Vom Familiengarten zum Market Garden: Wie Gott uns vom kleinen Markttisch zu einer Farm mit Mission führte

From Family Garden to Market Garden

Wie aus einer einfachen Idee – Brot am Markt zu verkaufen – eine Berufung wuchs, Menschen durch Gartenarbeit, gesundes Leben und Glauben zu dienen. Unsere Geschichte erzählt, wie Gott Schritt für Schritt führt, wenn wir ihm unser Leben, unsere Hände und unsere Erde anvertrauen. Von Andreas & Anita Spuller

Lesezeit: 8 Minuten

Willkommen in Spullis Familiengarten!


Vom Stadtleben aufs Land

Wir, Andreas und Anita, leben seit 2013 auf einer 7,5 ha großen Farm im Südosten von Kärnten. Unsere vier Söhne sind zwischen 25 und 30 Jahre alt und leben nicht mehr auf unserem Hof. Doch durch die Jahre 2000–2015 in der Heimschule mit den vier Jungs entdeckten wir – ehemalige Stadtkinder – das Landleben. Stück für Stück verstanden wir besser, welch ein Vorrecht es ist, Gottes Willen für uns als Familie zu erkennen und auch in den Werken zu wandeln, die Gott zuvor bereitet hat (Epheser 2,10).

Damals lebten wir 5 km entfernt von der Stadt, am Stadtrand von Klagenfurt, einer Stadt mit ca. 100.000 Einwohnern. In den Ferien gingen wir mit den Jungs zum Wochenmarkt, wo wir zwei Körbchen mit selbstgebackenen Brötchen verkauften. Daraus wurden 13 Jahre Marktarbeit. In dieser Zeit lehrte uns Gott die kleinen Schritte in seiner Ausbildung zum Gesundheitsmissionar. Wir besuchten mit unseren Kunden oft Workshops im Countrylife am Mattersdorferhof (TGM) oder im veganen Restaurant Delicious. So lernten wir in kurzer Zeit sehr viele praktische, brauchbare und wertvolle Ideen für ein gesundes Leben kennen. Gott zeigte uns durch die Fragen der Menschen, was sie brauchen.

Garten-Nachmittage

Mein Mann arbeitete 12 Jahre als Buchevangelist und lernte in dieser Zeit Gottes Heilmittel intensiv kennen. Wir machten einmal im Monat einen Workshop für unsere Marktkunden zu den Themen, die sie interessierten. Eines Tages lasen wir in dem Buch Ministry of Healing, dass wir Menschen aus der Stadt die Gartenarbeit nahebringen sollten. Doch woher sollten wir wissen, wen das interessierte? Wir beteten und machten drei Einladungen für den folgenden Dienstagnachmittag – Familien-Gartennachmittag. Am nächsten Markttag kamen drei Frauen und fragten uns, ob sie mit uns im Garten lernen dürften. So luden wir sie ein, und sie kamen mit ihren Kindern jede Woche zu uns. Wir kochten, aßen und lernten im Garten gemeinsam das, was sie lernen wollten. Ein Jahr lang fand das auf Wunsch der Familien jede Woche statt.

In dieser Zeit entschieden wir, dass wir das Haus meiner Eltern verkaufen durften. Doch es fand sich ein Jahr lang kein Käufer. In unserem Studium von Gottes Plan mit uns als Gemeinde der Endzeit wurde uns durch das Buch Die zweite Arche von W. D. Frazee klar, dass Gott „Outposts“ für die letzte Zeit braucht. Orte, an denen Menschen ganzheitlich Gottes Plan, seine Heilmittel und seine Liebe in der Natur kennenlernen dürfen. Wie Henoch Menschen aus der Stadt zu sich in sein Heim einlud, um ihnen in der Stille der Natur Gottes Willen erlebbar zu machen, so sollten auch wir solche Zufluchtsorte vorbereiten.

Wir wussten noch nicht genau, wie das ohne Mittel, ohne Kredit und ohne Ausbildung praktisch realisierbar wäre. Doch eines wussten wir: Gott will uns an unserer rechten Hand führen (Jesaja 41,13) und uns leiten (Psalm 32,8).

So war unser tägliches Gebet: »Herr, zeig uns den Platz, wo du uns haben willst.«

Haus verkauft, Himmel geöffnet

Und dann war es soweit. Im Frühling 2013 verkaufte Gott das Haus meiner Eltern, und eine Woche später zeigte er uns unseren neuen Platz: eine Farm in Alleinlage, 50 km entfernt von der Stadt Klagenfurt.

Sein Wille ist, dass allen geholfen wird und wir zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Timotheus 2,4). Uns wurde geholfen – nicht zuletzt dadurch, dass wir das Geld vom Hausverkauf zur Verfügung gestellt bekamen, um die größere Farm zu bezahlen.

Nun hatten wir 7,5 ha (Kaufpreis: € 175.000) zu bewirtschaften und wussten, dass der Platz sehr vielfältig nutzbar war: Wald, Wiesen, Äcker, Obstgarten, eigene Quelle – und alles in Alleinlage. Lauter Wunder, mit denen wir beschenkt wurden. Unsere Fragen brachten wir zu Gott im Gebet: Wie sollen wir nun diesen herrlichen Platz nutzen? In welcher Form des Dienstes?

Zuerst machte Andreas Kompostkurse, um zu lernen, wie wir den Boden wieder richtig stärken und aufbereiten können. So wollten wir möglichst wenige Maschinen einsetzen, Wasser sparen und den Boden so kräftigen, dass die Pflanzen sich jederzeit die Nährstoffe holen können, die sie für ein gesundes Wachstum brauchen.

Pflegekinder auf Gottes Acker

Durch Freunde außerhalb der Gemeinde wurden wir ermutigt, als Pflegeeltern zu wirken. 2016 wurden wir dann wirklich gebeten, mit dieser Aufgabe zu dienen. Wir bekamen vier Pflegekinder.

Das war anfangs sehr zeitintensiv, mit ihnen zusammen zu lernen. Aber es war und ist ein großer Segen. Durch die Natur wurde den Kindern das Lernen erleichtert. Auch die Kontakte mit Behörden, Schulen, Therapeuten und Nachbarn erweiterten sich. Wir lernten neue Leute kennen und ihre Bedürfnisse.

Vom Job zur Berufung

Nach 12 Jahren des Übens und Lernens im Ackerbau holte Gott meinen Mann aus seiner Berufstätigkeit als Klimatechniker, die er bis dahin noch verrichtete. Nun starteten wir neu mit Gott unser Family Ministry. Er ist seit Jänner 2025 unser Arbeitgeber und führt uns nach seinem Willen Tag für Tag.

Salat, Kohlrabi und Gottes Timing

Er ist unser Chef, von ihm sind wir abhängig, und seine Ideen wollen wir umsetzen. Seit März 2025 sind wir beide in der Landwirtschaft versichert und bewirtschaften unsere Äcker sowie zwei Folientunnel (je ca. 40 m lang und 8 m breit). Das ergibt 5.000 m² Ackerfläche. Schon im Februar bauten wir dort 600 Salate, Vogerlsalat und Kohlrabi an.

Daraufhin fragten wir in der nächstgelegenen Stadt, ca. 20 km entfernt, ob wir am Bauernmarkt teilnehmen dürften. Sie freuten sich sehr, da es dort noch niemanden mit regionalem Gemüse gab. Schon vor unserem ersten Markttag machten diese uns bis dahin unbekannten, aber sehr freundlichen Menschen über Facebook fleißig Werbung für unseren Stand. Auch die Zeitung veröffentlichte mehrere Artikel über unsere Arbeit, und das Radio brachte ein Interview. So erfuhren immer mehr Kunden schnell von unserem Marktstand. Wieder erlebten wir, wie Gott alles vorbereitet hatte.

Wir starteten mit den Mitteln, die wir hatten: Kartoffeln, Salat und Kohlrabi. Tisch und Bank waren zu Beginn unser Equipment. Gott schenkte uns »trockene« Markttage. Doch nach drei Wochen fanden wir dank seiner Hilfe einen sehr günstigen Markttrailer in unserer Nähe, den wir nun als Transportmittel und Verkaufsfläche nutzen.

Wenn Kunden zu Freunden werden

Wir staunen, wie freundlich und dankbar alle Kunden sind. Ihre Sehnsucht nach einfachem, natürlich gewachsenem Gemüse reicht so weit, dass sie auch verständnisvoll einmal geduldig warten, bis die nächsten Salatköpfe groß genug sind. Wir bieten außerdem jedem gratis Rezepte für unsere Produkte an und ermutigen die Menschen, sie auszuprobieren.

Ein Feld zum Staunen

Im Sommer hatten wir Knoblauch, Zwiebeln, Rote Rüben, Kraut, Kräuter, Zwetschken, Birnen, Gurken, Karotten, Grünkohl, Kohlrabi, Tomaten, Paprika, Melanzani, Zucchini und Kräuter im Angebot. Dazu Blumen, Trockenobst, Fruchtaufstriche, selbstgebackene glutenfreie Brötchen, vegane Burger und vegane Mayonnaise, glutenfreies Granola, Karottenlachs und vegane Kuchen der Saison.

Lernen, lehren, leben

Dank Gottes Hilfe waren wir auch mit Praktikanten gesegnet, die uns in der Hochsaison unterstützten. Als die Nachfrage so groß war, dass unsere Felder nicht genug Platz für das Herbstgemüse boten, schenkte uns Gott Mitte Juli überraschend durch einen ehemaligen Nachbarn ein Feld (50 × 50 Meter), das wir bepflanzen durften. Aus Zeitnot probierten wir erstmals Biofolie, um weniger gießen und jäten zu müssen.

Wir sind so dankbar, dass wir jede Menge Erfahrungen machen dürfen, die uns stärken und uns Gelegenheit geben, anderen von Gottes wunderbarer Führung Zeugnis zu geben. »Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist; wohl dem, der ihm vertraut« (Psalm 34,9).

Gottes Reich kann im Garten beginnen

Wir bieten auch bei Bedarf Familien-Workshops an, in denen wir ihnen einfaches, aber brauchbares Wissen erlebbar machen: Wildkräuter entdecken, Sabbatbeginn als Familie, Kochkurse, die 8 Heilfaktoren, Garten- und Kompostworkshops. Wir wollen weiterhin von Jesus lernen, brauchbares Wissen zu teilen und den Menschen in ihren Bedürfnissen zu dienen. Wie Maria den Jüngern in Johannes 2,5 empfahl: »Was er euch sagt, das tut!«, so wollen wir dich ermutigen: Bleib sein Schüler und tue, was er dir persönlich sagt. Der beste Platz ist dort, wo Gott dich haben will. In diesem Sinne wirst du erleben, was Jesu Versprechen aus Matthäus 6,33 auch in deinem Leben bewirken wird: »Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen.«

Er ist treu und segnet uns mehr, als wir uns erträumen können. Er fragt: »Wen soll ich senden, wer will mein Bote sein?« (Jesaja 6,8).

Bereit, gesandt zu werden?

Bist du bereit, sein Bote zu sein?

Gott segne dich reich, damit du ein Segen für viele werden kannst (1. Mose 12,2). Es sind kleine Schritte des Vertrauens, die Jesus uns vorangeht (Johannes 12,26; 1. Petrus 2,21).

Lasst uns wachsen in der Gnade und Erkenntnis (2. Petrus 3,18).

Wenn du Fragen hast oder mit uns Kontakt aufnehmen möchtest, kannst du das gerne per E-Mail tun: spullerix@gmx.at

Quelle mit weiteren Bildern: www.adagra.eu

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