• Ackerbau, Handwerk und andere Arbeitsprogramme als Lösung für unser Bildungsproblem: Der Weg in die Freiheit

    Der Weg in die Freiheit

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    In unserer Gesellschaft ist Sport in Schule und Freizeit zum körperlichen Ausgleich Nummer eins geworden. Das adventistische Bildungskonzept bietet etwas viel Besseres. Von Raymond Moore
     
Mittwoch, 06 Juli 2016 – 08:18 Uhr

Alternative zu Schach und anderen Spielen: Echte Erholung sieht anders aus!

Echte Erholung sieht anders aus!

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Wer für Gott lebt, führt wirklich einen alternativen Lebensstil. Von Ellen White

Wer körperlich arbeitet, braucht Erholung; wer hauptsächlich mit dem Kopf arbeitet umso mehr. Es ist weder zu unserer Rettung noch zu Gottes Ehre erforderlich, pausenlos geistig zu arbeiten, auch nicht auf religiösem Gebiet. Es gibt Freizeitbeschäftigungen wie Tanzen, Kartenspielen, Schach, Dame etc., die wir nicht gutheißen, weil der Himmel sie verurteilt. Solcher Zeitvertreib öffnet großem Unheil Tür und Tor. Er bringt keinen Segen, sondern hat Lust- und Suchtcharakter, sodass manche spielsüchtig werden und ihr Leben verschleudern. Alle Spiele dieser Art sollten von Christen missbilligt und durch etwas völlig Harmloses ersetzt werden.

Feiertage mit Kindern in der Natur verbringen

Ich sah, dass wir unsere Feiertage besser nicht damit verbringen, die Welt nachzuahmen. Aber wir dürfen auch nicht einfach über sie hinweggehen, denn das würde bei unseren Kindern zu Unmut führen. An solchen Tagen könnten unsere Kinder leicht unter schlechten Einfluss geraten. Es besteht die Gefahr, dass die Freuden und Abenteuer der Welt sie verderben. Deshalb ist es angeraten, dass die Eltern sich gut überlegen, was sie als Ersatz für diese gefährliche Freizeitbeschäftigungen bieten können. Lasst eure Kinder spüren, dass ihr ihr Bestes und ihr Glück im Sinn habt!

Mehrere Familien aus einer Stadt oder einem Dorf können sich zusammentun und einmal die Arbeit niederlegen, die sie körperlich und geistig beansprucht hat, um einen Ausflug in die Natur zu unternehmen, aufs Land, ans Ufer eines schönen Sees oder in ein nettes Wäldchen in herrlicher Umgebung. Sie können sich einfache gesunde Nahrung mitnehmen, das allerbeste Obst und Getreide, und ihre Mahlzeit im Schatten einiger Bäume oder unter freiem Himmel zu sich nehmen. Der Ausflug, die Bewegung und die Landschaft werden den Appetit anregen und ihnen einen Festschmaus bereiten, um den Könige sie beneiden würden.

Bei solchen Anlässen dürfen sich Eltern und Kinder frei von Sorge, Arbeit und Problemen fühlen. Eltern können mit ihren Kindern wieder zum Kind werden und alles so schön wie möglich für sie gestalten. Widmet den ganzen Tag der Erholung!

Bewegung an der frischen Luft ist gut für die Gesundheit aller, die im Haus einer sitzenden Tätigkeit nachgehen. Wem es irgend möglich ist, der folge dieser Empfehlung! Man verliert dabei nichts, sondern gewinnt viel. Mit neuem Schwung, Mut und gestärktem Immunsystem kehrt man an die Arbeit zurück. – Testimonies 1, 514-515

Gesundwerden durch körperliche Aktivität

Ich sah, dass die Einstellung von Dr. E über Freizeitbeschäftigung falsch und seine Ansichten über körperliche Aktivität nicht ganz in Ordnung waren. Die Aktivitäten, die er empfiehlt, hindern viel häufiger die Genesung, als dass sie nützen. Er ist gegen die körperliche Betätigung von Kranken, was in vielen Fällen zum großen Nachteil für sie war. Geistige Aktivitäten wie Kartenspielen, und Schach sind Stress fürs Gehirn und arbeiten der Heilung entgegen. Leichte und angenehme körperliche Arbeiten jedoch lassen die Zeit verstreichen, verbessern die Durchblutung, entlasten und entspannen das Gehirn und erweisen sich als großer Nutzen für die Gesundheit. Nimmt man dem Kranken jedoch solche Beschäftigung weg, wird er ruhelos und hält seinen Fall durch seine erkrankte Vorstellung für viel schlimmer, als er wirklich ist. Darüber ist schon mancher verrückt geworden.

Über Jahre schon ist mir mehrere Male gezeigt worden, dass man die Kranken zu körperlicher Aktivität ermutigen sollte, damit sie wieder ganz gesund werden. Sonst bleibt der Wille passiv, das Blut bewegt sich träge durch den Organismus und wird die Blutwerte verschlechtern sich zusehends. Wenn der Patient dazu neigt, seinen Fall für schlimmer zu halten, als er wirklich ist, wird Untätigkeit garantiert traurige Folgen haben. Gut dosierte Arbeit, lässt den Kranken erkennen, dass er nicht völlig unbrauchbar ist in der Welt, dass er wenigstens etwas von Nutzen sein kann. Das schenkt ihm Befriedigung, macht ihm Mut und verleiht ihm Vitalität, die fruchtlose geistige Vergnügen niemals bieten können. – Testimonies 1, 554-555

Ellen White und Gesellschaftsspiele

Frage: Können wir aus deinen Ausführungen in den Zeugnissen über Freizeitbeschäftigung schließen, dass du Vergnügungen wie Schach, Dame, Scharade, Backgammon, Topfschlagen und Blindekuh gutheißt? Man erzählt sich in dieser Vereinigung, du findest die Freizeitangebote am Gesundheitsinstitut in Battle Creek gut, spielst selber Dame und hast ein Damebrett dabei, wenn du die Geschwister von Ort zu Ort besuchst.

Antwort: Seit ich mich im Alter von 12 Jahren entschied, Jesus nachzufolgen, habe ich an solchen kleinen Spielen und Vergnügen nie teilgenommen. Auch habe ich bei keiner Gelegenheit meinen Einfluss dafür geltend gemacht. Ich kann keine Dame, Schach, Backgammon, Fuchs und Gänse oder etwas Ähnliches spielen. Zwar habe ich mich durchaus für Freizeitangebote ausgesprochen, aber bei den Vergnügungen am Institut in Battle Creek hatte ich immer meine Zweifel, die ich auch den Ärzten und Leitern und anderen gegenüber persönlich im Gespräch und zahlreichen Briefen äußerte. – Review and Herald, 8. Oktober 1867


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