• Aus dem Leben eines modernen Missionars (Tawbuid-Projekt auf Mindoro – Teil 55): Den Staffelstab weitergeben

    Den Staffelstab weitergeben

    Adobe Stock - Gerhard Seybert

    Nach vielen Jahren zeigt sich Frucht. Von John Holbrook

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Mittwoch, 29 Juli 2015 – 11:04 Uhr

Tawbuid-Projekt auf Mindoro Der Kreis schließt sich

Der Kreis schließt sich

Bild: ChristianChan - Shutterstck.com

Gott will Begegnungen einfädeln, die dem Leben einen tiefen Sinn geben. Doch dazu heißt es, das Wagnis einzugehen. Von John Holbrook

In den Armen seiner Mutter lag der kleine Junge schlaff an der Schwelle des Todes. Die Familie hatte gehört, dass die Missionare wirksame Arznei hatten. Doch als sie in unserem Dorf eintraf, war ich der einzige Missionar zu Hause.

Meine Eltern waren für einen Monat verreist. Unser vollendetes AFM-Projekt unter den Alangan war am Ausklingen. Mein Vater befand sich in der Übergangsphase zu seiner neuen Rolle als AFM-Missionsleiter und ich war im Dorf zurückgeblieben, um mit meiner Schule vorwärtszukommen.

Damals war ich nur ein Teenager, aber meine Mutter hatte mir viele Grundsätze der medizinischen Diagnose und Therapie beigebracht. Ich leitete die Praxis und mir war sofort klar, dass dieser kleine Junge wohl meine Veranda nicht lebendig verlassen würde.

Verzweifelt wälzte ich unsere Diagnosebücher, entschied mich für die wahrscheinlichste Diagnose, gab den Eltern die entsprechende Arznei mit und betete über dem sterbenden Jungen. Fast wortlos drehten sie sich um und gingen weg. Ich betete, dass ich die richtige Arznei gewählt hatte, dass es nicht zu spät war und dass Gott eingreifen würde. Dann hörte ich nichts mehr von den Eltern.

Ich hatte das Ereignis vor 15 Jahren völlig vergessen. Doch vor zwei Nächten änderte sich das. Ich unterrichte gerade eine Taufklasse von einigen Tawbuid, die Christen werden wollen.

Einer meiner Kandidaten ist ein junger Alangan, den ich ungewollt seiner zukünftigen Frau vorstellte, einer jungen Tawbuid, als ich sie und eine Gruppe von Gläubigen vor zwei Jahren auf ein Alangan Campmeeting mitgenommen hatte. Das Paar ist nun nach Balangabong gezogen und als ich mit der Taufklasse begann, war er sofort mit dabei.

Am Abend vor der Klasse erzählte er mir eine Geschichte. Es war die Geschichte, wie er als Kind fast gestorben wäre. Seine Eltern hatten ihm zu den Missionaren gebracht, waren aber enttäuscht, nur deren heranwachsenden Sohn anzutreffen. Sie hatten keine große Hoffnung. Aber wie durch ein Wunder genas er.

Über die Jahre, währen seine Eltern ihm immer wieder die Geschichte erzählten, wurde ihm klar, dass er eines Tages sein Leben dem Gott weihen müsste, dem dieser Missionarssohn diente. Doch wo sollte er ihn finden? Jetzt nach all den Jahren hat Gott uns wieder zusammengeführt. Da wusste er, dass die Zeit gekommen war, sein Versprechen zu erfüllen. Die Zeit war gekommen, sich diesem Gott ganz zu weihen.

Aus: Adventist Frontiers, März 2015

http://www.afmonline.org/post/full-circle

Adventist Frontiers ist eine Publikation von Adventist Frontier Missions (AFM).
AFM hat es sich zum Ziel gesetzt, einheimische Bewegungen ins Leben zu rufen, die Adventgemeinden in unerreichten Volksgruppen gründen.
JOHN HOLBROOK möchte das eingeborene Bergvolk der Tawbuid auf der philippinischen Insel Mindoro erreichen.

www.afmonline.org


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