Vom Krankenbett zur Missionsbewegung: Warum eine 78-Jährige gerade jetzt mehr bewirkt als je zuvor

Vom Krankenbett zur Missionsbewegung: Warum eine 78-Jährige gerade jetzt mehr bewirkt als je zuvor - Heidi Kohl
Heidi Kohl (rechts) zusammen mit Sabine und Richard

Nach schwerer Krankheit rechnete sie mit Schwinden der Kräfte – doch stattdessen begann eine Zeit neuer Fruchtbarkeit. Broschüren verbreiten sich, Menschen werden berührt, und eine Gesundheitsmission gewinnt unerwartete Dynamische Kraft. Von Heidi Kohl

Lesezeit: 8 Minuten

»Darum werden wir nicht müde, sondern wenn auch unser äußerer
Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.« (2. Korinther 4,16)

Dankbarkeit trotz Schwachheit

Voll Freude darf ich wieder berichten, was Gott alles tut und was es bedeutet, im Dienst für den Heiland zu stehen.

Nach der schweren Coronaerkrankung im vergangenen Herbst lebte ich wochenlang in körperlicher Schwachheit. Ich nutzte die Zeit zum Schreiben. So war ich unermüdlich tätig. Jeden Tag verbrachte ich stundenlang mit Ausarbeitungen.

Es entstanden 10 neue Hefte, Vorträge und Predigten. Tatsächlich durfte ich schon im Dezember die erste dieser Predigten in meiner Gemeinde in Weyer halten und im Jänner die zweite. Es ging um das Thema »Heilung des Herzens«.

Wie ihr sehen könnt, ist auch dazu eine Broschüre entstanden. Sofort kam nach dem Gottesdienst eine Schwester auf mich zu und bestellte die Broschüre. Sie wurde tief berührt durch Gottes Barmherzigkeit und Liebe. Einige Tage später bestellte sie gleich mehrere Hefte und ist voller Begeisterung beim Lesen.

Vergangenen Sabbat erzählte ich eine Erfahrung, die ich mit der Broschüre Glücklich alt werden gemacht hatte. Sofort meldete sich ein Bruder und wollte das Heft für seine Mama haben. Denn man kann sogar mit einem schweren Leiden oder einer Behinderung glücklich sein, wenn wir es zulassen.

Broschüren

Gebet und überraschende Türen

Es war schon interessant, dass ich ein paar Tage vorher Gott bat, er möge nun helfen, dass diese neuen Broschüren unter die Menschen kommen, vor allem Heilung des Herzens und Glücklich alt werden.

Zu Weihnachten hatte ich an alle meine leiblichen Geschwister diese Broschüre gesandt und bekam aber kaum ein Echo. Dadurch war ich etwas entmutigt.

Aber nun kam die Wende:

Eine dieser Broschüren sandte ich an eine 85 Jahre alte Glaubensschwester, die in der Nähe von Bogenhofen lebt und eine zweite Broschüre bekam eine Schwester in der Nähe von Linz.

Gleich einen Tag danach erhielt ich einen Anruf:
»Heidi, das ist eine so wunderbare Broschüre, bitte kannst du mir 100 Stück davon senden. Ich bin demnächst in Deutschland unterwegs in Gemeinden, dann kann ich sie weitergeben.«

Die andere Schwester schrieb mir per Mail:
»Bitte kannst Du mir 25 Broschüren bereithalten, wenn ich wieder nach Weyer zum Predigen komme.«

Es war genau die Schwester, die mir den Anlass gab, diese Broschüre zu schreiben. Sie hatte nämlich vor 2 Jahren eine Predigt über das Alter in der Gemeinde gehalten. Es war die erste Predigt, die ich über dieses Thema gehört hatte.

Diese Schwester gab mir dann ihr Manuskript und ich arbeitete es zu einem Vortrag für meine Ausbildung um. Das war aber erst der Anfang.

Frucht aus Ausbildung und Weitergabe

Seit vergangenen Juni unterrichte ich nun das fünfte Jahr Geschwister online und bilde sie zu Gesundheitsmissionaren aus.

Das Erstaunliche war – und das gab es bis jetzt noch in keinem Kurs –, dass gleich vier Geschwister bereits seit Jänner in ihren Gemeinden und auch in öffentlichen Räumlichkeiten mit meinen PowerPoint-Präsentationen zu arbeiten begonnen haben.

Ein Ehepaar, das besonders aktiv ist, hat nun auch meine Hefte zum entsprechenden Thema aufgelegt bei ihren Vorträgen und diese gingen weg wie warme Semmeln.

  • Diese Geschwister brachten die Themen:
  • Glücklich alt werden
  • Geistig fit bis ins hohe Alter
  • Demenz vorbeugen
  • Der Darm – Wurzel der Lebenskraft
  • Vitamine und Mineralien
  • Hausmittel bei Erkältungen

Ihr könnt euch vorstellen, was das für ein Gefühl für einen Lehrer ist, wenn seine Schüler mutig beginnen, das Gelernte in die Tat umzusetzen und weiterzugeben. Dafür kann ich unserem Herrn und Heiland nur danken!

Gerne erinnere ich mich an die Zeiten, wo ich mit meinen Schülerinnen unterwegs war und in vielen Gemeinden Vortragsreihen gehalten habe. So darf ich jetzt von meinem Zuhause aus zusehen, wie die Jungen tätig sind und diese Arbeit fortsetzen.

Jeden Tag lobe und preise ich meinen Herrn für seine Gnade, dass ich mit meinen 78 Jahren das noch erleben darf.

Mutmachende Erfahrungen im Alltag

Da ja nicht gerade schöne Nachrichten aus der Welt täglich an unsere Ohren dringen, ist es Balsam für die Seele, wenn positive Meldungen aus dem Missionsfeld kommen.

Wenn man älter wird, lässt die körperliche und seelische Kraft nach und man ist froh über erfreuliche Nachrichten.

Ich merke halt immer mehr, wie viele den Fokus ihrer Gedanken auf negative Dinge richten. Aber wenn man schöne Erlebnisse hat und Früchte aus seiner Arbeit sehen darf, dann ist das schon etwas Besonderes.

So kann ich meinem Heiland nur immer wieder danken, dass ich bereits vier Jahrzehnte diese Arbeit machen darf. Jetzt allerdings in der Hauptsache als Lehrende und über Zoom.

Arbeit und Begegnungen in St. Gallen

Aber auch in St. Gallen konnte ich Schönes erleben.

Als ich nach intensivem Gebet, wieder mehr Kraft durch die Hilfe des HERRN bekam, traf ich mich mit meiner Frauengruppe im November in meinem Haus und im Jänner im öffentlichen Saal in St. Gallen.

Hier schickte mir der HERR eine Schwester aus Stuttgart, die mir bei den vielen Anwendungen, die wir vorführten, half. Das war ein großer Segen, die Leute haben viele Broschüren gekauft und Ende Februar geht es mit dem Thema »Natürliche Heilmittel bei Krampfadern und Venenproblemen« weiter.

Immer wieder kommen Teilnehmer der Kurse bei mir vorbei und suchen Rat. So habe ich wertvolle Gelegenheiten um mit ihnen zu beten, sie zu trösten und auf unseren Heiland, den großen Friedefürsten hinzuweisen.

Jeden Tag bete ich um die Gegenwart des Heiligen Geistes und um Führung, Gesundheit und dass Menschen sich bekehren.

Die Bedeutung antientzündlicher Ernährung

1.Mose 1:29Noch ein Thema hatte es mir im Dezember besonders angetan, nämlich die antientzündliche Ernährung.

Ich hörte mir einen Vortrag darüber an, bestellte mir Bücher und suchte im Internet. Das brachte mich zur Erkenntnis, dass das genau unser Thema ist – die biblische Ernährung – und dass jetzt bereits die Steine schreien.

Das hat mich innerlich so bewegt und ich konnte nicht mehr still sein. Ich sehe so viel Unwissenheit und Krankheiten unter Glaubensgeschwistern, dass ich sofort begann diese Broschüre auszuarbeiten und eine PowerPoint Präsentation zu erstellen.

Alles fängt mit stillen Entzündungen im Körper an, die mit den Jahren zu Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Übergewicht, Demenz, Rheuma bis hin zu Krebs führen. Sie bleiben unbemerkt und sind auch nicht durch Laborwerte zu erfassen.

Still und heimlich verändert sich über Jahre unser Inneres, bis dann mit aller Wucht die Krankheit ausbricht.

Zucker, Weißmehl, industriell hergestellte Nahrungsmittel, Zusatzstoffe, Fastfood, stark erhitzte Fette und Öle, und zuckerhaltige Getränke sind die Saboteure unserer Gesundheit. Dadurch befindet sich unser Immunsystem in ständiger Alarmbereitschaft.

Kommt dann bei vielen Menschen noch der tägliche Stress hinzu, wird ein weiteres Puzzleteil zum Entstehen von Krankheiten hinzugefügt.

Mit der Broschüre Die antientzündliche Ernährung können wir Gesundheitsmissionare wunderbar die Menschen ansprechen und aufklären, dabei gleichzeitig auf unseren Schöpfer und seinem Ernährungsplan hinweisen. Das sind jetzt großartige Möglichkeiten für unsere Geschwister, die in der Ausbildung stehen.

Neue Schulung und dringender Bedarf

So habe ich auch mit einer Online Schulung zum Gewichtsreduktionstrainer begonnen, denn auch Übergewicht ist eine Not innerhalb unserer Gemeinden und nicht nur in der Bevölkerung.

Heute haben wir über 50% Übergewichtige in unserer modernen Welt. Auch so mancher Prediger und Verkündiger gehört dazu. Sollte nicht auch ihnen geholfen werden?

Aufruf zum Licht

»Mache dich auf und werden Licht!« ruft Jesaja, »denn Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker … Aber über dir geht auf der HERR und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.« (Jesaja 60,1–3)

Welch eine wunderbare Verheißung und Vorhersage!

Würde jede Gemeinde so arbeiten, würde es weniger Streit geben und Irrlehren bekämen keinen Boden. Aber Lauheit, Gebundenheit und Unzufriedenheit, mangelnde Vergebungsbereitschaft und Hingabe, Verbitterung und geistliche Lähmung beherrschen das Glaubensleben.

Jesus reicht uns seinen Auftrag weiter

Es darf uns neu bewusst werden, wozu Jesus gekommen ist:

»Der Geist des HERRN ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen, er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, zu verkündigen das Gnadenjahr des HERRN.« (Lukas 4,18–19)

Schon im Jesaja wurde der Messias in dieser Weise angekündigt. Wir dürfen den Menschen diese Befreiung anbieten, auf jeden Fall Trost und Hilfe in ihren körperlichen und seelischen Leiden.

Jesus ist dazu gekommen und hat uns diesen Auftrag weitergereicht.

»Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.« (2.Chronik 16,9)

So möge der HERR die Treuen, die Müden, die Verzweifelten stärken. Ja, der Hüter Israels schläft nicht, denn er ist nahe.

»Erhebt eure Augen, denn unsere Erlösung naht.« Richten wir unseren Blick auf das Gute und Schöne, das uns erwartet und halten wir uns an den, der für uns der Menschensohn wurde und gesagt hat:

»In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.«

Hinweis zum neuen Kurs

Wichtig! Im neuen Kurs »Ausbildung zum Gesundheitsmissionar«, der Ende Mai beginnen wird, sind noch Plätze frei. Bitte rasch anmelden!
Der HERR schenke euch Gnade und seine Gegenwart, er erfülle euch mit allerlei Gottesgaben, schenke euch Frieden und Freude im Heiligen Geist.

Mit herzlichen Grüßen
Heidi, Sabine und Richard

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Rundbrief Nr. 101 vom 8. Februar 2026, Hoffnungsvoll-leben e.V., Gesundheitsschule, 8933 St. Gallen, Steinberg 54, heidi.kohl@gmx.at, hoffnungsvoll-leben.at

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