Freitag, 21 Februar 2020 – 09:11 Uhr

Es gibt nur einen Weg zum ewigen Leben: Ein heiliges Volk

Ein heiliges Volk

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Mit totaler Hingabe am selben Strang ziehen wie Gott. Von Ellen White

»Höre, Gott, meine Stimme in meiner Klage, behüte mein Leben vor dem schrecklichen Feinde. Verbirg mich vor den Anschlägen der Bösen, vor dem Toben der Übeltäter, die ihre Zunge schärfen wie ein Schwert, mit ihren giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen, dass sie heimlich schießen auf den Frommen; plötzlich schießen sie auf ihn ohne alle Scheu. Sie sind kühn mit ihren bösen Anschlägen und reden davon, wie sie Stricke legen wollen, und sprechen: Wer kann sie sehen? Sie haben Böses im Sinn und sprechen: Wir haben einen hinterhältigen Plan gefasst. Unergründlich sind Herz und Sinn. Da trifft sie Gott mit dem Pfeil, plötzlich sind sie zu Boden geschlagen. Ihre eigene Zunge bringt sie zu Fall, dass ihrer spotten wird, wer sie sieht. Und alle Menschen werden sich fürchten und sagen: Das hat Gott getan!, und erkennen, dass es sein Werk ist. Der Gerechte wird sich des HERRN freuen und auf ihn trauen, und alle frommen Herzen werden sich seiner rühmen.« (Psalm 64)

Dieser Psalm wird sich buchstäblich erfüllen. Alles soll erschüttert werden, was erschüttert werden kann, damit das Unerschütterliche bleibt. Ich staune, wenn ich an Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Gottes Volk denke. Der HERR wird ein reines, heiliges Volk haben, das die Prüfung besteht. So erforsche jeder Gläubige jetzt sein Herz mit einer brennenden Kerze!

Wir dürfen gerne die Frage des Anwalts stellen: »Was muss ich tun, damit ich das ewige Leben erbe?« Jesus erwiderte: »Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?« Die Antwort kam: »Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt und deinen Nächsten wie dich selbst.« Und Jesus sagte: »Du hast recht geantwortet: Tu das, so wirst du leben.« (Lukas 10,25-28)

Die einzige Hoffnung des Sünders

»Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.« (Johannes 3,16) Gott ist unser Schöpfer, Wohltäter und Erhalter. Als Urheber alles Guten wird er den Plan vollkommen ausführen, den er mit der Erschaffung des Menschen hatte.

Bosheit erfüllt die Welt, weil Adam Gottes Wort nicht an erste Stelle setzte. Er folgte ihm nicht und fiel der Versuchung des Feindes anheim. »Die Sünde ist in die Welt gekommen und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.« (Römer 5,12) Gott erklärte: »Jeder, der sündigt, wird sterben.« (Hesekiel 18,4) Ohne den Erlösungsplan wären tatsächlich auch alle Menschen zum Sterben verurteilt. »Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit Gottes.« (Römer 3,23) Aber Jesus gab sein Leben, um den Sünder vor dem Todesurteil zu retten. Er starb, damit wir leben können. Wer ihn aufnimmt, dem gibt er Macht, sich von allem zu trennen, was ihn unter Verdammungsurteil und Strafe bringt, Macht, zur Treue zurückzukehren.

Ja, Jesus ist des Sünders einzige Hoffnung. Durch seinen Tod kam die Erlösung in Reichweite aller. Durch seine Gnade können alle zu treuen Untertanen in Gottes Reich werden. Nur durch sein Opfer kam die Erlösung in Reichweite der Menschen. Dieses Opfer ermöglicht es Männern und Frauen, den Bedingungen zu entsprechen, die in den Himmelskonzilien niedergelegt wurden.

Jesus kam auf diese Erde und führte ein Leben in vollendeter Nachfolge, damit auch Männer und Frauen durch seine Gnade Gott völlig nachfolgen können. Dies ist für ihre Rettung notwendig. Denn ohne Heiligkeit wird kein Mensch den HERRN sehen.

Vor uns liegt die wunderbare Möglichkeit, allen Prinzipien von Gottes Gesetz zu folgen wie der Messias. Doch wir selbst sind völlig machtlos, diesen Zustand zu erreichen. Alles Gute im Menschen erhält er durch den Messias. Die Heiligkeit, die wir laut Gottes Wort brauchen, um gerettet zu werden, wird durch die göttliche Gnade gewirkt, wenn wir uns vom Geist der Wahrheit unterrichten und bändigen lassen.

Nur der Weihrauch von Jesu Gerechtigkeit kann den Dienst des Menschen vervollkommnen. So wird jede Handlung echter Hingabe von göttlichem Duft umgeben. Die Rolle des Christen dabei ist, jeden Fehler beharrlich zu überwinden. Ständig darf er seinen Retter bitten, die Leiden seiner kranken Seele zu heilen. Ihm fehlt nämlich die Weisheit und Kraft, die er zum Überwinden braucht. Nur der HERR verfügt darüber. Aber er schenkt sie denen, die ihn demütig und reuevoll um Hilfe bitten.

Der Prozess der Umwandlung von Unheiligkeit zu Heiligkeit bedarf kontinuierlichen Einsatzes. Tag für Tag wirkt Gott an der Heiligung des Menschen, wenn dieser mit ihm an einem Strang zieht und sich beharrlich um die Pflege der richtigen Gewohnheiten bemüht. Die Art und Weise, wie wir unser eigenes Heil bewirken sollen, wird im ersten Kapitel des zweiten Petrusbriefes klar beschrieben. Ständig dürfen wir eine Gnadengabe zur nächsten addieren.

Währenddessen wird Gott zu unseren Gunsten nach dem Schema der Multiplikation verfahren. Er ist immer bereit, das Gebet des reuigen Herzens zu erhören. So werden sich Gnade und Frieden bei seinen Gefolgsleuten vervielfältigen. Gern schenkt er ihnen den Segen, den sie im Kampf gegen das Böse brauchen, das sie bedrängt. Wer den Rat in Gottes Wort beachtet, dem wird nichts fehlen.

Der Grund, warum viele, die den Erlöser einst kannten und liebten, jetzt weit entfernt von ihm in der Dunkelheit umherirren, liegt darin, dass sie selbstbewusst und selbstgenügsam ihren eigenen Neigungen folgten. Sie gingen nicht auf dem Weg des HERRN – dem einzigen Weg des Friedens und Glücks. Durch Unglauben schnitten sie sich selbst von seinen Segnungen ab. Durch Hingabe jedoch hätten sie von ihm gestärkt voranschreiten können.

Gott hat eine Fülle an Hinweisen gegeben, dass er alle retten möchte, und gerade diese Fülle wird allen zum Untergang gereichen, die das Geschenk des Himmels ablehnen. Am letzten großen Tag, an dem alle für ihre Hingabe oder ihre Auflehnung Lohn oder Strafe empfangen, wird das Kreuz von Golgatha deutlich vor denen erscheinen, die vor dem Richter der ganzen Welt stehen, um ihr ewiges Urteil zu hören. Sie werden befähigt, etwas von der Liebe zu begreifen, die Gott für die gefallenen Menschen bekundet hat. Sie sehen, wie sehr er durch alle in Verruf geriet, die weiter gesündigt, sich auf Satans Seite gestellt und JHWHs Gesetz verachtet haben. Sie sehen, dass ihnen das Befolgen des Gesetzes Leben und Gesundheit, Wohlstand und ewiges Wohlbefinden gebracht hätte.

Heute werden Engel zu denen gesandt, die das Heil erben dürfen. Ihnen soll geholfen werden, Satans Knechtschaft zu entkommen und als treue Freiwillige in der Armee dessen zu dienen, der ihnen zuliebe auf diese Welt kam und Leid und Not ertrug. Jeder Mensch darf frei wählen, ob er unter dem schwarzen Banner des Krieges oder dem blutbefleckten Banner des Fürsten Emanuel stehen möchte. Mit großer Anteilnahme beobachtet der Himmel den Kampf zwischen Gut und Böse. Nur die Gehorsamen können durch die Tore der Stadt Gottes einziehen. Wer sich dafür entscheidet, weiter zu sündigen, wird schließlich das Todesurteil vernehmen. Die Erde wird von allen Missetaten, aller Gottverachtung, gereinigt werden.

»Nur noch eine kurze Zeit, so wird der Gottlose nicht mehr sein, und wenn du dich nach seiner Wohnung erkundigst, ist er nicht mehr da.« »Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein, und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der HERR der Heerscharen, sodass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt … Sie werden wie Asche sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde!; spricht der HERR der Heerscharen.« (Maleachi 3,19-21)

Wer seinen Charakter nicht der göttlichen Prägung anpassen will, kann niemals Gottes Stadt betreten. Er hat sich vom Glück und der Hoffnung, dem Frieden und der Freude abgeschnitten, die er in Aussicht hatte. Hätte er Jesu Gnade angenommen, hätte er den Versuchungen des Feindes widerstehen können; endlich wäre er als Sohn oder sie als Tochter Gottes in die heilige Stadt aufgenommen worden, um ewig gesegnet zu sein und ein Leben zu führen, das sich nach Gottes Leben bemisst.

Aber die traurigen Worte, die Gott über Israel gesprochen hat, muss er leider auch über viele, viele Menschen sprechen, die heute leben: »Mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mich nicht. So hab ich sie dahingegeben in die Verstocktheit ihres Herzens, dass sie wandeln nach eigenem Rat.« (Psalm 81,12-13) Gott hätte sich gefreut, sie im Licht mit den Heiligen wandeln zu sehen, aber er konnte es nicht; denn sie lehnten alle seine Einladungen und Aufrufe ab. Er sagt: »Wenn doch mein Volk mir gehorsam wäre und Israel auf meinem Wege ginge! Dann wollte ich seine Feinde bald demütigen und meine Hand gegen seine Widersacher wenden! Und die den HERRN hassen, müssten sich vor ihm beugen, aber Israels Zeit würde ewiglich währen, und ich würde es mit dem besten Weizen speisen und mit Honig aus dem Felsen sättigen.« (Psalm 81,14-17)

Die göttliche Charakternorm

Gottes Gesetz ist die Niederschrift seines Charakters, und nur wer sein Gesetz befolgt, wird von ihm angenommen. Wer von Gottes Gesetz in irgendeiner Form abweicht, führt Krieg gegen Gott selbst. Es liegt im höchsten Interesse des Menschen, Gottes Gesetz zu befolgen; denn nur in Übereinstimmung mit den Prinzipien dieses Gesetzes kann sich ein gerechter Charakter ausbilden. Die Regeln des Lebens, die der HERR gegeben hat, machen die Menschen rein, glücklich und heilig. Nur wer diese Regeln befolgt, wird von Jesu Lippen die Worte hören: »Komm höher hinauf!«

Götzendiener werden von Gottes Wort verurteilt. Ihre Torheit besteht darin, sich für ihre Rettung selbst zu vertrauen und sich vor den Werken ihrer eigenen Hände zu verneigen. Gott nennt alle »Götzendiener«, die auf ihre eigene Weisheit vertrauen, auf ihre eigenen Pläne, auf ihren Reichtum und ihre Macht und die danach streben, sich durch die Allianz mit solchen Menschen zu stärken, die von der Welt bewundert werden, aber die ewigen Werte seines Gesetzes nicht erkennen.

Gott wird die höchsten Erwartungen derer, die ihm vertrauen, mehr als erfüllen. Er erinnert uns daran, dass er sich den Demütigen und Zerknirschten leichter offenbaren kann und wird. Er freut sich sehr, wenn wir ihm vergangene Gnadenerweise und Segnungen als Grund dafür nennen, dass er uns noch höhere und größere Segnungen schenken soll. Es ehrt ihn, wenn wir ihn lieben und die Echtheit unserer Liebe dadurch unter Beweis stellen, dass wir seine Gebote halten. Es ehrt ihn auch, wenn wir den siebten Tag heilig und rein nennen. Für alle, die das tun, ist der Sabbat ein Zeichen, »damit sie erkennen«, erklärt Gott, »dass ich der HERR bin, der sie heiligt«. Heiligung bedeutet ständige Gemeinschaft mit Gott. Nichts ist so groß und mächtig wie Gottes Liebe zu seinen Kindern.

Review and Herald, 15. März 1906


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