• Adventisten heute, gelesen im August 2019 (Teil 5): Quo vadimus? Thema Homosexualität

    Quo vadimus? Thema Homosexualität

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    Wohin steuern wir als Gemeinde in Deutschland? Von Kai Mester

Mittwoch, 11 September 2019 – 05:57 Uhr

Adventisten heute, gelesen im August 2019 (Teil 4): Quo vadimus? Thema Bildung

Quo vadimus? Thema Bildung

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Wohin steuern wir als Gemeinde in Deutschland? Von Kai Mester

Mit großem Interesse las ich die Augustausgabe der Zeitschrift adventisten heute. Meine Aufmerksamkeit beim Lesen rührt von der Frage: Quo vadimus? Wohin gehen wir Adventisten in Deutschland?

Hier das vierte von fünf Zitaten, die mich besonders zum Nachdenken brachten:

Bildungskongress

»Eine verbindende Antwort war, dass die Bibel als Glaubensbuch ein Lehrbuch für das Leben, auch für die Lehrenden sein könne, um Orientierung für die Wertevermittlung zu erhalten, aber im eigentlichen Fachunterricht keine zentrale Rolle spiele.« (Martina Finkeldei auf Seite 19)

Das war die Zusammenfassung der Antworten aus dem Kongresspublikum auf die Frage, ob die Bibel ein Lehrbuch sei. Hundert Lehrer adventistischer und öffentlicher Schulen hatten sich auf der Marienhöhe versammelt, um sich gegenseitig auszutauschen.

Jeder wird dem Zitat soweit zustimmen, dass man auch an christlichen Schulen in vielen Fächern die meiste Zeit mit anderen Lehrbüchern zubringt. Doch ein kleiner Auszug aus Ellen Whites Bildungsphilosophie zu dieser Frage wird alle Leser nachdenklich machen:

»Unsere Schulen sind nicht nach dem Modell der Schulen anderer christlicher Glaubensgemeinschaften oder weltlicher Theologiefakultäten und Hochschulen konzipiert, sondern haben ein noch viel höheres Ziel: Keine Form des Unglaubens oder der Untreue auszulösen oder zu fördern. Vielmehr möchten sie Schüler in praktischem Christentum ausbilden und die Bibel als oberstes und wichtigstes Lehrbuch hochhalten.« (Fundamentals of Christian Education, 231)

»Als Lehrbuch in unseren Schulen wird die Bibel für Geist und Moral das leisten, was wissenschaftliche und philosophische Bücher nicht leisten können. Sie wird den Verstand ausbilden und stärken, den Charakter aufwerten, reinigen und verfeinern. Kein Buch kann sich mit ihr messen.« (Counsels to Parents, Teachers, and Students, 422)

»Können wir ein Lehrbuch für unsere Schulen finden, das voller so tiefer und ernsthafter Aussagen ist wie das Wort des lebendigen Gottes? Warum wollen wir dann dieses Wort zu Gunsten von Schriften ungläubiger Autoren beiseite legen? Was für ein anderes wertvolles Buch könnte in unseren Schulen den Platz des Buches einnehmen, das uns den Weg zum ewigen Leben zeigt? Wenn biblische Geschichte für jüngere und ältere Schüler kontinuierlich auf dem Lehrplan steht, wird auch bei solchen, die Gott nicht lieben und geistliche Themen uninteressant fanden, Interesse geweckt, sodass sie sich in Gottes Wort verlieben.« (Manuscript Releases 13, 260)

»Auf ihren Seiten findet man die älteste Geschichte, die authentischsten Biographien, die Prinzipien der Staats- und Haushaltsführung, denen menschliche Weisheit nie das Wasser reichen konnte. Sie enthält die tiefgründigste Philosophie, die lieblichste und erhabenste, leidenschaftlichste und rührendste Poesie. Unermesslich wertvoller als die Werke menschlicher Autoren sind die Bibelschriften, auch wenn sie nur als solche betrachtet würden; aber von unendlich größerer Tragweite, von unermesslich größerem Wert sind sie, wenn sie in Verbindung mit ihrem Hauptgedanken gelesen werden. Von ihm aus erhält jedes Thema eine neue Bedeutung. In einfachsten Worten sind Wahrheiten verborgen, die so hoch wie der Himmel sind und die Ewigkeit umspannen.« (Education, 125)

Auf die adventistische Schule, wo aus der Bibel auf diesem hohen Niveau als zentralem Lehrbuch unterrichtet wird, wartet die Welt möglicherweise immer noch.

Quo vadimus, liebe Geschwister? In ein Leben der Schwäche, der Selbstzufriedenheit oder Angepassheit, des Mainstream, des Status quo, weil wir meinen schon christlich und biblisch genug zu sein in unserem Unterricht? Oder in ein Leben der Kraft und Hoffnung, weil wir erkennen, welchen unfassbaren Schatz wir wirklich mit der Bibel in der Hand haben? In ein Leben der Freiheit und des begeisterten Kampfes, weil das biblische Lehrmodell ein Bildungspotenzial hat, das wir der Welt nicht vorenthalten wollen, ein Leben der Fülle?

»Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.« (Johannes 10,10)


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