• Ultimative Freude: Abenteuergeschichten (2/8)

    Abenteuergeschichten (2/8)

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Montag, 28 Mai 2018 – 08:47 Uhr

Aus dem Leben eines modernen Missionars (Tawbuid-Projekt auf Mindoro – Teil 56): Dämonen in der Bambushütte

Dämonen in der Bambushütte

Adobe Stock - Flavijus Piliponis

Wo tanzen die Dämonen in deinem Leben? Von John Holbrook

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»Mein Name ist Lucky!«, schrie der Dämon durch die verzerrte Stimme des Mädchens. Fünf erwachsene Männer stürzten im Zimmer umher in dem Versuch, die sich windende Teenagerin zu bändigen. Dumpfe Schläge und lautes Aufschreien drang durch die dünnen Bambuswände, wo Lomar und ich saßen und beteten.

»Ich brauch ne kurze Pause!«, krächzte der Schamane und kroch aus dem Zimmer. »Hat jemand mal ne Kippe für mich!« Schweiß rann ihm von der Stirn. »Au, mein Kopf, mein Kopf!«, klagte der Mann. »Dieser Dämon und seine Kumpanen bringen mich noch um!«

Lomar und ich warfen uns einen Blick zu. In ihrer Not hatte mich die ehemals christliche Familie rufen lassen, damit ich ihrer Tochter helfe. Ich bat den Gemeindeleiter Lomar mich zu begleiten. Wir wussten allerdings nicht, dass die Familie auch den Schamanen hatte rufen lassen. Während Lomar und ich uns im Gebet auf die Auseinandersetzung vorbereiteten, war der Schamane eingetroffen und hatte mit seiner Arbeit begonnen.

»Gut«, zuckte der Schamane mit den Schultern, »dann versuchen wir's noch mal.« Das Ringen nahm und nahm kein Ende. Der Schamane wollte den Dämon durch die Macht bestimmter Worte und Gegenstände vertreiben und durch seine eigenen dämonischen Verbündeten. In der Zwischenzeit betete ich im Stillen, Gott möge verhindern, dass Satan diese Familie durch einen Scheinsieg täuscht. Ich hoffte auf ein Kräftemessen wie auf dem Berg Karmel, bei dem deutlich würde, wer die Zügel in der Hand hat und wer vertrauenswürdig ist.

»Weißt du«, flüsterte Lomar mir zu, »das ist mit dem Mädchen schon mal passiert, als du auf Heimaturlaub in den USA warst. Die Familie rief meine Mutter, die hat dann für das Mädchen gebetet. Der Dämon hat sie damals sofort verlassen. Leider hat die Familie sie danach wieder an die katholische Schule zurückgeschickt, wo der Geist schon das erste Mal von ihr Besitz ergriffen hatte. An der Schule gehört traditionelle Zauberei zum Unterrichtsplan. Der unterrichtende Schamane fand Gefallen an dem Mädchen und hetzte ihr die Dämonen auf den Hals, um sie einzuschüchtern, damit sie mit ihm ausgehen würde. Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder besessen war.«

»Traurig«, sagte ich und schüttelte den Kopf. »Wie kann man nur wissentlich seine Tochter wieder in so eine Situation bringen?«

»Bruder John«, unterbrach die Mutter des Mädchens, »würdest du jetzt mit uns beten? Der Schamane meint, er habe einen der Dämonen schon mal ausgetrieben. Aber unsere Tochter schlägt immer noch um sich und stößt wilde Flüche aus. Sie ist noch nicht normal. Wenn du fertig bist, kannst du ja nach Hause gehen und der Schamane kann weitermachen.«

»Meine Liebe«, antwortete ich traurig, »ich kann natürlich für sie beten. Für Gott ist es ein Leichtes, sie zu heilen. Das weißt du auch. Beim ersten Mal, als sie besessen war, hast du Gott um Hilfe gebeten und er hat sie sofort und völlig geheilt. Aber jetzt versuchst du, Gott mit Satan zu verbinden. Gott kann sich die Anerkennung für die Heilung aber nicht mit Satan teilen.«

»Das stimmt«, stammelte die Mutter leise. »Ich weiß es ja.«

»Du kennst die Wahrheit«, fuhr ich fort. »Du hast einen christlichen Hintergrund. Wir haben die Bibel zusammen studiert. Gottes Arm ist nicht zu kurz, dass er deine Tochter nicht heilen könnte. Sein Ohr ist nicht taub, dass er nicht hören würde. Aber in den biblischen Geschichten, wo Jesus die Menschen geheilt oder von Dämonen befreit hat, sagt er auch immer, dass es der Glaube der Person war, die ihr geholfen hat. Als er in seine Heimatstadt kam, sagte Jesus, konnte er nicht viele heilen, weil sie nicht glaubten, und nicht etwa, weil er dort weniger Macht hatte. Dein Glaube ist auch als Mutter nötig. Als die Syrophönizierin Jesus bat, ihre Tochter von dem Dämon zu befreien, erwähnte Jesus lobend ihren Glauben und heilte dann ihre Tochter. Jesus muss deinen Glauben sehen, dass du dich für ihn entscheidest und ihm nachfolgst. Wenn du ihm vertraust und gehorchst, ist es für ihn ein Leichtes, deine Tochter zu heilen.«

»Aber jetzt sind Leute da«, antwortete die Mutter. »Es ist mir unangenehm, mich vor ihnen festzulegen.«

»Wie soll Jesus deine Tochter heilen und euch beide retten, wenn du dich für ihn schämst? Bitte hab keine Angst! Lass doch nicht zu, dass irgendjemand oder irgendetwas auf dieser Welt dich zurückhält. Das Leben deiner Tochter und dein eigenes Leben hängen davon ab!«

»Ich weiß nicht. Ich weiß nicht«, erwiderte die Mutter.

Heute, während ich das schreibe, schwankt sie immer noch zwischen ihrem Wissen und den Meinungen ihrer Freunde und Verwandten. Gott sei Dank hat sie immer noch Zeit, sich zu entscheiden. Doch wie lange noch? Wird Jesus vorher wiederkommen? Oder wird sie heute Nacht sterben und ihre Entscheidung wird für immer durch ihre Unentschlossenheit besiegelt werden? Ich bete dafür, dass sie sich fürs Leben entscheidet, bevor es zu spät ist, und bete dasselbe auch für dich.

Aus: Adventist Frontiers, 1. Mai 2018

Adventist Frontiers ist eine Publikation von Adventist Frontier Missions (AFM).
AFM hat es sich zum Ziel gesetzt, einheimische Bewegungen ins Leben zu rufen, die Adventgemeinden in unerreichten Volksgruppen gründen.

JOHN HOLBROOK wuchs im Missionsfeld auf. Er half seiner Familie eine Gemeindegründungsbewegung unter dem Alanganvolk in den Bergen der philippinischen Insel Mindoro zu initiieren. Seit 2011 setzt John seine Fähigkeiten und seine Erfahrung ein, um das Evangelium den abgeschotteten Tawbuid-Animisten zu bringen, einem Stamm, der in der Nachbarschaft der Alangan lebt.

http://www.afmonline.org/


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