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    Gott kennt Auswege. Von Kai Mester

Montag, 14 September 2020 – 08:32 Uhr

Vegetarische Tendenzen im Buch Exodus und Numeri: Brot oder Fleisch?

Brot oder Fleisch?

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Ernährung auf der Wüstenwanderung. Von Kai Mester

Exodus, Auszug aus Ägypten – ein Bild für Befreiung. Schluss mit der Sklaverei, Aufbruch ins gelobte Land – Rückkehr ins Paradies? Ein Millionenvolk wälzt sich durch die Wüste Sinai, 603 550 kriegstaugliche Männer (4. Mose 1,46). Dramatisch war der Befreiungsschlag durch zehn Katastrophen, gigantisch das letzte Entkommen durchs Rote Meer.

Das Passahfest

Als Erinnerung an die letzte Nacht vor der Befreiung soll das Volk Israel jedes Jahr das Passahfest feiern. In der Passahnacht wird ein makelloses, männliches einjähriges Lamm gegessen, überm Feuer gebraten mit ungesäuertem Brot (Matze) und bitteren Kräutern (2. Mose 12,5-10) und im Anschluss sieben Tage als Brot auch nur Matzen (12,15). Dass das Lamm makellos und einjährig ist, garantiert höchste Fleischqualität! Dies ist der Auftakt einer Reise ins Land, wo Milch und Honig fließen (13,5).

Nahrungsversorgung in der Wüste

Nach zweieinhalb Monaten klagen die Israeliten in der Wüste Sin: »Wären wir doch im Land Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen Ägyptens saßen und Brot in Fülle zu essen hatten!« (16,3). Da bedecken noch am selben Abend Wachteln das Lager, und an jedem folgenden Morgen ihrer Wanderschaft liegt das Himmelskorn Manna überall auf dem Boden – 40 Jahre lang. Ausnahme: an jedem Sabbatmorgen. »Es war aber wie Koriandersamen, weiß, und hatte einen Geschmack wie Honigkuchen.« (16,31) Wie andere Getreidearten ließ es sich backen und kochen (16,23), musste aber vor Sonnenaufgang gesammelt werden, sonst schmolz es (16,21). Die Wachteln aber kamen nur noch einmal, zwei Jahre später, in der Wüste Paran, als sich die Israeliten nach Fischen, Gurken, Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch zurücksehnten und kein Manna mehr sehen konnten (4. Mose 11). Sie forderten von Mose: »Gib uns Fleisch!« Das Angebot war dann auch reichhaltig. Aber viele starben daran.

Grundnahrung und Beikost

Die Tendenz wird klar: Grundnahrungsmittel in der Wüste ist Brot, hebräisch לחם) lechem). Im Volk Israel ist Fleischgenuss streng geregelt. Bei bestimmten Anlässen ist es zwar vorgeschrieben, aber mit entsprechenden Qualitätsanforderungen. Doch auch sonst dürfen nur bestimmte Fleischsorten gegessen werden, die man zudem auf besondere Weise schlachten, nachbehandeln und prüfen muss. Eine eigene Form der Schlachtung war das Tieropfer. Was hat es damit auf sich?

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