Montag, 08 Juni 2015 – 10:08 Uhr

Tawbuid-Projekt auf Mindoro: Machtprobe in Layaban

Machtprobe in Layaban

Bild: S_Photo - Shutterstock.com

Gott lässt sich nicht spotten. Was geschah, als man Gott in diesem Dorf herausforderte. Von John Holbrook

»Was?«, höhnte die Frau. »Er sagt, die Bibel wäre heilig? An dem Buch ist nichts Besonderes!«

Es war unser erster Abendvortrag im Dorf Layaban. Über einen Monat hatte ich meine Tawbuid-Glieder beraten, während sie dort Bibelstunden hielten. Die Dorfbewohner von Layaban haben ihr altes Schamanentum mit modernen okkulten Praktiken verknüpft. Die Frau, die über die Bibel spottete, war die Frau des Sektenführers, der gerade im Gefängnis sitzt. Dennoch hatten einige Leute großes Interesse am Bibelstudium. Als sie mich baten, persönlich zu kommen und einige Themen, die sie gehört hatten, gründlicher zu erläutern, begannen wir eine Vortragsreihe.

Am ersten Abend war ich so darauf konzentriert zu erklären, dass die Bibel Gottes Wort ist, dass ich die Störung da hinten gar nicht richtig mitbekam. Die Zuhörer um die Frau herum kicherten, als die Frau wieder stichelte: »Wenn das Buch wirklich Gottes Wort ist, dann zeigt mir seine Macht! Wo ist Gottes Macht, hä?«

»Haben Sie keine Gottesfurcht?« Die Frage kam von einer jungen Frau namens Nilia, die in Balangabong in adventistischer Nachbarschaft aufgewachsen war. »Ich habe schon als Kind von diesem Buch gehört. Es ist wirklich Gottes Wort. Hören Sie besser damit auf, sich über Gott lustig zu machen!«

»Was schert mich das?«, erwiderte die Dame. »In dem Buch steckt keine Kraft! Wer ist dieser Gott überhaupt? Wenn er mächtig ist und dies Buch sein Wort, dann soll er seine Macht zeigen!«

Die Versammlung ging ohne weiteren Zwischenfall zu Ende und die Leute gingen nach und nach heim. Es war noch keine Stunde vergangen, als Nilia Rufe aus einem Nachbarhaus hörte. Sie schaute nach und traf eine Traube von Leuten um die Dame an, die gerade erst über Gottes Macht gespottet hatte. Die Frau krümmte sich und spuckte Blut.

Die Leute um sie herum warfen sich vielsagende Blicke zu. Jemand schlug vor, nach mir zu rufen. »Nein!«, sagte die Frau mit erstickter Stimme zwischen ihren Brechanfällen. »Ich will mit seinem Gott nichts zu tun haben.«

Während ich dies schreibe – eine Woche ist vergangen – liegt die Frau immer noch im Krankenhaus. Gott gibt uns nie so viele Beweise, dass Zweifel ausgeschlossen wären. Aber er lässt uns auch nicht ohne Zeugen seiner Macht. Ich lobe Gott dafür, dass er seine Macht in Layaban zeigt. Das Ergebnis ist eine kleine Gruppe, die großes Interesse an der Wahrheit hat. Bitte betet mit mir für ihre Rettung und dass Gott den Teufel von seinem Thron dort stürzt.

Aus: Adventist Frontiers, Mai 2015

[Anm. der Red.: Satan freut sich, wenn Menschen denken, Gott hätte Gefallen daran, sich an dreisten Sündern zu rächen oder Lästerern das »Maul« zu stopfen. Deshalb stürzt er sich auf diese armen Opfer, die Gott und seinen Schutz so lautstark ablehnen, dass sie immer tiefer in Satans grausame Klauen geraten. Doch dadurch wird Gottes große Macht offenbar.]

http://www.afmonline.org/post/power-encounter-in-layaban

Adventist Frontiers ist eine Publikation von Adventist Frontier Missions (AFM).
AFM hat es sich zum Ziel gesetzt, einheimische Bewegungen ins Leben zu rufen, die Adventgemeinden in unerreichten Volksgruppen gründen.
JOHN HOLBROOK möchte das eingeborene Bergvolk der Tawbuid auf der philippinischen Insel Mindoro erreichen.
www.afmonline.org


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