Kann man Gottes Gnade annehmen und trotzdem im alten Leben bleiben? Viele Wege der Religion versprechen genau das. Doch die Bibel zeichnet ein anderes, deutlich schärferes Bild: Rettung ist mehr als Vergebung – sie verändert das Leben. Dieser Text geht der Frage nach, wie echtes Christsein aussieht, wenn das Evangelium ernst genommen wird. Von John Wesley (Mitbegründer der Methodisten)
Lesezeit: 14 Minuten
Ohne Heiligkeit wird niemand den HERRN sehen – Gottes Angesicht in seiner Herrlichkeit schauen (Hebräer 12,14). Nichts ist gewisser als das, denn Gott selbst hat es gesagt. Und selbst wenn Himmel und Erde vergehen würden, hätten seine Worte weiterhin Bestand.
Nur wer heute mit Gott lebt, wird eines Tages auch bei Gott leben. Nur wer schon hier auf der Erde beginnt, Gottes Wesen widerzuspiegeln, wird sich einmal an seiner Herrlichkeit im Himmel freuen können.
Nur wer bereits jetzt von der Macht der Sünde befreit wird, kann auch vor ihrem endgültigen Gericht bewahrt werden. Niemand wird Gottes Reich im Himmel erleben, der Gottes Reich nicht schon hier in seinem Herzen trägt.
Wer einmal mit Jesus regieren möchte, muss Jesus schon heute über sein Leben regieren lassen. Er braucht dieselbe Haltung, die auch Jesus hatte (Philipper 2,5). Dann wird er Schritt für Schritt lernen, so zu leben, wie Jesus lebte.
Der heidnische Ausweg
Das ist eine unumstößliche Wahrheit. Die Bibel lehrt sie klar und eindeutig – von Anfang bis Ende. Und doch gibt es kaum eine andere Wahrheit Gottes, die so häufig bestritten wird.
Sogar manche klugen Heiden erkannten damals: Gott gefällt nur ein reines, aufrichtiges und heiliges Herz. Theoretisch konnten sie das kaum leugnen. Praktisch aber suchten sie einen Weg daran vorbei.
Und den fanden sie auch.
Man redete sich ein: Äußere Dinge würden genügen. Rituale. Zeremonien. Religiöse Formen. Große Taten. Heldentum. Kulturleistungen.
Das alles sollte ersetzen, was im Inneren fehlte.
So versprachen die berühmten Römer nicht nur guten und tugendhaften Menschen ein glückliches Leben nach dem Tod, sondern fast jedem. Wer tapfer fürs Vaterland kämpfte, bedeutende Gedichte schrieb oder nützliche Erfindungen machte, sollte sich damit seinen Platz im Himmel verdienen können.
Der katholische Ausweg
Die späteren Römer übernahmen diese heidnischen Vorstellungen zwar nicht einfach. Sie verboten vieles davon. Doch gleichzeitig fanden sie einen anderen Weg, um angeblich ohne echte Heiligkeit in den Himmel zu kommen:
Ablässe. Pilgerreisen. Heiligen- und Engelverehrung. Vor allem aber die Totenmesse und die priesterliche Absolution.
Diese religiösen Übungen beruhigten die Menschen genauso wie früher die Reinigungsriten der Heiden.
Und bis heute glauben Tausende: Wer solche religiösen Übungen gewissenhaft praktiziert, werde den HERRN eines Tages auch ohne ein heiliges Leben in Herrlichkeit sehen können.
Der protestantische Ausweg
Doch vielen Protestanten reichen diese katholischen Wege nicht aus. Für sie hält so eine Hoffnung nicht mehr aus als ein Spinnennetz. Wer sich darauf verlasse, stütze sich auf einen zerbrochenen Rohrstab.
Aber welcher Ausweg bleibt dann noch?
Wie wollen Menschen hoffen, Gott zu sehen, wenn ihnen die Heiligkeit fehlt?
Viele antworten darauf so: Man darf niemandem schaden. Man soll Gutes tun. Zur Kirche gehen. Am Abendmahl teilnehmen.
Damit geben sich wiederum Tausende zufrieden. Sie glauben, auf dem sicheren Weg zum Himmel zu sein.
Das Problem eines oberflächlichen Glaubens
Doch viele merken: Auch das gibt keinen echten Frieden. Sie erkennen darin letztlich nur das Papsttum des Protestantismus.
Denn natürlich weiß man: Ein Christ soll sich ernsthaft vom Bösen fernhalten. Er soll Gottes Gnade in jeder Situation nutzen. Und anderen Menschen möglichst viel Gutes tun.
Aber ein Mensch kann all das tun – und trotzdem innerlich Heide bleiben.
Darum sehen sie: So ein Glaube bleibt oft an der Oberfläche. Er hat keine Tiefe. Kein echtes geistliches Leben.
Denn Christsein ist vor allem eine Sache des Herzens.
Es bedeutet, Gott »im Geist und in der Wahrheit« anzubeten.
Es bedeutet, dass »das Reich Gottes inwendig in euch« ist.
Es bedeutet, dieselbe Gesinnung zu haben »wie auch Christus Jesus sie hatte«.
Es bedeutet »Gerechtigkeit, Frieden und Freude im Heiligen Geist« (Johannes 4,24; Lukas 17,21; Philipper 2,5 Elberfelder; Römer 14,17).
Das wahre Fundament
Außerdem erkennen sie noch etwas:
Selbst ein tiefer wirkendes Glaubensleben trägt nicht, wenn das Fundament falsch ist.
Denn »einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.« (1. Korinther 3,11)
Darum sind sie überzeugt: Der Mensch wird allein durch Glauben gerechtfertigt. Durch Glauben – und nicht durch eigene Leistung. Denn nur dem, »der an den glaubt, der die Gottlosen gerecht macht, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet.« (Römer 4,5)
Das Meisterstück der Verführung
Welcher Ausweg bleibt der finsteren Macht also noch?
Was kann sie tun, wenn die große Wahrheit immer mehr Menschen erreicht: »Aus Gnade seid ihr gerettet – durch den Glauben«? (Epheser 2,8)
Wie kann man diese Wahrheit wirkungslos machen?
Nur auf eine Weise: Indem man genau die Menschen verführt, die diese Wahrheit angenommen haben. So wird Gottes Gnade plötzlich missbraucht, um ein Leben der Ausschweifung zu rechtfertigen (Judas 1,4).
»Jesus hat alles getan«
Heute hört man deshalb oft: Jesus habe alles getan und alles erlitten. Seine Gerechtigkeit werde uns angerechnet. Darum brauche es keine eigene Gerechtigkeit mehr im Menschen.
Weil in Jesus bereits alle Heiligkeit vollkommen vorhanden sei, müsse sie nicht mehr im Herzen des Gläubigen entstehen. Und wer dennoch nach echter Heiligkeit verlangt oder sich danach ausstreckt, stehe angeblich schon in Gefahr, Jesus abzulehnen.
Denn – so sagt man – von Anfang bis Ende geschehe die ganze Rettung ausschließlich in Christus und überhaupt nicht im Menschen.
Wer etwas anderes lehre, gilt sofort als gesetzlich. Als jemand, der das Evangelium nicht verstanden hat.
Ein Angriff auf die Wurzel echter Frömmigkeit
Doch genau das ist ein Schlag gegen die Wurzel aller Heiligkeit und jeder echten Religion. So wird Jesus »im Haus seiner Freunde« verwundet (Sacharja 13,6) – und zwar gerade von denen, die am lautesten behaupten, ihn zu lieben.
Denn der eigentliche Sinn seines Todes war doch, »die Werke des Teufels zu zerstören« (1. Johannes 3,8). Diese Lehre aber macht genau das zunichte.
Wo diese Lehre herrscht
Wo diese Vorstellung begeistert angenommen wird, bleibt für echte Heiligkeit kaum noch Platz. Sie zerstört sie mit Wurzel und Zweigen. Sie reißt jedes Verlangen nach Veränderung aus dem Herzen. Jedes Streben nach Reinheit. Jeden Hunger nach einem heiligen Leben.
Sogar Ermahnungen zur Heiligkeit werden verdächtig. Mehr noch: Menschen beginnen Angst davor zu bekommen, überhaupt nach Heiligkeit zu streben. Denn sie wollen ja nicht »den Glauben verlieren« oder angeblich »Jesu Gerechtigkeit ablehnen«.
Die seltsame Verdrehung
Und so geschieht etwas Merkwürdiges: Statt »eifrig zu guten Werken« zu sein (Titus 2,14), fürchtet man plötzlich gute Werke beinahe mehr als böse Werke.
Man warnt stärker vor »Werksgerechtigkeit« als vor Weltlichkeit, Stolz oder Sünde. Die »Werke Gottes« (Psalm 66,5) machen mehr Angst als die »Werke des Teufels« (1. Johannes 3,8).
Satans Meisterstück
Das ist tatsächlich ein Meisterstück der Verführung. Weiter kann Satan kaum gehen.
Menschen halten sich für heilig, obwohl in ihrem Herzen keine Spur echter Heiligkeit lebt. Sie fühlen sich »heilig in Christus«, obwohl ihr Inneres unverändert bleibt. Sie glauben, in Christus zu sein, obwohl die Gesinnung Jesu in ihrem Leben kaum sichtbar wird.
Sie bezeichnen sich als »vollkommen in ihm« (Kolosser 2,10), obwohl Stolz, Eitelkeit, Habgier und ungezügelte Leidenschaften noch immer über ihr Herz herrschen.
Und genau darin liegt die Täuschung: Sie glauben, nichts weiter nötig zu haben. Sie dürfen ungerecht bleiben – weil Jesus ja bereits alle Gerechtigkeit erfüllt habe (Matthäus 3,15).
Sehnsucht nach Freiheit
»Wie lange wollt ihr Unverständigen noch unverständig sein?« (Sprüche 1,22)
Und weiter: »Wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht erben werden? Lasst euch nicht irreführen!« (1. Korinther 6,9)
Die Maske der Verführung
Viele treten heute unter scheinbar guten Vorzeichen auf. Sie sagen: Jesus soll erhöht werden. Ein Argument, das viele beeindruckt. Denn Jesus ist für sie kostbar (1. Petrus 2,7).
Doch die Bibel bleibt klar
So wahr der HERR lebt:
»Keiner, der unzüchtig lebt, keiner, dem irgendetwas wichtiger ist als Gott, kein Ehebrecher, kein Mensch, der sich von seinen Begierden treiben lässt und homosexuell verkehrt, wird einen Platz in Gottes Reich haben; auch kein Dieb, kein Ausbeuter, kein Trinker, kein Verleumder oder Räuber.«
Und doch: Veränderung ist möglich
Und dann kommt der entscheidende Satz: »Und solche sind einige von euch gewesen.« Das ist Vergangenheit. Aber jetzt gilt: »Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.« (1. Korinther 6,9-11 HFA/LUT)
Mehr als nur zugerechnet
Diese Veränderung ist echt. Nicht nur ein rechtlicher Status. Der Mensch wird nicht nur als gerecht angesehen. Er wird tatsächlich verändert. Er wird »zu einem Gerechten gemacht« (Römer 5,19 SLT).
Wahre Freiheit
»Das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht« – wirklich frei – »vom Gesetz der Sünde und des Todes.« (Römer 8,2)
Das ist Freiheit.
Nicht Freiheit von Gottes Maßstäben.
Sondern Freiheit von der Macht der Sünde.
Und von den Werken des Bösen.
Standhalten in echter Freiheit
Darum gilt:
Bleibt fest in dieser Freiheit. Nicht in einer eingebildeten, sondern in einer realen Freiheit, zu der Jesus befreit hat.
Denn es ist gefährlich, sich wieder ein Joch der Sünde auflegen zu lassen – von denen, die sich wichtigtun, aber in Wahrheit zurück in die Knechtschaft führen (Galater 5,1).
Wenn das Leben unverändert bleibt
Wer bewusst in der Sünde bleibt, dem nützt auch Jesus nichts. Denn wenn Jesus uns nicht von der Sünde rettet, ist er nicht unser Erlöser. Ein Glaube, der das Herz nicht reinigt, ist wertlos.
Die ernste Warnung
Wann verstehen wir das endlich? Wer sich gegen innere oder äußere Heiligkeit wehrt – mit dem Vorwand, Jesus zu erhöhen – der wiederholt im Kern die Rolle des Judas. Er verrät den Menschensohn mit einem Kuss (Lukas 22,48).
Darum gilt: Umkehr ist nötig. Sonst trifft einen das scharfe Wort, das aus seinem Mund geht (Offenbarung 1,16; Matthäus 24,51).
Die Tragweite der Verharmlosung
Wer sich Jesus entgegenstellt und dabei sein Werk missversteht, der stellt sich gegen das Ziel seines Kommens. Er kreuzigt den Sohn Gottes erneut und macht ihn wieder zum Spott (Hebräer 6,6).
Wer glaubt, durch Jesu Gerechtigkeit ohne Heiligkeit vor Gott bestehen zu können, der verkennt den Ernst des Bundesblutes (Hebräer 10,29). Und er zieht auch andere in diese Täuschung hinein.
Ein ernstes Ende
Wehe dem, der so lebt. Denn wenn schon der ein schlimmes Ende findet, der in seinen Sünden stirbt, ohne Jesus anzurufen – wie viel schwerer muss es über den treffen, der Jesus selbst zum Diener der Sünde macht? (Galater 2,17)
Das Ende eines solchen Weges ist ernst.
Die Umkehrung der Guten Nachricht
Wie bitte?
Soll Jesus sein eigenes Reich zerstören?
Soll Jesus zum Werkzeug Satans werden?
Soll er gegen Heiligkeit ausgespielt werden?
Soll er Menschen retten – aber in der Sünde lassen?
Das wäre nicht weniger absurd, als zu behaupten: Er befreie von Schuld, aber nicht von der Macht der Sünde.
Eine gefährliche Umdeutung
Wollen wir die Gerechtigkeit Jesu zu einem Mantel machen, unter dem Ungerechtigkeit weiter bestehen darf? Sollen Menschen jeder Art dadurch in das Reich Gottes gelangen?
Stopp. Das muss man sich ernsthaft fragen. Was geschieht hier eigentlich?
Wer hat euch betört?
»Ihr liefet so gut – wer hat euch aufgehalten?« (Galater 5,7)
»Wer hat euch verzaubert?« (Galater 3,1)
»Wer hat eure Gedanken von der einfachen und reinen Hingabe an Christus abgebracht?« (2. Korinther 11,3)
Erinnerung an das ursprüngliche Evangelium
Ihr wusstet doch: »Wer glaubt, der ist aus Gott geboren.«
Und:
»Wer aus Gott geboren ist, der sündigt nicht – denn Gott bewahrt ihn, und der Böse rührt ihn nicht an.« (1. Johannes 5,1.18)
Zurück zum Anfang
Darum: Kehrt um. Zurück zum reinen, ursprünglichen Evangelium. Zurück zu Jesus, der starb, um ein heiliges Volk zu schaffen – ein Volk, »das eifrig wäre zu guten Werken« (Titus 2,14). »Denke daran, wovon du gefallen bist. Tue Buße. Und tue die ersten Werke.« (Offenbarung 2,5)
Glaube ohne Leben?
Gott wirkt.
Immer noch.
»Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag.« (Johannes 5,17)
Darum gilt: Glaube ohne gelebte Frucht bleibt leer.
»Willst du erkennen, du törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist?« (Jakobus 2,20)
Und weiter: Selbst größter Glaube ohne Liebe ist nichts (1. Korinther 13,2).
Das ernste Missverständnis
Wollen wir wirklich übersehen, dass Jesu Blut und seine Gerechtigkeit das Urteil nicht mildern, sondern verschärfen, wenn unser Leben nicht seiner Gesinnung entspricht? Wenn wir nicht denken wie Christus. (Philipper 2,5) Und nicht leben wie er lebte. (1. Johannes 2,6)
Warnung vor einer falschen Lehre
Wer etwas anderes lehrt, der entfernt sich von der gesunden Lehre Jesu Christi. Solche Menschen sind nicht tiefgründig – sondern leer, aufgebläht, getrieben von Streit. Aus ihnen entstehen Neid, Zank, Verdächtigungen und endlose Konflikte (1. Timotheus 6,3–5).
Keine Angst vor Heiligkeit
Darum: Haben wir keine Angst vor Ermutigung zur Heiligkeit. Ob innerlich oder äußerlich – sie dient der Wahrheit. Sie verherrlicht den Vater. Und sie erhöht den Sohn.
Die entscheidende Ausrichtung
Nennen wir das nicht vorschnell »gesetzlich«. Denn die eigentliche Frage ist nicht, ob wir unter Gesetz stehen – sondern unter welchem Gesetz wir stehen: dem der Sünde oder dem der Freiheit (Römer 7,25).
Die beste Predigt
Darum: Lieben wir die klare, ehrliche Predigt. Die uns zeigt, wo wir Jesus nicht ähnlich sind. Und die uns gleichzeitig dazu ruft, ihn mehr zu lieben.
Mit ganzem Herzen.
Mit ganzer Kraft.
Mit ganzem Leben.
Was kann ich tun?
Ich möchte noch vor einer anderen falschen Vorstellung warnen. Sag nie: »Ich kann nichts tun.« Denn wenn das wahr wäre, dann wüssten wir nichts von Jesus. Dann hätten wir keinen Glauben.
Mit Jesus öffnen sich Möglichkeiten
Wenn wir glauben, dann gilt: »Ich vermag alles durch den, der mich stark macht – Christus.« (Philipper 4,13 Lut unrev.) Das ist keine Theorie. Das ist Realität.
Gehorsam ist nicht unmöglich
Wir können ihn lieben.
Wir können seine Gebote halten.
Denn »seine Gebote sind nicht schwer« (1. Johannes 5,3).
Für den Glaubenden sind sie keine Last. Sie sind Freude.
Liebe zeigt sich im Leben
Zeigen wir Jesus unsere Liebe – indem wir tun, was er sagt.
Indem wir seine Gebote halten. Und auf seinen Wegen bleiben (Lukas 1,6).
Ehre, Vertrauen, Nachfolge
Ehren wir Jesus, indem wir ihm treu sind – mit ganzer Hingabe. Verherrlichen wir ihn, indem wir seinem Leben ähnlich werden. Halten wir uns an ihn, indem wir seinen Wegen folgen.
Vertrauen heißt: Gott wirken lassen
Setzen wir unser Vertrauen auf ihn, dass er in uns lebt und regiert. Dass er seine Verheißungen erfüllt. Dass er in uns das Gute stärkt und das Werk des Glaubens mit Kraft wirkt (2. Thessalonicher 1,11).
Tiefe Veränderung
Hängen wir uns an Jesus. Bis er uns innerlich verändert. Bis Stolz, Zorn und böse Wünsche gereinigt sind.
Jesus wirkt in uns
Lassen wir ihn wirken. Er hat alles für uns getan. Jetzt soll er auch alles in uns tun.
Das wahre Evangelium
Erheben wir Jesus als den, der nicht nur vergibt, sondern auch verändert. Als den, der nicht nur Sünde vergibt, sondern ein neues Herz schenkt. Und einen neuen Geist (Psalm 51,12.)
Die gute Botschaft
Das ist das Evangelium. Die echte, reine, freudige Botschaft der Erlösung.
Nicht ein neues Evangelium. Sondern das alte, ewige Evangelium. Nicht das Evangelium menschlicher Tricks. Sondern das Evangelium Jesu Christi.
Gebet um innere Stärke
Und darum beten wir: Dass Gott uns stärkt durch seinen Geist im inneren Menschen. Dass Jesus durch den Glauben in unseren Herzen wohnt. Dass wir in Liebe gegründet und fest verwurzelt sind.
Die ganze Fülle Gottes
Dann können wir begreifen, was sonst unbegreiflich ist:
Wie breit, wie lang, wie hoch und wie tief die Liebe Christi ist. Und wir erkennen: Diese Liebe übersteigt alles Wissen. Damit wir erfüllt werden – mit der ganzen Fülle Gottes (Epheser 3,16–19).
Gekürzt und sprachlich bearbeitet aus: John Wesley, The Works of John Wesley, Hg. Jackson, London 1872, Bd. 10, Kap. 25, S. 364-69.

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