall-be-magnified.html

 


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