Charakterschule und -vollendung: Im Schmelztiegel

Charakterschule und -vollendung: Im Schmelztiegel
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Hingabe statt Fluchtverhalten. Von Ellen White

Nur wer das Ich kreuzigt und den finsteren Mächten die Stirn bietet, findet Freiheit von Sünden. Lasst euch nicht entmutigen, weil die bevorstehende Zeit der Jakobsangst schwere Prüfungen mit sich bringen wird. Arbeitet lieber ernsthaft und eifrig in der Jetztzeit: Jetzt wollen wir die Wahrheit, wie sie in Jesus ist, erkennen. Jetzt brauchen wir ein persönliches Glaubensleben. In diesen kostbaren letzten Stunden der Bewährungszeit brauchen wir eine tiefe und lebendige Erfahrung. So werden wir Charakterzüge entwickeln, die notwendig sind für unsere kommende Befreiung.

Die Zeit der Bedrängnis ist die Feuerprobe, die christusähnliche Charaktere ans Tageslicht bringen wird. Sie wird so geartet sein, dass Gottes Volk sich von Satan und seinen Versuchungen endgültig lossagt. Der letzte Konflikt wird ihnen Satans wahres Wesen zeigen. Er ist ein grausamer Tyrann. So wird geschehen, was nichts anderes erreichen konnte: Satan wird endgültig jegliche Sympathie bei ihnen einbüßen. Denn wer die Sünde liebt und hegt, liebt und hegt auch ihren Urheber: Jesu Todfeind. Wer die Sünde entschuldigt und an einem falschen Charakter festhält, schenkt Satan Zuneigung und huldigt ihm …

Der ganze Himmel hat Interesse am Menschen und wünscht seine Erlösung. Das ist ja das große Ziel hinter allem, was Gott für den Menschen tut … Die himmlische Armee staunt jedoch nicht schlecht, dass so wenigen an der Freiheit von versklavenden bösen Einflüssen gelegen ist, dass so wenige alles daransetzen, um Jesus bei seinem Großeinsatz zu ihrer Befreiung zu unterstützen. Wenn die Menschen das Wirken des großen Verführers erkennen würden, der sie als verbitterte Sündensklaven behalten will, wie entschieden schwörten sie dann den Werken der Finsternis ab, wie standhaft blieben sie in der Versuchung, wie sehr erkennten und beseitigten sie jeden Fehler, der Gottes Bild in ihnen trübt; wie sehr drängten sie sich an Jesu Seite, und welch inständige Bitten würden für einen ruhigeren, engeren und fröhlicheren Wandel mit Gott zum Himmel aufsteigen.

The Review and Herald, 12. August 1884.

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