Das Einmaleins der Kindererziehung: Vorleben

Das Einmaleins der Kindererziehung: Vorleben
Bild: thenebblettfamily.com

So macht es den Kindern Spaß. Von Chantée Fisher

Mir war schon immer klar, dass Kinder am besten durch Vorbilder lernen. Als Eltern von mehreren Kleinkindern überfordert mich dieser Gedanke manchmal. »Was für ein Vorbild bin ich gerade …?« Es ermutigt mich zwar, Fortschritte zu machen. Aber es ernüchtert und demütigt mich auch. Wie oft jammere ich zum Beispiel bei meinen Kindern, dass ich es leid bin, ihr Gejammer zu hören!

Kein Witz: Ich beginne und beende jeden Tag auf den Knien und flehe ernsthaft um Gnade, meinen geliebten Babys Jesus vorleben zu können und eine gütige, gute und zufriedene Mutter zu sein.

Letzte Woche haben wir Erdbeeren gepflanzt. Lynnea Rose hilft unheimlich gerne und reichte mir die Pflanzen an. Manchmal rissen dabei Blätter ab, wenn sie versuchte, die Pflänzchen aus ihrer Schale zu befreien. Mehr als einmal biss ich mir auf die Zunge, um nicht zu sagen: »Geh ruhig Spielen!« Wie leicht vergisst man doch, dass die Kleinen nur tüchtige Helfer werden, wenn man sie helfen lässt.

Plötzlich hielt sie inne und checkte ihr Baby, das sie unterm Arm trug. »Oh!«, rief sie, »ich muss mein Baby stillen!« Ich verkniff mir ein Lachen, als sie sich auf dem Pfad niederließ und Harmony beim »Andocken« half. Einen Moment lang saß sie da und wiegte sie im Arm. Dann fing sie wieder an, mir Pflanzen zu reichen, während sie die ganze Zeit darauf achtete, dass ihr Baby immer noch zufrieden weitertrank.

Da erkannte ich in ihrem Spiel doch tatsächlich mich und mein Verhalten wieder. Wie oft hatte ich sie genau hier im Garten gestillt, zwischen den Reihen gesessen und meine Arbeit mit einem Arm fortgesetzt, während ich sie im anderen gewiegt und gekuschelt hatte.

Ich möchte allen meinen Kindern vermitteln, dass Babys wichtig sind. Sie sind kein Störfaktor, sondern ein Gottesgeschenk. Aber irgendwie war mir bis zu diesem Moment nicht klar, dass sie das am besten verstehen können, wenn sie es nicht von mir hören, sondern sehen, wie ich es auslebe.

Verzeih mir, meine Kleine, für all die Male, die ich dich abgewimmelt habe, als ich gerade etwas erledigen wollte. Danke, dass du mir gezeigt hast, dass ich dir jedes Mal, wenn ich dich in den Arm nehme und im Garten mit dir kuschle, eines der wichtigsten Dinge im Leben beibringe. Ich will jetzt immer daran denken!

»Präge sie deinen Kindern ein und rede davon, ob du in deinem Haus bist oder unterwegs, ob du dich hinlegst oder aufstehst.« (5. Mose 6,7 NEÜ)

Quelle: Life Worth Living, By Example, 23. Februar 2021, www.thenebblettfamily.com/2021/02/by-example.html

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