Prioritäten und Gottvertrauen machen den Unterschied: Ein gemütliches Zuhause

Prioritäten und Gottvertrauen machen den Unterschied: Ein gemütliches Zuhause
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»Lebt als Kinder des Lichts.« (Epheser 5,8) »Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist!« (1. Korinther 6,20) Von Claudia Bäcker

Lesezeit: 9 Minuten

Vor vielen Jahren las ich in einer Zeitschrift Worte, die mich tief berührten: »Wenn Herzen rein werden – werden auch die Wohnungen rein.«

Sinnbild und Vorbereitung für den Himmel

Ich wünsche dir Gottes Segen und viel Freude bei dem Thema »Ein gemütliches Zuhause«! Ellen White schreibt: »Unser irdisches Zuhause darf jetzt schon unser himmlisches Heim widerspiegeln und uns darauf vorbereiten.« (Ministry of Healing, 363; vgl. Der Weg zur Gesundheit, 279)

»Macht euer Zuhause zu einem gemütlichen Ort … Stattet euer Haus schlicht und einfach aus, mit robustem Inventar, das leicht zu säubern ist und ohne große Kosten wieder ersetzt werden kann. Wer auf Geschmack achtet, kann auch ein sehr einfaches Zuhause anziehend und einladend machen. Hauptsache, Liebe und Zufriedenheit wohnen dort. Gott liebt Schönheit. Er hat Himmel und Erde mit Schönheit bekleidet.« (Ibid., 370; vgl. ebd. 283)

Wenn es dir schwerfällt, du aber den Wunsch nach einem geborgenen Zuhause verspürst, dann lade ich dich ein, den ersten Schritt zu wagen: Bewege dieses Anliegen täglich im Gebet. Unser himmlischer Vater wird dir Kraft, Weisheit und Freude schenken. Möge Gott dich segnen!

Gottes Verheißungen begleiten dich

Hier sind einige ermutigende Verheißungen: »Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?« (1. Mose 18,14 NL) »Menschlich gesehen ist es unmöglich. Aber bei Gott ist alles möglich.« (Matthäus 19,26 NL) »Denn bei Gott ist nichts unmöglich.« (Lukas 1,37 NL) »Nun weiß ich, dass du alles kannst.« (Hiob 42,2 NL)

Die Kinder miteinbeziehen

Ermutige auch die Kleinen, sich einzubringen. Macht gemeinsam aus eurer Wohnung einen Ort, an dem ihr euch so richtig daheim fühlt! Mit Geduld können wir alle die Räume freundlich und sauber halten. Lobe ihre Bemühungen und lass sie an der Gestaltung teilhaben.

Praktische Tipps: Geistliche Verbindung

Treffe bewusste Entscheidungen und beanspruche Jesu Sieg für dich. Weihe dich ihm jeden Morgen in der Stille und bitte um Weisheit. Er wird dich mit Kraft und Freude erfüllen und dich ihm wieder ein Stück ähnlicher machen.

»Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft gelangt durch Schwachheit ans Ziel.« (2. Korinther 12,9) »Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.« (Philipper 4,13) »Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt.« (Jakobus 1,5)

Morgenstund …

Überlege, wann du aufstehen möchtest. Am besten vor deinem Mann und den Kindern, damit der Tag in Ruhe und froher Atmosphäre beginnen kann.

Tagesplan

Erstelle einen Tagesplan, an den du dich mit Gottes Hilfe halten kannst! Sei nicht enttäuscht, wenn es nicht immer klappt. Pack es mit Gottes Hilfe wieder neu an! Lass dich nicht vom Handy ablenken, sondern räume nach der Morgenandacht erst mal die gemeinsam genutzten Räume auf. Lass frische Luft und Sonne herein. Nimm dir anfangs lieber kleine Schritte vor und bleibe konsequent dran. So macht es Spaß!

Feierabend

Es tut gut, wenn die Arbeit geschafft ist, bevor alle am Abend wieder zusammen sind, sodass eine entspannte Atmosphäre herrschen kann. Bist du als Frau berufstätig, hast du den größten Segen, wenn du in Teilzeit arbeiten kannst, sodass Zeit bleibt, das Zuhause für deine Familie gemütlich zu halten.

Regelmäßigkeit schafft Geborgenheit

Feste Essenszeiten geben der Familie ein Stück Geborgenheit. Regelmäßige Aufräum- und Putzzeiten bringen Routine und Ruhe fürs Auge. Aufwendige Hausarbeiten würde ich eher für den Wochenanfang einplanen.

Realistische Zeitziele

Eine angefangene Arbeit wird besser erledigt, wenn du sie von ganzem Herzen machst. »Alles was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen Kraft … Alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den HERRN und nicht für Menschen« (Prediger 9,10; Kolosser 3,23). Steckst du dir dabei realistische Zeitziele und bist geduldig mit dir selbst, wirst du die größte Freude haben.

Ordnung halten statt schaffen

Wer während der Arbeit schon etwas aufräumt und säubert, dem wächst der Arbeitsberg nicht so stark an. Was nicht mehr gebraucht wird, kann dann gleich wieder an seinen Platz.

Schlafzimmer

Das Schlafzimmer ist kein Abstellraum. Sicher findest du andere Lösungen. Auch die Wäsche kannst du vielleicht im Bad sammeln. Wusstest du, dass zum Beispiel Duftstoffe in der Wäsche, in deinen Kosmetikas, in Parfum oder auch in Spül- und Reinigungsmitteln die Raumluft belasten? Sie sind meist Chemikaliencocktails, die sich auch toxisch auf unser Nerven- und Immunsystem auswirken und unser Wohlbefinden stark beeinträchtigen können.

Sabbatvorbereitungen

Statt alles am Freitag vorzubereiten, ist es ratsam schon unter der Woche einen Raum nach dem anderen zu säubern. So kommt auch im Laufe von Wochen oder Monaten jeder Raum im Haus mal dran (Keller, Speicher, Garage). Sehr befreiend ist es auch, wenn man sich nach und nach aller überflüssigen Dinge entledigt durch Verschenken oder Verkaufen.

Küchentipps für den Freitag:
• Pellkartoffeln – für Sabbat dann als Kartoffelsalat.
• Reis – für Sabbat dann als Eintopf oder Reis-Gemüsepfanne.
• Teigwaren lassen sich gut vorkochen. Mit wenig Öl vermengt, sehr wenig Wasser (Boden bedeckt) wieder aufwärmen, ohne zu rühren.
• Grüner Salat kann ebenfalls sehr gut doppelt vorbereitet und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
• Auch die Salatsauce, in einem separaten Schraubglas.
• Möhren-, Rote-Beete-, Kohlrabi-, Blumenkohlrohkost etc. fertig zubereitet, hält sich in einem verschlossenen Glasgefäß auch sehr gut.
• Bratlinge können je nach Wunsch schon in der Woche gemacht und eingefroren werden.
• Übrigens, warum eigentlich immer warmes Essen am Sabbat? Ein bunter Salat, je nach Wunsch ein Hülsenfruchtsalat, dazu Backwaren mit Aufstrichen, das ist eine feine, vollwertige Speise mit wenig Arbeitsaufwand.

Eine unvergessliche Erfahrung

Es ist ein besonderer Segen, wenn man schon vor Sabbatbeginn zum Beispiel durch einen Spaziergang zur Ruhe kommt. Also: nicht so viel in den Freitag packen! Vor Jahren hatte ich hierzu ein nachdenkenswertes Erlebnis. Der 1. Mai fiel auf einen Freitag, so blieb mein Geschäft geschlossen an diesem Tag. Im Haushalt war schon alles vorbereitet, daher überlegte ich (es war ein schöner Sonnentag), ob ich vielleicht draußen noch etwas machen könnte. Ich entschied mich, auf dem Kies-Parkplatz noch ein wenig Unkraut auszustechen. Als mir beim Glattrechen der Rechen vom Stiel fiel, ging ich in den Geräteraum um Hammer und Nagel zu holen, hierbei fiel mir auf einem Regal ein Bilderrahmen auf, der mir unbekannt war (er musste Mietern gehören). Neugierig drehte ich ihn um und staunte, was dort geschrieben war: »Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst!« Sofort war mir klar, ich sollte mit der Arbeit aufhören und zur Ruhe kommen, tat dies auch sogleich und war dankbar für diesen liebevollen Hinweis. Doch auch ich brauche immer wieder diese sanften »Impulse«, denn ich arbeite gern.

Wenn man auf Reisen geht

Schon Tage vorher planen: Was nehme ich mit? Ist noch Wäsche zu waschen? Dies mache ich immer zuerst, damit die Wäsche sauber im Schrank liegt, wenn ich meinen Koffer packe. Die Wohnung reinigen, damit sie sauber verlassen und angetroffen wird – das ist sehr angenehm. Schon am Abend vorher alles fertig haben, evtl. auch Proviant.

Eine segensreiche Empfehlung ist, einen Segen zurückzulassen an dem Ort wo man zu Besuch ist, den zur Verfügung gestellten Wohnplatz sauber zu verlassen, am besten eigene Bettwäsche mitzunehmen. Die Gastgeber werden sich freuen.

Reinheit ist mehr

Auch unsere Literatur, die Bilder und Gegenstände, die unser Zuhause dekorieren, die Musik, die wir hören, können rein oder unrein sein. König Josia war erst 8 Jahre alt, als er König wurde, und tat was dem HERRN gefiel. Mit 20 Jahren begann er Jerusalem zu reinigen, auch von Götzenbildern (2. Chronik 29,15-19 und 34,1-3)!

Gesunder Realismus

Nun möchte ich noch eine Frage stellen, die du dir ganz ehrlich beantworten kannst. Vielleicht wirst du eine Entscheidung treffen, die dir mehr Lebensqualität bietet: Hat deine Wohnung, dein Haus und Garten eine Größe, die du bewältigen kannst? Denk mal darüber nach!

Hilfe, ich fühle mich überfordert!

Machen dir all diese Gedanken Not? Fühlst du dich überfordert? Dann nimm die große Verheißung mit in deinen Alltag (ich halte mich daran fest und sage: Du, HERR, hast in deinem Wort sagen lassen): »Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat!« (Psalm 121,1.2) Ich bete häufig: »HERR, ich brauche dich jetzt ganz stark.« Noch nie blieb dieses Gebet unbeantwortet!

Leg alle deine Pläne täglich zu Jesu Füßen und sei bereit, gerne zu tun, was er will! Dies kann durchaus zur Folge haben, dass du deinen Plan ändern wirst. Doch es wird dir und uns allen immer zum Segen sein, auch wenn wir das nicht sofort sehen oder spüren können.

Sei gesegnet und ermutigt liebe Schwester, liebe Mutter, liebe junge Frau und lieber Bruder, der du deinen eigenen Haushalt führst oder in deiner Familie durch besondere Umstände eine wichtige Rolle in der Hausarbeit hast. Zur Ehre Gottes wird es dir mit Liebe gelingen, aus deinem Zuhause eine Oase zu machen mitten in unserer hektischen Zeit.

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