Satans letzter Betrugsakt: Wie der falsche Christus die Welt täuscht – und warum Gottes Wort allein trägt

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Wenn Satan in königlicher Herrlichkeit erscheint und sich als wiedergekommener Christus ausgibt, wird die Welt geblendet jubeln. Doch die Täuschung erreicht ihren Höhepunkt – und nur die am Wort gegründeten Gläubigen werden standhalten. Dieser Artikel beleuchtet Satans letzten Angriff, den Endzeitbetrug des falschen Messias und die Bewahrung des Überrestes durch Gottes Wahrheit. Von Ellen White

Lesezeit: 8 Minuten

Satan erkennt, dass die Dinge dabei sind, ihm zu entgleiten. Er kann nicht die ganze Welt in seinen Bann ziehen. Deshalb startet er einen letzten, verzweifelten Versuch, die Treuen durch Täuschung zu überwinden.

Falscher Messias auf Weltbühne

Er tut dies, indem er als Messias auftritt. Er kleidet sich in königliche Gewänder, genau so, wie Johannes sie in seiner Vision beschrieben hat. Er hat die Macht, so aufzutreten.

Er erscheint als wiederkommender Christus vor seinen verblendeten Anhängern – den Christen, die die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben und lieber an der Ungerechtigkeit festhielten (am Übertreten des Gesetzes).

Er verkündet sich selbst als Jesus – und man glaubt ihm. Ein strahlendes, majestätisches Wesen, umhüllt von einer Pracht, wie sie ihre sterblichen Augen noch nie gesehen haben. Mit sanfter Stimme und schmeichelnden Worten wird er als der lang erwartete Heiland begrüßt.

Seine getäuschten Anhänger jubeln laut: »Jesus ist wiedergekommen! Jesus ist da! Er hat seine Hände gehoben, genau wie damals auf Erden, und hat uns gesegnet!«

Völlig »irrsinniges« Meisterstück

Hier nun zeigt sich Satans Meisterstück. Es wäre geeignet, selbst die Auserwählten zu verführen – wenn das möglich wäre. Doch wer sind diejenigen, die er segnet? Wen macht er glücklich? Wen ehrt er?

Bündnisse der Täuschung

Die vereinten Mächte der Welt: Kirchen, die gefallen sind, weil sie das Licht und die Botschaften der Gnade zurückgewiesen haben, die Gott gesandt hatte, um Babylon zu heilen, doch Babylon wollte nicht. (Jesus hatte gesagt, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist. Wer ein Freund der Welt sein will, macht sich zu Gottes Feind.)

Die päpstliche Macht – »der Mensch der Sünde«, der versuchte, Zeiten und Gesetz zu verändern – hat der Welt einen Sabbatrivalen als Götzenbild aufgerichtet. Diese abgefallene Macht sitzt im Tempel Gottes und gibt sich als Gott aus; sie trank das Blut der Heiligen. Verbündet ist sie mit protestantischen Kirchen, die wie ein Lamm mit zwei Hörnern aussehen, aber wie ein Drache reden.

Dazu kommen die Täuschungen des Spiritismus, der Satans Lüge aus Eden fortsetzt: »Ihr werdet keineswegs des Todes sterben.« (Genesis 3,4) Diese drei werden nun vereinigt unter einem korrupten Anführer. Und dieser falsche Christus spricht seinen Segen über die Anbeter des Tieres und seines Bildes aus – über jene, die das Malzeichen des Tieres und das Malzeichen des Tierbildes empfangen haben.

Hoffnungsanker: Jesu Verheißung

Doch hier liegt die einzige Hoffnung von Gottes Volk: das unfehlbare Wort des HERRN. Es sagt voraus, dass in dieser Prüfungszeit nur ein Überrest bestehen wird, der am Wort von Jesu Geduld festhält und weder das römische Tier anbetet noch sein Bild (jene Protestanten, die durch die Tierkopie mit lammähnlicher Fassade, aber drakonischem Reden repräsentiert werden).

Apokalyptische Warnung

»Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand, der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch von ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild und wer das Zeichen seines Namens annimmt.« (Offenbarung 14,9–11).

[Achtung: Nicht von den Engeln und dem Lamm werden sie gequält, sondern sie blieben vor ihnen stehen. Sie behielten einen vermeintlichen »Sicherheitsabstand« zu ihrer einzigen göttlichen Rettung. Ihre Qual haben sie selbst gewählt, ist Folge ihrer Gottferne und ihres zerstörerischen Handelns. »Denn der Tag des HERRN ist nahe über alle Völker. Wie du getan hast, soll dir geschehen, deine Tat fällt auf deinen Kopf zurück. Denn wie ihr auf meinem heiligen Berge getrunken habt, so sollen alle Völker täglich trinken; ja, sie sollen’s saufen und ausschlürfen und sollen sein, als wären sie nie gewesen.« (Obadja 1,15-16)]

Täuschende Wunderkräfte

Äußerer Schein wird täuschen. Die gewaltigen Wunderkräfte Satans reißen die ganze Welt und die gefallenen Kirchen mit sich.

Nur wer die Bibel gründlich studiert hat und dessen Herz mit Gottes Gesetz verbunden ist, wird in dieser Zeit der satanischen Verwirrung bestehen. Wäre es möglich, sagt Jesus, würden selbst die Auserwählten verführt. Satan wird – in der Rolle Jesu – als Gott angebetet. Jubelruf folgt auf Jubelruf.

Schutz in der Entscheidungsschlacht

Gottes Engel warten auf den Befehl des göttlichen Fürsprechers, der die Gläubigen vor Satans Zorn schützt. Der HERR des Himmels und der Erde empfindet Schmerz und Freude zugleich über seine bußfertigen, glaubenden Kinder. Ihre Treue zu den Grundsätzen brachte Verlust, Opfer und Gefahr. Ihre Treue zu Gottes Geboten rief Verleumdung hervor und den Hass abgefallener Kirchen. Doch alles, was nicht in der Bibel verankert ist, kann nicht akzeptiert werden.

Die Fratze des Feindes

Satans Werkzeuge sind rachsüchtig, grausam und ihrem Meister ähnlich. Wer die Bibel als Maßstab wählt, hat zwar mit Verachtung, Misshandlung und Ausgrenzung zu rechnen. Doch in der Sache der Wahrheit gibt es keinen Kompromiss.

Jesus hat seine geliebten Freunde im Blick

Jesus blickt von seinem Thron auf seine Leute herab. Sein Herz ist mit seinen leidenden Geschwistern verbunden. Mit Freude hört der Engel Jesu Worte: »Tut die unreinen Kleider von ihm und gebt ihm Festgewänder!« – »Siehe, ich nehme deine Sünde von dir und lasse dir Festkleider anziehen« (Sacharja 3,4).

Satan erkennt, dass er seine letzte Chance, diese Seelen zu verführen, verliert, und setzt alle Kräfte seines teuflischen Genies in Bewegung. Dieser letzte große Akt im Drama ist seine Nachahmung des Messias. Und nur diejenigen, die in der Heiligen Schrift fest gegründet sind, durchschauen seine Verkleidung.

… und sie blicken auf sein unvergleichlich schönes Gesicht

Die Heiligen schauen sprachlos zu. Werden sie auch verführt werden? Werden sie Satan anbeten? Die Engel Gottes umgeben sie. Dann ertönt eine klare, starke, melodische Stimme: »Kopf hoch! Schaut nach oben!« Nur eines steht den Betenden vor Augen – die endgültige und ewige Befreiung ihrer Herzen. Ständig halten sie dies im Blick.

Mich sehen, wie Gott mich sieht!

Die Aussicht auf Unsterblichkeit gehört denen, die bis ans Ende ausharren. Wie ernst und leidenschaftlich sind doch ihre Gebete! Gericht und Ewigkeit stehen vor ihnen. Im Glauben sehen sie den strahlenden Thron, vor dem sie als Weißgekleidete einmal stehen werden. Das hat sie vor der Sünde bewahrt. Das ließ sie für den Himmel heranreifen. Sie pflegten mit leidenschaftlicher Energie eine geistliche Gesinnung. Sie lebten eine Ausrichtung von Herz, Kraft und Sinn. Das große Vorbild sollte sie so prägen, dass sie flecken- und faltenfrei würden und ihrem Herrn gewaltfrei begegneten. Ihre Sehnsucht nach Jesus verzehrte alles – indem sie seinen Charakter und seine Reinheit betrachteten, wurden sie verwandelt in sein Ebenbild. Sie wurden mit Jesus Christus in Einklang gebracht und waren voll unbezähmbarer Entschlossenheit. Sie würden Gott nicht entehren: Sie werden das Malzeichen des Tieres oder seines Bildes nicht annehmen. Sie werden als Gottes Diener und Söhne überwinden, um das allumfassende Erbe zu erlangen.

Unbändige Liebe, unbändige Sehnsucht

Wie ein verlorenes Kind sich weinend nach dem Zuhause sehnt, so sehnen sich die Übrigen nach ihrem Befreier, den sie so sehr lieben. Auf ihn setzen sie ihre Hoffnung auf ewiges Leben. Als Pilger und Fremde, umgeben von Mühen, Leid und Kampf, blicken sie im Glauben zum Himmel und rufen: »Komm, Herr Jesus, komm bald!« Nach der Heimat – nach den Wohnungen, die Jesus für sie bereitet hat – nach dieser herrlichen Heimat sehnen sie sich.

Wie sehr wünschen sie, die Tore der Stadt zu durchschreiten und für immer bei Jesus zu sein. So lange warten sie schon darauf. Während Satan mit seinen Engeln Welt, Kirche und Staat gegen sie aufstachelte, wurde ihr Verlangen, bei Jesus zu leben und die Krone des Lebens zu erhalten, nur noch stärker.

Geschützt durch Sanftmut

Ihr Charakter hat die himmlische Prägung erhalten, die ihnen hilft, Satans Verkleidung zu erkennen. Ihr Verständnis der Schrift gibt ihnen Zielstrebigkeit und unbezwingbare Energie, sodass weder Welt noch Hölle sie prägen oder vereinnahmen können. Wären sie mutlos, würde Satan sie überwältigen.

Immun und versiegelt

Doch sie halten alles für Verlust verglichen mit Jesus. Sie lassen sich weder bestechen noch verführen noch einschüchtern. Taub gegenüber dem Locklied der Lust, blind für die blendenden Verführungen, können sie nicht von Satans List besiegt werden. Weltliche Ablenkungen, Ziele, Ehren wurden ihnen angeboten. Doch sie lehnten ab. Ihnen sind die Drohungen egal, die Schrecken der höllischen Mächte lassen sie kalt.

Ein letzter Versuch – Satans finaler Schachzug. Er hört die unaufhörlichen Rufe nach Jesu Wiederkunft und Befreiung. Seine letzte Strategie besteht darin, Jesus zu imitieren und die Gläubigen glauben zu lassen, ihre Gebete seien erhört worden. Doch dies entspricht dem letzten Geschehen: der »Gräuel der Verwüstung« steht an heiliger Stätte.

4LtMs, Manuskript 16, 1884


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