• Der Auftrag der Väter: Attraktiv Stärke zeigen

    Attraktiv Stärke zeigen

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    Du willst deine Kinder nicht verlieren? Dann kommt es auf die göttliche Mischung an. Von Ellen White

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Freitag, 17 Juni 2016 – 06:00 Uhr

Gottes Wort richtig verstehen: Süßer als Honig

Süßer als Honig
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Eine Erfahrung, die sich lohnt. Der Bedeutung auf den Grund gehen und fest verankert werden. Von Alberto Rosenthal
 

Eine Ausführung des bekannten englischen Erweckungspredigers Charles Spurgeon sprach mich kürzlich besonders an. Unter dem Wort »Lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe!« (Matthäus 28,20) schrieb er u. a.:

Glauben, aber woran?

»Wie ist es nun mit dem wirklichen Gewinnen einer Seele für Gott? Ich glaube, dass eins der Hauptmittel darin besteht, die Menschen in Gottes Wahrheit zu unterrichten. Unterweisung durch das Evangelium ist der Anfang aller wahren Arbeit an Menschenseelen. Mit Lehren beginnt das Werk der wirklichen Seelengewinnung. Das Evangelium ist gute Botschaft ... es ist Belehrung über Dinge, welche die Menschen wissen müssen. Wenn wir die Menschen nicht unterweisen, mögen wir zwar rufen: »Glaubet! Glaubet!« Aber was sollen sie glauben? Jede Ermahnung setzt eine entsprechende Unterweisung voraus, sonst bedeutet sie nichts. »Entrinnet!« Wem denn? Also setzt dieser Aufforderung die Lehre von dem kommenden Gericht über die Sünde voraus. Als Diener des Herrn haben wir die Menschen mit der Wahrheit so bekannt zu machen, dass sie dieselbe verstehen, glauben und anwenden können.« (Zit. in: Bekenntnisbewegung »Kein anderes Evangelium«, Informationsbrief, April 2002, Nr. 11, S. 27)

Ich muss daran denken, wie Ellen White unseren wunderbaren himmlischen Freund beschreibt: »Er war die Verkörperung des Gesetzes Gottes, das die Abschrift seines Charakters ist.« (Bible Commentary 5, 1131; vgl. Bibelkommentar, 315)

Jesus war also das Gesetz in Person! Er verkörperte die Lehre, die er den Menschen weitergab, in seinem ganzen Denken, Reden und Handeln. Er und die Lehre der Schrift sind eins, ja im tiefsten Sinn ist er selbst die Lehre, denn alle Schrift zeugt und führt zu ihm (Johannes 5,39; Römer 10,4).

Deshalb brauchen wir Gottes Wort, deshalb benötigen wir biblische Unterweisung, biblische Lehre!

Weil wir IHN brauchen!

Zum lebendigen Wort kommen, aber wozu?

»Während sie sich von seinem Wort nähren, stellen sie fest, dass es Geist und Leben ist. Das Wort zerstört die natürliche, irdische Natur und verleiht ein neues Leben in Jesus Christus.« (The Desire of Ages, 391; vgl. Das Leben Jesu, 383)

Wer hungrig zum Wort kommt und im Vertrauen darauf, dass aufgetischt worden ist, empfängt das Wort (Johannes 1,1). Kommen wir hungrig? »Jesus liebt es, wenn wir zu ihm kommen, so wie wir sind: sündig, hilflos, abhängig.« (Steps to Christ, 52; Der Weg zu Christus, 37) Und sind wir nicht jeden Morgen hungrig – hilflos und abhängig – und, wenn wir uns selbst überlassen sind, zum Sündigen verurteilt?

Kommen wir im Vertrauen? »Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahin gegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?« (Römer 8,32)

Wer also Jesus liebt, liebt die Lehre, ja muss sie lieben und kann nicht anders – alle Lehren, jede einzelne.

Und wer die Lehre liebt, liebt Jesus!

Wie verständlich wird uns da Davids überschwängliche Freude. Er freute sich über die Herrlichkeit des Wortes, des Gesetzes, der Gebote, der Ordnungen, Mahnungen, Befehle, Satzungen, Zeugnisse, Weisungen und Wege Gottes (siehe Psalm 119).

»Dein Wort ist meinem Munde süßer als Honig.« (Psalm 119,103) Weil Jesus köstlicher ist als Honig! Jesus selbst ist die Verkörperung des Wortes, des Gesetzes, der Gebote, der Ordnungen, Mahnungen, Befehle, Satzungen, Zeugnisse, Weisungen und Wege Gottes.

Durch diese Erkenntnis ist es mir in meiner persönlichen Erfahrung lebenswichtig geworden, das Wort und die Lehre aufzusuchen, um ihn zu finden, nicht Worte und Lehren. Im kindlichen Vertrauen darf ich mich meinem Vater nahen und im Wort und in der Lehre ihn empfangen, »im Geist und in der Wahrheit« (Johannes 4,24). So kann ich alle Worte und Lehren der Bibel dankbar annehmen, alle Belehrung und Überführung, alle Zurechtweisung und Erziehung in der Gerechtigkeit (siehe 2.Timotheus 3,16).

Ein Weg des Kreuzes

Dies fällt nicht immer leicht, denn:

»Es gibt tatsächlich einen schmalen Weg, auf dem wir gehen müssen; auf diesem Weg wird uns bei jedem Schritt das Kreuz gereicht.« (Selected Messages 1, 359; vgl. Für die Gemeinde geschrieben 1, 379)

Weil es aber nicht Lehrverständnisse sind, denen ich begegne, sondern weil er es ist, in seiner Lehre und seinem Wort, kann ich mein Kreuz auf mich nehmen; weil ich Jesus liebe, und weil er meine Stärke ist. Ja, »Herzlich lieb habe ich dich, Herr, meine Stärke!« (Psalm 18,2)

Ich lerne dies willig und freudig zu tun, denn »seine Kreuzigung« war »seine wahre Krönung« (The Desire of Ages, 379; vgl. Das Leben Jesu, 369). Mit ihm gekrönt zu sein aber ist mein Verlangen! Und kann es ein größeres Vorrecht geben?

Um des Wortes, um der Lehre willen ging Jesus ans Kreuz; er erkannte darin die Willensbekundung seines Vaters:

»Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist, oder ob ich von mir selbst aus rede.« (Johannes 7,16-17; vgl. Matthäus 4,4; Johannes 5,30; 6,38)

Lehre, Kreuz und Nachfolge können deshalb niemals voneinander getrennt werden. Jesus starb für seinen Glauben, für die Worte seines Vaters, weil er ihn darin erfahren hatte mit seiner Liebe und Treue. So starb Jesus für uns in besonderer Weise auch aus Liebe zu seinem Vater.

Wer Jesus nachfolgt, nimmt wie er des Vaters Lehre an und sein eigenes Kreuz auf sich. Weil er ihm nachfolgt, den er erfahren hat mit seiner Liebe und Treue.

»Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.« (Lukas 9,23)

Befreiung aus dem Netz der Irrtümer

Die befreiende und Frieden schenkende Erfahrung solch wahrhaftiger Nachfolge ist für uns in dieser Zeit unabdingbar, in der wir zunehmend Gottes Worte und Lehren verleugnen statt das eigene Ich:

»Falsche Lehren, falscher Glaube, vieles, was dem Anschein nach gefällig ist, ist im Überfluss rund um uns herum da. Lehrer werden kommen, gekleidet als Lichtengel, um wenn möglich die Auserwählten selbst zu täuschen.« (Evangelism, 364; vgl. Evangelisation, 337)

»Falsche Lehren werden die Grundlagen vieler untergraben, weil sie nicht gelernt haben, Wahrheit von Irrtum zu unterscheiden.« (Selected Messages 2, 58; vgl. Für die Gemeinde geschrieben, 57)

Lesen, ohne zu verstehen

»Gottes Geist hat jede Seite der Heiligen Schrift erleuchtet, aber es gibt jene, die sich davon wenig beeindrucken lassen, weil sie sie falsch verstehen. Wenn durch Einführung falscher Theorien die Sichtung kommt, werden diese oberflächlichen Leser, die nirgends verankert sind, wie Flugsand sein.« (Testimonies to Ministers, 112; vgl. Zeugnisse für Prediger, 112)

»Einige werden schrecklich zu Fall kommen unter jenen, die meinen, sie stünden fest, weil sie die Wahrheit haben. Sie haben die Wahrheit aber nicht so, wie sie in Jesus zu finden ist.« (Testimonies 5, 540; vgl. Zeugnisse 5, 568) »Sie lebten auf einem niedrigen Niveau und verweilten bei oberflächlichen Wahrheiten, die kein Nachdenken, kein tiefes Forschen verlangen.« (Bible Commentary 6, 1086; vgl. Bibelkommentar, 390)

»Gott wird sein Volk aufrütteln. Wenn andere Mittel versagen, werden Irrlehren unter ihnen auftreten, die sie sichten werden und die Spreu vom Weizen trennen.« (Testimonies 5, 707; Zeugnisse, 739)

Kann es sein, dass wir uns in den bewegenden folgenden zwei Aussagen wiederfinden?

»Die Ereignisse, die mit dem Ende der Gnadenzeit und der Vorbereitung auf die Trübsal in Verbindung stehen, werden klar dargestellt. Aber eine sehr große Zahl versteht von diesen wichtigen Wahrheiten so wenig, als wären sie nie offenbart worden. Satan achtet darauf, jeden Eindruck abzufangen, der sie zur Seligkeit weise machen könnte. Dann wird die Trübsalszeit sie unvorbereitet finden.« (The Great Controversy, 594; vgl. Der Große Kampf, 595)

»Viele erklärte Christen haben deshalb keine klare und greifbare Erfahrung mit Gott, weil sie nicht glauben, dass sie wirklich verstehen dürfen, was Gott durch sein Wort gesprochen hat.« (Review and Herald, 1. Dezember 1891)

Lehrt schon die Kinder zu verstehen!

Erkennen wir, wie eng Lehre und Glaube miteinander verbunden sind? Dass wir Christus haben und lieben, wenn wir ihn im Gesetz und in der Lehre empfangen?

Mit liebevoller Dringlichkeit ermutigt uns deshalb der Herr heute: »Kinder brauchen eine Unterweisung, die sie mit der Bibel gut vertraut macht. Wenn ein Teil einer Bibelstelle gelesen wird und ein anderer Teil bleibt ungelesen, um einen falschen Eindruck zu erzeugen, sollten sie in der Lage sein, dies zu erkennen.« (Evangelism, 591; vgl. Evangelisation, 537)

»Nur wenn die Jugend so viel wie möglich über die Wahrheit lernt, wird sie das Lügengewebe nicht täuschen, das Satan erfinden wird.« (Evangelism, 364; vgl. Evangelisation, 337)

Eine ganz persönliche Sache

»Im Kampf um das ewige Leben können wir uns nicht aufeinander verlassen. Jeder muss das Lebensbrot selbst essen. Ganz persönlich müssen wir es zu uns nehmen, damit Seele, Leib und Geist durch seine umwandelnde Kraft belebt und gestärkt werden.« (Testimonies to Ministers, 385; vgl. Zeugnisse für Prediger, 332)

Am Kreuz hat Jesus unseren Willen befreit, damit wir Gott vertrauen und treu sein können. Dies ist die praktische Bedeutung des Sieges- und Liebesrufes: »Es ist vollbracht!«

Sowohl dem Geist als auch dem Buchstaben nach

So darf es uns wie Paulus gehen, von dem bezeugt ist: »Gottes unveränderliches Gesetz der Zehn Gebote hielt Paulus ... sowohl dem Geist als auch dem Buchstaben nach.« (The Acts of the Apostles, 190; vgl. Das Wirken der Apostel, 188)

Spurgeons Anliegen wird unser Anliegen sein, wenn wir zu Gottes Wort, zu seinen wunderbaren Lehren, »zum ganzen Ratschluss Gottes« zurückkehren (Apostelgeschichte 20,27). Dann werden wir am Herzen Jesu sein und uns seiner Partnerschaft erfreuen, die köstlicher als Honig ist, und Seelen für Gott gewinnen.

Zum Schluss ein Vers, der mich vor geraumer Zeit überraschte und mir nahe ging. Denn er erklärt unmissverständlich die gottgewollte Einheit von Glauben und Lehre:

»Wer übertritt und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat keinen Gott; wer in der Lehre Christi bleibt, der hat beide, den Vater und den Sohn.« (2. Johannes 9, Luther 1912)

Zuerst erschienen in Unser festes Fundament, 2-2003


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