• Warum Tiere vom Pflanzen- zum Fleischfresser werden: Mehr Toxine, aber längeres Leben

    Mehr Toxine, aber längeres Leben

    Adobe Stock - Valerii Honcharuk

    Hintergründe für die Einteilung von reinen und unreinen Tieren in der Bibel. Von Kai Mester

Montag, 15 November 2021 – 12:00 Uhr

Warum Tiere vom Pflanzen- zum Fleischfresser werden: Mehr Toxine, aber längeres Leben

Mehr Toxine, aber längeres Leben

Adobe Stock - Valerii Honcharuk

Hintergründe für die Einteilung von reinen und unreinen Tieren in der Bibel. Von Kai Mester

Nach dem Verlust des Paradieses starben einige Pflanzen aus, andere veränderten sich. Einige waren nur noch zu bestimmten Jahreszeiten da. Wie reagierten darauf die hungernden Tiere, die auf bestimmte Pflanzen spezialisiert waren? Einige verfielen in den Winterschlaf, wenn sie physiologisch und genetisch dazu in der Lage waren. Manche Tierarten starben aus, andere änderten ihre Ernährung, viele wurden Fleischfresser.

Not macht erfinderisch

So griff der Bergpapagei (Kea), der nicht mehr genügend Wurzeln einer bestimmten Baumart fand, plötzlich Schafe an, hackte ihnen den Rücken auf und fraß das Fett aus der Nierengegend.

Das Streifenhörnchen, ein Pflanzenfresser, wird zum Aasfresser, wo zu viel Wald abgeholzt wurde und frisst Kadaver überfahrener Tiere.

Der Pandabär wird zwar als Raubtier klassifiziert, frisst jedoch fast ausschließlich Bambus! Findet er nicht genug, frisst er auch mal eine Ratte.

Auch der Marienkäfer ist zum Räuber geworden. Während der Aprikosensaison stürzt er sich jedoch auf die Aprikosen! Ist die Saison vorbei, frisst er wieder Läuse.

Selbst der Löwe frisst erst den Panseninhalt seiner Beute, also die pflanzliche Nahrung, bevor er das Fleisch verzehrt.

Anreicherung von Toxinen

Gifte und Abfälle sind Stoffe vor denen sich jedes Lebewesen schützen muss. Ihre Konzentration reichert sich in der Nahrungskette dramatisch an. Eine niedrige Konzentration DDT im Wasser oder im Boden, führt zu höherer Konzentration in den Pflanzen, die es im Verlauf ihres Wachstums in ihrem Gewebe anreichern. Pflanzenfresser, die diese Pflanzen verzehren, reichern über einen längeren Zeitraum noch mehr DDT in ihrem Körper an. Bei Raubtieren stellte man schließlich eine noch wesentlich höhere Konzentration fest und am schlimmsten betroffen sind naturgemäß die Aasfresser, die auch die Kadaver der Raubtiere fressen. Das erklärt, warum schon Raubvögel an DDT gestorben sind, während unter den Pflanzenfressern im selben Gebiet kein solches Sterben einsetzte. Dieselbe Anreicherung findet natürlich bei allen Toxinen statt.

Das ist auch einer der Gründe, warum Raubtiere einen so kurzen Darm haben: Die Toxine sollen nicht länger als nötig im Körper verweilen.

Inwiefern hat nun die Toxinfrage mit der Unterteilung in reine und unreine Tiere zu tun?

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(Dieser Artikel basiert größtenteils auf Ausführungen von Prof. Dr. Walter Veith)


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