Freitag, 10 Mai 2019 – 08:45 Uhr

Der Wackelzahn: Für Gott ist nichts zu klein

Für Gott ist nichts zu klein

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Jolinas erstes Erlebnis mit Gott. Von Jolina Thierauf (13)

jolina webIch war 6 Jahre alt und mit meinen Eltern und meiner Schwester Larissa (8) auf einer Bibelfreizeit. Damals hatte ich einen Wackelzahn. Das war für mich ganz toll und sehr wichtig. Ich wollte alle meine Zähne in einer Dose aufheben und freute mich schon auf den nächsten Zahn für die Dose.


Abends gab es immer einen Vortrag, aber dafür waren wir noch zu klein. So gingen Mama und Papa zum Vortrag, meine Schwester und ich blieben im Zimmer. An einem Abend war es endlich soweit. Wir hatten schon Schlafzeug an, uns bettfertig gemacht und alberten im Bett herum. Plötzlich fiel der Wackelzahn heraus – endlich! Ich hielt ihn wie eine Trophäe in der Hand, um ihn meiner Schwester zu zeigen. Und dann passierte es: Er fiel herunter!


Zusammen mit meiner Schwester Larissa suchte ich den Zahn, aber er war verschwunden. Wir suchten und suchten, doch er war nirgends zu finden. Ich war so traurig und hilflos, also fing ich an, laut zu weinen. Das tat Larissa auch sehr leid, und so marschierte sie im Nachthemd in den Vortragssaal, um Mama zu holen. Das erforderte viel Mut von ihr, da sie sehr schüchtern war. Mir zeigte es ihre Liebe zu mir. Ich weinte, bis Larissa und Mama gemeinsam zurück kamen. Mama nahm mich in die Arme und sagte, dass wir den Zahn schon finden würden. Auch sie suchte alles ab, krabbelte sogar unters Bett – aber der Zahn war weg. Ich weinte lauter und Mama schaute mich an und sagte: »Jolina, wir können jetzt nur noch beten. Gott kann uns deinen Zahn finden lassen.« Also knieten wir uns hin und beteten. Wir baten Gott darum, uns die Augen zu öffnen und den Zahn finden zu lassen, und dass die Engel uns suchen helfen. Nachdem wir »Amen« gesagt hatten, ging es mir schon etwas besser. Ich atmete tief durch und schaute erwartungsvoll zu meiner Mama. Diese sagte nun, dass wir jetzt noch einmal alles absuchen würden.


Ich schaute also vor mich – unter das Bett, wo ich kniete. Und da – lag der Zahn! Einfach so, mitten dort. Larissa, Mama und ich hatten mehrfach unter dem Bett nachgeschaut, aber er war da nicht gewesen. Ich nahm den Zahn fest in meine Hand, schaute zu meiner Mama und fragte sie, wie das sein kann. Sie schaute mich an und sagte, sie sei überzeugt, dass ein Engel den Zahn dorthin gelegt habe, um meinen Glauben zu stärken.


Das hat es auch getan. Noch heute ermutigt es mich, mit allen meinen Problemen und Sorgen zu Gott zu kommen. Es ist für mich die größte Erfahrung und ein echter Beweis, dass Gott da ist und uns liebt.


Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mir diese Erfahrung geschenkt hat.


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