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:: Ausführliches Programm ::

  • Es gibt nur einen Weg zum ewigen Leben: Ein heiliges Volk

    Ein heiliges Volk

    Adobe Stock - jozsitoeroe

    Mit totaler Hingabe am selben Strang ziehen wie Gott. Von Ellen White

Mittwoch, 21 Oktober 2015 – 16:51 Uhr

Ein aufrüttelndes Gebet: Zerbrich uns, HERR!

Zerbrich uns, HERR!

Bild: CHOATphotographer - Shutterstock

Wenn Ellen White betete, dann spürte man Gottes Nähe. Dieses Gebet sprach sie am 20. Oktober 1906 nach einer Predigt, die sie in Oakland hielt. Von Ellen White

Unser himmlischer Vater, wir kommen heute Abend zu dir als unserer einzigen Zuflucht, als unserem einzigen Helfer, als dem einen, der uns vor uns selbst retten kann. Ja, mein himmlischer Vater! Du hast die Worte gehört, die ich heute Nachmittag zu diesem Volk gesprochen habe. Und ich bitte dich, HERR, du mögest dafür sorgen, dass sie Spuren hinterlassen.

Du allein kannst die eisernen Fesseln des Herzens brechen. Du allein kannst die blinden Augen öffnen, damit sie erkennen mögen, was Sünde ist. Du allein kannst das Verständnis so beeindrucken, dass sie sehen, welchen Charakter jeder besitzen und in dieser Welt offenbaren muss, will er für die Aufnahme in die himmlische Familie vorbereitet sein. Ja, Mein Vater! Mein Vater! Wie blind, wie furchtbar blind ist dieses Volk, dass es nicht erkennt, welchen Charakter du annehmen kannst und welchen du gezwungen sein wirst zurückzuweisen! Wir bitten dich, HERR, wirke an Herz und Sinn! Ja, bitte, mach doch allen das schreckliche Wesen der Sünde bewusst, damit sie erkennen, mit welchen Augen du die Sünde siehst!

Ja, mein Vater, mein Vater! Du hast die Welt so geliebt, dass du deinen einzig geliebten Sohn in einen schändlichen Tod ausgeliefert hast. Denn du möchtest der Welt durch ihn ewiges Leben geben! Deshalb darf sich die Menschheitsfamilie hier unten zum Gutestun erziehen. So bereitet sie sich auf die Vereinigung mit der sündlosen Familie dort oben vor, damit sie für immer in deinem Reich leben kann. Die Gelegenheiten und Vorrechte verstreichen. Aber die Herzen werden trotzdem härter und stumpfer. Ja, wir bitten dich, um Jesu Christi willen, der die Wunden ertrug und die Qualen der Kreuzigung erlitt: Ermögliche es jeder lebendigen Seele, sich der göttlichen Familie anzuschließen! Wir beten, mein Retter, wir flehen dich an, zerbrich die harten Herzen! Ich flehe dich an, erweiche und bändige die Seele!

Ich flehe dich an, mein himmlischer Vater, lass Licht auf dein Volk hier scheinen, dass es deinem Ruf folge! Wenn sie nicht bereuen, wirst du zu ihnen sagen: »Wie konntet ihr hier hereinkommen und habt doch kein hochzeitliches Gewand an?« (Matthäus 22,12 Paraphrase) Das Hochzeitskleid der Gerechtigkeit Jesu brauchen wir. Ja, HERR, ich bitte dich, hab Mitleid mit den Menschenseelen in dieser Gemeinde! Ich bitte dich, HERR, sie mögen ihre Herzen nicht länger verhärten. Ich bitte dich, dass diese entsetzliche Bekundung des Ichs aufhört. Ich bitte dich, das Ich möge gekreuzigt werden, das Ich möge sterben, damit eine Neubekehrung mitten unter uns einsetze und Seelen bewogen werden, sich vor dir zu demütigen und sich neu zu bekehren.

Mein Vater, mein Vater, beeindrucke um Jesu willen mit deinem Geist die Herzen der Anwesenden und lass sie dem König die Straße ebnen, dir den Weg bahnen, damit du mit den Menschenherzen arbeiten kannst! Hilf ihnen, jeden Stein des Anstoßes aus dem Weg zu räumen und selbst aus dem Weg zu gehen! Sie stehen dir direkt im Weg und, ja, beeindrucke ihre Herzen so tief, so intelligent, dass sie bereuen, bereuen, bereuen und sich bekehren, bevor es für immer zu spät ist!

Ja, Gott, bald wird das Wort ergehen: »Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter, und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter!« (Offenbarung 22,11)

Schreckliche Worte in den Ohren der Unvorbereiteten!

Vertreibe du, HERR, die Kälte, diese Eiseskälte, diese Herzenskälte! Ja, lass ihnen keine Ruhe, weder Tag noch Nacht, bis sie die Notwendigkeit der Charakterumwandlung erkennen; bis sie die Notwendigkeit erkennen, dem König den Weg zu bahnen.

Mein himmlischer Vater, wir kommen zu dir als deine kleinen Kinder. Du hast uns kleine Kinder genannt und ich flehe dich an, wir mögen kleine Kinder werden. Ja, HERR, du hast deinen Jüngern gesagt, als sie die ersten sein wollten: Die Ersten werden die Allerletzten sein. Hilf uns, unsere Seelen vor Gott zu demütigen! Verhilf unseren harten Herzen zur Reue!

Mein Vater, mein Vater, ich bringe vor dich die Verdienste unseres Erlösers, deines Sohnes Jesus, der die schrecklichen Qualen am Kreuz erlitten hat, um dieses Geschlecht zu erlösen. Ich flehe dich an, dass du den brachliegenden Herzensboden aufbrichst, damit die Samen der Wahrheit im Herzen Wurzel schlagen und die besten Früchte bringen können, zur Ehre Gottes. Wir ertragen den Gedanken nicht, dass aus der großen Zahl hier in dieser Gemeinde, viele am Schluss sagen könnten: »Die Ernte ist vorüber, der Sommer ist zu Ende«, die letzten Rettungsangebote sind gemacht, aber meine Seele ist nicht gerettet (Jeremia 8,20)! Was für ein schreckliches Bekenntnis wäre das! Zerbrich, ich bitte dich, zerbrich die Herzen der Anwesenden, dass jeder von uns dich von ganzem Herzen sucht, wenn wir diese Stätte verlassen, damit wir die Eindrücke von Gottes Geist mit uns nehmen! Hilf, ja, hilf uns, dass wir uns bekehren, damit uns das Licht des Himmels in Geist und Herz scheint und wir etwas zu Jesu Ehre zu sagen haben, etwas, das seinen Namen auf Erden verherrlicht!

Ja, himmlischer Vater, ich bitte dich, dass der Engel des HERRN, vor dem Josua, der Hohepriester steht, während der Feind den Sünder wegen seiner schmutzigen Kleider anklagt – ich bitte dich, dass dieser Engel uns mit seiner Gegenwart heute Nachmittag beehrt. Du hast dich an Satan gewendet und gesagt: »Der HERR schelte dich, du Satan; ja, der HERR schelte dich, er, der Jerusalem erwählt hat! Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist?« (Sacharja 3,2) Allen, die Sünder anklagen, sagte der Engel: »›Nehmt die unreinen Kleider von ihm weg!‹ Und zu ihm sprach er: ›Siehe, ich habe deine Sünde von dir genommen und lasse dir Festkleider anziehen!« Und er fügte hinzu: »›Man setze einen reinen Kopfbund auf sein Haupt!‹ Da setzten sie den reinen Kopfbund auf sein Haupt und bekleideten ihn mit Gewändern, während der Engel des HERRN dabeistand.« (Vers 4–5)

Satan versucht jeden, den er beeinflussen kann, so sehr zu entmutigen wie irgend möglich. HERR, ich flehe dich an, taufe die Anwesenden mit deinem Heiligen Geist. Ich flehe dich, um Jesu willen, an, den Nebel und die Wolken, die Satan hier dazwischenschiebt zurückzuwirbeln. Er ist hier; seine Anhänger sind hier; hier sind welche, die auf seine Worte hören. Ich bitte dich, HERR, brich den Bann; ich bitte dich, dass eine so große Weihe für Gott geschieht, dass Jesus sagen kann: »Ich lasse dir Festkleider anziehen.« (Vers 4)

Ja, Gott, wir wollen fleckenlose Kleider; wir wollen makellose Kleider; wir wollen ausgebildet werden für ein großes, ein großartiges, ein heiliges Werk, das getan werden muss. Wir flehen dich an, dass du gewaltig wirkst, damit das Heil Gottes offenbar wird. Du hast einen ganzen Himmel voller Segen und wartest nur darauf, ihn auf ein Volk auszuschütten, das bereit ist, ihn zu empfangen und einzusetzen. Ja, der Himmel ist voll von deiner Güte und deiner Vergebung und wir können sie reichlich erhalten, wenn wir nur zu dir kommen, bereuen und uns bekehren.

Mein Herr und mein Gott, ich bitte dich: Führe die Reformation durch, die an dieser Stätte geschehen muss, und die Reformation, die an anderen Orten in dieser Gemeinschaft geschehen muss. Lass das Heil Gottes offenbar werden. Mein Retter, mein Retter, du lädst ein: Du wartest darauf, dass sie kommen, damit du sagen kannst: »Deine Sünden sind dir vergeben; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.« Möge die heilende Kraft Gottes über Leib und Seele kommen. Mein Vater, mein Vater, ich bitte dich um Jesu willen: Komm in unsere Mitte und brich die schreckliche Macht der Finsternis. Lass die Seelen frei, und dein gepriesener Name empfange alle Herrlichkeit. Amen.

Quelle: Sermons and Talks 1, 378-382.


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