• Elisa-Schule: Die Schule des Lebens

    Die Schule des Lebens

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Montag, 16 Januar 2017 – 06:28 Uhr

Aus dem Leben eines modernen Missionars (Tawbuid-Projekt auf Mindoro – Teil 45): Geschichte schreiben

Geschichte schreiben
Adobe Stock - Marco2811
 
Die erste einheimische Gesundheitsarbeiterin bricht ins Hochland auf. Von John Holbrook
 

Spätestens seit der erste Patient gekommen und mich um Hilfe gebeten hatte, machte ich mir Sorgen. Denn ich hatte mich schon vor langer Zeit entschlossen, nur das zu tun, was die Tawbuid einmal selbst tun könnten, wenn sie meine Arbeit weiterführen würden. Ich hoffte, damit zu verhindern, was ich so oft erlebt hatte: Missionsprojekte, die nach dem Weggang des Missionars zusammenbrechen, weil die Einheimischen sie nicht weiterführen wollten oder konnten.

Daher machte ich mir immer mehr Sorgen, als niemand ein Interesse zeigte, sich meine medizinischen Kenntnisse anzueignen. Ich brachte es nämlich nicht übers Herz, Patienten abzuweisen. Gott öffnete mir durch meine Heilkunst viele Türen. So wartete ich auf den richtigen Augenblick und arbeitete mit den einfachsten Mitteln in der Hoffnung, eines Tages würde ein Tawbuid von mir lernen. Schließlich kam der Tag tatsächlich!

Plötzlich stand ein christlicher Arzt vor meiner Haustür. Er hatte gehört, dass ich Patienten behandele und bat mich, ihm beim Aufbau einer mobilen Ambulanz zu helfen. Er war von meinen Kenntnissen beeindruckt und sprach mit dem Stamm über die Möglichkeit einer offiziellen ärztlichen Sprechstunde unter meiner Leitung. Ich erklärte meine Bereitschaft unter der Bedingung, dass ein Tawbuid mir als Auszubildender zur Seite gestellt wird, der die Sprechstunde eines Tages weiterführen würde. Die Stammesfürsten waren begeistert und fühlten sich geschmeichelt.

Danach schrieben wir Geschichte: Als ein Hochlandältester, der regelmäßig von unserer Gemeinde besucht wird, um Medikamente bat, schreckte sein Volk davor zurück, mich ins Hochland kommen zu lassen. Also willigte Jenevi, eine meiner drei Gesundheitsarbeiterinnen in Ausbildung ein, den Ältesten zu behandeln, während die anderen beiden die Ambulanz in Balangabong weiterführten. Sie würde die erste Tawbuid Gesundheitsarbeiterin sein, die selbstständig eine Sprechstunde führen und Patienten behandeln würde. Ich half ihr, die Medikamente auszuwählen, die sie höchstwahrscheinlich brauchen würde, gab ihr letzte Ratschläge und sprach voller Freude mit ihr ein Weihegebet.

Mir standen Tränen in den Augen als Jenevi sich dem Evangelisationsteam anschloss und in die Berge aufbrach. Lange und beharrlich hatte ich auf diesen Tag gewartet. Doch wie wenig hatte ich ertragen und wie kurz gearbeitet verglichen mit Jesus. »Herr«, betete ich »danke für das, was du getan hast, um die Tawbuid ins Licht deines Lebens zu bringen. Dein Name sei gepriesen!«

Aus: Adventist Frontiers, November 2016

Adventist Frontiers ist eine Publikation von Adventist Frontier Missions (AFM).
AFM hat es sich zum Ziel gesetzt, einheimische Bewegungen ins Leben zu rufen, die Adventgemeinden in unerreichten Volksgruppen gründen.

JOHN HOLBROOK möchte das eingeborene Bergvolk der Tawbuid auf der philippinischen Insel Mindoro erreichen.

www.afmonline.org


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