Antwort der Liebe: GRC Europa und USA gemeinsam im Katastropheneinsatz in Portugal

Mann repariert ein Dach

Nach der verheerenden Sturmkatastrophe in Portugal bündeln GRC Europa und die USA ihre Kräfte. Erfahren Sie, wie die Teams der Gideon Rescue Company vor Ort Hand in Hand arbeiten, um den betroffenen Ortschaften mit praktischer Hilfe und Hoffnung zur Seite zu stehen. Von Amy Pershin

Lesezeit: 4 Minuten

Nachdem schwere Stürme Teile Portugals verwüstet hatten, machten sich Teams von Gideon Rescue Europe und Gideon Rescue USA auf den Weg, um zu helfen. Sie wollten nicht nur praktische Unterstützung bringen, sondern auch Hoffnung – und die Gewissheit, dass Gottes Liebe Menschen gerade in schweren Zeiten erreicht.

Die Unwetter hatten viele Häuser beschädigt, Dächer abgedeckt, Kommunikationsverbindungen unterbrochen und Familien gezwungen, in Notunterkünfte umzuziehen. Der Bedarf an Hilfe war groß – sowohl praktisch als auch seelsorgerlich.

Doch schon auf der Reise zeigte sich: Gott war längst am Wirken. Auf dem Flug von Amsterdam nach Lissabon kam es bei der Passkontrolle zu einer unerwarteten Begegnung. Drei junge Beamte begannen ein Gespräch mit dem Team und fragten, ob sie Abzeichen und Münzen tauschen könnten. Als sie hörten, warum das Team unterwegs war, waren sie begeistert – und nahmen gern GLOW-Traktate zusammen mit den Abzeichen entgegen. Ein kleiner Moment, der daran erinnerte: Mission beginnt oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet.

Vor Ort arbeiteten die Teams in mehreren Städten, darunter Leiria und Marinha Grande. Sie verteilten Literatur, besuchten betroffene Familien, überprüften die Situation von Menschen in Not und halfen ganz praktisch – etwa indem sie beschädigte Dächer mit Planen sicherten oder reparierten.

Das alles geschah bei Dauerregen, auf rutschigen Dächern und unter wiederholten Warnungen vor Sturzfluten. Trotzdem gingen die Helfer mit Mut – und oft auch mit einem Lächeln – weiter ihrer Arbeit nach. Ihr Ziel war es, mehr zu tun als nur Schäden zu beheben: Sie wollten ein lebendiges Zeichen der Liebe Christi sein.

Ein besonderer Moment ergab sich, als das Team in einem örtlichen Verwaltungsgebäude ein Starlink-System installierte. Die Stürme hatten die Kommunikation stark beeinträchtigt, und die Wiederherstellung der Verbindung löste große Erleichterung aus. Die Dankbarkeit der Verantwortlichen war deutlich spürbar. In einer Katastrophensituation kann funktionierende Kommunikation entscheidend sein – und selbst technische Hilfe kann zu einem Akt der Barmherzigkeit werden.

Nach langen Einsatztagen besuchten die Teams auch Notunterkünfte. Dort gaben sie kleine Konzerte und erfüllten Räume voller Erschöpfung und Sorgen mit Musik.

In einer Unterkunft erzählten Mitarbeitende, dass es ihr bisher schwierigster Tag gewesen sei. Dann kam das Team – mit Liedern. Genau in diesem Moment. Es war, als hätte Gott gewusst, wann Ermutigung am dringendsten gebraucht wurde. Unter den Zuhörern waren sogar Soldaten.

Ein Konzert blieb besonders in Erinnerung. Die Gruppe der Zuhörer war klein, doch jeder Augenblick fühlte sich bedeutsam an. Die Menschen hörten aufmerksam zu – jedes Wort über Gott, jedes Lied. In solchen Momenten wird deutlich: Erfolg wird nicht in Zahlen gemessen, sondern in den Herzen, die berührt werden.

Konzert

Während des gesamten Einsatzes erlebten die Teams auch Gottes Fürsorge. Immer wieder öffneten sich Türen für Unterkünfte, und es mangelte nie an Essen – oft gab es sogar mehr als erwartet. Gemeindeglieder und lokale Verantwortliche bereiteten liebevoll Mahlzeiten zu, achteten darauf, dass alles vegan war, und schickten die Helfer sogar mit zusätzlichem Obst und Proviant weiter. Aus anfänglichen Fragen nach der Versorgung wurde tiefe Dankbarkeit. Gott sorgte – immer wieder.

Trotz weiterer Stürme und anhaltendem Regen war auch sein Schutz spürbar. Die Arbeiten auf den Dächern konnten sicher durchgeführt werden. Und nach Tagen voller grauer Wolken erschien schließlich ein Regenbogen – ein stilles, aber starkes Zeichen von Gottes Verheißungen. Am letzten Sabbat der Mission wurden schließlich 1.000 Exemplare in Fátima verteilt – jenem Ort, an dem 1917 drei Hirtenkinder von Erscheinungen der »Jungfrau Maria« berichteten.

Besonders ermutigend war auch die Beteiligung eines lokalen Pfadfinder-Clubs. Die Jugendlichen packten mit an, wo immer Hilfe gebraucht wurde. Viele Bewohner waren bewegt, junge Menschen zu sehen, die mit so viel Einsatz und Mitgefühl ihrer eigenen Gemeinschaft dienten. Ein Zeichen dafür, dass auch die nächste Generation bereit ist, Gottes Ruf zu folgen.

Was bedeutet es, ein guter Nachbar zu sein?

Manchmal ist es einfach eine Plane auf einem beschädigten Dach.
Manchmal eine warme Mahlzeit.
Manchmal ein Buch, ein Gebet – oder ein Lied im richtigen Moment.

Aber immer bedeutet es dasselbe: Liebe, die sichtbar wird.

Aus: Gideon Rescue Company Newsletter, 25. Februar 2026

https://gideonrescue.org

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